Was die Zukunft bringt
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GrosserZwerg wrote:
..., sondern vielleicht auch, dass wir unsere Urlaubs-(Un)-Kultur etwas hinterfragen.
Kannst Du diese Unkultur etwas genauer umreissen?! Ich kann mir drunter nix vorstellen.Ich glaub nicht, dass die Devise "Hauptsache weit weg und ordentlich was zu futtern und saufen um möglichst wenig Kohle" wirklich im Vordergrund steht. Oder ich will es zumindest nicht glauben...
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Chriwi, ich bin ja hier noch nicht so lange dabei, aber wenn ich mir so manche "Diskussionen" durchlese dann erscheint es doch so als wenn für etliche Leute genau das im Vordergrund steht. Für so wenig wie möglich so weit weg wie möglich und dann vor Ort hemmungslos das AI ausnutzen. Bis zum Ende des Aufenthalts und wenns sein muss darüber hinaus.
Und diese Urlaubs-Unsitte, die großer Zwerg wohl meint, wird verschwinden. Weil auch die Hoteliers merken dass sich damit nichts verdienen lässt.
LG Adriana
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Zitat chriwi:
Ich glaub nicht, dass die Devise "Hauptsache weit weg und ordentlich was zu futtern und saufen um möglichst wenig Kohle" wirklich im Vordergrund steht. Oder ich will es zumindest nicht glauben...
...aber genau danach wählen doch viele (sicherlich nicht alle) ihre Destination aus, d.h. es ist ihnen egal ob Ägypten, Dom. Rep., Türkei oder irgendwo anders. Wenn das Schnäppchen 100 Euro günstiger ist, dann wählt man halt diese Destination aus, d.h. es ist egal ob Hurghada oder Side, dass ist für mich Unkultur.
@Adelaide: Bravo!
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Hallo nochmal
und vielleicht speziell zu den AI-Urlaubern noch ein anderer Gedanke: wenn man mit Kindern verreist, ist es schon mehr als angenehm, wenn die sich bei Bedarf Getränke usw. holen können und nicht erst an Bar oder am Supermarkt das Geld gezückt werden muss. Für Familien ist der Urlaub - glaub ich jedenfalls - mit AI einfach kalkulierbarer. Wir 4 essen und trinken dann aber auch nicht mehr und tun nicht so, als wenns morgen nichts mehr gäbe. Kandidaten - die so AI-Urlaub machen - erleben wir leider auch allzu oft.
lg
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chriwi schrieb:
Ob jemand 4 x 1 Woche Nah- bzw. Mittelstrecke fliegt, oder 1 x 4 Wochen Fernstrecke, das nimmt sich ökologisch gesehen nicht viel. Und mehr geht ja eh nicht, wenn man unselbständig Erwerbstätig ist.
viele selbstständige, darunter auch ich, haben bei weitem nicht so viel urlaub,das aber nur am rand. die spritsparaufrufe werden bei uns am land kaum realisierbar sein, denn der öffentliche nahverkehr geht meistens an uns vorbei. um eine gewisse mobilität der familie zu gewährleisten, sind in vielen familien 2 autos an der tagesordnung. und die eine flugreise im jahr(7-10 tage mittelstrecke), die zeitlich drin ist, möchte ich mir von den ökofreaks nicht madig machen lassen, meinen ai-badeurlaub übrigens auch nicht. flug&spritpreise werden in zukunft nicht die einzigen taschengeldkiller sein. im übrigen bin ich niemanden neidisch, der mehr zeit hat, als ich, habe mir meinen job, der mir viel freude macht, schließlich selbst ausgesucht.
mfg marcel -
chriwi wrote:
Nein, was ich meinte: WER will Billigflüge abschaffen, und vor allem wie? Wird ja nicht der Nachrichtensprecher selber auf die Idee gekommen sein!Die Frage wird Dir keiner beantworten können ... aber das weißt Du selber, sonst hättest Du nicht gefragt.

Seit 30 Jahren wird der „Klimaschutz“ als politisches Ziel propagiert, seit 10 Jahren wird versprochen, den „Klimawandel“ zu stoppen .... also sehen wir dem Abschaffen bzw. teurer werdenden Billigfliegern gelassen entgegen.
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Vor 30 Jahren war das Wort "Klimaschutz" in Deutschland garkein Thema. Außer dass vielleicht hin und wieder ein Wissenschaftler Prophezeiungen ausgesprochen hat, die aber von der Presse/Politik bewußt unterdrückt wurden.
Heute, ist es 5 vor 12 !Und es wird immer noch so getan, als gäbe es erst ab 2020 Handlungsbedarf. Und das ist die eigentliche Katastrophe! -
@ Jackfruit
...und doch wird das Wissen um die Klimaveränderung die Menschen nicht dazu bringen, ihr Urlaubsverhalten zu ändern.Allenfalls ist dies über das Portemonnaie möglich, somit sehe ich die sich hier abzeichnende Veränderung als Chance, wieder mehr in Qualität statt Quantität der Ferien zu investieren. Während andere die Entwicklung als bedrohlich empfinden oder gar negieren.
Was ja eigentlich interessant ist: Seit wann sind die Flüge so billig geworden? M.E. ist das eine relativ kurzfristige Entwicklung, war vor 20 Jahren sicher noch nicht so, dass man mal kurz für 28 Euro nach Barcelona fliegen konnte - und so schnell hat man sich daran gewöhnt!
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GrosserZwerg wrote:
und doch wird das Wissen um die Klimaveränderung die Menschen nicht dazu bringen, ihr Urlaubsverhalten zu ändern.
Allenfalls ist dies über das Portemonnaie möglich .sofern das dabei verdiente Geld auch in die Aktion Klimaschutz gesteckt wird. Genau das bezweifle ich.
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Sollte es aber sein - bei fortschreitendem Klimawandel bricht nach und nach die heutige Touristiklandschaft in sich zusammen - das KANN nicht im Interesse von TUI und Konsorten liegen.
Außerdem ist es gerade sexy etwas gegen den Klimawandel zumindest zu propagieren - und Sex sells, das wissen auch die Branchengiganten.
LG Adriana
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jetzt bin ich wohl falsch verstanden worden: Es ist doch einfach so, dass es für ein Flugticket Basel - Mallorca zu Euro 1'500.- einfach weniger Nachfrage geben wird, d.h. dass sich schlussendlich wieder (wie es früher war) nur die Reichen und Schönen das Fliegen leisten können.
Ist jetzt natürlich überspitzt dargestellt, es ist mir klar, dass die RV, Fluggesellschaften etc. auch überleben wollen und nicht Harakiri betreiben.
Finde es übrigens nicht toll, falls dann (wiederum) nur die wirtschaftlich besser gestellten sich Urlaub leisten könnten. Andrerseits mache ich (meine bescheidene Meinung, jeder soll's halten wie er will) hinter das Flugticket nach Barcelon für Euro 28.- schon Fragezeichen.
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Adelaide wrote:
Außerdem ist es gerade sexy etwas gegen den Klimawandel zumindest zu propagieren - und Sex sells, das wissen auch die Branchengiganten.
Ja, ein bissl Sex ist verkaufsfördernd, z.B. in der Autobranche. Aber eine Autowerbung, in der propagiert wird, dass man doch besser mit der Liebsten zu Hause im Bett bleiben soll, statt Auto zu fahren, wird's deshalb auch nicht geben.