Eigene Anreise zu Kreuzfahrt - Wer haftet bei Flugausfall?
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Hallo,
wir haben recht kurzfristig eine Aida Reise gebucht und da es nur noch Pauschalflüge von München gab, haben wir eine eigene Anreise von Hamburg aus mit Germanwings geplant. Wir sollen planmäßig um 14 Uhr auf Mallorca landen, um 20 Uhr ist Check-In Schluss bei Aida und um 23 Uhr legt sie planmäßig ab.
Somit haben wir ungefähr 6 Stunden "Puffer", also die doppelte Flugzeit. Dadurch sind wir aus meiner Sicht recht sicher für "normale" Verspätungen aufgestellt.
Nun frage ich mich aber, was passiert, wenn der Flieger komplett ausfällt. Neulich erst bei einer Dienstreise erlebt.
Wenn ich also durch einen kurzfristigen Flugausfall die Aida verpasse, wer haftet dann für eventuelles nachfliegen in den nächsten Hafen oder umbuchen auf eine andere Airline? Ist das alles mein eigenes "Pech"?
Wie gesagt: Wir haben die eigene Anreise nicht aus Spargründen gewählt (ist auch nicht günstiger), sondern weil es keine andere Möglichkeit gab. Leider können wir aus dienstlichen Gründen auch nicht bequem einen Tag früher anreisen.Gruß
Sven
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So wie ich das sehe, ist der Flugausfall dann dein "Privatvergnügen".
Wir hätten vor einigen Wochen fast das Gleiche erlebt, glücklicherweise hat die Lufthansa an diesem Tag dann doch nicht gestreikt. Einen "Notfallplan" für diesen Tag hatten wir uns aber bereits überlegt, ob eine Umbuchung so kurzfristig dann noch geklappt hätte, bleibt jedoch dahingestellt. Allerdings hatten wir in 'weiser Voraussicht' für den Cruisebeginn in Übersee einen mehrtägigen Puffer eingeplant
Gruß, Jo.
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Hallo,
bei Übersee hätte ich definitiv auch einen Vorlauf gebucht bei eigener Anreise.
Allerdings denke (hoffe) ich, dass man von Hamburg nach Mallorca zur Not immer noch eine Alternative findet.
Dennoch: Ein mulmiges Bauchgefühl haben wir schon. Leider gibt es keine andere Option für uns als es zu versuchen.Sven
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Hallo Sven , ich habe hier recht gute Informationen gefunden Für Dich und allen die mögen zum Nachlesen Hier klicken
Da steht u.A. das eine nicht erechter Anschlussflug ersetzt werden muss, ob es dann gleichwertig auf für einen Schiffsverbindung gilt? Ich vermute ja.
Na lies mal.
Schöne Cruise und einen pünktlichen Flug.
Werner
ach hier noch etwas speziell zum Schiff. gefunden hier
der nachfolgende Beitrag ist von dieser Seite @administrator Darf man das Zitieren sonst bitte köschenEin Kunde bucht eine Kreuzfahrt ab Miami. Den Zubringerflug bucht er separat direkt bei der Flug-gesellschaft. Der Flug wurde verspätet durchgeführt, das Schiff nicht erreicht. Der Passagier storniert die Kreuzfahrt und muss Stornokostenan den Reiseveranstalter bezahlen.Der Urlauber hat Entschädigungs-anspruch (Stornokosten der Kreuzfahrt u.a.) gegen die Fluggesellschaft, wenn diese nicht vortragen kann, alles Zumutbare zur Vermeidung des Schadens getroffen zu
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Die Haftung der Fluggesellschaften ist beschränkt und bezieht sich, sofern keine Paketbuchung aller Leistungen zusammen erfolgte, nicht auf indirekte Schäden. Als Mitarbeiter einer Fluggesellschaft werden "mir" ständig solche Haftungen von Passagieren angedroht. Nach dem Motto:
"Der Flug hat Verspätung, ich verpasse meinen Geschäftstermin, kann nun meine Ölbohrlizenz nicht unter Dach und Fach bringen, verliere einen Milliardenumsatz und daher ist die Fluggesellschaft schuld."
