Touristenabgabe
-
Reisemäuserich:
Ich mache doch nicht dort Urlaub wo es günstiger ist sondern dort wo es mir gefällt.So sehe ich das auch. Ich mache doch auf Mallorca Urlaub weil ich Land und Leute mag und nicht weil die so tolle Hotels haben.

Ich würde z.B. nie ein Bein nach Italien setzen, weil ich einfach Land und Leute nicht mag, da können die so tolle Hotels bauen wie sie wollen. Wir mögen Mallorca, aber auch italienisches Essen und so essen wir fast täglich Itanienisch im Mallorcaurlaub. Geht doch.
Ich finde es auch nicht toll wenn ich 56 Euro für 2 Wochen zusätzlich zahlen soll, aber am Ende....so what? Wer wie hokahe 3.000 Euro ausgibt, da kommt es auf die 60 Euro auch nicht an. Und das mit "irgendwann ist die Grenze überschritten" ist für mich ein Scheinargument. Klar, wenn man nicht kann, dann kann man nicht, aber niemand kann mir erzählen das wenn (BEISPIEL) ich 3.000 Euro zur Verfügung habe und nicht mehr ich mir ein Hotel für 2.800 Euro nehme und bei den sonstigen Ausgaben auf den Euro gucken MUSS.
Ich denke es ist auch eine Generationensache. Die Argumentetion erinnert mich doch sehr an meine Eltern. @hokahe: Wenn Du ehrlich bist dann gehts ums Prinzip und nicht wirklich ums Geld. Und wenns so ist, dann wäre es traurig wegen der paar Euros in ein anderes Land abzuwandern.
Ich fände es ja toll wenn wegen der Tourismusabgabe viele Leute nicht mehr nach Mallorca kommen würden. Je weniger je besser für uns. Ich prognostiziere das die Touristenzahlen über die nächsten Jahre aber im Gegenteil explodieren werden - nicht wegen, sondern trotz der Touristensteuer..
Das Tourismusgeschäft in der Türkei, in Griechenland, in Tunesien und in Ägypten (to be completed) wird aufgrund der politischen/religiösen Lage massiv einbrechen. Davon wird Mallorca partizipieren. Und das bedeutet - ganz einfach - das die Preise steigen werden - leider.
Wir zaheln für unsere 10-11 Tage im Oktober jetzt schon gut 3.000 Euro und haben nichts besonderes - allerdings einen Wagen und Essen wann wir wollen ohne Hotelküche nehmen zu müssen. Soll ich jetzt die 50 Euro Trinkgeld wegen der 60 Euro runterfahren? Eher nicht.
Ich denke wenn hokahe seine ersten Emotionen verarbeitet hat und sich mal andere Ziele auch in Bezug auf "Land und Leute" anschaut, dann wird er auch wieder auf der insel landen.
Grüße
Düren -
Die Steuerabgaben sieht wie folgt aus, immer pro Tag und Person:
4* und 5* Hotels HS €2,00 - NS€1,00
4* und 3plus Hotels HS €1,50 - NS €0,75
1 bis 3* Hotels HS €1,00 - NS €0,50Das ist ein Teil der Steuerabgabewie es in der Mallorca Zeitung abgedruckt wurde.
-
hokahe ist wohl der einzige der in Nöte gerät.
Gut finde ich das man die Abgabe je nach Saison und Hotelkategorier aufgegliedert hat. So kommt jemand wie soosi nur auf 0,50 Europro Tag - geht doch

Wir hätten hingegen 3 Euro am Tag zu bestreiten - kein Problem.
Klar ist allerdings das gerade die Gäste der Hotels der oberten Kategoeri als erstes auf die Barrikaden genen..............
-
Wie ich in vorherigen Beiträgen zu diesem Thema (in anderen Threads) schon angesprochen habe, ist der springende Punkt nicht unbedingt die Steuer selbst, sondern wie das Inkasso stattfinden soll bzw. für was das eingenommene Geld verwendet werden soll (also nicht das "was", sondern das "Wie" bzw. das "wofür" ). Und das genau war das Problem beim ersten, "verunglückten" Anlauf diese Steuer einzuführen. Laut dem vorliegenden Gesetzesentwurf heisst diese Steuer jetzt übrigends "Steuer für nachhaltigen Tourismus". Wie in anderen Beiträgen schon erwähnt soll diese Steuer in 2016 (Mai) eingeführt werden.
