Flüchtlingsproblem in Griechenland
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Wir waren jetzt 10 Tage auf Kos und haben natürlich auch vorher die ganzen Berichte gelesen.
Unser Hotel war in Lambi und wir waren oft in Kos-Stadt unterwegs. Wir haben ein einziges Mal abends eine Truppe junger Flüchtlingsmänner gesehen. Sonst gar nichts.
Und wir fanden Kos ist wirklich eine Reise wert und wir haben uns in keinster Weise beeinträchtigt gefühlt.
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Die Flüchtlinge die da sind werden sich nur in Kos Stadt nahe der Polizeistation und dem Hafen aufhalten. Die wollen weder Kos bevölkern noch allgemein länger dort bleiben als nötig. Zielländer wie Deutschland, Österreich, Frankreich und die skandinavischn Länder sind deren finales Ziel. Die wissen vermutlich auch, das es um Griechenland nicht gut bestellt ist und sie dort weniger Zukunft haben würden als in den vorher genannten Gegenden. Aber sie müssen dort "abgefertigt" werden, um dann mit der Fähre schnellsmtöglich da weg zu kommen.
Ich denke wenn man jene nicht sehen will, sollte man Kos Stadt meiden. Wir fliegen am 04.07.2015 erneut runter und werden auch die Stadt besuchen. Ich geh da ohne Ängste ran. Und die Insel an sich ist es definitiv wert, jede freie Minute da zu verbringen. Wenn ich könnte würd ich dahin auswandern!
Mir ist egal, was RTL (vor allem RTL) sagt. Ich mache mir selbst ein Bild und werde mir meinen Urlaub nicht von sowas vermiesen lassen. Die größere Sorge ist, ob man bei den aktuellen merkelschen Geschehnissen als deutscher dort noch genau so gern gesehen ist, wie 2012 (da waren wir schonmal da) Ich hoffe doch schon!?
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@S0ckenSchuss
Willkommen im Forum.
Wie du hier im Thread aus den Rückmeldungen entnehmen kannst, ist im Hinblick auf Freundlichkeit, etc. alles voll in Ordnung.

Zum Thema Griechenland / Krise findest du hier einen Thread -
Moin moin an alle hier,
wir waren diesen Urlaub auf Lesbos und dort sind ebenfalls viele Flüchtlinge. Wir haben eine sehr, sehr große Gruppe Flüchtlinge auf dem Busbahnhof von Molyvos hausen sehen....anders kann man dazu leider nicht sagen.
Tagsüber bewegen sich größere Gruppen über Land. Wenn man Auto fährt sollte man ein wenig mehr aufpassen, weil die schon mal breit auf der Straße gehen oder kurz vorher auf die Straße springen um einen anzuhalten.
Flüchtlinge vom Balkan machen Bettelrunden aber wenn die Polizei das sieht geht sie sehr grob und rabiat vor und vertreibt alle oder sie werden in große Autos zusammengepfercht und abtransportiert. -
Von Urlaubern auf Kos wurde bisher gemeldet, dass die Flüchtlinge - abgesehen von Kos-Stadt - nicht anderorts auf der Insel gesehen wurden.
Berichte zu anderen Inseln und zu dortigen Verhaltens- und Vorgehensweisen finde ich in diesem Thread nicht wirklich passend, da es hier speziell um Kos geht.
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Hallo Kourion,
ich habe deshalb die Situation mit Lesbos aufgezeigt, weil es hier faßt nur so "rüberkommt" als wenn nur Kos das Problem hat.
Wie von mir geschrieben - vielleicht etwas unklar beschrieben - die Situation mit den Balkanflüchtlingen, war auf Kos (schon im letzten Jahr und auch Jahre davor), bzw. haben wir dort erlebt.
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Trotzdem geht es hier in dem Thread ausschließlich um Kos. Bitte akzeptiert das.
LG
Sokrates
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@ Sokrates...........ich werde es mir hinter die Ohren schreiben.
