Mit Elke Gran Canaria kennenlernen: Ausflugtipps, Bilder, spannende Geschichten... Info-Thread
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Ein weiteres Stadtviertel mit vielen attraktiven Sehenswürdigkeiten ist Santa Catalina. Wer mit dem Linienbus dort hinfährt, steigt im Busbahnhof Santa Catalina aus. Hier ist die Endstation der Linie 30, das ist der Expressbus, der den Süden mit Las Palmas verbindet. Der Busbahnhof ist unterirdisch angelegt, oben fällt ein riesige helles Segel auf. Von hier sind es nur wenige Schritte zum Aquarium Poema del Mar. Das zweitgrößte Aquarium der Welt wurde im Januar 2018 eröffnet. Auf einer Fläche von ca. 12.500 qm führt es seine Besucher in die Bereiche Dschungel, Riff und Tiefsee. Im Bereich Dschungel sind die Landschaften der fünf Kontinente dargestellt. Ein riesiger Glaszylinder zeigt die bunte Unterwasserwelt eines Riffs. Ein spiralförmiger Gang führt rundherum. Die Fische der Tiefsee wie Tunfische und Haie lassen sich hinter einer 36m langen, 6m hohen und 140 Tonnen schweren, gebogenen Acrylglasscheibe bestaunen.
Vom Aquarium kann man am Hafen entlang bummeln. Der Hafen Puerto de la Luz gehört zu den größten Ölumschlagplätzen der Welt, rund 1,5 Millionen Tonnen werden dort pro Jahr verschifft. Der zweite wichtige Faktor ist der Fischhandel. Das liegt an der guten Infrastruktur, aber auch an der Nähe zu den fischreichen Küsten Afrikas. Eine wichtige Einnahmequelle für die Stadt ist der Tourismus, mehr als 1 Million Touristen kommen pro Jahr mit Kreuzfahrtschiffen in den Hafen von Las Palmas und vergnügen sich beim Shoppen oder Ausgehen. Die Kreuzfahrtschiffe legen an der Mole Catalina an. Neben den riesigen Containerschiffen, den schicken Kreuzfahrtschiffen sowie Werften gibt es am Hafen noch eine weitere Attraktion. Der Titan-Kran stammt aus dem Jahre 1935 und soll an den Ausbau des Hafens durch die britische Firma Swanston und Co erinnern.
Unser Rundgang führt weiter bis zum Santa Catalina Park, dem pulsierenden Zentrum des Stadtviertels. Er bietet für Urlauber einen Touristen-Infostand, außerdem starten hier die Hop-On/Hop-Off-Bustouren. Hier wirkt alles sehr geschäftig und international. Es herrscht ein Gewirr von vielen unterschiedlichen Sprachen. Das liegt nicht nur an den vielen Touristen, sondern auch an den umliegenden Lokalen und Geschäften, das Angebot reicht von russisch über chinesisch bis hin zu skandinavisch und mexikanisch und vielem mehr. Der Park selbst wirkt eher wie ein großer Platz, er ist schön angelegt mit Palmen und Blumenbeeten. Der Santa Catalina Park wird auch für viele Veranstaltungen genutzt, beispielsweise zu Karneval, dann bietet er ein umfangreiches Programm.
Eine interessante Sehenswürdigkeit liegt direkt am Park, das ist das Technikmuseum Elder. Es ist für Erwachsen wie Kinder sehenswert, hier werden Wissenschaft und Technik einfach erklärt und spielerisch vermittelt. Es werden Themen wie Schallgeschwindigkeit, Schwerkraft und Wasseraufbereitungsanlagen behandelt. Die Besucher können sich in einem Flugzeug wie ein Pilot fühlen, auf einem riesigen Bildschirm das Innere den menschlichen Körpers betrachten oder Roboter bestaunen.


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Vom Santa Catalina Park gelangen wir mit wenigen Schritten zum nächsten interessanten Stadtviertel, Las Canteras mit dem gleichnamigen Stadtstrand. Vor ein paar Jahren habe ich dort mal einige Tage verbracht. Obwohl ich schon etliche Ausflüge in die Inselhauptstadt unternommen hatte, wollte ich sie intensiver kennenlernen. Ich buchte das Hotel Aloe Canteras, es gefiel mir mit seinem modernen Ambiente und der tollen Lage zwischen der Promenade und dem Mercado del Puerto. Der kleine Markt ist schon optisch eine Sehenswürdigkeit, er stammt aus dem Jahre 1891 und wurde im Jugendstil erbaut. Lockt er tagsüber mit seinem Lebensmittelständen zum Einkaufen, so verwandelt er sich ab dem späten Nachmittag in einen beliebten Treffpunkt. Hier habe ich gerne das Leben und Treiben beobachtet. Das machte auch auf der Promenade sehr viel Spaß. Hier ging es immer lebhaft zu und man konnte merken, dass die Einheimischen dort gerne ihre Freizeit verbringen, sei es zum Joggen, ein Treffen mit Freunden oder Familie oder ein Abendessen in einem der zahlreichen Restaurants. Ich habe abends gerne dort gesessen, auch in den seitlichen Gassen, denn dort findet man noch urige Bars, in denen die Schinken an der Decke baumeln.
Die Attraktion des Stadtviertels ist natürlich der Las Canteras-Strand mit der Promenade, beides zieht sich bis zum Auditorio Alfredo Kraus. Wir beginnen unseren Spaziergang am östlichen Ende vom Strand, am Platz La Puntilla. Man kann hier den gesamten Strand überblicken, vor dem Ufer schaukeln ein paar Fischerboote im Wasser. Bei Ebbe sieht man das Kalkriff La Barra, das ca. 1,5km vor dem Strand verläuft. In Richtung Inselinneres sieht man die schöne Berglandschaft Gran Canarias. Aber auch Surfer kann man beobachten, denn hier befindet sich einer der Surfspots vom Canteras-Strand. In diesem Bereich vom Strand an der Plaza de Saulo Torón gibt es in der Weihnachtszeit eine besondere Attraktion, die Sandkrippen-Ausstellung. Es geht weiter über die Promenade, hier in diesem Bereich sind auch viele Urlauber unterwegs. Dementsprechend sind die Restaurants international und auch die übrigen Angebote sind eher an den Touristen orientiert.
