Ganz kurz möchte ich mich auch noch in die Diskussion "einschalten". Ich denke, dass aufgrund der nicht eingesetzten Spendengelder eine gewisses Unverständnis aufkommt ist nachvollziehbar. Auch bin ich der Meinung, dass es ein jedem Einzelnen überlassen sein sollte, ob er spenden möchte oder nicht. Auch kann die Tatsache nicht weg- diskutiert werden, dass die Spendenbereitschaft vom grossem Medienecho profitiert hat - und dass es sich z.T. um bekannteste Touristenorte gehandelt hat. Anfangs der 90er Jahre hat sich in Bangle Desh eine Katastrophe ähnlichen oder gar noch grösseren Ausmasse ereignet - Spendenaufrufe etc. blieben aber aus.
Nun aber sagen "in Zukunft spende ich nichts mehr" finde ich persönlich falsch - dies im Widerspruch zu meiner obigen "freiwilligen" Wahl "Spenden ja/nein=persönliche Entscheidung"
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Dass es auch anders geht, zeigt unsere Glückskette in der Schweiz (... da dies ein zu ernstes Thema ist, hat das nicht mit Patriotismus zu tun). Folgende Informationen sind von der Glückskette veröffentlich worden... und diese Glückskette geniesst einen seriösen und sehr guten Ruf....
Glückskette konnte bereits 30 Millionen Franken einsetzen
Drei Monate nach der Tsunami-Katastrophe haben die Glückskette und ihre Partner-Hilfswerke bereits 30 Millionen Franken für Soforthilfe und erste Übergangslösungen eingesetzt. Haupteinsatzgebiete sind Sri Lanka, Südindien und Indonesien, ein Projekt ist in Somalia angelaufen. In Thailand wird sich die Glückskette vor allem beim Wiederaufbau beteiligen.
Die Aktionsschwerpunkte liegen vor allem dort, wo die Partner-Hilfswerke bereits vor der Katastrophe tätig waren und über bewährte Kontakte und gute örtliche Kenntnisse verfügen. So werden in den kommenden zwei Jahren 4500 Kinder in den Bezirken Batticaloa und Ampara (Sri Lanka) psychologisch betreut, wo Terre des hommes Lausanne schon vorher tätig war. HEKS wird mit seinem langjährigen lokalen Partner Casa im Distrikt Pondicherry/Indien vier Dörfer mit 850 Häusern aufbauen.
In der 30-Millionen-Hilfe sind auch jene Projekte eingerechnet, welche die Projektkommission der Glückskette soeben für 8,5 Millionen Franken bewilligt hat: Grösstes Objekt ist zurzeit die Instandstellung der Trinkwasserversorgung der Stadt Banda Aceh/Indonesien. Das 6-Millionen-Projekt dient der Reinigung von Fluss- zu Trinkwasser für 150 000 Einwohner und schliesst die Ausbildung des Personals mit ein. Es handelt sich um ein Gemeinschaftswerk des Roten Kreuzes (Federführung), der DEZA (techn. Vorarbeit) und der Glückskette als Hauptgeldgeber.
Weitere Zusagen gehen u.a. an ein Hilfsprogramm für 320 Fischerfamilien (41 Boote, Netze etc.) in der Region Eyl/Somalia ( ADRA), für ein Gesundheitsprogramm zur Unterstützung des medizinischen Personals im zerstörten Spital von Medan/Indonesien, u.a. 40 000 Moskitonetze (SRK), Werkzeugkits für den Bau von provisorischen Unterkünften in der Region Meulaboh/Indonesien (Caritas) oder für die Betreuung von 650 betroffenen Familien beim Wiederaufbau ihrer Häuser und der Dorfgemeinschaft in Karunagapally/Indien (Heilsarmee). Weitere Projekte in Millionenhöhe sind in Vorbereitung.
Erfreut über den Ablauf der Hilfsaktionen nach drei Monaten zeigte sich Andreas Blum, ehemaliger Direktor von Schweizer Radio DRS und Präsident der elfköpfigen Projektkommission der Glückskette: "Dreissig Millionen innert weniger Wochen ist sehr viel Geld, ich bin froh, dass es so rasch vorwärts geht", meint der oberste Geldverteiler der Glückskette.
Die Hilfsprojekte sind im Internet unter Sammelaktionen/Seebeben Asien mit weiteren Details einzeln aufgeführt.