Geknödelte Bordansagen
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Mir fällt immer wieder auf, wie miserabel in den letzten Jahren die Bordansagen im Flugzeug geworden sind.
Da werden auf Flügen nach Düsseldorf die Passagiere nach München begrüßt, in der englischen Version wird Mailand zu Mailäänd statt zu Milan (habe ich gerade vor 1/2 Stunde bei LH erlebt) . Meist geht es schon los bei der vermeintlich "lässigen" Begüßung. Das wird der der Gentlemen leicht zum Schällemääään Schennelmän oder Schantelmäään
. Und , liebe Flugbegleiter, in englischen Ohren klingt das keinesweg lässig, sondern schlicht inkompetet und lächerlich.Dazu wird auch auf Deutsch fleißig bis zur Unverständlichkeit geknödelt.
Meine Meinung: Die Bordansagen sind eine Visitenkarte der Airline. Wenn hier dümmliche Durchsagen kommen, wie kann man dann die Airline noch ernst nehmen
?Eure Meinungen?
Gruß Serramanna
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Kann ich so nicht zustimmen. Kann zwar bis jetzt nur Urlaubsflüge beurteilen, aber bislang waren die Boardansagen, zumindest die vom Kapitän immer lustig und nett...
Das beste war letztes Jahr von MUC nach Mallorca mit Tuifly und als wir gelandet waren hat der Pilot einen rausgehauen "...Mein Name ist Jens Fischer und wir hoffen Ihnen hat der Flug gefallen und würden uns freuen Sie bald wieder an Board begrüßen zu dürfen. Und falls nicht mein name ist Max Mustermann willkommen bei Condor"
Das Flugzeug stand kopf und hat gefeiert.

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Hallo,
dümmlich sollte es nicht sein, aber witzig ist nicht unbedingt verkehrt.
Bewusst gefördert wird dies bei der Southwest, bei der es auch schon mal passieren kann, daß einem ein Flugbegleiter aus dem Gepäckfach eintgegengrinst. Eine Ansage nach einer recht harten Landung war anschinend einmal wie folgt:
Sehr geehrte Damen und Herren. Wir möchten Sie bitten noch angeschnallt sitzen zu bleiben, bis der Kapitän das, was von unserem Flugzeug noch übrig ist, zum Terminal gebracht hat.....
Selbst schon einmal erlebt bei einem LH Flug für Condor:
Sehr geehrte Damen und Herren, wir begrüßen Sie ganz herzlich auf unserem Flug nach Heraklion..... (die ersten schauen schon verstohlen auf Ihre Bordkarten - wir wollen nach Korfu!) die Ansage geht weiter. Kurz nach deren Ende meldet sich die Stewardess wieder, sichtlich kichernd und lachend und mit etwas leicht gerötetem Kopf: Verzeihung Ihr Flug geht selbstverständlich nach Korfu.
Bei so vielen Umläufen am Tag kann das schon einmal vorkommen, man sollte es aber auch merken.
Gruß
Berthold
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ich geh am stock

fällt mir auch jedes mal auf. Bin aber der Meinung, sofern die netten FB den Hörer abnehmen sind die mit Ihren Gedanken schon im nächsten Arbeitsschritt. Aber bei der Masse an Flügen die viele tätigen, weiß man eh was die da vorn meinen und ich persönlich hör schon gar nich mehr hin. Dass das wohl schon zum guten Ton gehören sollte, gutes Englisch zu sprechen versteht sich von selbst.
Auch sehr ulkig finde ich die Verständigungssprache unter den FB. Ein Fall:
Ein Passagier wollte zwei Käse Sandwich, welches auf dem Trolley nicht mehr vorrätig war. Da drückte die Fb auf den Knopf, ihre Kollegin hinten schaute nach vorn, die FB von vorn Grinste einmal im Kreis (CHEEESE)und zeigte mit den Fingern die 2 und die hinten wusste sofort bescheid.
Wenn einer eine Reise macht, dann....
LG Kirschii

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Witzig, dillen, ich empfinde die Bordansagen i.d.R. als brüllend laut. Besonders angenehm um 4.3o h morgens, wenn der Bordverkauf angekündigt wird.
Wie auch immer: dem Bordpersonal dürfte es nicht entgehen, wenn die Mehrzahl der Passagiere schläft, da denke ich, man könnte das alles etwas dezenter und vor allem leiser gestalten.
Im übrigen ist es mal so, mal so. Es gibt nette Kapitäne, die die Passagiere begrüßen und dann hört man nichts mehr von ihnen. Erlebt habe ich auch, dass man um 2.oo nachts vom Piloten oder Copiloten darauf hingewiesen wurde, dass man auf Backbordseite Madrid oder auf Steuerbordseite Paris oder sonstwas sieht. Guten Morgen, meine Damen und Herren. Kein Problem, ich schlafe nie....