Wir gehen weiter bis zum Bereich der Playa Chica, hier gibt es auch zahlreiche Hotels direkt am Strand. Dazwischen findet man eine gute Auswahl an Restaurants, viele auch mit Fisch und Meeresfrüchten. Das Meer ist hier aufgrund des vorgelagerten Riffs gut zum Schnorcheln geeignet. Das gilt auch für den nächsten Bereich Peña de la Vieja. Auffallend ist hier ein Felsen im Meer, der ebenfalls Peña de la Vieja heißt. Durch den Felsen ist das Meer ruhiger. Auch in diesem Abschnitt vom Las Canteras findet man etliche Restaurants, Cafés und Bars. Wir erreichen La Cicer und sind schon fast am Ende vom Canteras-Strand. La Cicer gilt als einer der besten Surfspots der Kanaren. Aber auch andere Sportarten wie Fußball, Volleyball und Strandtennis werden hier gespielt. An diesem Abschnitt sind Ballsportarten offiziell erlaubt. Am Ende vom Canteras-Strand erwartet uns noch eine besondere Sehenswürdigkeit. Hier steht das Opernhaus Alfredo Kraus, das nach dem großen kanarischen Tenor Alfredo Kraus (1927 – 1999) benannt ist. Es ist der Sitz des Philharmoniker-Orchesters und des Balletts von Gran Canaria. Das ganze Jahr über gibt es hier Musikveranstaltungen. Vor dem Eingang des Gebäudes gibt es sogar einen kleinen Walk of Fame. Gegenüber lädt das große Shoppingcenter Las Arenas mit drei Stockwerken zum Bummeln ein.

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Vom Santa Catalina Park gelangen wir mit wenigen Schritten zum nächsten interessanten Stadtviertel, Las Canteras mit dem gleichnamigen Stadtstrand. Vor ein paar Jahren habe ich dort mal einige Tage verbracht. Obwohl ich schon etliche Ausflüge in die Inselhauptstadt unternommen hatte, wollte ich sie intensiver kennenlernen. Ich buchte das Hotel Aloe Canteras, es gefiel mir mit seinem modernen Ambiente und der tollen Lage zwischen der Promenade und dem Mercado del Puerto. Der kleine Markt ist schon optisch eine Sehenswürdigkeit, er stammt aus dem Jahre 1891 und wurde im Jugendstil erbaut. Lockt er tagsüber mit seinem Lebensmittelständen zum Einkaufen, so verwandelt er sich ab dem späten Nachmittag in einen beliebten Treffpunkt. Hier habe ich gerne das Leben und Treiben beobachtet. Das machte auch auf der Promenade sehr viel Spaß. Hier ging es immer lebhaft zu und man konnte merken, dass die Einheimischen dort gerne ihre Freizeit verbringen, sei es zum Joggen, ein Treffen mit Freunden oder Familie oder ein Abendessen in einem der zahlreichen Restaurants. Ich habe abends gerne dort gesessen, auch in den seitlichen Gassen, denn dort findet man noch urige Bars, in denen die Schinken an der Decke baumeln.
Die Attraktion des Stadtviertels ist natürlich der Las Canteras-Strand mit der Promenade, beides zieht sich bis zum Auditorio Alfredo Kraus. Wir beginnen unseren Spaziergang am östlichen Ende vom Strand, am Platz La Puntilla. Man kann hier den gesamten Strand überblicken, vor dem Ufer schaukeln ein paar Fischerboote im Wasser. Bei Ebbe sieht man das Kalkriff La Barra, das ca. 1,5km vor dem Strand verläuft. In Richtung Inselinneres sieht man die schöne Berglandschaft Gran Canarias. Aber auch Surfer kann man beobachten, denn hier befindet sich einer der Surfspots vom Canteras-Strand. In diesem Bereich vom Strand an der Plaza de Saulo Torón gibt es in der Weihnachtszeit eine besondere Attraktion, die Sandkrippen-Ausstellung. Es geht weiter über die Promenade, hier in diesem Bereich sind auch viele Urlauber unterwegs. Dementsprechend sind die Restaurants international und auch die übrigen Angebote sind eher an den Touristen orientiert.
Wir gehen weiter bis zum Bereich der Playa Chica, hier gibt es auch zahlreiche Hotels direkt am Strand. Dazwischen findet man eine gute Auswahl an Restaurants, viele auch mit Fisch und Meeresfrüchten. Das Meer ist hier aufgrund des vorgelagerten Riffs gut zum Schnorcheln geeignet. Das gilt auch für den nächsten Bereich Peña de la Vieja. Auffallend ist hier ein Felsen im Meer, der ebenfalls Peña de la Vieja heißt. Durch den Felsen ist das Meer ruhiger. Auch in diesem Abschnitt vom Las Canteras findet man etliche Restaurants, Cafés und Bars. Wir erreichen La Cicer und sind schon fast am Ende vom Canteras-Strand. La Cicer gilt als einer der besten Surfspots der Kanaren. Aber auch andere Sportarten wie Fußball, Volleyball und Strandtennis werden hier gespielt. An diesem Abschnitt sind Ballsportarten offiziell erlaubt. Am Ende vom Canteras-Strand erwartet uns noch eine besondere Sehenswürdigkeit. Hier steht das Opernhaus Alfredo Kraus, das nach dem großen kanarischen Tenor Alfredo Kraus (1927 – 1999) benannt ist. Es ist der Sitz des Philharmoniker-Orchesters und des Balletts von Gran Canaria. Das ganze Jahr über gibt es hier Musikveranstaltungen. Vor dem Eingang des Gebäudes gibt es sogar einen kleinen Walk of Fame. Gegenüber lädt das große Shoppingcenter Las Arenas mit drei Stockwerken zum Bummeln ein.

Nördlich an Las Canteras schließt sich das ursprüngliche Viertel La Isleta an, dass sich auf einer Halbinsel erstreckt. Sie ist durch einen schmalen Landstreifen mit der restlichen Stadt verbunden. Es gibt nördlich vom Platz La Puntilla einen schönen Küstenweg. Er bietet schöne Blicke auf die Steilküste und den auf La Isleta gelegenen Strand El Confitel, der bei den Einheimischen sehr beliebt ist. Es gibt zwei Aussichtspunkte an der Promenade, der erste heißt Mirador de la Caleta, der zweite Mirador del Roque de la Cruz. Nach den schönen Ausblicken kann man durch das Gassengewirr bummeln, das mit seinen kleinen Läden einen ganz eigenen Charme verströmt. La Isleta ist noch sehr ursprünglich und gehört zu den ärmsten Vierteln von Las Palmas. Es war früher ein Fischerdörfchen. Mit den bunten Häusern, die etwas heruntergekommen wirken, und den einfachen Bars wirkt La Isleta recht ursprünglich.
Wir beenden unseren Rundgang an einer interessanten Sehenswürdigkeit in der Nähe des Hafen. Hier kann das Castillo de la Luz, die älteste Festung von Las Palmas, besichtigt werden. Sie stammt aus dem Jahre 1541 und war eine Verteidigungsanlage gegen Piraten. Sie wurde 1599 von dem Niederländer Pieter van der Does ausgeplündert und abgebrannt. Im Jahre 1601 baute man die Festung wieder auf, die militärische Nutzung wurde im 19. Jahrhundert aufgegeben. Sie wurde 1941 zum kunsthistorischen Denkmal erklärt und ab dem Jahre 1969 mehrmals restauriert. Heute beherbergt sie die Fundación de Arte y Pensamiento Martín Chirino. Martín Chirino López war ein in Las Palmas geborener Bildhauer. Er lebte von 1925 bis 2019 und gehört zu den bedeutendsten kanarischen Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nach der Besichtigung der Innenräume kann man im Außenbereich der Burg den schönen Rosengarten bewundern.


