Buchungen im Internet!
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Hallo Chiara,
da ist sie wieder: unsere "Schwarz-Weiß-Chiara": Im Internet gibt es andauernd organisatorische Schwächen und Fehler, im Reisebüro ist grundsätzlich alles in Ordnung! Als wenn im Reisebüro keine Fehler gemacht werden, gerade weil dort Menschen arbeiten. Ich könnte Dir aus eigener Erfahrung einige haarsträubende Geschichten erzählen, die ich so in Reisebüros erlebt habe, will das aber hier nicht auf die Spitze treiben.
Realitätswahrnehmung setzt auch voraus, daß man nicht nur die Schwächen des Gegners, hier des Internets, anprangert, sondern auch die Stärken sieht und würdigt und für sich selber entsprechend auswertet.
In diesem Sinne!
Gruß salvamor
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Von den in den 60er-Jahren ca. 500.000 Beschäftigten des deutschen Steinkohle-Bergbaus sind heute nicht mal mehr 10% in diesem Bereich tätig. Obwohl man sich angesichts der Energiepreisentwicklung auch Gedanken über neue Förderstätten macht, läßt sich diese industrielle Arbeitsrevolution nicht mehr zurückdrehen. Die Technik wird in der Lage sein, bestimmte Bereiche zu übernehmen, die Arbeitskraft "Mensch" wird weitgehend nur noch zur Steuerung dieser Technik eingesetzt.
Realistisch betrachtet wird das Internet, die "Industrierevolution des
3. Jahrtausends", klassische Arbeitsweisen und damit ganze Berufs-
gruppen verdrängen. Niemand sieht das gerne, aber praktisch Jeder wird sich in irgendeiner Weise darauf einstellen müssen.Man kann als Einzelner im Rahmen des Möglichen gegensteuern, das Beste aus der Situation machen, sich bei entsprechender Bereitschaft evtl. auch eine bessere Arbeitsposition schaffen
- aber es wird nicht aufzuhalten sein.
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Hallo,
wir haben erst einmal über Internet gebucht. Sonst gehen wir immer ins selbe Reisebüro.
Wir wissen schon vorher, welches Hotel wir wollen und der sehr nette Herr sucht uns dann den Veranstalter, bei dem die Buchung am günstigsten ist.
Lieber ist mir also das Reisebüro.Lieben Gruss
Marion -
"Dennis86" wrote:
Was haltet ihr von Buchungen übers Internet?Hallo !
Ich screibe aus Italien.... es tut mir leid , mein Deutsch kann nur besser werder... ich entschuldige mich im voraus...
Ich habe eine Frage und zwar: weis jemand ob ein Reisebuero in Italien ubers Internet ein Veranstalter ( beispielweise Tui oder Thomas Cook etc) buchen kann... und wenn ja , wie?
Ich hab' gesehen dass in Deutschland die Preise viel besser sind als in Italien und moechte gerne ein Reisebuero aufmachen aber ich weiss nich ob dass moeglich waere...
Vielen Dank und Liebe Gruesse aus Italien
Claudi -
@ Claudi
Ich denke mal, daß die Veranstalter für Deine Frage die besseren Adressaten wären. Schreib' die Geschäftsführungen doch einfach mal an.
Dein Deutsch ist übrigens exzellent!
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"emdebo" wrote:
Realistisch betrachtet wird das Internet, die "Industrierevolution des
3. Jahrtausends", klassische Arbeitsweisen und damit ganze Berufs-
gruppen verdrängen. Niemand sieht das gerne, aber praktisch Jeder wird sich in irgendeiner Weise darauf einstellen müssen.
Man kann als Einzelner im Rahmen des Möglichen gegensteuern, das Beste aus der Situation machen, sich bei entsprechender Bereitschaft evtl. auch eine bessere Arbeitsposition schaffen - aber es wird nicht aufzuhalten sein.Genau so ist es! Das Internet erzielt im administrativen Sektor die gleichen Ergebnisse wie die Automatisierung von bisher handwerklich durchgeführten Arbeitsprozessen in der Industrie. Autos zum Beispiel werden heute nicht mehr von Hand montiert, sondern überwiegend von Robotern. Das konnte man sich vor dreißig, vierzig Jahren noch nicht vorstellen. Damals hat man immer gesagt, für die Endmontage der Autos sei die Kommunikation unter Menschen unbablässig. Die Realität sieht anders aus.
Es ist schon richtig, was emdebo sagt. Jeder einzelne muß die persönlichen Konsequenzen aus der Situation ziehen und das Beste draus machen. Verharren und Klagelieder anstimmen ist die schlechteste aller Möglichkeiten!