Ich finde, dass Piloten/Copiloten weitaus weniger nuscheln als der/die Chefpurser, das klingt meist tätsachlich, wie serramanna das geschildert hat. Ich würde allzu gern auf Durchsagen jeder Art verzichten.
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serramanna wrote:
Meine Meinung: Die Bordansagen sind eine Visitenkarte der Airline. Wenn hier dümmliche Durchsagen kommen, wie kann man dann die Airline noch ernst nehmen
?Visitenkarte einer Airline sind für mich Sicherheit und Pünktlichkeit.
Aber doch nicht diese Durchsagen die eh nur gemacht werden weil es irgendwelche Standards erfordern und niemanden interessieren.
Verstehe nicht wie man auf sowas Wert legen kann. -
Hallo
Durchsagen im Flugzeug würde ich nicht als Visitenkarte der Airline bezeichnen. Da sind meines Erachtens die Wertigkeiten verschoben.
Die Durchsagen in Flugzeugen unterliegen zum Teil gesetzlichen Vorschriften, aber darüberhinaus auch unterliegen sie auch den jeweiligen Richtlinien der Airlines. Auch wer was zu den Passagieren sagt, ist -wie wahrscheinlich alle schon gemerkt haben- geregelt.
Das Durchsagen verständlich gesprochen werden sollten, liegt auf der Hand, weil sie sonst keinen Sinn machen, wenn sie von keinem Passagier verstanden werden.Die andere Seite ist aber, dass es auf jedem Flug Passagiere gibt, die Durchsagen teilweise nicht verstehen, hingegen andere Passagiere die Durchsagen durchweg verstehen. Das liegt aber nicht immer am "Sprecher".
Man muss dabei auch berücksichtigen, dass viele Airlines häufig auch Personal einsetzen, die nicht im Heimatland der Airline geboren sind, im Volksmund Ausländer genannt. Das macht ja auch Sinn, weil ja auch die Passagiere nicht alle im Heimatland der Airline geboren sind, aber die Airlines durchweg auch ins Ausland fliegen und auch von dort wieder zurück. In solchen Fällen sind Passagiere dankbar, wenn das Bordpersonal mehrsprachig ist und auch Durchsagen zumindest in zwei Sprachen erfolgen (ich habe schond dreisprachige Durchsagen gehört). Ich zum Beispiel höre sehr gerne zu, wenn Durchsagen auf deutsch gemacht werden, aber von holländischem, französischem oder spanischem Personal. Es klingt für mich sehr nett, auch wenn ich vielleicht mal ein Wort nicht verstehe. So what.Das die Durchsagen des Bordpersonals, sprich der Flugbegleiter, vielleicht manchmal etwas "gehetzter" und vielleicht auch damit manchmal etwas nuscheliger klingt, hat vielleicht auch eine logische Ursache - denn gerade die Flugbegleiter machen Ansagen häufig, während sie gleichzeitig andere Arbeiten verrichten. Ihnen fehlt manchmal schlicht die Zeit, Arbeiten hintereinander zu erledigen, manche Dinge müssen aus Zeitgründen gleichzeitig erledigt werden.
Die Piloten sind da im klaren Vorteil. Bei der LH gibt es z.B. die Regel, dass der Kapitän vor dem Push-Back eine kurze Begrüßungsansage macht. Er hat in diesem Moment schlicht und einfach nichts zu tun, weil nämlich der First Officer, im Volksmund Co-Pilot genannt, die Vorbereitungen trifft. Während des Fluges meldet sich dann noch mal der die Maschine fliegende Pilot, um nochmal eine Durchsage zu machen. Der die Maschine fliegende Pilot kann sowohl der First Officer als auch der Kapitän sein. Aber auch der die Maschine fliegende Pilot macht die Durchsage, wenn er gerade nichts zu tun hat - also in Ruhe. Das könnte der Grund dafür sein, dass Durchsagen der Piloten etwas verständlicher klingen, als die Durchsagen der übrigen Crew.
Natürlich, wenn auch im Cockpit jemand die Zähne nicht auseinander kriegt, dann hilft auch die Ruhe dort vorn nichts. Aber das ist nicht nur so im Flugzeug, dass ist auch so im übrigen Leben, ausserhalb von Flugzeugen.Eigentlich ist es nicht wirklich ein wichtiges Thema, aber jetzt ist es nun mal eben angesprochen ...

Gruß, Hardy
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wiener-michl wrote:
Visitenkarte einer Airline sind für mich Sicherheit und Pünktlichkeit.
Aber doch nicht diese Durchsagen die eh nur gemacht werden weil es irgendwelche Standards erfordern und niemanden interessieren.
Verstehe nicht wie man auf sowas Wert legen kann.Da hast Du natürlich recht , das sind die Primäranforderungen. Aber überlege mal, wie schlampige Durchsagen z.B. auf Leute mit Flugangst wirken können. Eine vernünftige Kommunikation ist für solche Leute (und andere) nun mal sehr wichtig.