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Ich möchte Euch nun durch ein weiteres ursprüngliches Stadtviertel in Las Palmas führen. San Cristóbal liegt 3km südlich von der Altstadt gegenüber vom Hospital Insular, dort gibt es auch eine Bushaltestelle. Es ist ein Fischerdorf inmitten der Großstadt. Neben der einzigartigen Atmosphäre sind es die urigen Fischlokale, die es zu einem lohnenden Ziel machen. Bei einem Spaziergang durch dieses Viertel verblasst das Gefühl, dass man sich in der größten Stadt der Kanaren befindet. Man vermutet, dass die ersten Bewohner von San Cristóbal Wächter waren, die das Meer wegen Piratenschiffen beobachteten. Später entwickelte sich das Viertel zum Wohnort der Fischer, die auch dort ihren Arbeitsplatz hatten. Sie bauten ihre bunten Häuser, die heute noch eine einzigartige Atmosphäre schaffen.
Wir starten, von der Promenade Paseo de la Avenida Marítima kommend, an der Calle Marina. Dort steht der Wachturm Torreón de San Pedro Mártir, der auch als Castillo de San Cristóbal bekannt ist. Von hier kann man bis zum Hafen mit den großen Frachtschiffen schauen. Die Geschichte des Wachturms reicht bis in das Jahr 1578 zurück. Damals wurde er als Bestandteil des Stadtbefestigung-Verteidigungsplans auf einem Felsvorsprung erbaut. Der Turm bot Platz für ein Lager auch für Wachposten. Nach mehreren Angriffen durch Francis Drake 1595 und Pieter van der Does 1599 musste der Turm im Jahre 1638 neu aufgebaut werden. Er wurde bis 1878 militärisch genutzt. Am 22.04.1949 wurde er zum historischen Kunstdenkmal erklärt, restauriert wurde er 1999, sodass er sich auch heute noch in einem guten Zustand zeigt.
Der Weg führt weiter über die Calle Marina bis zur Mole des kleinen Fischerhafens. Hier gibt es Sitzbänke, sodass man bei einer kleinen Pause aufs Meer schauen kann. Es gibt auch einen kleinen Strand, die Playa de San Cristóbal, die aus grobem Kies besteht. Man sieht ein paar spielende Kinder, Fischer bei der Arbeit oder Katzen, die auf Fischreste warten. Der Weg führt über eine kleine Gasse, die parallel zur Calle Marina verläuft. Hier befindet man sich in dem ursprünglichsten Teil von San Cristóbal. Zum Abschluss kann man in einem der Restaurants köstlichen Fisch oder Meeresfrüchte genießen.


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Das letzte Stadtviertel von las Palmas, das ich hier vorstellen möchte, heißt Ciudad Jardin – die Gartenstadt. Es erstreckt sich westlich vom Jachthafen und bietet n völlig anderen Eindruck als die bisherigen Viertel. Ciudad Jardin ist das Villenviertel von Las Palmas und gilt als die teuerste Gegend der Inselhauptstadt. Neben den Villen gibt es sehr viel Grün und ein paar Interessante Sehenswürdigkeiten.
Wie ist denn die Gartenstadt entstanden? Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Hafen von Las Palmas zu einem wichtigen Knotenpunkt zwischen Europa und Übersee. Viele Händler kamen aus Großbritannien und sie ließen sich hier nieder. Auf Initiative eines Briten war schon 1890 das Hotel Santa Catalina, das älteste Hotel der Insel, entstanden. Es hat im Laufe der Zeit viele berühmte Persönlichkeiten beherbergt und gilt auch heute – nach umfangreicher Renovierung – als Top-Adresse. Im Jahre 1922 wurde der Architekt Miguel Martín-Fernández de la Torre mit der Gestaltung eines neuen und modernen Stadtviertels beauftragt. So entstand Ciudad Jardin mit seinen eleganten Villen und schönen Alleen.
Zu den Highlights des Viertels gehört für mich der Doramas-Park. Er liegt in der Nähe vom Hotel Santa Catalina. Der Park ist sehr schön angelegt mit Teichen, Wasserfällen, Springbrunnen und vielen Pflanzen. Zur reichhaltigen Flora gehören Palmen, Drachenbäume, Kakteen und viele blühende Blumen. Der Doramas-Park wurde nach dem legendären Guanchenführer benannt. Er gehörte zum Widerstand der Ureinwohner gegen die Invasion der Krone von Kastilien. Zu seinem Gedenken wurde eine Skulptur geschaffen, die im Park zu sehen ist. Sie zeigt den König der Guanchen im Augenblick der Niederlage gegen die Eroberer, wie er über eine Felsklippe in den Tod stürzt. Mit seinem Tod endete auch die Kultur der Ureinwohner.
Am Doramas-Park befindet sich eine weitere Attraktion, das kanarische Dorf – Pueblo Canario. Es ist ein Modelldorf, das die traditionelle kanarische Architektur zeigt. An den Wochenenden gibt es dort Folklore-Vorführungen. Solch eine Vorführung habe ich mir auch mal angeschaut und es war ein tolles Erlebnis. Eröffnet wurde das kanarische Dorf im Jahre 1956, die Idee dazu stammte von dem kanarischen Künstler Néstor de la Torre. Zusammen mit seinem Bruder, einem Architekten, realisierte er verschiedene Projekte wie den Wiederaufbau des Teatro Pérez Galdós. Néstor de la Torre verstarb im Jahre 1938, sodass er die Verwirklichung des Pueblo Canario nicht mehr erleben konnte. Seine Werke kann man im angeschlossenen Museo Néstor sehen, es ist allerdings vorübergehend wegen Renovierung geschlossen.
Mit wenigen Schritten in Richtung Atlantik gelangen wird zum Jachthafen Muelle Deportivo, dem größten Jachthafen der Insel. Hier kann man entlang bummeln und die vielen Boote anschauen, es gibt auch tolle Fotomotive. Man findet auch immer wieder Bars und Restaurants, die sich für eine Pause anbieten. Dazwischen gibt es Geschäfte mit Angelzubehör, Bootsausrüstungen und anderen maritimen Artikeln. Daneben verläuft der Paseo Maritimo, der sich von La Isleta bis San Cristobal zieht, er besteht aus einem Rad- und Fußgängerweg. Nördlich vom Jachthafen befindet sich die Playa de las Alcaravaneras, dieser kleine Sandstrand wird gerne von Einheimischen besucht. Daneben liegt der Real Club Náutico – der königliche Segelclub. Diese Spaziergang habe ich mal während eines Urlaubs gemacht, ausgehend vom Hafen Puerto de la Luz, den ich als erstes besichtigt hatte.