Bestünde diese indirekte Haftung wirklich, welche weit über die Transportverpflichtung hinausgeht, dann wäre jede Fluggesellschaft schon pleite noch bevor sie jemals einen Cent Gewinn eingeflogen hätte. Und aus genau diesem Grunde gibt es KEINE Haftung, wenn der Flug Verspätung hat und eine unabhängig gebuchte Weiterreise nicht erreicht werden kann, ob mit dem Schiff oder anders.
Der bei weitem größte Teil aller Verspätungen ist nicht einer Fluggesellschaft zuzuordnen. Flugsicherheitskontrolle, Streiks, Wetter - was auch immer. Gerade bei Kreuzfahrten und in den entsprechenden Foren liest man immer wieder den sehr sinnvollen Tipp, genügend zeitlichen Puffer vor oder nach einer Kreuzfahrt einzuplanen. Europäisch würde ich standardmäßig eine Nacht vorschalten, bei Kreuzfahrten ab USA / Übersee mindestens zwei - immerhin kann man hier ein touristisches Vorprogramm basteln.
Auch die Rechtssprechung argumentiert so, ob es nun um den wichtigen Geschäftstermin geht oder Kreuzfahrten: Flugreisen sind grundsätzlich mit einem gewissen Verspätungsrisiko ausgestattet, wie jede andere Reise auch - diese potenzielle Gefahr kann als bekannt vorausgesetzt werden und somit ist es dem Kunden zumutbar, das seine zur Vermeidung von Anschlussproblemen zu leisten, in dem er ausreichend Puffer einbaut. Tut er das nicht - und im Falle einer Anreise am selben Tag der Kreuzfahrt-Abreise wäre das gageben, haftet er selbst. Ob er im Zweifelsfall auf Kulanz pochen kann, ist die eine Frage - welche Megastress man sich durch diese superknappe Planung selbst antut, ist die andere Frage. Wer solche Probleme von Anfang an vermeiden will, bucht Anreisepakete über die Reederei dazu - und siehe da: es sind in der Regel zeitliche Puffer mit Übernachtungen schon eingebaut! Warum wohl?
Bei der Rückreise geht es in derselben Art weiter. Hat jemand seinen Rückflug vom Ankunftshafen wenige Stunden nach planmäßiger Ankunft separat gebucht und hat das Schiff Verspätung, z.B. durch Wetter oder was auch immer, dann verfällt der Flug und der Passagier muss sich selbst um einen Ersatz bemühen, eventuell sogar einen sehr teuren neu gebuchten Flug bezahlen, sofern sich die Fluggesellschaft stur stellt und die Kulanz verweiert. Je billiger die Airline, desto weniger würde ich hier auf Kulanz hoffen, denn die No-Frills-Geschäftsmodelle sehen solche freiwilligen Leistungen nicht vor.
Noch'n Gedanke: was mag denn der Grund dafür sein, dass der Reisende zeitlich so knapp plant? Es wird der Versuch sein, Urlaubstage zu sparen und evtl. Geld, das er nicht für "überflüssige" Übernachtungen ausgeben will. Drastisch formuliert: führt der eigene Geiz zu Problemen, sollen andere dafür den Kopf hinhalten? Solche Erwartungen finde ich auch moralisch für nicht sehr opportun.
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@tancarino:
.................was mag denn der Grund dafür sein, dass der Reisende zeitlich so knapp plant? ......der Versuch ....... Urlaubstage zu sparen und evtl. Geld, das er nicht für "überflüssige" Übernachtungen ausgeben will.......
.......führt der eigene Geiz (dann) zu Problemen, sollen andere dafür den Kopf hinhalten......G e n a u ! Es bedarf wohl keiner weiteren Worte...
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Hallo. Urlauber,
wenn Du das Schiff verpasst, hast Du Pech gehabt. Viele schwören ja darauf, den Flug über die Reederei zu buchen, um nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben, falls was passiert. Die Preise sind dann natürlich dementsprechend, weil der Reiseveranstalter im Schadensfall ja auch nicht bluten will.
ich buche meine Flüge bei den Airlines immer selbst, weil ich dann mit den Airlines selbst verhandeln kann, wenn was passiert. (Das mache ich, seitdem ich mal in NY gestrandet bin und wegen der Zeitverschiebung das Reisebüro schon geschlafen hat) Du musst nur über eine Backuplösung nachdenken.- wie könnte ich zum nächsten Anlaufhafen kommen
- wenn HH geschlossen sein sollte, komme ich vielleicht von Hannover weg
etc etc
das gleiche muss ein Reiseveranstalter ja dann auch machen, nur wer ist schneller.
von HH nach Malle kann eigentlich nicht viel passieren. Ich würde trotzdem am Abend vorher überfliegen und in Palma übernachten. Aber 6 h sollten eigentlich reichen.