Gruß Serramanna -
serramanna wrote:
wiener-michl wrote:
Visitenkarte einer Airline sind für mich Sicherheit und Pünktlichkeit.
Aber doch nicht diese Durchsagen die eh nur gemacht werden weil es irgendwelche Standards erfordern und niemanden interessieren.
Verstehe nicht wie man auf sowas Wert legen kann.Da hast Du natürlich recht , das sind die Primäranforderungen. Aber überlege mal, wie schlampige Durchsagen z.B. auf Leute mit Flugangst wirken können. Eine vernünftige Kommunikation ist für solche Leute (und andere) nun mal sehr wichtig.
Gruß SerramannaDa muss ich dir Recht geben... ich lege zwar nicht wirklich viel Wert auf die Durchsagen aber wenn ich mir überlege, es würde gesagt werden wir fliegen nach korfu dabei ist es eigentlich Spanien...
Naja, ich leider unter starker Flugangst, da würde sich gleich wieder der Gedankenteufelskreis drehen
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Bei TK hat einmal der Käptn eine halbe stunde lang türkische Lyrik vorgetragen. Zumindest wurde mir das danach erzählt. verstanden hab ich natürlich nix
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Ich glaube Erika1 meinte das in dem Fall wenn das halbe Flugzeug schläft und es wirklich ruhig im Passagierraum ist, dass es dann brüllend laut sein kann.
War bei mir auch so. Wenn man um 2.00 Uhr nachts auf dem Rückweg von New York nach deutschland endlich mal einschläft, dann ist es echt blöd wenn dann irgendjemand ne Ansage macht, weil es dann natürlich 5fach so laut ist als wenn der Flieger gerade gestartet ist und die restlichen Passagiere alle krach machen.
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Ich bin mit Delta geflogen...das war glaub ich weil wir kurz vor der Landung oder so waren. Ehrlich gesagt hab ich auch gar keine Ahnung wann das war (also Uhrzeit). Auf jeden fall war ich kurz vorher endlich eingeschlafen und bin dann durch so ne Ansage wach geworden.
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vany1008 wrote:
Ich bin mit Delta geflogen...das war glaub ich weil wir kurz vor der Landung oder so waren. Ehrlich gesagt hab ich auch gar keine Ahnung wann das war (also Uhrzeit). Auf jeden fall war ich kurz vorher endlich eingeschlafen und bin dann durch so ne Ansage wach geworden.Sorry, die Argumentation versteh ich nicht. Du schreibst ja oben: "......
Wenn man um 2.00 Uhr nachts auf dem Rückweg von New York nach deutschland endlich mal einschläft..."
Mal weißt du die Zeit, dann wieder nicht. Und ´ne Landung in DE um 2:00 Uhr früh? Was ist eigentlich mit dem Nachtflugverbot?
fio -
fio wrote:
vany1008 wrote:
Ich bin mit Delta geflogen...das war glaub ich weil wir kurz vor der Landung oder so waren. Ehrlich gesagt hab ich auch gar keine Ahnung wann das war (also Uhrzeit). Auf jeden fall war ich kurz vorher endlich eingeschlafen und bin dann durch so ne Ansage wach geworden.Sorry, die Argumentation versteh ich nicht. Du schreibst ja oben: "......
Wenn man um 2.00 Uhr nachts auf dem Rückweg von New York nach deutschland endlich mal einschläft..."
Mal weißt du die Zeit, dann wieder nicht. Und ´ne Landung in DE um 2:00 Uhr früh? Was ist eigentlich mit dem Nachtflugverbot?
fiojetzt lass mich mal kurz meine gedanken sammeln:
also ich bin damals wie gesagt mit delta von new york nach berlin geflogen. wir sind in nyc um 14.00 uhr (ca. weiß ich nicht mehr genau) los geflogen und wären ja nach new yorker zeit um 20.00 in deutschland. aber da die zeitrechnung in deutschland ja anders ist, kam es mir persönlich so vor als wenn wir nachts geflogen wären. und da haben viele passagiere im flugzeug geschlafen. und dann kam irgendeine ansage (ich weiß nicht mehr was & wie spät es war) und da konnte man es halt laut und deutlich verstehen. so wir erika1 meinte das es fast brüllend ist.
(ich hoffe das ich es jetzt einigermaßen verständlich und so wie ich es eigentlich meine ausgedrückt habe :? )
ps. das 2.00 uhr nachts war nur als beispiel gemeint, auch wenn ich das -mal wieder- unglücklich ausformliert habe.
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dillen wrote:
Respekt vor Erika1`s Ohren an dieser Stelle
, die es so empfindet:Witzig, dillen, ich empfinde die Bordansagen i.d.R. als brüllend laut.
Danke, dillen, mein Hörvermögen ist intakt. Es leuchtet mir ein, dass Durchsagen zwingend überaus laut sein müssen, damit sie auch von Schwerhörigen und/oder iPod-Nutzern verstanden werden.
