MSC Splendida,Serviceentgelt
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Sofern die Angaben hinsichtlich der Passagierzahlen und der Anzahl der Besatzungsmitglieder auf Wikipedia stimmen (und tatsächlich jeder seinen entsprechenden Anteil erhält), bekommt jedes Mitglied der Besatzung pro Tag 20,31 € - das durchschnittliche Monatseinkommen auf den beispielhaft genannten Philippinen betrug 2014 demgegenüber pro Person 184 USD.
Während einer 3wöchigen Kreuzfahrt verdient also der philippinische Tellerwäscher allein durch die Trinkgelder vermutlich mehr, als der eine oder andere Akademiker in dem Lande - so soll's sein!

Dessenungeachtet haben Kreuzfahrten ihr luxuriöses Image doch wohl bereits vor einigen Jahren verloren... :?
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Ich mach's immer so: Serviceentgelt wird abgebucht gemäss Richtlinien der Reederei. Und dann erhalten die Mitarbeitenden, die mit mir in persönlichem Kontakt stehen und ihren Job besonders gut machen noch etwas on top auf die Hand.
Ein 5 Euro-Schein am ersten oder zweiten Abend, ein aufrichtiges Danke und ein Lächeln dazu – und Du erhältst in der Regel für den Rest der Woche einen super Service von ausnehmend freundlichen Mitarbeitenden und an der Bar von Deinen Lieblingskellnern erst noch eine bevorzugte Behandlung.
Wer ständig rumknausert und das Personal schon auf Vorrat kritisiert, macht sich das Leben unnötig schwer...
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Und hier haben wir wieder das leidige Thema "Serviceentgelt" ...
Wir waren bereits einige Male mit MSC unterwegs und sind uns sicher, dass - wenn überhaupt - nur ein Bruchteil des Servicentegeltes bei der Besatzung ankommt.
Sollte dieses tatsächlich zu 100% der Besatzung zugutekommen, dann hätten die Reedereien wohl keinen Grund, sich bei diesem Thema so bedeckt zu halten.Bei MSC wurde das Servicentegelt von früher 6 EUR (bei Reisen von mehr als 8 Tagen) auf 8,50 EUR (= ca. +40%) erhöht. Gespräche mit verschiedenen Crew Mitgliedern haben ergeben, dass diese davon nichts mit bekommen haben ... Man kann also davon ausgehen, dass ein nicht unerheblicher Teil in den "großen MSC Topf" fließt.
Wir hätten absolut kein Problem mit dem Serviceentgelt, wenn dieses tatsächlich in vollem Umfang an die Besatzung durchgereicht werden würde.So kürzen wir den Betrag auf 6-7 EUR/ Pers. und Tag und lassen ein Vielfaches davon direkt den Mitarbeitern zukommen - auch denjenigen, die einfach nur die Treppengeländer polieren oder die Aschenbecher leeren. Siehe auch unsere Bewertung zur MSC Fantasia.
Übrigens müssen die Mitarbeiter die Provision für die Vermittllung eines neuen Vertrages an die Agenten vor Ort ebenfalls selbst tragen - auch hier übernimmt MSC nichts ,,,
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hier ist ein sehr gut geschriebener beitrag von Franz Neumeier, den ich mir erlaube zu verlinken.
nach der lektüre sollten keine fragen mehr auftreten.http://www.cruisetricks.de/trinkgeld-auf-kreuzfahrt-schiffen/
irgendwo habe ich mal gelesen, dass das personal, wenn zuviele sparfüchse die servicepauschale streichen oder reduzieren, zu persönlichen gesprächen mit ihren vorgesetzten "gebeten" werden. wie diese gespräche verlaufen, möchte ich garnicht wissen. die reederei kann ganz genau nachvollziehen wer, wann und wo die pauschale modifiziert und geht davon aus, dass diese leute mit dem sevice nicht zufrieden waren, was dann auf das personal zurückfällt.
also leute, spart nicht am falschen fleck. lasst die leute leben und geniesst euren urlaub, den eben diese menschen, die von der hand in den mund leben, nur möglich machen. -
Wir haben schon mehrfach sog. "Besuche hinter den Kulissen" bei diversen Schiffsreisen (verschiedene Reedereien) gemacht.
Es ist unglaublich, wie viele Menschen hinter den Kulissen auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten!
Die Maschinisten, Menschen in der Wäscherei, die Herrschaften in den Recyclingabteilungen und und und....
Es kann mir keiner sagen, dass solche Leute (nicht nur der Barkeeper oder der Kabinensteward) nicht gerne ein Trinkgeld nehmen würden.