Nach Malle is ja nicht so teuer, da ist doch das finanzielle Risiko doch überschaubar.
Übrigens, ein Reisebüro ist auch nur Vermittler. -
Ist natürlich immer leicht gesagt: Flug über die Kreuzfahrgesellschaft buchen. In unserem Fall konnte AIDA gar keinen passenden Flug anbieten, die gab es nur von Süddeutschland. Wenn wir jetzt, als "Nordlichter" durch die halbe Republik gondeln müssten, wäre das auch mit Risiken verbunden - vom Zeitaufwand mal ganz zu schweigen. Zumal jeder Urlaubstag ist "Gold wert", da gibt es (zumindest bei uns) nichts zu verschenken.

So mussten wir unseren Dubai-Flug auch in Eigenregie buchen. Aber Emirates scheint ja verlässlich zu sein, wird schon passen...
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Aus welchen Gründen auch immer hier eine kurzfristige Verbindung gebucht wurde/wird, Unterstellungen wegen Geiz ist geil o.ä., gehören nicht zu einem netten Austausch von Informationen zu rechtlichen Aspekten bei ev. Flugproblemen.
Und wenn es tatsächlich um paar gesparte € gegangen wäre, na und ?
Nicht jeder ist Rentner, Privatier oder hat sonst so viel Zeit und Geld, um mal einen oder mehrere Tage früher zu fliegen. -
Außerdem hatte der TO auch geschrieben, dass er ein kurzfristiges Angebot gebucht hat, zu dem es keine Flüge mehr ab HH gab, sondern nur noch ab München, und deshalb die eigene Anreise gebucht hat. Ich sehe es so wie "mcgee", sparen ist keine Schande, und oft gibt es eben Umstände, so dass man nicht anders planen kann.
Ich wünsche "Sven" eine problemlose Anreise und eine traumhafte AIDA-Kf.
LG
reiselilly -
Hi @'ll,
ja, es ist richtig, wenn bei der Eigenanreise was schief geht, ist man selbst
verantwortlich - steht im Kleingedruckten. Wenn man vielleicht eine sündteure Versicherung hat wird vielleicht was vergütetei (oder auch nicht) Bei Streik
udglm versuchen die Airlines Alternativen anzubieten.Drum frag ich mich, warum ihr so negativ seid? Was soll passieren?!
Im Normalfall gar nix! Wir sind, sowas wie "Vielkreuzer", glaub ich halt, und
reisen immer erst am Einschiffungstag an, egal ob ab Europa od. irgendwo ab
Übersee. Plan B haben wir immer parat. D.h. im Vorfeld checken wir alternative
Flugverbindungen & Preise zu den Einschiffungs- bzw. zu den nächsten Häfen.
Daß das ein bissl teurer werden kann ist uns bewusst aber egal. Vielleicht
auch nur deshalb, weil es bisher (54x) gut gegangen ist, und wir, a bissl
blauäugig sind.Andererseits möchte ich festhalten, daß ich 30 Jahre lang berufstätig rund
um den Globus unterwegs war, außer nicht mitgekommenem Gepäck hatte
ich nie gravierende Probleme/Verspätungen.
**Daher @ Urlauber2k3
sieh deine Anreise locker, Zeit hast du ja genug und freu dich auf
eine schöne Kreuzfahrt!**Lg aus Ö -
Hallo,
danke für eure vielen Kommetare.
Und ja, einige haben wohl meinen Eingangspost nicht richtig gelesen
Ich spare mit der eigenen Anreise im Vergleich zu Aida Buchung kein Geld. Ich spare mir lediglich eine Reise von Kiel nach München mir einem kleinen Kind. Das ganze wäre finanziell mit Rail&Fly Ticket machbar, ist aber im Vergleich zu einem Flug ab Hamburg deutlich umständlicher. Und da ich leider keinen einzigen Urlaubstag mehr übrig habe (wer Kindergartenkinder in den Schließzeiten in den Sommerferien betreuen "muss" kennt eventuell das Problem) ist auch die frühere Anreise nicht problemlos möglich. Aber genug gerechtfertigt 
Über "Notfallpläne" haben wir uns bereits gedanken gemacht und geschaut, wir wir im Zweifel am nächsten Tag zum nächsten Hafen kommen. Das ganze ist auch so weit möglich. Daher werde ich mit dem "Restrisiko" leben müssen.