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Nach all den Stadtrundgängen geht es heute mal wieder um etwas kulinarisches, aber auch landwirtschaftliches: die kanarische Tomate. Ihr Anbau hat eine lange Tradition auf Gran Canaria. Sie ist sehr beliebt, sie wird als Salat gegessen und ist auch Bestandteil für verschiedene Eintöpfe und andere Gerichte. Die Geschichte der Tomate reicht zurück bis zur Entdeckung der Neuen Welt im Jahre 1492. Damals kam sie mit vielen anderen exotischen Pflanzen nach Europa und somit auch nach Gran Canaria. Die Anbaubedingungen für die Tomaten waren ideal, das milde Klima ließ die Tomaten das ganze Jahr über gedeihen.
Der Export der Tomaten begann durch die Briten. Im Jahre 1885 gründete der englische Geschäftsmann Blisse in Telde das erste Unternehmen für den Export von Tomaten. Es folgten weitere britische Firmen, die mit Tomaten handelten und die Produktion stieg an. Zahlreiche kanarische Unternehmen entstanden, die Tomaten anbauten. Einige verschwanden durch den spanischen Bürgerkrieg, andere existieren heute noch. In den 1960er Jahren wurden Agrargenossenschaften gegründet, die auch heute noch das vorhandene Tomatengeschäft kontrollieren. Exportiert werden nur noch geringe Mengen.
Vom Tomatenanbau geprägt ist La Aldea de San Nicolás im Western von Gran Canaria. Hier gibt es ausgedehnte Tomatenplantagen, die von den umliegenden Stauseen mit Wasser versorgt werden. Das Gebiet wird auch gerne als „Tal der Tomaten“ bezeichnet. Tomaten sind nicht nur lecker und vielseitig zu verwenden, sie sind auch sehr gesund. Sie enthalten Vitamin C, B und E sowie Karotin, Zink und Folsäure. Es gibt viele traditionelle kanarische Gerichte, die Tomaten enthalten, dazu gehören das kanarische Knoblauchhühnchen sowie die Eintöpfe Potaje de Berros (Brunnenkresseeintopf) und die Sopa de Pescado (kanarische Fischsuppe).
Zum Abschluss noch ein Ausflugstipp: das Tomatenmuseum - Museo de La Zafra - in Vecindario. Es zeigt auf 4.000 qm Ausstellungsfläche sehr viel Wissenswertes über die Tomate, von ihrer Geschichte bis zum Anbau und zu ihrer Verwendung.
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Im Norden der Insel liegt Firgas, die Wasserstadt. Ihr Wasserreichtum gilt als die Grundlage ihres Wohlstandes. Die Region ist schon seit langer Zeit für ihre sprudelnden Quellen bekannt. Ihre Eigentümer wurden gerne als „Wasserbarone“ bezeichnet. Das Quellwasser ist reich an Mineralien, dies wussten schon die Ureinwohner zu schätzen, die es schon für heilende Zwecke verwendeten. Als am Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Urlauber nach Gran Canaria kamen, entdeckten sie nicht nur das gesunde Klima, sondern auch die Heilkraft des Quellwassers. Im Barranco Azuaje entstand ein Heilbad, das mit dem Spa Azuaje viele gesundheitsbewusste Menschen anzog. Der Betrieb wurde 1938 eingestellt, eine Wiedereröffnung war nach dem Krieg nicht möglich.
Das Wasser von Firgas entspringt oberhalb des Ortes aus einem harten Felsgestein. Die Firma Agua de Firgas füllte am 07.08.1930 ihrer erste Flasche im Becken des Barranco de la Virgen abgefüllt. Das Unternehmen entstand durch den Zusammenschluss der Eigentümer der Quellen Agria und La Ideal. Heute ist das beliebte Wasser von Firgas eines der meist getrunkenen der Kanaren. Im Barranco de la Virgen befindet sich heute noch eine Geschäftsstelle, der Hauptsitz des Unternehmens ist in Las Palmas. Heute werden täglich 200.000 Flaschen abgefüllt.
Firgas ist ein tolles Ausflugsziel, das als Wasserstadt eine besondere Sehenswürdigkeit besitzt. Den Mittelpunkt des Ortes bildet der Paseo de Canarias. In seiner Mitte fällt ein künstlich angelegter Wasserfall über 30m auf flachen Stufen herab. Daneben stehen 22 Keramikbänke mit Motiven der Insel und ihrer 21 Gemeinden. Über den Bänken sind die Wappen der Gemeinden zu sehen. Im oberen Bereich gibt es Reliefs, die die sieben Kanareninseln darstellen. Mich hat das Ganze sehr beeindruckt, es hat für mich wie ein riesiges Kunstwerk gewirkt. Daneben gibt es noch weitere Sehenswürdigkeit wie die Kirche San Roque und eine alte Gofiomühle.

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Das Wasser von Firgas sorgt dafür, dass dort eine besondere Pflanze wächst: die Brunnenkresse. Dabei handelt es sich um ein grünes Gemüse, das seinen Ursprung in Nordasien hat. Sie hat einen besonderen Geschmack mit einer milden Schärfe. Auf Gran Canaria wächst die Brunnenkresse ursprünglich in Schluchten, überwiegend auf Felsen, wo eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Neben Firgas gibt es noch Brunnenkresse-Gebiete in Teror und Valleseco. Brunnenkresse ist reich an Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen. Sie ist eine Zutat für einen traditionellen Eintopf, den Potaje de Berros – Eintopf mit Brunnenkresse. Dieses leckere Gericht enthält neben Brunnenkresse auch Kartoffeln, Schweinefleisch und verschiedene Gemüsesorten wie Kürbis, Maiskolben, Paprika und Tomaten. Wer mal die Möglichkeit hat, dieses typische Gericht zu probieren, sollte es sich nicht entgehen lassen.
Der professionelle Anbau der Brunnenkresse begann in der Mitte des 20. Jahrhunderts in der Schlucht von Firgas. Mittlerweile haben die Bauern Terrassen angelegt, weil in den Schluchten der Wasserstand nicht gleichmäßig ist. Verkauft wird die Brunnenkresse hauptsächlich auf Bauern- und Wochenmärkten.
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Als ich vor ein paar Tagen gelesen habe, dass der kanarische Fußballspieler David Silva aus gesundheitlichen Gründen seine Karriere beenden wird, kam mir die Idee, über berühmte Personen der Insel zu schreiben. Natürlich beginne ich mit David Silva, der mit vollem Namen David Josué Jiménez Silva heißt. Er wurde am 8. Januar 1986 in Arguineguin geboren. Zu diesem Ort hat er einen engen Bezug. Besonders verbunden fühlt er sich Anfi del Mar, das liegt auch sicherlich daran, dass seine Mutter für diese Gruppe gearbeitet hat. Er hat den Ausbau von Anfi del Mar unterstützt, dieses Projekt wurde im Jahr 1988 von dem norwegischen Unternehmer Bjørn Lyng gegründet. Die vier Ferienclubs im neben Aguineguin gelegenen Patalavaca entstanden mit Jachthafen, Shoppingcenter und künstlich angelegtem Strand in der Zeit bis 2003. Zum 25-jährigen Bestehen im Jahre 2013 trat David Silva in verschiedenen Werbekampagnen als Anfi-Botschafter auf.
