Fidel Castro tritt zurück - Kubaurlaub im März noch möglich
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Hallo,
habe gerade gehört, dass Fidel alle Ämter seinem jüngeren Bruder übertragen hat.
Äh bin jetzt besorgt wegen unserem Urlaub ab dem 18. März 2008. Meint ihr das hat Konsequenzen für uns??
Liebe Grüße
Anja
PS: Muss mich kurz fassen habe jetzt nen Termin mit Chef.
======Headline gekürzt
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diese Nachricht ist älter als ein Jahr.
Fidel ist im Sommer 2006 erkrankt und seitdem ist Raul am Ruder.
Änderungen hat es seitdem nicht gegeben, weder positiv noch negativ.
Wahlen haben auch stattgefunden am 20.1.2008, auch dadurch hat sich nichts verändert.
Wir sind erst vor 2 Wochen aus Kuba zurückgekommen. -
Dann wird jetzt nur "offiziell" vollzogen was schon seit 2 Jahren faktisch so ist - don't panic.
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ja, das hab ich auch gerade in den nachrichten gehört? Hoffe es ist trotzdem weiterhin umproblematisch nach Kuba zu reisen?
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santamarinello wrote:
Dann wird jetzt nur "offiziell" vollzogen was schon seit 2 Jahren faktisch so ist - don't panic.genau so ist es

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meine Einschätzung, mehr nicht:
am Sonntag wid Raul im Amt bestätigt, dann noch baldmöglichst ein Demokrat in den USA gewählt, das Embargo aufgehoben und somit Entspannung!
Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Die Uno forderte die Aufhebung bereits.
RockDJ:
mach dir keine Sorgen!
Gedanken zur Situation sind immer gut. Habe mich vor meinem Kubaurlaub auch ausführlich informiert. Wenn man sich mit der Geschichte Kubas auseinandersetzt versteht man auch das Erlebte live vor Ort besser.Ist zwar überall so, doch bei Kuba besonders

