Hallo blueozean,
bevor die Koffer bei der Gepäckausgabe auf dem Gepäckband auf Cuba ankommen, werden sie durchleuchtet. Das gilt ausnahmslos für alle cubanischen Flughäfen und für jedes Gepäckstück. Aufgrund der Erfahrung der Zollbediensteten sehen sie bereits beim Durchleuchten ziemlich genau den Inhalt des Gepäcks. Auf den Kofferanhängern mit dem Barcode werden vom cubanischen Zoll regelmäßig mit einem Stift intern bekannte Zeichen angebracht, die dann beim Hinausgehen mit dem Gepäck den Zollbediensteten Hinweise auf den vermutlichen Inhalt und die evtl. Notwendikgeit der Gepäckkontrolle geben. So werden z.B. Elektrogeräte,Medikamente, Computerteile, undefinierbare Teile usw. speziell markiert. Wenn auf den Kofferanhängern nichts markiert wurde, erfolgt eine Kontrolle nur nachdem Zufallsprinzip. Sollte beim Hinausgehen am Gepäck ein Label fehlen und so eine Kontrolle, ob das Gepäck zu kontrollieren ist, nicht möglich sein, gibt´s natürlich Nachfragen u. evtl. Ärger, ganz sicher aber eine Gepäckkontrolle. Bei meinen bisher 36 Cuba-Reisen bin ich aufgrund des Gepäckinhalts sehr häufigkontrolliert worden, teilweise sogar mehr als 3 Stunden lang und mit teils heftigen und unerfreulichen Diskussionen aber auch daran gewöhnt man sich.
Bei einem mehrmonatigen Cuba-Aufenthalt musste ich auch mal mein Notebook samt Inhalt der Festplatte und etlicher DVD´s und CD´s vorführen. Manche Kontrolle, die sich auf Spendengüter bezog, die deklariert waren und auf Cuba dringend erwartet wurden, hätte ich mir weniger kompliziert gewünscht. Es war für mich immer erstaunlich zu sehen, mit welcher Hingabe die bis zu 5 Zollbediensteten in meinem Gepäck wühlten und mit offensichtlicher Freude auf scheinbar interessante Funde stießen, sie wie Trophäen präsentierenten, die sich nach stundenlanger Überprüfung und etlichen Rückfragen und Telefonaten tatsächlich als die Spenden erwiesen, die ich Stunden zuvor deklariert hatte und über die es von den cubanischen Ministerien genehmigte Papiere gab, die ich vorgelegt hatte.
Auch daran gewöhnt man sich mit der Zeit, obwohl es nach fast elfstündigem Flug schon etwas nervig war, die immer selben Fragen von diversen Personen beantworten zu müssen.
Ich habe mich dann immer gefragt, welch furchtbar schlechten Erfahrungen die Zollbeamten gemacht haben müssen, um derart misstrauisch zu werden.
Salu2