GrußSven
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Hallo,
ja, Tancarino hat das richtig dargestellt.
Aber abgesehen davon, hätte ich es auch so gemacht und den Flug ab Hamburg gewählt. Das wird schon klappen! Ich habe bisher nur negative Erfahrungen mit der Bahn gemacht. Die würde ich nur wählen, wenn eine Übernachtung zwischen Bahnfahrt und Flug eingeplant wäre.
Man geht im Leben immer wieder mal ein Risiko ein - man muss sich halt nur im Klaren darüber sein und dann nicht den anderen die Schuld geben. Plan B ist immer gut!

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EWG, stimme Dir voll und ganz zu.
bei 54x hast Du ja schon enorme Flugkosten in der Summe gespart.
Ich bei 15x noch nicht soviel und einmal musste ich 500 drauflegen, hab aber das Schiff bekommen! Ärgern brauche ich mich auch nicht, denn Flüge von der Reederei gabs nicht.
Aber in der Summe liege sehr deutlich im Plus.
LG -
Hallo,
also Plan B , nächster Hafen einsteigen, funktioniert nicht.
Letztes Jahr zu Ostern uns und Freunden passiert:
Einschiffung in Barcelona, Flug ab Düsseldorf einen Tag früher gebucht, Freunde von Berlin, Hotel gebucht , so weit alles okay.
Flieger sollte gegen 14.00 Uhr starten, gegen 16.00 Uhr die Info, Flug fällt aus, wegen Fluglostenstreik über Frankreich.. Maschine war voll ausgebucht, da am nächsten Tag auch Champigons Fussballspiel war. Wütende Väter mit heulenden Kindern und ca. 35 Passagiere, die das gleiche Schiff erreichen wollten. Ich hektisch bei Reederei (NCL) angerufen, auch mit dieser Idee, okay nächster Hafen Madeira, dann halt dort hin, War sich nix. Klipp und klar wurde uns mitgeteilt, dass wenn wir die Einschiffung verpasen, die ganze Reise Futsch ist. Na toll, auch noch Suite gebucht. Vier Familien mit kleinen Kindern fuhren wieder nach Hause um mit dem Auto nach Barcelona zu fahren, die waren dann wirklich urlaubsreif.
Lufthansa sagte, Umbuchung auf London wäre sicher, aber als ich am Schalter war, gab es nur noch die Alternative am nächsten Morgen um 6.00 Uhr mit Air Berlin. Auch gut, zeitlich reichte es uns. Nach einer extrem kurzen Nacht, aufatmend im Flieger sitzend, kam die Durchsage des Piloten" immer noch Streik in Frankreich, wir warten auf ein Slot. Bekamen wir gegen 8.00 Uhr, erreichten BArcelona noch in time alles gut, nur Nerven strapaziert. Unsere Freunde , die von Berlin aus flogen, kamen mit 8stündiger Verspätung gegen Mitternacht in Barcelona an, der Pilot hatte entschieden nachzutanken und eine ander Strecke zu fliegen. Alle aus Düsseldorf hatten sich, falls sie es schaffen sollten an Bord zu einem Drink verabredet, alle hatten was zu erzählen.
Ach ja, die 12 Passagiere, die nach London umgebucht worden waren, waren während der gesamten KF nicht mehr gesehen, keine Ahnung, was da noch passiert ist.
Alos neuer Hafen, neues Glück wird nichts,,,,,,trotzdem buche ich meine Flüge immer noch selber. Aber keine Angst, so etwas kann unmöglich öfters passieren.
lg
ruth -
...das ist schon eine Geschichte Ruth. Vielen Dank dafür.....Euren Anteil an Pech habt ihr nun abbekommen. Freue mich sehr, dass ihr trotz der enormen Aufregung noch rechtzeitig aufs Schiff gekommen seid. Bei Streik und schlechtem Wetter wird es für jeden übel.