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So. Wir sind jetzt schon fast 1 1/2 Wochen in Kos Stadt (leider, somit geht der Urlaub bald schon zu Ende).
Da unser Hotel Kosta Palace direkt am Hafen ist, hatte ich vorher ziemliche Bedenken und hätte am liebsten kurzfristig den Urlaub storniert, wenn mich hier nicht so viele unterschiedliche Berichte etwas beruhigt hätten.Am ersten Tag kam uns eine Gruppe von 5 jungen Männern entgegen, von denen mich einer ziemlich rüde anrempelte (da ich aus Berlin komme, ist es jedoch fast alltäglich). Das führte nicht gerade dazu meine Bedenken zu zerstreuen. Seitdem gab es jedoch keine weiteren Zwischenfälle. Man sieht derzeit schon viele Gruppen, die Flüchtlinge sein können auf Bänken sitzen oder in Gruppen umherlaufen, aber unsicher fühle ich mich trotzdem nicht.
Vorsichtig bin ich eher bei den beiden Kiddies, die am Hafen jeden Abend versuchen Leuchtbänder zu verkaufen und einen dabei ständig angrabschen. Und nein, dass hat nichts mit Herzlosigkeit zu tun.
Was einen da mehr beunruhigt sind so Sachen wie vorgestern Abend, als man über dem Meer spät am Abend eine Signalpistole ausgelöst sah.....
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Hallo! Wir kommen gerade aus Kos und möchten euch über die Flüchtlingssituation vorOrt informieren, insbesondere zum Helfen anregen! Wir sind die gesamte Insel mit dem Auto abgefahren, sodass wir berichtenkönnen, dass sich die Flüchtlinge an zwei Orten aufhalten. Erstens rund um diePolizeistation am Hafen, wo sie Tag für Tag auf die Anerkennung ihresFlüchtlingsstatus warten. Dort haben wir auch eine Mitarbeiterin der UNHCRgetroffen, welche uns Auskunft erteilt hat, wie wir am sinnvollsten helfenkönnen und die rechtlichen Belange der Flüchtlinge klärt.
Wir möchten betonen, dass entgegen der im Internetverbreiteten unsinnigen Berichte keineswegs "Gefahr, Belästigung odersonst etwas" von den Flüchtlingen ausgeht. Natürlich sind die Lokale rundum die Polizeistation von wartenden Menschen betroffen. Und wir können auch nurunsere Erfahrungen wiedergeben. Der zweite Ort an dem sich die Flüchtlinge aufhalten ist ein offenbar nie fertiggestelltes Hotel in der Nähe der Stadt von dem aus sie zur Polizeistationpilgern.Dort haben sie einen Schlauch im Garten und somit den einzigen Zugang zuWasser. Strom gibt es nicht, weshalb auch kein Essen gekocht werden kann.Unserer Schätzung nach sind dort derzeit 600 Personen aufhältig, unter diesenauch sehr viele kleine Kinder. Nach Rücksprache mit den wenigen griechischen freiwilligen Helfern gibt es auchkeine Hilfe von irgendwelchen Organisation, bis auf einige Ärzte die aufSchiffen für die notwendigste medizinische Versorgung sorgen. Es kommt auch keineHilfe aus Athen oder von der EU. Die freiwilligen Helfer verteilen jeweils einmal pro Tag um 15:00 Uhr Essen vordem Hotel, welches von einigen Hotels auf der Insel gespendet wird. Leider vielzu wenig für alle!!! An dieser Stelle möchten wir euch bitten auch bei eurenHotelbetreibern nachzufragen, ob sie bereits spenden. Man möge nur beobachtenwieviel Essen sich Touristen auf die Teller geben und wieviel davon im Mist entsorgtwird! Wir haben in unserem Hotel angeboten einen Kontakt mit den Helfernherzustellen und wenn es nur die Brotenden sind die nicht weggeworfen sonderngespendet werden... Wir waren selbst nach der Essensausgabe bei dem Hotel und konnten von denHelfern erfragen was am nötigsten besorgt werden muss. Anschließend haben wir folgendeseingekauft: Trinkfertige Babymilch, Windeln, Trinkpäckchen für Kleinkinder,Kekse, Binden, Zahnbürsten, Zahnpasta, Seife und Haarshampoo. Am Nachmittag kamauch ein LKW von der Avaaz, sodass die Helfer gesagt haben siewerden unseren Einkauf am nächsten Tag verteilen. Die griechischen Helfer warenuns sehr dankbar, sind gesprächsbereit und offen für jede Unterstützung! Ambesten ist nicht auf eigene Faust zu verteilen. Die Helfer vor Ort wissen ambesten wie und wann die Sachen zu verteilen sind, um wenigstens kurz vor demLeid abzulenken.