Unter der Schirmherrschaft von David Silva wurde am 19. Januar 2022 der Perchel Beach Club in Santa Águeda bei Aguineguin eröffnet. Dieser moderne Beach Club ist in das Resort Cordial Santa Águeda integriert, er ist aber auch für externe Besucher zugänglich.
David Silva ist Mittelfeldspieler und spielt derzeit beim spanischen Erstligisten Real Sociedad. Er begann seine Karriere beim FC Valencia, zeitweise spielte er auf Leihbasis beim SD Eibar und bei Celta Vigo. Es folgte Manchester City, danach wechselte er zu Real Sociedad. Er war spanischer Pokalsieger, sowie in England Pokalsieger, Meister, Ligapokalsieger und Supercupsieger. Nationalspieler war David Silva in der Zeit von 2006 bis 2018. Weltmeister wurde er 2010 und Europameister 2008 und 2012.
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Wassersport ist natürlich ein Thema hier auf der Insel und deshalb möchte ich auch dazu einen berühmten Sportler vorstellen: den Windsurfer Bjørn Dunkerbeck. Er ist zwar nicht auf Gran Canaria geboren, aber hier aufgewachsen. Geboren wurde er am 16. Juli 1969 in Ribe, Dänemark. Seine Mutter ist Dänin, sein Vater Niederländer, als Kind zog er mit seinen Eltern nach Gran Canaria. Er entdeckte sehr früh seine Begeisterung für das Windsurfen. Seine Eltern eröffneten 1977 ihre Surfschule, dort unterrichtete auch der junge Bjørn Dunkerbeck. Er startete für Spanien, seine erste Teilnahme an einer World-Cup-Regatta war 1984, ein Jahr später nahm er am Windsurf World Cup Sylt teil. Im Jahre 1987 gewann er seinen ersten großen Titel, er wurde Vizeweltmeister. Er entwickelte sich zum besten und erfolgreichsten Windsurfer der Welt.
Bjørn Dunkerbeck gewann insgesamt 42 Weltmeistertitel und er war der erste Europäer, der auf Hawaii einen Weltcup gewann. Er sagt über sich „Ich habe mein ganzes Leben lang an diesem Sport gearbeitet“.
Seit dem Sommer 2007 startete er für die Schweiz, seine neue Wahlheimat. Am 26.09.2014 erklärte er im Rahmen des Windsurf World Cup Sylt seinen Rücktritt vom Profisport. Mittlerweile lebt er wieder mit seiner Frau Maria und den Kindern Alba, Liam, Martina und Daniel auf Gran Canaria. Er betreibt dort zwei Surfschulen, die BD Surf School & Shop am Strand von Playa del Ingles und das Dunkerbeck Windsurf Center in Playa del Aguila. Außerdem trainiert er seinen Sohn Liam, der schon die ersten internationalen Erfolge aufweisen kann.
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Heute möchte ich Euch mal wieder zu einer Reise in die Vergangenheit einladen. Es geht um das Hotel Santa Catalina, dies ist nicht nur das älteste Hotel auf Gran Canaria, sondern der gesamten Kanarischen Inseln. Es wurde im Jahr 1890 eröffnet. Im Santa Catalina haben schon viele gekrönte Häupter, Politiker und Filmstars übernachtet. Dazu gehörten im Laufe der Jahre Agatha Christie, Winston Churchill, Maria Callas, Gregory Peck, Prinz Charles und das spanische Königspaar.
Die Nachfrage nach erstklassigen Hotels war groß, der Grund dafür war der beginnende Tourismus im 19. Jahrhundert. Einen Urlaub konnten sich damals nur wohlhabende Menschen leisten. Das gesunde Klima zog besonders Urlauber mit Rheuma sowie Atemwegs- und Hauterkrankungen an. Außerdem entdeckten viele Menschen, wie angenehm es war, den Winter auf der sonnigen Insel zu verbringen. Flugzeuge gab es noch nicht, man war wochenlang mit dem Schiff unterwegs. Besonders die Briten nutzten Gran Canaria nicht nur als Handelsplatz, sondern auch zur Erholung. So wurde von der Gran Canaria Island Company Limited entschieden, in der Nähe des Hafens ein Hotels zu errichten. Für den Entwurf wurde der schottische Architekt James M. MacLaren beauftragt. Die Bauarbeiten begannen 1888, eröffnet wurde das Hotel am 07. Februar 1890.
Es entwickelte sich schnell zu einem Treffpunkt der Reichen und Schönen. Doch die glanzvolle Zeit dauerte nicht lange. Nach dem Ersten Weltkrieg blieben Gäste aus und im Jahre 1923 übernahm die Stadt Las Palmas das Hotel. Es fehlten aber finanzielle Möglichkeiten, aus dem Hotel etwas zu machen. Das dauerte bis nach dem Zweiten Weltkrieg, als der Architekt Miguel Martín-Fernández de la Torre mit Renovierung und Umbau beauftragt wurde. Der kanarische Stil wurde beibehalten, das Hotel eröffnete im Jahre 1951 in seiner heutigen Form. Es lief gut, aber irgendwann waren umfangreiche Investitionen notwendig. Die Stadt Las Palmas suchte einen Betreiber und das Hotel wurde von der Barcelo-Gruppe übernommen. Nach einer umfangreichen Renovierung wurde es am 01. November 2019 als Santa Catalina, a Royal Hideaway Hotel eröffnet und präsentiert sich heute im neuen Glanz als eine gelungen Mischung aus Luxus und Tradition.

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San Fernando ist ein interessanter Ortsteil von Maspalomas und ich möchte heute einen Rundgang mit Euch machen. Er grenzt nördlich an Playa del Ingles und ist besonders zum Einkaufen beliebt. Dort ist vieles günstiger als in Playa del Ingles und anderen Urlaubsorten. Wer keinen Mietwagen hat, kann San Fernando auch mit dem Taxi oder der Buslinie 73 erreichen. Je nach Unterkunft geht es auch mit einem Spaziergang. Man kann die Avenida de Tirajana hochlaufen oder am CC Jardin del Sol über die Fußgängerbrücke gehen. Gegenüber befindet sich das CC Eurocenter und in der darunterliegenden Straße ist der Lidl. Er lohnt sich nicht nur für Selbstversorger im Apartment, sondern auch für Urlauber, die sich preiswert mit Getränken, Sonnenschutz und Körperpflegeartikeln eindecken wollen. Von dort ist es auch nicht weit bis zur C. Partera Leonorita. Dort befindet sich Mercadona, eine Filiale der größten spanischen Supermarktkette, dort kaufe ich am liebsten ein. Ich finde die Auswahl sehr gut und Qualität und Preise stimmen. Wer im Urlaub gerne kocht, findet eine Fischtheke und eine große Auswahl an Fleisch, auch Geflügelspezialitäten oder Kaninchen. Ein paar Schritte weiter befindet sich das CC Bellavista mit einem Chinaladen, diversen Fachgeschäften und einem Hyperdino. Er ist sehr gut sortiert mit Fisch- und Fleischtheke sowie einer großen Wurst- und Käsetheke.