Schönen Urlaub!
PS: Wo gehts genau hin? Rundreise, Badeurlaub, beides?
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Folgenden Beitrag habe ich heute im Netz gefunden:
Noch im Januar hatte sich Castro in die neue Nationalversammlung wählen lassen. Am Sonntag bestimmt die neue Nationalversammlung auf der konstituierenden Sitzung aus ihrer Mitte den Staatsrat, der wiederum den Staats- und Regierungschef wählt.
Hoffentlich kommt kein Ami an die Macht.Das werden die Politiker schon zu verhindern wissen.
Dann kann sich ein Normalverdiener Kubareisen nicht mehr leisten.
L.G.
Robert -
puschellotte wrote:
Änderungen hat es seitdem nicht gegeben, weder positiv noch negativ.europolitan 19.02.2008: Heute Nacht ist Kubas Staatschef Fidel Castro offiziell von seinen Ämtern zurückgetreten. Seit einer Notoperation im Jahre 2006 hatte bereits sein jüngerer Bruder Raul Castro die Geschicke Kubas gelenkt. Am Sonntag wird die Nationalversammlung eine neue Regierung wählen.
Der 81-jährige erklärte in einem Brief an die Nation, der heute Nacht in der Online Ausgabe der Parteizeitung „Granma" veröffentlicht wurde, er möchte keine hohen Ämter mehr bekleiden. „Meine lieben Genossen (...) ich teile euch mit, dass ich nicht nach dem Amt des Staatsrates oder Oberkommandierenden strebe, ich werde diese Positionen nicht mehr annehmen." „Der Moment ist gekommen, eine neue Regierung, einen neuen Staatsrat, Staatspräsidenten und Vize-Präsidenten vorzuschlagen und zu wählen!" erklärte der gealterte Kommunist gegenüber „Granma".
Am kommenden Sonntag tritt die neue, im Januar gewählte Nationalversammlung zu einer konstituierenden Sitzung zusammen. Dabei wird die Versammlung aus ihren eigenen Reihen den Staatsrat wählen, der wiederum den Staatspräsidenten und Oberkommandanten der kubanischen Armee bestimmt. Es wird allgemein davon ausgegangen, dass die Nationalversammlung Castros jüngeren Bruder und designierten Nachfolger Raul Castro zum Staatschef ernennt.
Quelle: europolitanRaul Castro ist angeblich offen für Reformen. Es ist schließlich kein Staatsgeheimnis, dass die marode Planwirtschaft Kubas unbedingt modernisiert werden muss. Raul gilt allerdings als nicht besonders Durchsetzungsstark und flösst der kubanischen Bevölkerung nicht annährend so viel Respekt bzw. Furcht, wie Fidel Castro ein. Der kubanische Interimspräsident Raúl Castro, hat sich im Dezember 2007 in der Sitzung der Nationalversammlung erstmals für wirtschaftliche Veränderungen im Rahmen des Sozialismus ausgesprochen. Konkret nannte er dabei die ineffiziente Lebensmittelproduktion und die hohen Preise. Er sprach sich daher erstmals dafür aus, das Land und die Produktionsmittel jenen zu geben, die in der Lage seien, effizient damit umzugehen. Er sagte weiterhin, dass die übertriebene staatliche Regulierung zu verschiedensten Problemen führe. Raúl schaltete die ideologischen Kampagnen seines Bruders drei Gänge tiefer, sprach über die mangelnde Effizienz der Betriebe und die unzureichenden Löhne der Arbeiter. Die Revolution, so das Credo Raúl Castros, muss sich nicht nur in den Reden von der Tribüne, sondern auch auf den Essenstischen der Kubaner beweisen. Es ist zu erwarten, dass die Regierung unter Raúl mehr Toleranz gegenüber Kleingewerbe oder der privaten Vermietung von Wohnungen zeigt.
Der Dissident Oscar Espinosa sagte: "Raúl hat den Menschen aus dem Herzen gesprochen und fand viel Unterstützung in der Bevölkerung". Nun wird über die nächsten Schritte der Regierung gerätselt. Nahe liegend wäre die Transformation der Insel in ein Mini-China oder eine karibische Version Vietnams – Öffnung bei mehr oder weniger strenger staatlicher Kontrolle. Der Ökonom Juan Triana glaubt hingegen an eine umfassende Liberalisierung: "Wir brauchen in allen Bereichen enorme Investitionen: Landwirtschaft, Technologie, Servicesektor." Das Geld dazu müsse aus dem Ausland kommen, ausländische Firmen müssten sich freier bewegen können, Mehrheitsbeteiligungen, hundertprozentige Gewinnmitnahmen seien als Anreiz nötig.
Unter Fidel wären solche Ideen als Blasphemie angeprangert worden, inzwischen wird in der Regierung unter anderem darüber debattiert. Oscar Espinosa sagt weiter: "Viel deutet auf einen Machtkampf hin." Auf der einen Seite: Raúl Castro und eine reformfreundliche Gruppe um den Wirtschaftsexperten Carlos Lage, der schon während der Periodo Especial ein Programm zur vorübergehenden Liberalisierung der Wirtschaft entwickelte; dazu gehörten Lizenzen für Kleinunternehmer und die Einführung des US-Dollar als Zahlungsmittel. Auf der anderen Seite: Außenminister Felipe Perez Roque, 42, der sieben Jahre Fidels Privatsekretär war und von Francisco Sóberon, Präsident der Zentralbank, unterstützt wird, einem sozialistischen Hardliner, der verantwortlich war für die Aufhebung Reformen von Carlos Lage.
Quellen:
Bert Hoffmann (Kuba-Experte am Giga-Institut für Lateinamerika-Studien in Hamburg)
Gerhard Waldherr (brand eins Wissen)
Barry Hamilton (europollitan) -
Wir werden auch am 2. März nach Kuba fahren. Wir sehen dieser Reise völlig entspannt entgegen. Da Raul - im Gegensatz zu Fidel Castro - doch etwas prowestlicher eingestellt ist, vermuten wir keine weiteren Konsequenzen aus Fidels Rückzug. Trotzdem ist immer mal ein Blick auf die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes anzuraten. Ansonsten wünschen allen anderen Kubareisenden einen schönen entspannten Urlaub und viele tolle Eindrücke.
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Erstmal 1000 dank für die vielen tollen Antworten. Ja, das mit dem Auswertigen Amt habe ich mir auch schon überlegt. Die sind ja bestimmt immer ziemlich aktuell.
Hoffentlich geht alles gut. Wie ist es eigentlich wenn offiziell Warnungen ausgeprochen werden? Ich meine umbuchen geht dann ja ohne Probleme, aber wie ist das mit dem Comfort-Class-Upgrade bei MartinAir. Da steht, dass das Upgrade nicht zurückerstattet weden kann.
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RockDJ wrote:
Erstmal 1000 dank für die vielen tollen Antworten. Ja, das mit dem Auswertigen Amt habe ich mir auch schon überlegt. Die sind ja bestimmt immer ziemlich aktuell.Hoffentlich geht alles gut. Wie ist es eigentlich wenn offiziell Warnungen ausgeprochen werden? Ich meine umbuchen geht dann ja ohne Probleme, aber wie ist das mit dem Comfort-Class-Upgrade bei MartinAir. Da steht, dass das Upgrade nicht zurückerstattet weden kann.
Also ich stimme Dylan zu, keine Panik stornieren wirst nicht müssen, freut euch/ dich auf einen schönen Urlaub ........im übrigen hat Urlaub auch heutzutage noch ein kleinwenig mit Abenteuer zu tun (und so ein Rückflug mit ner Transall und ner amerikanischen Eingreiftruppe hat auch was....smile - ist ein Witz!!!!!)
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Keine Spekulationen

"Alles bleibt beim alten, neuen Castro"
Die Hotels gehören zu 51% dem Militär, also Raúl, da wird schon auf die Touris aufgepasst, da sie den Militärhaushalt mitfinanzieren

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ein neuer Adi Anzug wär mal wieder fällig nach so langer Krankheit.
Aber nicht, dass er auf einmal wieder 4 Streifen hat