Klar hat unser Einkauf nicht für alle gereicht und es ist sehrfrustrierend, ABER mit Stolz können wir behaupten, dass sich 50 Personen zähneputzenund waschen konnten und ebenso viele Kinder Milch oder einen Obstsaft und einekleine Süßigkeit erhalten haben. Die Menschen haben sich bedankt, applaudiertund wir waren so froh etwas getan zu haben.
Wir wollen euch ermutigen nicht wegzusehen und ebenso einwenig zu helfen. Schönen Urlaub und lasst euch durch den Schwachsinn der in denMedien berichtet und geschrieben wird nicht beirren!
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@KVKa
Ich finde es immer super wenn jemand hilft, dein Beitrag hat mich sehr bewegt, und auf die Berichterstattung der Medien gebe ich garnichts.
Sind auch ab den 27.06. dort und freuen uns auf den Urlaub.
Ich denke das es den meisten so geht wie uns das sie Angst haben, vor der Ungewissheit.
Natürlich möchte man helfen doch der Zwiespalt definert sich zw. Urlaub und dem Elend der Erde. -
Vielen Dank für den konstruktiven Beitrag KVka (endlich). Auf solche Info´s haben wir gewartet.
Nun wissen wir was wir tun müssen, wenn wir ab August auf Kos sind.
Wenn jeder Urlauber auch nur die Reste seiner Hygiene-Artikel dort abgeben würde (Shampoo, Duschgel, Deo usw.), statt es einfach im Hotel zu lassen oder wieder mit nach Deutschland zu schleppen, dann würde eine ganze Menge zusammenkommen ohne das man sich in Unkosten stürzt.
Die Augen vor der Realität zu verschließen, nur weil wir Urlaub haben, finde ich auch irgendwie krank.
Weshalb buchen wir denn so gerne Kos? Wegen der Sonne, weil es noch nicht so überlaufen ist, wegen der Freundlichkeit der Griechen und nicht zuletzt wegen des günstigen Preises.
Leute die an stornieren denken, können sich ja gern auf Malle dicht an dicht am Strand tummeln oder das vielfache für die Malediven ausgeben. Vielleicht ist es für einige Angsthasen auch besser einfach in Deutschland zu bleiben. Was jetzt nicht negativ gemeint ist, da auch Deutschland wunderschön ist - aber eben ziemlich teuer.....
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so bin seit 2 Wochen wieder zurück und verfolge auch heute wieder die Flüchtlings scharen..
bei uns in Masticharon war gar nichts nur Sonne , Strand und tolle Griechen
, waren auch in Kos Stadt und am Hafen, habe dort auch keine FL gesehen. was gerade geht weiß ich natürlich nicht aber nicht verrückt machen lassen von den Medien.. wir sehn se eh hier in D wieder. -
Bitte um aktuelle Urlauberberichte/ Einschätzungen f. Kos!
Wir fliegen im August mit zwei Kindern nach Marmari (Grecotel Royal Park) und sind unsicher wg. der aktuellen Lage auf Kos. Über Rückmeldungen wären wir super- dankbar!!!