Da man als Touris normalerweise diese Herrschaften niemals zu Gesicht bekommen, finde ich es mehr als richtig, dass Serviceentgelt erhoben wird und auch wirklich an "die Mitarbeiter hinter den Mitarbeitern an der Front" verteilt wird.
Meine Frau und ich geniessen unsere Reisen in den allermeisten Fällen sehr, und ob ich nun "unglaubliche" 8,50 EUR pro Person und Reisetag oder gar den haarsträubenden Betrag (Achtung: Ironie!!) von 13,00 $ noch zusätzlich zum sowieso bereits Ach-so-teuren-Reisepreis (auch hier wieder: Vorsicht Ironie) zahlen "muss", ganz ehrlich: es macht mich nicht ärmer!
Wir Europäer jammern hier auf extrem hohem NiveauWir persönlich geben grundsätzlich zusätzlich noch den für uns tätigen Personen einen Betrag auf die Hand. Meistens ist verschiedenen Etappen.
Oft genug erfahren wir von diesen Leuten sehr viel über ihre Familien zuhause, vielfach werden auch Bilder gezeigt. Herzliche Momente und strahlende, stolze Väter/Mütter-Gesichter.Wer nicht fähig ist, einen Reisepreis UND das Serviceentgelt zusammenzuzählen und als Gesamtreisebetrag zu betrachten, sowie zu entrichten, ist m.M. nach auf einer Kreuzfahrt falsch. Wahrscheinlich sowieso auf einer Urlaubsreise....
Oft genug haben wir mitbekommen, wie sich Mitreisende (leider meistens Deutsche oder Deutschsprachige) ohne mit der Wimper zu zucken an der Rezeption ums Serviceentgelt gedrückt haben, mit der Begründung: "wir geben immer direkt an den Mitarbeiter".
Ja - gesch...drauf - sich dann weggedreht haben: "Na Else/Monika/Ursula, denen haben wirs aber gezeig! Hähä- das wars in Sachen Trinkgeld".Beschämend.
in my honest opinion
P.S. Claus hat bereits den mir ebenfalls bekannten Beitrag von F. Neumaier gepostet. Sehr gut! Den Nagel auf den Kopf getroffen.
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Wie gesagt:
Wenn das Serviceentgelt tatsächlich in voller Höhe bei der Besatzung ankommt, dann habe ich absolut kein Problem damit.
Handelt es sich jedoch lediglich um eine versteckte Erhöhung des Reisepreises und die Kohle geht in den großen Topf der Reederei, dann schon!Bei dieser Gelegenheit:
Gestern stand bei uns in der Tageszeitung, dass die TUI Schiffe sehr gut ausgelastet sind und jedes Schiff (!) ca. 50-60 Mio EUR Gewinn im Jahr (nach Steuer!) einfährt.
Bei den anderen dürfte es auch nicht viel schlechter sein, so dass faire Gehälter für die Crew schin drin sein dürften. -
Ob jetzt konkret bei MSC das Trinkgeld bei den Mitarbeiter ankommt oder nicht, dürfte kaum relevant sein.
Sagen wir es doch einfach mal so: Auch die MSC Mitarbeiter werden von niemandem gezwungen, auf den Schiffen zu arbeiten. Sollte das Grundgehalt so schlecht sein und das Trinkgeld nicht bei den Mitarbeitern ankommen, dann würde wohl kaum jemand mehr für MSC arbeiten. Der Arbeitsmarkt ist groß in diesem Bereich und gute Kräfte sind gefragt! Und auch bei MSC gibt es langjährige Mitarbeiter, die immer wieder einen neuen Vertrag abschließen. Ob nun das Trinkgeld so beim Mitarbeiter ankommt oder ob MSC das Geld in einen Topf wirft und daraus die Gehälter zahlt, ist mir eigentlich egal.
Ich erkundige mich vor der Buchung einer Reise über die jeweiligen Gepflogenheiten einer Reederei in diesem Punkt und ich persönlich halte mich auch daran. Ich betrachte die Trinkgelder als Teil des Reisepreises.
Bei den US Reedereien sind die Trinkgelder ein wesentlicher Gehaltsbestandteil und die Grundgehälter extrem niedrig (es werden Summen von 50 USD/Monat im Service-Bereich genannt, also Kellner und Kabinenstewards). Millionär ist auch noch kein Mitarbeiter durch das Trinkgeld geworden (auch wenn da der eine oder andere mal wieder vorrechnet, wie viel dann ein Mitarbeiter an Trinkgeldern bekommt).