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Mit dem Unterschied, dass damals kaum Entlassungen zu befürchten waren, da die Unternehmen den Vorruhestand als adäquates Mittel ( und vor allem für die Unternehmen preiswert, da die Allgemeinheit die Kosten dafür zu tragen hatten ) ansahen sich seiner Verantwortung und seiner Mitarbeiter zu entziehen bzw. frei zu setzen.
Deswegen hinkt euer Vergleich im Resultat ein wenig.
i.d.S.
Chiara -
"Chiara Saluta" wrote:
Mit dem Unterschied, dass damals kaum Entlassungen zu befürchten waren, da die Unternehmen den Vorruhestand als adäquates Mittel ( und vor allem für die Unternehmen preiswert, da die Allgemeinheit die Kosten dafür zu tragen hatten ) ansahen sich seiner Verantwortung und seiner Mitarbeiter zu entziehen bzw. frei zu setzen.Deswegen hinkt euer Vergleich im Resultat ein wenig.
i.d.S.
ChiaraJa, Chiara, das ist eine Konsequenz, die auch ich sehr bedauere, das kannst Du mir glauben. Wie wir heute wissen, war das eine krasse Fehleinschätzung der Politik, aber auch der Wirtschaft, die dokumentierte, daß ihr betriebswirtschaftliche Interessen näher standen als volkswirtschaftliche.
Aber das Rad der Zeit wäre auch dann nicht aufzuhalten gewesen, wenn man den Vorruhestand nicht gehabt hätte.
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"mosaik" wrote:
... und doch widerspricht ein Artikel in der neuestes fvw dem Trend pro Internet...Bei den Reiseveranstaltern ist der Umsatz sogar rückläufig, was Umsätze im Internet in ihren Kernbereichen anbelangt.
Die Aktzeptanz innerhalb der Internetbuchungen, Pauschalreisen im Internet zu buchen, ist ebenfalls noch recht bescheiden und liegt von 100 Internetbuchungen unter 25 %.
Somit entfallen der Löwenanteil der Internetbuchungen auf "echte" on-line-Portale und Einzelleistungen wie Flüge, Hotels und Mietwagen.
Hier möchte ich noch ergänzend nach genauem Studium des zitierten Beitrags in der fvw erwähnen, dass beim Umsatz im Internet auch jenen Buchungen gezählt werden, die zwar über ein Internetformular kommen, aber dann herkömmlich weiter bearbeitet werden!
Das wieder bedeutet, dass der echte Internetbuchungsanteil - also online Eingabe und automatische Abwicklung - wesentlich geringer ist!
Anders rum: jedes Reisebüro, das eine Anfragemaske auf seiner Homepage hat, macht "Internet-Buchungen"...
Gruß
Peter -
Ich stimme Dir zu,
aber die Frage die bleibt ist doch die:
werden wir von dem Fortschritt angetrieben oder treiben wir den Fortschritt an ?
Es liegt doch an uns diesen zu beeinflusssen und einfach nur zu sagen, dass ist halt der Fortschritt oder Lauf der Dinge ist zu einfach und man selbst stiehlt sich aus der Verantwortung sein Leben und sein Umfeld zu beeinflussen, alles andere wäre Vogel Strauss Politik.
i.d.S.
Chiara -
Liebe Chiara,
ich sehe die Entwicklung so:
Unsere Väter erlebten eine rasante Entwicklung in der Motorisierung. Verbunden mit dem Verschwinden von Berufen und Entstehen neuer Berufe. Wobei wohl auch die Forderungen nach gerechteren Löhnen, weniger Arbeitszeit, Wochenende frei usw. ebenfalls zu Entwicklungen und Änderungen führten, die für einige Berufsgruppen negative Auswirkungen hatten.
Unsere Generation erlebte die Wende von der herkömmlichen Technik hin zur Computergeneration. Ebenfalls begleitet vom Wunsch nach immer mehr Freizeit, Freiheit und Konsummöglichkeiten. Aber vielleicht auch schon ein wenig geprägt von der Angst um den Arbeitsplatz und die Zukunft.
Die nun erwachsen werdende jüngste Generation ist mit dem Computer und der sich daraus ergebenden Vielfalt der Anwendungen, mit den neuen Medien, aufgewachsen. Sie sehen es als "Fahrrad des 19. Jh.", als "Auto des 20. Jh.". Was aber hier noch weitgehend fehlt, ist das sich Auseinandersetzen, welche Entwicklungen im Arbeitsmarktbereich sich dadurch ergeben könnten.