LG
PS: Such dir schon mal ein schönes Raulbild als Avatar

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oder
>whenidie< -
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Hola RockDJ!
Mach dir überhaupt keine Sorgen!
Wir fliegen nächste Woche auch nach Kuba, was sollte sich denn ändern? Oder was soll Probleme machen?Fidel hat die Geschäfte schon länger an Raul übergeben, nur irgendwann muß er es halt mal offiziell auch tun!
Also keine Angst und viel Spaß auf Kuba!!
Lg Christian
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Urlaubsparadies Kuba
Kaum Änderungen nach Castros RückzugVon Rochus Görgen, dpa
Weiße Karibikstrände, viele Spitzenhotels und ein umfangreiches Kulturangebot: Kuba ist seit Jahren für viele Deutsche ein Traumziel. Mit dem Rückzug von Fidel Castro und einer Öffnung des Landes könnte das Urlaubsparadies neuen Aufwind erhalten.
Doch derzeit erwarten viele Reiseveranstalter in Deutschland keine große Änderungen - schließlich spielt die Politik für viele Urlauber keine Rolle und Kuba gilt als sicheres Land. Erst wenn die USA ihren Kuba-Boykott aufgeben würden, könnte das den Kuba-Tourismus deutlich verändern.
Europas zweitgrößter Tourismuskonzern Thomas Cook geht davon aus, dass sich durch den Rückzug Castros zunächst nichts ändert. "Auf Kuba ist ja schon seit mehr als einem Jahr das Tagesgeschäft ohne ihn gelaufen", sagt Sprecher Matthias Brandes. "Es hat sich vor Ort überhaupt nichts geändert." Die politische Lage würden Touristen nur an heruntergekommenen Zuständen im Landesinneren oder auch in Havanna spüren. "Das ist wie eine Zeitreise. In den Touristengebieten ist dagegen alles 1A", sagt Brandes, der selbst vor einigen Jahren im Urlaub auf Kuba war. Thomas Cook hat jedes Jahr mehr als 30 000 deutsche Gäste auf der Karibikinsel.
Marktführer TUI, der jedes Jahr mehr als 50 000 Gäste aus Deutschland nach Kuba bringt, sieht keine Verbindung zwischen der politischen und touristischen Entwicklung. Die Zusammenarbeit mit den kubanischen Partnern sei sehr gut, sagt Sprecherin Alexa Hüner. TUI hat über Partner auch selbst Hotels auf Kuba. "Ich habe noch nie eine Anfrage zu politischen Fragen bekommen", berichtet die Produktleiterin von Maier's Weltreisen, Martina Beeken. Kuba-Reisende wüssten bereits, was sie erwartet. Außerdem sei Kuba mit seiner geringen Kriminalitätsrate ein sehr sicheres Land. In den vergangenen Jahren sei die Nachfrage stetig gestiegen. Mehr als 10 000 Gäste zählt Maier's Weltreisen jedes Jahr für Kuba, rund 40 Prozent der Urlauber würden neben dem Strandurlaub eine Rundreise buchen.
"Die Weichen in Kuba wurde organisatorisch schon vor eineinhalb Jahren neu gestellt", meint auch der Gebietsleiter für Kuba des kleinen Studienreiseanbieters Studiosus, Ulrich Rosenbaum. Auswirkungen auf die Nachfrage habe das aber nicht. "Wenn sich mal was ändern würde in Richtung Öffnung oder größere Freiheit, dann eher wie in China Schritt für Schritt." Studiosus zählt im Jahr etwa 600 Touristen, die in Kuba vor allem durchs Land reisen.
Die Zahl der deutschen Touristen auf Kuba war in den vergangenen Jahren von großen Schwankungen geprägt. Zählte das Statistische Bundesamt 1997 noch knapp 80 000 Fluggäste von Deutschland nach Kuba, waren es vergangenes Jahr mehr als 100 000. Allerdings liegt das noch weit unter dem Tourismus-Boomjahr 2000, als rund 190 000 Passagiere gezählt wurden.
Die Reisewirtschaft ist zuversichtlich, dass der Tourismus auch bei der Entwicklung eines Landes helfen kann. "Der Tourismus bringt in solchen Ländern mehr Wohlstand und Arbeitsplätze", sagt Brandes. Und der Kontakt zu Ausländern führe auch zu einer gewissen Öffnung. "Wenn man in solche Länder nicht mehr reist, bestraft man die normale Bevölkerung, die dann noch mehr leidet", sagt auch der Sprecher des Deutschen ReiseVerbandes, Torsten Schäfer. Das Regime werde dagegen kaum getroffen.
Langfristig könnte eine Öffnung Kubas den Tourismus auf der Karibikinsel allerdings doch noch deutlich verändern - sofern die USA ihre Boykotthaltung aufgeben und viele US-Firmen oder Exil-Kubaner dann auf der Insel investieren. "Viele US-Hotelketten stehen schon in den Startlöchern", sagt ein Tourismus-Experte, der namentlich nicht genannt werden will. Für US-Amerikaner könnte Kuba dann wieder ein wichtiges Urlaubsziel werden. Allerdings: "Das Land würde aber wohl auch seinen maroden Charme verlieren."