Und damit wären wir schon beim ersten Problem. Die Logik sagt dass die Einführung dieser neuen Steuer den Kunden bekannt sein sollte wenn sie Ihre Reise buchen. Reiseveranstalter, Reisebüros, Hotels, Medien, etc. (sprich: alle Beteiligten) sollten genügend Information haben um die Kunden/Gäste bei Buchung ihrer Reise verbindlich zu informieren wieviel Steuer bei dieser konkreten Buchung anfällt und wie und wo die Steuer zu entrichten ist.
Das zweite - und wichtigere? - 'Problem': wer Geld entrichtet - vor allem eine Steuer - will bestimmt gerne wissen für was das Geld angewendet wird. je nach Verwendungszweck 'tut es weh' oder auch nicht. Bei guter Information und besserer Anwendung des Geldes zahlt man eventuell sogar gern. Aussagen wie "Wir wollen in der Verbesserung unseres Tourismusmodells und der Touristikbranche investieren" (Francina Armengol, Präsidentin der Balearenregierung) oder "das Geld soll ausschliesslich für Sozial- (?) und Umweltschutzmassnahmen angewendet werden" (die Partei PODEMOS und die Umweltschutzer) tragen wenig Possitives zu der Situation bei.
-
Ich kenne mich nun mit dem spanischen Steuersystem nicht so aus, aber in Deutschland werden Steuern weder zweckgebunden erhoben noch erwirke ich durch meine Steuerzahlung eine konkrete Gegenleistung (Abgabenordnung §3). Ich erfahre also auch in Deutschland nicht, wofür meine Steuern verwendet werden, weil sie in den allgemeinen Haushalt fließen. Der Gedanke kann dann weh tun oder auch nicht, bezahlen muss ich es trotzdem und dem Staat dürfte es dann wohl auch egal sein, ob Erna Müller beim Steuern zahlen harmonisch an der Friedenspfeife zuppelt oder vor Gram beim Anblick des schlaffen Geldsäckels nach allen Regeln der Kunst den für solche Zwecke eingeübten Kriegstanz aufführt. Ich bin mir also nicht so sicher, ob so mancher Deutsche selbst bei guter Informationslage versteht, dass er wegen der maximal 2 abgedrückten Penunsen pro Tag kein Mitspracherecht bei der Umsetzung touristischer und infrastruktureller Maßnahmen hat. Und da sehe ich eher das größere Problem. Bei Touristik aktuell habe ich kürzlich einen Beitrag zur Thematik überflogen, in dem davon die Rede war, dass auch die Nachbarinseln wie Ibiza touristisch von den Einnahmen profitieren sollen. Na, wenn das mal dem eingefleischten Mallorca-Liebhaber nicht zusätzlich weh tut, wo er doch nun schon hart am Limit das letzte Ersparte auf seine Lieblingsinsel trägt. Bitte nicht falsch verstehen, es steht jedem frei, sich zukünftig nach Urlaubsalternativen umzusehen oder die Steuerankündigung unter ferner liefen zu betrachten. Aber letztendlich muss das doch zu Hause am Couchtisch mit den Menschen besprochen werden, mit denen man auch in Zukunft gemeinsam seine Freizeit und seine Urlaube verbringen möchte und die die eigene Vorstellung "vom Umverteilen" des machmal schwer verdienten Geldes teilen. Hier sehe ich kaum eine Diskussionsgrundlage für Dinge, die wir nicht beeinflussen können. (Oder hat schon jemand eine Petition, eine Demo, einen Sitzstreik oder einen offenen Brief an die Regierung geplant?)