Der Hinweis, früher seien auch Arbeitsplätze durch Aussterben von Berufen vernichtet worden, sind mir hier zu wenig. Denn ein wesentlicher Unterschied zu früher: die Menschen werden deutlich älter, wünschen kürzer zu arbeiten und möchten mehr Geld zur Verfügung haben. Wie soll so ein Modell funktionieren?
Mir ist schon klar, dass ich die Entwicklung weder aufhalten kann noch auch will (weil sie auch mir Vorteile - im Moment noch...) bringt. Mir geht es in vielen meiner Beiträge mehr um das Bewußtmachen: wenn ich diesen oder jenen Weg gehe, weil er mir im Moment Vorteile bringt, muss ich aber auch akzeptieren, dass im Gegenzug jemand meine Dienstleistung nicht mehr brauchen wird und ich mit Konsequenzen rechnen muss.
Es ist mir zu einfach nur zu lesen: die Reisebüros sind selber daran schuld - oder - wenn sie besser beraten würden, würde man ja eh dort buchen usw. Die Situation ist sehr komplex: Veranstalter, die vom Vetrieb wegsteuern versuchen - mit der Konsequenz im eigenen Betrieb mit weniger Personal auszukommen? --> LTU!
Was, wenn man keine Verkäufer mehr bräuchte, weil dies mit Touch-Screens wesentlicher einfacher und billige käme?
Was, wenn man die Büroautomatisation soweit vorantriebe, dass man 50 Prozent des Personals einsparen könnte?
Wo sollen dann diese Personen Arbeit finden? In der Selbständigkeit? In welcher? Und wird dann in der Bevölkerung auch noch so viel Kaufkraft vorhanden sein, die Leistungen dieser neuen Selbständigen auch konsumieren zu können?
Nochmals - ich sehe die Entwicklung durchaus positiv und - ich bin bald 50 - habe keine Angst vor dem Altwerden und zur Seite gestellt werden (dazu habe ich schon mal viel zu viele Hobbies...).
Aber ich meine, es wäre manchmal angebrachter, hier mit Äußerungen in Richtung "selber Schuld" vorsichtiger umzugehen.Keine Frage, auch in unserer Branche sind viele Probleme hausgemacht, viel zu lange unter den Teppich gekehrt oder schlicht weg ignoriert worden.
Doch es ist gefährlich sich auf der sicheren Seite zu sehen, denn auch das ist ein Zug der Zeit: es ändern sich heute die Bedingungen viel viel schneller als früher: aus den Gewinnern werden Verlierer - nur, die Gräben werden dabei auch immer tiefer aufgerissen...
meint
Peter -
Peter.....
Du sprichst mir aus der Seele....Felix Austria
Chiara -
"mosaik" wrote:
Aber ich meine, es wäre manchmal angebrachter, hier mit Äußerungen in Richtung "selber Schuld" vorsichtiger umzugehen.Keine Frage, auch in unserer Branche sind viele Probleme hausgemacht, viel zu lange unter den Teppich gekehrt oder schlicht weg ignoriert worden.
Kein Mensch kann ernsthaft behaupten, daß die Probleme der Reisebüros zu 100% von ihnen selber verursacht worden sind.
Aber daß sie teilweise auch "auf dem eigenen Mist" gewachsen sind, weil sie viel zu spät erkannt wurden, bestätigst Du selber mit Deinem zweiten Satz.Es geht hier aber weniger um Schuldzuweisungen bzw. Ursachenforschung, warum die Probleme entstanden sind bzw. wer sie verursacht hat. Wir alle kennen ja die Gründe, sie sind auch hier im Forum schon hinreichend oft und intensiv diskutiert worden. Wir sind uns einig, daß es keinen Sinn macht, gegen den Strom zu schwimmen und eine eingetretene Entwicklung zu ignorieren,
es geht also in erster Linie um die Konsequenzen, die die Branche aus den geänderten Buchungsusancen ziehen sollte.Ich möchte mir hier nicht zum wiederholten Male den Vorwurf einhandeln, ich wolle provozieren. Aber ich kann bei Besuchen in Reisebüros nicht erkennen, daß sich da grundlegend etwas geändert hat. Wenn die Plätze alle belegt sind, steht man erst mal dumm rum, um dann einen oder mehrere Kataloge in die Hand gedrückt zu bekommen. "Treffen Sie doch erst einmal anhand der Kataloge eine Vorauswahl", ist eine Floskel, die ich selber immer wieder höre.
Die Katalogverteil-Mentalität der Reisebüros, vor allem der Ketten, ist ungebrochen. Sonderwünsche werden gar nicht zur Kenntnis genommen. "Wir können Ihnen nur verkaufen, was in den Katalogen steht", war letztens die Antwort auf meine Frage, ob man evtl. auch ein Hotel außerhalb des Katalogangebotes buchen könne.