Eine Straße höher liegt die beliebte Einkaufsstraße Avenida de Galdar mit einem Eurospar, der sich durch viele deutsche Produkte auszeichnet, einer großen Apotheke mit deutschsprachigen Mitarbeitern sowie verschiedenen Fachgeschäften. Außerdem gibt es einen großen Chinaladen, dort bekommt man preiswerte Koffer, Rucksäcke, Strandartikel und sehr viel mehr. Wer preiswerte Bekleidung, Taschen oder Schuhe sucht, sollte sich bei Desnudos umschauen. Weitere Einkaufsmöglichkeiten bieten die Shoppingcenter CC Ronda und CC San Fernando, die hintereinander liegen. Es gibt dort eine Auswahl an Fachgeschäften und Dienstleistern wie Bank, Optiker, Schuster, Juwelier, Reformhaus und vieles mehr. Man sollte beachten, dass in San Fernando – im Gegensatz zu Playas del Ingles und anderen Urlaubsorten – die meisten Läden in der Mittagszeit und am Sonntag geschlossen sind. Zum Schluss noch ein Tipp zu Märkten: Es gibt in San Fernando an jedem zweiten Sonntag einen Bauernmarkt, der findet am Parkplatz vor dem Stadion statt. Es gibt dort viele Produkte der Insel wie Obst, Gemüse, Käse, Marmelade und Oliven. Jeden Sonntag findet gegenüber von Holiday World bei den Sportplätzen ein Flohmarkt statt.

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Liebe Elke, wieder ein sehr schöner Beitrag von Dir
, der u.a. auch für viele Winterurlauber auf GC interessant ist.
Schauen wir aber auch mal auf die Zahlen:
Bald haben wir die 10.000er Marke der Views Deines Thread geknackt -(aktuell 9329--)- da sind auch sehr viele User drunter, die hier nicht im Forum aktiv sind..die aber über Suchmaschinen, wie die von Tante G. hereinkommen.Kann man sehr gut messen.
Dankeschön für Deine schönen und interessanten Berichte.
Ich muss mal mit ein paar Kollegen von HC reden: Ich hätte gerne, dass wir das alles aus Deinem Thread noch zusätzlich in ein anderes Format auf HolidayCheck packen.Mal schauen.
@guenter-holidaycheck sagte:
Liebe Elke, wieder ein sehr schöner Beitrag von Dir
, der u.a. auch für viele Winterurlauber auf GC interessant ist.
Schauen wir aber auch mal auf die Zahlen:
Bald haben wir die 10.000er Marke der Views Deines Thread geknackt -(aktuell 9329--)- da sind auch sehr viele User drunter, die hier nicht im Forum aktiv sind..die aber über Suchmaschinen, wie die von Tante G. hereinkommen.Kann man sehr gut messen.
Dankeschön für Deine schönen und interessanten Berichte.
Das war ein Beitrag vom November 2022.
Inzwischen sind wir bei 23.694 Aufrufen Deines eigenen Threads. Elke, da kann man nur wieder mal gratulieren, das ist Dein persönlicher Erfolg, aber da steckt auch viel Arbeit und Herzblut dahinter.Dankeschön, dass Du uns immer wieder mit neuen, schön geschriebenen Beiträgen über Gran Canaria überraschst. Vielen lieben Dank!

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Es freut mich sehr, dass meine Texte so gut ankommen. Es macht mir viel Spaß und ich versuche, sie inhaltlich immer unterschiedlich zu gestalten und verschiedene Arten von Urlaubern anzusprechen. Was für Gran Canaria Neulinge wichtig und informativ ist, kennen langjährige Urlauber natürlich. Aber z.B. San Fernando ist für viele, die regelmäßig in Playa del Ingles oder San Agustin Urlaub machen, doch ziemlich unbekannt. Das weiß ich aus vielen Gesprächen. Mein Bekanntenkreis besteht nicht nur aus Residenten, ich kenne auch sehr viele Urlauber. Die meisten kommen regelmäßig hierhin, etliche auch zum Überwintern.
Die Inspirationen für Texte sind unterschiedlich. So kam mir beim Stadtviertel Santa Catalina in Las Palmas die Idee, etwas zur Geschichte des gleichnamigen Hotels zu schreiben. Und über das Karriereende des Fußballers David Silva hatte ich zufällig im Internet gelesen. Dann habe ich mich mal informiert, welche berühmte Persönlichkeiten auf der Insel geboren sind oder einen Bezug zu Gran Canaria haben. Ich denke mal, die Themen werden mir so schnell nicht ausgehen. Es gibt ja auch noch jede Menge Pflanzen oder Feiertage oder kulinarisches.....
Für mich ist es immer spannend, mich mit den unterschiedlichen Themen zu beschäftigen.
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Bei einem weiteren Rundgang durch San Fernando möchte ich euch etwas Sehenswertes zeigen. Aber auch hinsichtlich Gastronomie gibt es so einige Tipps. Wir beginnen an der Avenida de Tirajana, die sich von Playa del Ingles bis San Fernando hoch zieht. Wir biegen links ab in die Avenida Tejeda, an der sich die Kirche - Parroquia de San Fernando – mit ihrem kleinen Park befindet. Er ist schön angelegt, die Kirche ist schlicht und modern. Wir gehen weiter und sehen auf der rechten Seite das Kulturzentrum von Maspalomas. Davor gibt es einen Platz mit zwei Statuen. Die eine stellt die Princesa Arminda, eine Guanchen-Prinzessin, dar, die andere zeigt ein Kamel mit Kameltreiber. Kamele hatten früher eine große Bedeutung für die Landwirtschaft auf Gran Canaria, daran soll dieses Denkmal erinnern. Wir gehen weiter und kommen am öffentlichen Schwimmbad vorbei, weiter oben befindet sich das Stadion von Maspalomas. Es gibt dort einen großen Parkplatz, gegenüber ist ein kleinerer Platz mit der Cafeteria Mercado Timanfaya. Einige von euch kennen sie vielleicht noch aus der alten Markthalle, die ja mittlerweile neu erbaut wird. Ich finde, sie hat dort eine optimalen Platz und man kann gut und preiswert essen. Die Atmosphäre ist urig und man kann das Leben und Treiben ringsherum beobachten.
