DO, 29.3.: Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Cable Car zum Wellington Botanical Garden und schauten uns diesen an. Von dort oben aus hatte man bei wolkenlosem und sonnigen Wetter eine tolle Aussicht auf die Stadt und den Hafen. Danach fuhren wir dann entspannt Richtung Tongariro Nationalpark, wobei die Strecke speziell ab Wanganui traumhaft schön war, so dass wir hier einige kürzere Stopps und Wanderungen machten. Gegen Nachmittag erreichten wir National Park wo wir ein Chalet in der Discovery Lodge hatten. Der Tipp hier zu übernachten war absolut richtig, da man einen wunderschönen Blick auf die Vulkane hatte.
FR, 30.3.: An diesem Tag ging es ans Eingemachte, denn wir absolvierten den Tongariro Alpine Crossing
Wir hatten bei der Lodge Plätze im ersten Shuttle um 6:15h gebucht, wodurch wir die ersten waren die vom Mangatepopo Parkplatz aus starteten. Die ersten Minuten wanderten wir noch mit Taschenlampe, wobei es nach kurzer Zeit anfing hell zu werden. Der Aufstieg zum South Crater war durch die vielen Treppenstufen etwas nervig, die Aussicht und ungewohnte Atmosphäre entschädigte aber mehr als dafür. Beim Abzweig zur Spitze des Mt. Ngauruhoe überlegten wir kurz, ob wir die 2-3 Stunden zusätzlich machen sollen, entschieden uns dann aber dagegen, da wir es nicht übertreiben wollten. Daher ging es weiter zum Red Crater von wo aus wir bei strahlendem Sonnenschein einen fantastischen Blick auf die Emerald Lakes hatten. Genau dieser Moment war für mich unten den vielen Urlaubs-Highlights wohl der schönste. Einfach unbeschreiblich, wenn man auf der Kuppe steht und von einem auf den anderen Moment die in einem unnatürlichen blau leuchtenden kleinen Seen sieht 
Beim steilen und ziemlich rutschigen Abstieg waren wir froh, dass weit und breit keine anderen Wanderer unterwegs waren, denn das Geröll war wirklich tückisch. Nach einer Rast und vielen Fotos ging es dann weiter zum Blue Lake, der ebenfalls tolle Aussichten auf den Rotoaira See und Lake Taupo bietet. Der Weg von dort zur Ketetahi Hütte war abfallend und befestigt, so dass es keine große Anstrengung mehr war. An der Hütte aßen wir noch was, bevor wir uns auf den restlichen Weg machten. Dieser zog sich dann aber ziemlich, wobei es gegen Ende im Wald einen netten kleinen Wasserfall gab. Etwas verwirrend ist die fehlende Streckenangabe auf den letzten Kilometern, da es vom Schild "3km" bis zum tatsächlichen Ende am Ketetahi Parkplatz deutlich weiter ist. Also nicht verunsichern lassen, der Weg paßt schon...
Alles in allem war es das erhoffte Urlaubs-Highlight, wobei das tolle Wetter & der frühe Start (und damit verbunden keine anderen Touris) sicherlich einen entscheidenden Anteil hatten. Die Wanderung war zwar teilweise schon anstrengend, aber dennoch recht problemlos machbar.
Da wir kurz vor 12:30h am Parkplatz ankamen, nehmen wir das erste Shuttle zurück zur Discovery Lodge und fuhren die kurze Strecke zum Lake Taupo weiter, wo wir wir direkt am See in der Caboose Lodge wohnten. Gegen Nachmittag besichtigten wir noch die Huka Falls.
SA, 31.3.: Es ging weiter nach Rotorua, wo wir zwei Tage im Sport of Kings-Motel wohnten. Da es von Lake Taupo aus nur etwa 1 Stunde ist, waren wir schon gegen 9:45h da. Daher entschlossen wir uns noch vor dem Einchecken eines der Geothermiegebiete anzuschauen. Wir hatten uns im Vorfeld Wai-O-Tapu Thermal Wonderland oder Whakarewarewa herausgesucht. Da zu ersterem gerade zahlreiche große Touribusse abbogen, probierten wir es in Whakarewarewa. Wir hatten Glück, denn der Parkplatz war noch fast leer und außerdem startete um 10h eine der stündlichen Führungen. Das Besondere hier ist nämlich, dass es sich um ein bewohntes Dorf handelt. Die Führung war interessant, da man einen kleinen Einblick in das Leben, die Geschichte und die Kultur erhielt. Natürlich sind solche Sachen immer ein schmaler Grat zum Touri-Kitsch, die Guide vermittelte aber einen natürlichen und authentischen Eindruck. Die etwa 1 stündige Führung endete kurz vor der zwei Mal täglich stattfindenden Tanz-/Gesangsvorführung. Danach konnte man noch alleine herumwandern und die Geysire, kochenden Wasserbecken und blubbernden Schlammlöcher bestaunen.
