@gabriela
Ich erlaube mir mal, deinen ersten Beitrag nach deiner Rückkehr aus Ägypten hier zu zitieren. Hörte sich ein wenig anders an als das, was du heute schreibst - und du warst sehr weit "vom Schuss" der Ereignisse:
gabriela_maier wrote:
Wir sind seit gestern Nacht zurück aus Kalawy. Auch wenn man weit vom Schuss ist, es bedrückt einen schon, wenn die Anlage jeden Tag zwischen 40 und 80 Leute verlassen und niemand nachkommt. Würde es kein Fernsehen und keine besorgten Anrufe von Angehörigen geben: in den touristischen Hochburgen am Roten Meer bekäme man von den Ereignissen absolut nichts mit. Das Personal steht aber öfters zusammen und redet untereinander, sie haben ja ( fast ) alle Familien in Kario oder Alexandria. Sie machen sich Sorgen. Und ich fand es interessant, das ein grosser Teil des Personals -vorsichtig ausgedrückt- zumindest nicht gegen Mubarak war. Das Hemd ist ihnen näher, den sie haben schliesslich jobs, die jetzt auf der Kippe stehen. Schlimm ist auch zu hören, wenn einer berichtet, er habe Jura studiert, sei ein fertiger Rechtsanwalt umd müsse jetzt mangels Alternativen die Tische abräumen. Sein Bruder ist Apotheker, muss aber in seinem Beruf in Kuweit arbeiten.
Aktuell noch ein paar Infos: die Belgier wurden Anfang der Woche zwangsumgesiedelt in die Türkei, alle Österreicher sollen bis Sonntag rausgeflogen worden sein, die Russen sind noch da, gestern flogen ex Hurghada ca. 10 Maschinen nach England, 5 oder 6 nach Russland bzw. Polen, 2 oder 3 nach Dänemark, 2 oder 3 nach Deutschland.
Gruss Gabriela
HIER nachzulesen. (vom 5.2.)