Durch einige Straßen mit Wohnhäusern gelangen wir zur Hauptstraße, der Avenida Alejandro del Castillo. Dahinter stößt man auf weitere Seitenstraßen mit vielen kleinen Geschäften sowie Cafés, Bars und Restaurants. Sehr beliebt ist hier das deutsche Bistro Insider. Wir gehen die Avenida Alejandro del Castillo dann weiter runter bis zur Calle Fataga und biegen ein paar Meter in die Calle Artenara, an der wir die Casa Saturninita finden. Das Gebäude ist ein Überbleibsel der kanarischen Architektur und das einzige noch existierende Bauernhaus. Es vermittelt einen guten Eindruck von den früheren Zeiten. Heute wird es für Kunstausstellungen genutzt. Zum Abschluss habe ich noch einen kulinarischen Tipp. Wer nach dem Spaziergang Lust auf ein paar Tapas hat, sollte die Calle Fataga weiter runter gehen. Dann kommt man hinter dem Kreisel Rotonda de las Lavanderas mit der Bushaltestelle zur Calle Partera Leonorita, an der sich zahlreiche Tapasbars befinden.


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Den heutigen Spaziergang starten wir an der Markthalle in San Fernando, die z.Z. neu erbaut wird. Das alte Gebäude entsprach nicht mehr den heutigen Bedürfnissen,. Die neue Markthalle soll eine Attraktion für den Tourismus werden, sie orientiert sich an der neuen Markthalle in Santa María de Guía, einem multifunktionalen Gebäude. Neben dem eigentlichen Markt soll es einen Restaurantbereich, eine Versammlungshalle und Möglichkeiten für Veranstaltungen im Freien geben. Die neue Markthalle soll Ende 2013 fertig sein, ich bin mal gespannt. Wer keinen Mietwagen hat, kann die Markthalle mit dem Taxi oder Linienbus erreichen. Es gibt eine Haltestelle der Linie 73.
Wir überqueren die Avenida Alejandro de Castillo und gehen an den Sportanlagen vorbei. An ihrem unteren Bereich in Richtung Holiday World findet sonntags der Flohmarkt statt. Holiday World ist ein Freizeitzentrum mit Fahrgeschäften, am Abend leuchtet das Riesenrad schon von weitem. Darüber hinaus gibt es verschiedene gastronomische Einrichtungen von der Sportbar über verschiedene Restaurants bis zur Cocktailbar. Zur Unterhaltung gibt es Bowlingbahnen, Billard, Darts, Tischtennis oder Tischfußball sowie ein Casino. In den Sommerferien ist es dort immer sehr voll, denn Holiday World ist bei den spanischen Familien sehr beliebt. Aber auch für Urlauber kann ich es empfehlen, es ist mal eine Abwechslung – egal ob man sich beim Spielen oder in den Fahrgeschäften vergnügen will oder einfach nur bei einem kühlen Getränk das Treiben beobachten will. Ich finde, besonders schön sitzt man oben auf der Terrasse.
Von Holiday World gehen wir über den Barranco, dahinter befindet sich der Skatepark Maspalomas. Ein paar Schritte weiter stoßen wir auf einen Platz mit dem Denkmal der Verfassung. Von dort gehen wir in die nördliche Richtung bis zur GC-500, an der sich der Eingang zum Parque Urbano del Sur befindet. Er ist schön angelegt und bietet auf ca. 0,6 Hektar eine Menge an Freizeitmöglichkeiten. Es gibt Wege zum Joggen, Walken oder Spazierengehen. Außerdem ist eine Kletterwand vorhanden und es gibt Möglichkeiten zum Picknicken. Für die Kinder ist ein Spielplatz vorhanden und die Cafeteria bietet sich zu einer Pause an.


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Sicherlich habe einige von Euch schon eine der Kaffeeplantagen in der Gemeinde Agaete besichtigt. Gran Canaria ist das einzige Anbaugebiet von Kaffee in Europa. Der Anbau von Kaffee hat eine lange Tradition auf der Insel, sie begann im 18. Jahrhundert. Damals wurde Samen auf die Insel gebracht. In den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts nahm die Kaffeeproduktion auf der Insel ab. Heute wird nur noch in Agaete Kaffee angebaut. Hier gibt es immer noch 40 Kaffeeanbauer, die ihre Kaffeestauden der seltenen Sorte Typica pflegen. Dabei handelt es sich um einen besonderen Arabica-Kaffee. Der Kaffee wächst auf einer Höhe von 200m über dem Meeresspiegel, hier sind die Wetterbedingungen sehr günstig. Die Temperaturen sinken nicht unter 15 Grad, es ist häufig bewölkt. Schatten spenden die vielen Früchte, die angebaut werden wie Avocados, Zitronen, Feigen und Mangos.
Die Produktion des Kaffees ist sehr aufwendig, das Ernten und die weitere Verarbeitung ist überwiegend Handarbeit. In der Zeit von März bis Juni werden die kleinen Kaffeekirschen per Hand gepflückt. Dieser Aufwand ist notwendig, denn nur die reifsten Früchte dürfen in die Trocknung, damit der besondere Kaffeegeschmack erhalten bleibt. Sie werden auf die sogenannten afrikanischen Betten – cama africana – gelegt und zwischen 20 und 30 Tagen getrocknet. Neben reichlich Schatten ist dabei regelmäßiges Wenden wichtig, um Schimmelbildung zu verhindern. Danach werden die noch grünen Kaffeebohnen maschinell von ihrer Hülle befreit. Nach 4- 6 Monaten Lagerung kommt als letzter Schritt die Röstung. Auch dies geschieht per Hand, das Rösten dauert etwa 15 Minuten.
Wer hat nun Lust hat, die Kaffeeproduktion vor Ort kennenzulernen? Das ist z.B. auf der Finca de la Laja möglich. Ich war auch schon mal dort und fand es sehr interessant. Man kann den Kaffee – und auch andere Produkte der Finca – probieren und natürlich auch kaufen. Ein schönes Mitbringsel für die Daheimgebliebenen!