Die Mitarbeiter im Servicebereich kommen überwiegend aus Niedriglohnländern. Sie verdienen an Bord deutlich mehr, als sie in ihrem Heimatland verdienen würden. Dafür nehmen sie aber monatelange Abwesenheit von der Familie auf sich und arbeiten doch unter recht extremen Bedingungen, die nach deutschem Arbeitsschutzrecht nicht vorstellbar wären. Mit dem Gehalt unterstützen sie ihre Familien zu Hause und in der Regel dann die gesamte Großfamilie.
Diesen Einsatz finde ich durchaus bemerkenswert und honoriere ihn gerne, indem ich die empfohlenen Summen ohne Murren zahle und auch einzelnen Personen gerne noch etwas extra gebe.
Gruß
Carmen
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Wir sind jetzt das Erste mal mit MCS unterwegs.
Auch wir haben uns gedanken gemacht, um die "freiwillige" Trinkgeldgebühr von 8,50 € pro Tag pro Person. Da angeboten wird, dies zu stornieren, macht den "Spargedanken" natürlich deutlich attraktiver.
Wir selbst kommen aus dem Hotelgewerbe und gegen daher automatisch bei gutem Service driekt Trinkgeld mit ein paar netten Worten.
Zimmermädchen mal 5 € aufs Bett, dem netten Mitarbeiter an der Bar oder im Restaurant 5 € in die Hand drücken ist natürlich schön. Jedoch sollte man nicht den Koch in der Küche vergessen, ohne den mein Essen nicht so gelungen wäre. Ihm zum Beispiel einen kleinen Zuschuss zukommen zu lassen dürfte etwas schwer werden. Genauso die Reinigungsmitarbeiter, die einem immer ein strahlendes Schiff bieten.
Außerdem bei einer Reise die zwischen 2000 - 5000 € für 2 Personen kosten sind die letztendlich 204 € bei 12 Tagen an Bord auch nicht mehr die Welt ...

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ein Hallo in die Runde von den Galapagos Inseln,
der EUgh hat vor kurzen die Fluggesellschaften dazu verdonnert Endpreise auszuweisen, damit der Kunde sofort sieht was es kostet.
Ich persönlich halte das für richtig und es sollte auch auf die Kreuzfahrtunternehmen ausgeweitet werden, einzelne Urteile von Amts und Oberlandesgerichten gibt es auch schon, nur ist es eben noch nicht höchstrichterlich geklärt.
Für mich sind diese Zwangstrinkgelder versteckte Preiserhöhungen und das ist eben unlauterer Wettbewerb. ZUm Thema was kommt bei den unteren Chargen an , kann ich nur aus vielen Gesprächen berichten nichts. Sicher verdienen die Kellner und Roomboys/Girls ein vielfaches wie in Ihrer Heimat, dafür schuften Sie aber auch 14-16 Stunden am Tag, bis zu 9 Monaten.
Was ich damit sagen will, die Kreuzfahrtunternehmen sollen einen sofort sichtbaren Endpreis ausweisen und nicht durch die Hintertür noch Geld machen.
Mit Geiz hat das ganze nicht zu tun, ich gebe mehr Trinkgeld persönlich als diese Zwangsabgabe.
Gabi 2001 ( FRanz )
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Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum hier von Sparmassnahmen, versteckten Preiserhöhungen usw. gesprochen wird. Kaum haben hier einige eine Kreuzfahrt gebucht, wissen Sie schon, das sie mit dem Service nicht zufrieden sind, rennen am ersten Tag los und stornieren. Sorry. Wenn ich eine Kreuzfahrt buche, weiß ich, Summe x plus Serviceentgelt kommen auf mich zu. Darauf stelle ich mich ein, das ist der Preis, den ich zahlen muss und den zahl ich auch, ohne wenn und aber. Und ja, ich würde mir wünschen, das das Serviceentgelt direkt mit dem Reisepreis gezahlt wird, dann hören hoffentlich diese leidigen Diskussionen auf.
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Nun, ich rede weder von Sparmaßnahmen noch waren wir bisher mit dem Service unzufrieden! Und genau das teile ich auch den Rezeptionsmitarbeitern mit, wenn (und falls) wir das Serviceentgelt kürzen.
Wenn das Serviceentgelt mit der Begründung "Die Trinkgelder kommen dem Restaurantpersonal, den Kabinen-Stewards, dem Küchenpersonal, dem Reinigungspersonal sowie vielen weiteren Mitarbeitern an Bord zugute." (Zitat MSC) separat zum Reisepreis berechnet und eingezogen wird, dann erwarte ich auch, dass dem so ist.
Wenn jedoch das Serviceentgelt um ca. 40% erhöht wird und nichts von dieser Erhöhung bei den Mitarbeitern ankommt (lt. Aussage einiger Crewmitarbeiter), dann ist das für mich schlichtweg eine versteckte Erhöhung des Reisepreises unter dem Deckmäntelchen "erhält die Besatzung" - und MSC widerspricht seiner eigenen Aussage.
Und ja, ich bin auch der Meinung, dass das Serviceentgelt einfach im Reisepreis enthalten sein sollte.
Nachtrag und Korrektur: MSC erhebt ja seit April vergangenen Jahres kein "Service Entgelt" mehr, sondern spricht eine "Trinkgeldempfehlung" aus ...
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Das ist Deutschland...noch nicht mal gefahren schon wird drüber nachgedacht irgendwas zu streichen
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Amerikanische Reederei müssen das nicht tun, da in USA eine andere Trinkgeld Politik üblich ist. Wenn ich da buche, muss ich auch die Bedingungen aktzeptieren. Und rechne das zum kompletten Reisepreis einfach dazu.
Alle anderen können bei Tui Mein Schiff, Aida und FTI buchen, da gibt ist (meines Wissens) alles schon dabei.
Ist doch ganz simpel.
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Ich frag mich bei dieser Diskussion immer, ob die weitgereisten Servicepauschalenstornierer auch in den entsprechenden Ländern anfangen, über die Rechnung auf die noch Servicecharge und Tax addiert werden, zu diskutieren. Obwohl es bekannt ist und obwohl es auf den Karten etc. steht.
Das ist halt so üblich und die Menschen sind dran gewöhnt. Es muss doch nicht auf der ganzen Welt so laufen wie in DACH. -
Warum eigentlich muss man als MSC- Kunde über das sogenannte "Trinkgeld" diskutieren, es streichen, stornieren, kürzen lassen, es verweigern und u.ä ...(sich dabei gar ein schlechtes Gewissen machen lassen??) wenn man diese
MSC-EMPFEHLUNG( die doch nur ein Tipp, ein Vorschlag ,eine Anregung ist...),
p.P. und pro Tag/Nacht an Bord 8,50 € Trinkgeld zu zahlen,
lieber nach ganz eigenem Ermessen, in persönlicher Art und Weise umsetzen möchte ?
Will man es aber so handhaben, wie von "MSC" EMPFOHLEN, vorgeschlagen,angeregt ... und das sogenannte Trinkgeld in dieser Höhe gern und bereitwillig zahlen , dann sollte man - meiner Meinung nach - das bei der Buchung oder aber an entsprechender Stelle an Bord kundtun und zustimmen, dass man mit der automatischen Belastung seines Bordkontos mit diesen Beträgen einverstanden ist.
Ich bin darum , wie @thepalatinate , der Meinung, dass es angezeigt wäre, dieses "Trinkgeld", das ja ohnehin ein Teil des Reisepreises ist, gleich in denselben einzubetten.Zusagen, wie z.B. die von TUI & AidaCruises , dass nach Zahlung des von ihnen geforderten Reisepreises
"an Bord KEINE Trinkgelder mehr erwartet werden",
lässt sehr zahlreich KFSchiffs-Freunde auf deren "Kähne" steigen ...und sich gut dabei fühlen...... -
Es soll auch MSC Kunden geben, die bei der Buchung ihrer Reise schon wissen, das die Trinkgeldempfehlung, nennen wir es jetzt so, auf sie zu kommt und das diese dem Bordkonto belastet wird. Steht ja schliesslich überall, wird aber scheinbar gern überlesen. Und ob ich jetzt 599€ plus 8,50€x7= unglaubliche 59,50€ bezahle, oder 658,50€ macht für mich überhaupt keinen Unterschied. Der Reisepreis bleibt der Gleiche. Ich finde diese Diskussionen mehr als traurig und ja, es wär schön, wenn es im Reisepreis enthalten wäre. Dann würden es endlich wieder alle zahlen, ob sie wollen oder nicht...
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Aber das Wort Trinkgeldempfehlung
suggeriert schon es würde geraten ist aber kein Muss sich daran zu halten, oder ?
Sonst muss man es als obligatorische Nebenkosten etc ausweisen -
Ihr überseht, dass es zwar für uns ganz normal und bequem erscheint, Inklusivpreise zu haben, es aber deutlich mehr Länder gibt, in denen das einfach nicht üblich ist und es für Reisende aus diesen Ländern eben genau umgekehrt ist.
Wer damit nicht leben kann oder möchte, kann ja bei Tui und Aida buchen.