-
Ich muß mich jetzt doch nochmal zu Wort melden. Das Reisemäuserich und Düren nur da Urlaub machen wo es ihnen gefällt gönne ich ihnen. Ich kann mir das nicht leisten, sonst wäre ich längst mal auf Jamaica, in Vietnam, den Seychellen oder in den USA auf der Apache Spirit Ranch gewesen. Im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten und Ansprüchen fanden wir von den in Frage kommenen Urlaubsländer Mallorca am Besten, und haben das nie bereut.
Die ca. 60.-€ Steuer werden uns jetzt auch nicht arm machen, aber bleibt es dabei?
Wenn alles schöner ist wird es dann nicht auch teurer? Wird das Geld wirklich sinnvoll angelegt?
Bin ich als Tourist eigentlich dafür da, das, was die Regierung vorhat zu finanzieren,
oder lockt mich das Vorhandene und Verbesserte nicht erst mal ins Land damit ich dort mein Geld ausgebe.
Wenn das alles so normal ist warum erheben wir dann nicht auch in Deutschland eine Touristenabgabe um das Flüchtlingsproblem in den Griff zu kriegen, sagen wir eine Art Solidaritätssteuer von 2.-€ je Tourist.
Natürlich ist das jetzt mit Absicht überspitzt, aber ich denke schon, das ich als Urlauber nicht dafür da bin ein Land erst schön und attraktiv zu machen. Außerdem wäre mir sicher auch wohler wenn ich wie Bernat schon schrieb, genauer wüßte wofür das Geld verwendet ( verschwendet ) wird. Ich finde das eine Touristenabgabe wo auch immer, und in welcher Form auch immer, zwar akzeptiert aber nicht berechtigt ist.
Ein Mallorca mit viel weniger Urlaubern und ohne Sauftourismus, nur mit netten Leuten die sich benehmen, wäre wohl den Meisten von uns lieb, aber wie Administrator Günther schon schrieb, die Urlauberzahlen haben sich in diesem Jahr schon stark erhöht und werden das auch trotz Touri Abgabe weiter tun, es wird aber auch weiterhin das Ganze drumherum noch teurer werden ( lt.Günther 9,2% zum Vorjahr glaube ich)
Bei Verteuerungen der Flüge habe ich zähneknirschend Verständnis weil es um Kerosin Zuschläge, Gehälter usw. geht. Bei den Hotels wegen Um und Renovierungsarbeiten, aber bei der Touristensteuer habe ich ein Gefühl von Abzocke. -
hokahe0:
Wenn das alles so normal ist warum erheben wir dann nicht auch in Deutschland eine Touristenabgabe um das Flüchtlingsproblem in den Griff zu kriegen, sagen wir eine Art Solidaritätssteuer von 2.-€ je Tourist.Eine Touristenabgabe - genannt Kurbeitrag - gibt es doch in etlichen Orten Deutschlands von Nord- und Ostsee bis hin nach Bad Säckingen schon längst!
:?Bsp. Langeoog Sommersaison:
ab 16 Jahre: 3,50 € pro Tag
Kinder (6 bis 15 Jahre): 2,80 € pro TagUnd ganz ehrlich: Mir ist es völlig wurscht, ob damit die Strände erhalten werden oder Rettungsschwimmer finanziert werden - und einen erhöhten Diskussionsbedarf darüber scheint auch sonst kein Urlauber zu sehen...
-
@hokahe0, ".......ich denke schon, das ich als Urlauber nicht dafür da bin, ein Land erst schön und attraktiv zu machen."
Na bravo, was für eine gesunde Lebenseinstellung! Der selbstgefällige Touri, der zwar nur zu gern die wunderbaren Ressourcen der Urlaubsländer für eigene Zwecke nutzt, aber ungern darüber nachdenkt, wie und womit die Werterhaltung finanziert werden soll. Denn schließlich bringe ich doch wohl schon genug Geld mit, wenn ich allabendlich 3 Bierchen an der nächsten Ecke zische. Da werde ich mich als Gönner der Woche doch wohl darauf verlassen dürfen, dass die Strände sauber sind, das Meer blitzblank in der Abendsonne blinkt, die Promenaden noch gewischt werden, bis ich zum Morgenspaziergang aufbreche und dass am besten die Sonne so regelmäßig scheint, wie es mir im Reiseführer versprochen wurde.
Sorry @hokahe0, ich bin auch sehr gern auf Mallorca und wenn diese Steuer oder Gebühr oder was auch immer nächstes Jahr tatsächlich eingeführt wird, wird es mich nicht davon abhalten, weiterhin auf diese wunderschöne Insel zu fliegen. Aber letztendlich reise ich auch (wie viele andere hier) jedes Jahr durch die verschiedensten Ecken der Welt. Diese Länder haben landschaftlich und kulturell wahnsinnig viel zu bieten und leben deshalb (wie Mallorca auch) in erster Linie vom Tourismus, weil sie sonst nur wenige Ressourcen haben, von denen es sich leben lässt. Und da ist es für mich mein Teil meiner Verantwortung für diesen klitzekleinen Moment meines Lebens, den ich in diesem Land verbringe (aber nie vergesse), dass ich mich z.B. an sozialen oder ökologischen Projekten beteilige. 20 € sind für mich nicht die Welt, wenn ich dadurch etwas Nachhaltiges bewirke. Und dabei spielt es für mich nicht die Rolle, dass mir die Verwendung centgenau vorgerechnet wird. Ich bin zufrieden, dass ich einen kleinen Beitrag dazu leisten konnte, dass es anderen Menschen (vor allem Kindern) einen Moment lang vielleicht besser geht. Amen. -
Was soll diese absurde Anspielung auf eine Touristensteuer in Deutschland wegen des Flüchtlingsproblems? Wenn wir aber schon am Rad drehen, können wir aber auch gerne über die Wiedereinführung der Urinsteuer diskutieren, mit der uns Kaiser Vespasian dunnemals das ewige Sprichwort von nicht stinkendem Geld beschert hat. Um den Bogen zum Thema zu kriegen: die zwei Euro stinken nicht sonderlich, im Gegenteil, wenn dadurch Hunderttausende ein Bierchen am Tag weniger trinken und daher seltener an Bäume und Mauern pieseln, könnte die Insel wohlriechender werden.

-
www.mallorcazeitung.es/lokales/2015/10/15/deutscher-reiseverband-schiest-gegen-plane/39165.html
so ganz alleine scheine ich dann ja wohl doch nicht mit meiner Meinung zu sein.
-
Da steht abba nix von Flüchtlingssteuer
.
Wenn irgendwo neue Gebühren, seien sie auch noch so gering, erhoben werden, gibt es immer einige, die schreien. Das ist doch das gleiche, wenn irgendwelche Fluggesellschaften plötzlich so bösartig werden und für die Cola, die seit der Gründung der Airline 1876 immer für lau zu haben war, ganz plötzlich zwofuffzich haben wollen. Wahrscheinlich sind es die gleichen Nie-wieder-Brüller. Nein, und die stehen auch nicht ganz alleine, sondern treten meist in Rudeln in ihrem natürlichen Habitat, Foren und Stammtischen, auf
-
Als ich vor 30 Jahren mit einer Delegation bei einem Treffen mit dem damaligen Tourismusminister von Malta war, sagte der uns auf den Kopf zu, Maltas Marketing ziele nicht auf die Gruppe, bei denen zehn Leute jeweils 10 DM am Tag ausgeben sondern auf die, bei denen einer 100 DM ausgibt. Ich fand das damals empörend, heute verstehe ich es. Mallorca bastelt ja schon seit Jahren daran, vom Ruf des Suff- und Billigourismus wegzukommen, das ist halt ein weiterer Schritt.
-
@hokahe
Es hätte mich gewundert, wenn es seitens des Deutschen Reiseverbandes ein anderes Statement gegeben hätte.Ich sehe allerdings - @Malini schrieb es bereits -, dass z. B. hier im Forum doch recht wenig Diskussionsbedarf zum Thema besteht...
... so gar kein Vergleich zum Diskussionsumfang über die neuen Tarifen bei TUIfly Ende 2013, als die Wellen hier aber sowas von hochschlugen. Und damals ging's um 5 € zusätzlich für 20 kg Freigepäck und 'nen Softdrink / Brötchenkauf.