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Zum Kaffee passt natürlich ein leckeres Stück Kuchen und dazu habe ich eine kleine Geschichte, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. In vielen Orten im Norden werden noch Traditionen gepflegt, dazu gehört der Biskuit von Moya - Bizcocho de Moya - und der Merengue-Baiser, der Suspiros de Azúcar – Zuckerseufzer – heißt, er gehört zum Biskuit von Moya. In früheren Zeiten war es üblich, dass Frauen für die Nachbarn, die ein Fest planten oder Besuch erwarteten, das Kuchen backen übernahmen. Eier, Mehl, Zucker und andere Zutaten wurden den Kuchenbäckerinnen gebracht und es konnte losgehen. Es war üblich, dass die traditionellen Rezepte in der Familie von der Mutter an die Töchter weiter gegeben wurden. Der Biskuit von Moya entstand durch die Nachlässigkeit einer der Kuchenbäckerinnen. Das Rezept soll über 100 Jahre alt sein und von einer Frau namens Cha Manuela stammen. Sie hatte finanzielle Probleme und backte deshalb für ihre Nachbarn. Ihre Rezepte verbreiten sich und in dem Zusammenhang muss die Kuchenbäckerin Cha Jacinta erwähnt werden. Sie erfand das „Polieren“ des Gebäcks. Nachdem ihr ein Kuchen verbrannte, nahm sie das Eiweiß der Seufzer und überzog den Kuchen mit einem Guss, damit man das Verbrannte nicht mehr sah. So entstand der berühmte doppelt gebackene Biskuit von Moya. Nach dem ersten Backen ist er saftig und weich, nach dem Bestreichen mit der Eiweißmasse wird er nochmals gebacken und kommt knusprig aus dem m Ofen. Deshalb wird er gerne in Kakao oder Milch eingetunkt.
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Heute möchte ich Euch meinen Wohnort Campo Internacional vorstellen, ich lebe dort seit zweieinhalb Jahren und fühle mich sehr wohl. Ich wohne in einer schönen ruhigen und gepflegten Bungalowanlage zwischen dem CC Faro II und dem Golfplatz Maspalomas Golf. Campo Internacional ist von Bungalow- und Apartmentanlagen geprägt, viele davon sind touristisch, es gibt aber nicht nur Urlauber, sondern auch sehr viele Menschen, die dauerhaft hier wohnen. Einige Hotels verteilen sich im gesamten Gebiet. Campo Internacional erstreckt sich östlich von Sonnenland entlang der Avenida Touroperador Tui – die meisten Straßen sind hier nach Reiseveranstaltern benannt – bis zum Golfplatz. Ich wohne in der Nähe der Avenida Touroperador Neckermann, dort gibt es eine Bushaltestelle, die ich in ca. 3 Gehminuten erreiche. Mit dem Bus kommt man in wenigen Minuten nach Playa del Ingles mit seinen vielen Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Bis zum Faro sind es auch nur ein paar Minuten, dort gibt es in Meloneras eine große Auswahl an Geschäften und Lokale, die ich überwiegend als hochwertig empfinde. Nicht weit von der Bushaltestelle gibt es ein kleines Center mit Ärzten, Fitnessstudio, Massage, Physiotherapie, Friseur und anderen Dienstleistern.
Es gibt hier nur wenige Möglichkeiten zum Einkaufen und Ausgehen. In dem alten Shoppingcenter Faro II gibt es noch zwei Restaurants, eine Bar, einen Supermarkt, eine Drogerie und einen Fahrradverleih. Über den Parkplatz vom Faro II erreicht man das Freizeitzentrum Holiday World mit Fahrgeschäften, Gastronomie, Bowlingbahn, Spielhalle und mehr. Nur wenige Meter weiter liegt der Parque Sur mit weitläufigen Rasenflächen, altem Baumbestand und blühenden Pflanzen. Außerdem gehört ein Terrassencafé dazu. Ansonsten gibt es in Campo Internacional ein paar Restaurants wie spanisch, italienisch, chinesisch und libanesisch. Campo Internacional ist nicht nur ein schönes Wohngebiet, ich finde es mit seiner Ruhe und der guten Verkehrsanbindung auch für Urlauber empfehlenswert, falls die Strandnähe nicht so wichtig ist. Sportliche Menschen finden außer dem Golfplatz noch weitere Angebote wie ein Tenniscenter, einen Skatepark und Fahrradverleihe, am Strand von Maspalomas gibt es Surfschulen. Durch Campo Internacional verläuft der Barranco de Maspalomas - Barrancos sind Schluchten oder ausgetrocknete Flussläufe. Er zieht sich bis zur Lagune Charca de Maspalomas, einem Naturschutzgebiet am Strand von Maspalomas. An beiden Seiten vom Barranco gibt es Wege, die sich zum Spazierengehen, Joggen, Nordic Walken oder Radfahren eignen. Ich wohne in der Nähe vom Barranco. Dort gibt es eine Fußgängerbrücke, besonders schön finde ich immer wieder den Blick zu den Bergen.


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Es geht auf Weihnachten zu und dazu gibt es hier auf der Insel eine Besonderheit, das sind die Sandkrippen in Las Palmas. Die Vorbereitungen beginnen Mitte November und die Krippenausstellung beginnt Anfang Dezember und sie dauert bis zum Dreikönigstag. Krippen haben eine lange Tradition auf den Kanaren und die Sandkrippen am Las Canteras Strand sind wirklich etwas Außergewöhnliches. Seit 2005 gibt es diese eindrucksvolle Skulpturenausstellung aus Sand, die sich mittlerweile zu einer Touristenattraktion entwickelt hat. Als ich die Krippen zum ersten Mal gesehen habe, war ich nicht nur von ihrer Größe beeindruckt sondern auch von den Details an den Figuren, die sehr liebevoll gestaltet waren - ob die Mimik in den Gesichtern oder die Falten in den Gewändern. Hinzu kommt die einzigartige Lage am berühmten Las Canteras-Strand und der Promenade sowie zu vielen anderen Sehenswürdigkeiten von Las Palmas.
Wie kam es denn überhaupt zur Entstehung der Sandkrippe? Acht Bildhauer aus verschiedenen Ländern hatten seinerzeit die Idee, dieses vergängliche Kunstwerk zu gestalten. Auch heute noch treffen sich Künstler aus aller Welt wie Rodrigo Cesar de Magalhaes, Portugal, Johannes Christoffel Hogebrink, Niederlande,
Aleksei Rybak, Russland und Gresham Glover, USA, um diese eindrucksvollen Figuren zu erschaffen. Für die Herstellung der rund 5m hohen Figuren werden mehr als 200 Tonnen Sand benötigt. Die Krippe ist mit 1.500 qm die größte Freilichtkrippe Europas. Besucht wird sie Jahr für Jahr von rund 200.000 Menschen. Die Künstler vereinen traditionelle Szenen wie die Heilige Familie oder den Besuch der Heiligen Drei Könige mit Landschaften der Insel wie den Roque Nublo. Außer den Besichtigungen werden auch Workshops angeboten, bei denen die Teilnehmer lernen, mit Sand zu formen. Der Besuch der Sandkrippen lässt sich gut mit einem Spaziergang am Las Canteras-Strand verbinden. Der Eintritt in die Ausstellung ist frei, man freut sich aber über eine Spende für wohltätige Zwecke. Geöffnet ist täglich von 10.00 bis 22.00 Uhr, außer am 24.12., 31.12. und 05.01., jeweils von 10.00 bis 20.00 Uhr.Es soll sogar eine Briefmarke mit einem Sandkrippen-Motiv geben:
