@zehneuro sagte:
Mal ganz abgesehen von der völlig unklaren Entschädigungsfrage, zu der ja auch offensichtlich vorsätzlich niemand klare Stellung bezieht, sondern alle uns ganz bewusst an der Nase herumführen und zu den wildesten Spekulationen veranlassen:
Ich finde es überaus bemerkenswert, wie sich eine Frau Berk mit einem nicht zu übersehenden Lächeln im Gesicht vor der Presse erklärt und auf eine rosige Zukunft der Marke Neckermann zu hoffen scheint. Diese Frau hat Thomas Cook Deutschland geführt und mitverantwortlich den deutschen Laden krachend gegen die Wand gefahren, hofft nun aber -vermutlich unter ihrer Führung- auf das Vertrauen der deutschen Kundschaft, erneut in diesen Laden Geld zu stecken, erneut Reisen zu bezahlen, deren Durchfürhung heute und in Zukunft mehr als fraglich ist.
Glaubt sie denn derart ernsthaft an die Dummheit des deutschen Michels, der im Handumdrehen vergisst, wie Millionen Euro (meist sauer Erspartes) sich aktuell zumindest für die Reisenden in Luft auflösen ?
Glaubt sie ernsthaft daran, dass mit einem Kredit der Bundesregierung oder durch den Einstieg eines wie immer auch gearteten Investors all das aktuell völlig verspielte Vertrauen über Nacht zurückkommt und viele Hunderttausende sich dazu entscheiden, diesem Laden wieder Geld in die Hand zu drücken?
Bei all der aktuell erlebten Unsicherheit, der unsäglich zu niedrigen Schadensdeckung und den vielen ungeklärten Fragen, wie es denn überhaupt zu einer Insolvenz kommen konnte, ist es doch praktisch unmöglich, solche Hoffnungsszenarien zu malen.
Ich bin der festen Überzeugung, dass auch eine wie Phoenix aus der Asche neu entstehende Marke Neckermann nach dem jüngst Erlebten zum Scheitern verurteilt ist.
Woher sollten wir Verbraucher denn plötzlich das Vertrauen in eine zukünftig ordentliche Geschäftsführung -evtl. gar noch unter dieser unsäglichen Frau Berk- nehmen?
Alles nur nach dem Prinzip "Hoffnung" und unter Missachtung aller erlebten Geldverluste ?
Wer in naher Zukunft -für den Fall einer Auferstehung- in diesen Veranstalter investiert, indem er dort Reisen bucht, muss sich doch ernsthaft fragen, ob er Roulette spielt.
Nicht wenige Urlaubssuchende werden es aus der nun gewonnen Erfahrung und dem damit einhergehenden finanziellen verlust zukünftig halten wie ich:
Buchen direkt und mit voller Sicheriet, auch ohne Sicherungsschein.
Ich habe gestern für die Zeit, in der ich eigentlich mit Neckermann unterwegs sein sollte (voll bezahlt und abgebucht von der Kreditkarte am Tag NACH Insolvenzanmeldung der Muttergesellschaft) eine mit Höchstbewertung versehene Ferienanlage am Gardasee gebucht. Keine Vorauszahlung, keine Stornogebühr bis drei Tage vor Anreise und bei Absage der Anreise nachvollziehbare 60,-€ Gesamt-Stornogebühr für die insgesamt gebuchten 11 Tage. Da brauche ich keinen Veranstalter und keinen Blender-Sicherungsschein.
Geht auch und ist Sorgenfrei-Urlaub.
guter Beitrag... allerdings glaube ich bei dem richtigen Preis finden sich doch noch etliche Kunden, die halt jetzt nicht betroffen sind so wie wir
ich hatte auch nur bei NC gebucht weil ich unser lokales Reisebüro gerne supporte. Werde dieses Risiko auch weitergehen... haben auch das neue Hotel über Reisebüro gebucht und sind nun bei DerTour