Der immer erwähnte Geruch nach Schwefel/faulen Eier in der ganzen Region war zwar zu riechen, jedoch bei weitem nicht so schlimm wie wir es befürchtet hatten 
SO, 1.4.: Morgens schauten wir uns die tollen Government Gardens an, nicht unbedingt der typisch deutsche Stadtgarten g
Da wir nachmittags in eine Therme wollten, hatten wir eigentlich das Polynesian Spa ins Auge gefaßt. Wir erhielten jedoch von mehreren Leuten den Tipp, lieber die günstigeren und deutlich entspannteren Waikite Valley Thermal Pools zu besuchen. Diese liegen zwar wieder 30km Richtung Taupo, was aber okay war, da das Waimangu Volcanic Valley ebenfalls in dieser Ecke liegt. Beides hat sich wirklich gelohnt, da das Volcanic Valley wirklich beeindruckend ist. Nachdem wir 2-3h herumgewandert waren, ging es anschließend zum Entspannen zu den Thermal Pools. Für 14 NZD Eintritt gibt es mehrere Becken in denen das Wasser auf 36 bis 42 Grad heruntergekühlt wird. Man hat dabei einen schönen Blick aufs grüne Valley und kann zwischendurch auch einen kleinen Wanderweg laufen, der am dampfenden und brodelnden Fluß entlang führt.
MO, 2.4.: Nachdem am Vortag noch die Sonne schien, war es an diesem Morgen ziemlich grau und bedeckt. Dadurch war der Besuch des Blue & Green Lake nicht so berauschend. Auf der Fahrt nach Whitianga auf der Coromandel-Halbinsel regnete es wie aus Kübeln, aber kurz nach der Ankunft hörte es schlagartig auf. Da für DI weitere schwere Regenfälle gemeldet wurden, absolvierten wir nachmittags die beiden Hauptattraktionen: die Wanderung zur Cathedral Cove (aufgrund des rauhen Wetters ziemlich wild und spektakulär) sowie den Besuch des Hot-Water-Beach. Da hier die Ebbe erst gegen 20h einsetzte, waren zum Glück keine Tourihorden unterwegs. Zusammen mit einer Gruppe Holländer buddelten wir uns das obligatorische Loch, kühlten das wirklich heiße Wasser mit Meerwasser herunter und setzten uns dann einige Minuten hinein. Das ist doch mal Völkerverständigung (wobei sie bei der kommenden EM aber dennoch gegen Deutschland verlieren sollen 
DI, 3.4.: Wie im Wetterbericht gemeldet regnete es anfangs, jedoch nur bis 10h. Somit konnten wir unsere Halbinsel-Rundfahrt mit mehreren Wanderungen ergänzen anstatt nur im Auto zu sitzen. Die kleineren Küstenstädtchen auf der Strecke waren echt schön, da schmeckte der Kaffee mit Ausblick auf den Pazifik gleich doppelt so gut! Zurück nach Whitiange ging es über die Route 309 auf der wir bei inzwischen richtig gutem Wetter ebenfalls noch mehrmals Zwischenstopps machten.
MI, 4.4.: Über die Pacific Coast Route ging es an der Küste entlang Richtung Auckland. Unterwegs hatten wir nochmals wunderschöne Aussichten auf Strände, Klippen & Meer. Wir parkten unseren Wagen in der Innenstadt und fuhren anschließend erstmal auf den Sky Tower um uns einen Überblick zu verschaffen. Da die Sonne schien und es fast keine Wolken hatte, war die Aussicht grandios. Danach erkundeten wir die Innenstadt inkl. Hafen. Da unser Flug am nächsten Tag recht früh ging, hatten wir uns ein Hotel direkt am Flughafen gebucht (Formule 1 Auckland Airport). Der Vorteil war, dass wir so unseren Mietwagen bereits abgeben und am nächsten Tag entspannt das kostenlose Airport-Shuttle nutzen konnten.
DO, 5.4.: Nach 11,5h Flug hatten wir in Seoul/Incheon eine Zwischenübernachtung. Dies war im Korean Air-Preis enthalten und perfekt organisiert: vom Flughafen wurde man per Shuttle zum Hotel (in unserem Fall das Harbour Park Hotel) gefahren. Man bekam einen Voucher für Abendessen sowie Frühstück und am nächsten Morgen fuhr das Shuttle wieder zum Flughafen.
FR, 5.4.: Nochmals 11,5h Flug waren angesagt, wobei es dieses Mal im neuen A380 war. Das Flugzeug war maximal 50% belegt, dementsprechend konnte man sich richtig gemütlich ausbreiten 
Abschließender Eindruck: ohne Zweifel war dies einer meiner schönsten Urlaube, da die Natur/Landschaft in Neuseeland einfach unglaublich vielfälltig ist. Das fast durchgehend tolle Wetter hat dabei natürlich sehr geholfen, da wir alle Aktivitäten wie geplant machen konnten. Der Zeitraum März/April sorgte wohl dafür, dass das Touri-Aufkommen sowohl in den Städten als auch auf den Straßen deutlich niedriger als in der Hauptsaison war, was natürlich ebenfalls recht angenehm ist.
In meiner internen Urlaubs-Hitparade liegt es ganz knapp hinter Südafrika auf Platz 2, da die Landschaft dort zwar nicht ganz so spektakulär war, aber dafür gab es einfach viel mehr Tiere...