Aber es ist besser, ich höre jetzt hier auf.
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Sicherlich hat das Internet eine ganze Menge an Vorteilen, aber meine Urlaube buche ich seit 25 Jahren immer in ein und demselben Reisebüro.
Das Internet nutze ich, um Vorabinformationen zu sammeln,(first of all HC), aber auf keinen Fall bzgl. der Preise. Da verlasse ich mich lieber auf die Kataloge der Reiseveranstalter. Dann selektiere ich und gehe mit ganz bestimmten Vorstellungen ins Reisebüro. Ehrlich gesagt, das macht es doch auch dem Mitarbeiter im RB leichter, als wenn ich mit vagen Vorstellungen komme ..."ich möchte gerne nach Griechenland, weiss aber nicht wann und wohin, und alles hängt davon ab, ob ich Urlaubsgeld kriege.....".
Nun, die Mitarbeiter im RB haben andere Connections zu den Veranstaltern, die habe ich im Internet nicht, ausser einer permanent besetzten Hotline.
Mir ist es auch egal, ob ich bei Internet-Buchungen Geld spare ??, auf den Service meines Reisebüros möchte ich nicht verzichten.
Die machen manches möglich, was im Internet nicht machbar ist. Meine Buchungsgewohnheiten ändere ich dann, wenn der PC ein Glas Champagner oder Kaffee und Kuchen, je nach Tageszeit, online serviert, wie das so in meinem uralten RB üblich ist. -
Ich gebe die Schuld auch nicht den Reisebüros,sondern den Veranstaltern. Bsp.: Mein Stammhotel (Manaus/Mallorca) ist laut Katalogbeschreibung erst ab Mai buchbar.
Stimmt aber nicht-das Hotel ist das ganze Jahr durchgehend geöffnet.
Also buche ich meine Woche im März immer separat-per Email ans Hotel. Und den Flug direkt bei AB.
Das selbe Hotel wird (dieses Jahr) im Sommer von Neckermann angeboten (früher ITS/Tjäreborg); Neckermann fliegt aber mit Condor.
Ich habe aber die Airberlin-Silbercard,mit der ich auch Meilen sammel,also buche ich auch meinen Septemberurlaub (2 Wochen) wieder separat-und per Internet.
MEIN Reisebüro brauche ich erst für meine nächste Reise wieder,- zum organisieren: Wir wollen eine Rundreise durchSchottland machen-mit deutscher Reiseleitung ab Glasgow- dorthin fliegen wir natürlich wieder separat mit AB (Meilen). Mal sehen,ob´s klappt. -
Klaus,
ich weiß, warum es Dich dauernd in dieses Reisebüro zieht! Nicht Schampus oder Kaffee und Kuchen sind es, sondern da sitzen garantiert ein paar nette, charmante Damen. Sei ehrlich!

Gruß salvamor
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Hallo Salvamor,
irgenwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, Du erhältst Zuwendungen, wenn Du Dich ständig ständig so für die Internetbuchungen stark machst. Ich denke, es gibt Vor-und Nachteile. Es wäre ganz gut, wenn du hier auch mal objektiv denken würdest. Bei deinen Beitraegen ist immer ein bitterer Beigeschmack.
Lieben Gruss
Marion -
Ach Gottchen! Du hältst mich also wirklich für einen bezahlten Lobbyisten der Internetportale? Das ist aber lustig! Also, Marion, laß' Dir sagen, so wichtig bin ich nicht, daß mir jemand für meine Tätigkeit hier im Forum Geld bezahlt. Ich bin hier ein ganz normaler Hobby-User mit Admin-Funktion, der es sich erlaubt, eine eigene Meinung zu haben und diese auch zu äußern.
Ich mache mich auch überhaupt nicht stark für Internetbuchungen. Du bist ja noch nicht so lange dabei, die mich länger kennen, wissen, daß ich eine sehr ausgewogene Meinung zu diesem Thema habe. Das ist hier im Forum jederzeit nachlesbar. Ich buche übrigens meine Linienflüge (außer den Billigfliegern) selber ausschließlich im Reisebüro.
Ich habe in meinen Beiträgen lediglich einen Ist-Zustand innerhalb der Branche beschrieben, völlig unabhängig von meinen eigenen Buchungsgewohnheiten.
Wenn Du hier ergiebig mitdiskutieren willst, brauchst Du ein Mindesmaß an Abstraktionsvermögen. Aber das kommt schon noch!
