Spielregel für Essen und Trinken in Spanien
-
Tipps für das Abendessen:
Für Menschen von Welt ist dieser Abschnitt nur der Entspannung gewidmet.Manche (wenige) Gäste scheinen mit der großen Speiseauswahl in einem guten Hotel nicht zurecht zu kommen. So geht mancher am Büfett entlang, schaufelte sich nacheinander Salate, Fische, Fleisch, ein Stück Käse und verschiedene Beilagen auf einen Teller. Mit diesem Berg, der fast dem Teide von der Insel Teneriffa glich, steuert er dann mühsam seinen Platz zu. Ich sah, dass eine Dame sogar den kalten Gazpacho, als Soße, auf ihre Beute goss.
Dabei habe ich gelernt, dass in Spanien folgende Reihenfolge beim Essen üblich ist: Wir beginnen mit der Vorspeise. Salate, dazu ein paar Muscheln oder Sardinen, Ei und eine Winzigkeit Kaviar werden probiert. Wenn auf dem Teller Saures und Scharfes nicht zusammenpasst, geht man eben zweimal. Der benutzte Teller wird in dieser Zeit abgeräumt. Wer will, nimmt sich ein warmes Süppchen oder den kalten Gazpacho. Die Zutaten zum Gazpacho (Zwiebeln, Paprika, Semmelbrösel) stehen in Schälchen daneben. Danach kommt, nachdem die Vorspeisen gegessen sind, die Hauptspeise. Dazu wird ein frischer Teller geholt! Wer Appetit auf Fisch und Fleisch hat, sollte auch hier zweimal hingehen.
Auch beim Nachtisch macht man sprichwörtlich keine gute Figur, wenn beide Hände mit Tellern und Becher vollbeladen sind. Muss man wirklich Torte, Eis und Obst mit Käse, auf einmal holen?Vielleicht werden manche durch einen Urinstinkt gesteuert: Es könnte ja sein, dass in der nächsten Zeit kein Futter mehr gibt! Dazu oft die (un-)passende Kleidung.
Wer Wein trinkt, könnte noch zusätzlich Wasser bestellen. Deshalb stehen auf dem Tisch jeweils 2 Gläser: Das größere für Wasser, das kleinere für Wein. Das Besteck wird benutzt, wie es aufgelegt wird: von außen nach innen, Ausnahme ist das auf der Stirnseite aufgelegte Besteck für Gebäck, Nachtisch oder Suppe. Die Serviette wird auf den Schoß gelegt und nicht als Lätzchen benutzt.
¡Que aproveche!
-
-
Endlich mal wer der es außer uns auch noch merkt

Glaube die denken es gibt später nichts mehr wenn sie ein zweites Mal etwas holen möchten und deshalb hauen die sich den Teller so voll
und das schönste ist ja, über die Hälfte von dem was aufgeladen wurde geht wieder zurück und muß weggeschmissen werden

Gruß Andrea und Markus
-
Hihi - gut getroffen! Wie war, wie war. Habe auf Kreta auch schon Urlauber erlebt, die Baklava (Hmmm - dieses lecker süße, mit zuckersirup getränkte Gebäck mit Nüssen und ca. 50000000 Kalorien)mit Zaziki kombiniert haben - wohl bekomm's.
Aber hast Du schon mal Deutsche (ja, ich meine die, die noch abends im Bauarbeiter-Unterhemd, kurzen Hosen, weißen Tennissocken und Sandalen im Restaurant sitzen und schlimmstenfalls auch noch nach Schweiß riechen und Frauen mit unrasierten Achseln und Beinen Haben!)beim Tapas-Essen beobachtet? Wie die raffgierigen Möwen bei Nemo: "Meins, meins, meins!!!"
Also: Der kleine Teller, den jeder vor sich stehen hat, dient nicht dazu, ihn mit dem Inhalt der vielen Schalen auf dem Tisch zu überladen. Man nehme sich EINE Leckerei, lege sie auf den Teller, zerteile sie ggf. und genieße sie. Danach probiere man die nächste Spezialität. Und dann kann man sich nochmal nachnehmen. Und nochmal. Es ist genug für alle da, der Krieg ist vorbei, alle werden satt, keine Sorge!
In diesem Sinne:
Que aproveche!
-
Hallo nochmal ...
Hihi. Es freut mich zu lesen, dass es noch andere Leute gibt, denen das Essverhalten der Mitreisenden etwas stört ... Es wäre jetzt nur interessant, wer sich evtl. davon angesprochen fühlt?? grins
Am besten hat es mir mal gefallen, als in einem Hotel eine Riesen-Schüssel an Nutella ausging (die wurde komplett in die Schüssel gefüllt - sah lecker aus, grins). Als die leer war, drängelten sich nach und nach die Leute an das Bufett, um ja der/die Erste zu sein, wenn Nachschub kommt. Als das dann der Fall war, stritten sie sich um den Löffel. Wohlgemerkt: Es war eine RIESEN-Schüssel. Einer allein kann das in einer Woche nicht essen, aber Hauptsache als erstes dran kommen ... fürchterlich!
Viele Grüße
Manuela