Horror Einschiffung Venedig Costa Favolosa am 28.10 - eure Meinung bitte
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Hallo zusammen,
wir sind gestern von der Costa Favolosa aus Venedig zurückgekommen. Nachdem wir eine absolute Horror-Einschiffung erleben mussten wollte ich mal eure Meinung hören.Wir hatten Bus-Anreise - die lief gut und pünktlich ab - wir sind über Nacht gefahren und waren morgens gegen 9.00 Uhr in Venedig. Die Zeit bis zur Einschiffung wollten wir kurz nach Venedig rein - es windete aber stark und die Gehwege standen teilweise unter Wasser. Also zurück. Die Einschiffung sollte 14.00 Uhr beginnen - Auslaufen war auf 18.00 Uhr terminiert. Komisch war allerdings, dass das Schiff noch gar nicht im Hafen war. Die Zeit bis 14.00 Uhr haben wir überbrückt - immer noch kein Schiff da - keine Infos vom Personal (wissen wir nicht) - also dann gegen 17.00 Uhr immer noch kein Schiff da war - dafür aber mind. 3.000 Leute kam mal die Durchsage - das Schiff hat Verspätung - mehr nicht. Was dann ablief ist unglaublich. Keine Infos - keine Getränke - kein Essen - kein Sitzplatz. Und nur beruhigende aber verlogene Worte. Irgendwann kam Wasser und Brötchen - aber wenn für mehr als 3.000 Gäste an einer Stelle Getränke und Brötchen ausgegeben werden kann man sich das Chaos vorstellen. Für diese Gäste gab es 7 Toiletten ! Das Kiosk war ausverkauft. Wir sind raus zum Bus gelaufen der auf die Gäste vom Schiff gewartet hat - der hat uns Essen gemacht und Getränke verkauft - glücklicherweise - wir waren ja mit Kind unterwegs. Es gab keine Aussage von Costa - auch nicht auf Rückfrage. 2 x kam der Krankenwagen weil Leute umgekippt sind. Um 21.00 Uhr hießt es - dass Schiff kommt in den Hafen - ein Stunde später würde die Einschiffung beginnen. Die Einschiffung begann dann nach um 1.30 Uhr am Montag morgen !!! und alle wollten gleichzeitig ! Kein Security hat darauf geachtet. Mein Sohn wurde an die Wand gedrückt und leicht im Gesicht verletzt - die Absperrungen wurden eingerissen - der volle Horror. Es gab natürlich Geschrei und Meuterei - Polizei war auch mal da - die Costa Mitarbeiter haben Ihre Namensschilder entfernt damit man sie nicht notieren konnte. Ich kann die Siutation gar nicht treffend beschreiben - ich habe versucht das Kind irgendwie zu beruhigen und war selbst den Tränen nah. Wir waren um 3.00 Uhr auf der Kabine und sind samt Klamotten sofort eingeschlafen.
Fürs Wetter und Hafensperrung mache ich der Reederei ja keinen Vorwurf - da können die ja nix dafür. Aber die MSC Musica wurde umgeleitet nach Ravenna - bereits am Mittag. Costa hat das doch alles gewusst - aber nix kommuniziert- uns lediglich über 15 Stunden hingehalten. Es gab keinerlei Entschuldigung - einfach gar nix. Unmöglich im Terminal an Wasser oder Essen zu kommen - außer man hat sich 3 Stunden (ca. 800 Personen in der Schlange) angestellt - das konnte ich nicht mit Kind.Es sind dann auch zwei Stationen ausgefallen weil man sonst die Tour nicht geschafft hätte - es gab dann am 2. Tag nach der Horror-Einschiffung einen Zettel auf die Kabine - man kann nix dafür - bietet aber trotzdem für die Unannehmlichkeiten einen Rabatt auf die KF an. Die Servicegebühr für die 1. Nacht wurde natürlich trotzdem berechnet. Der verbleibende Rest der KF war dann schön (waren halt dann 3 Seetage von 6 verbleibenden) - bei der Ausschiffung wurde dann beim Entladen noch zwei Kofferfarben verwechselt - man war dann zwar runter - stand aber noch 1 Stunde im zugigen Gepäckterminal und hat auf die Koffer gewartet.
Ich bin einfach über die Vorgehensweise entsetzt und kann mir lebhaft vorstellen wie chaotisch es auf der Concordia zuging. Enttäuscht, dass es keinerlei Entschuldigung gab - man hätte doch die wartenden Gäste irgendwie auf dem Laufenden halten müssen oder informieren müssen. Warum lässt man dann Kranke und Familien mit Kindern nicht zuerst aufs Schiff ? Das ist doch sicher nicht zum 1. Mal passiert . Bin ich einfach zu empfindlich oder nix gewohnt ? Eure Meinung würde mich interessieren - lohnt sich eine Beschwerde bei Costa ? Wie geht man damit um ? Bin einerseits froh wieder heil zu Hause zu sein - auf der anderen Seite will ich sowas auch nicht einfach hinnehmen - Entschädigung hin oder her....
eure Meinung interessiert mich - vielleicht finden sich noch andere Mitahrer hier die die Situation beschreiben könnten und sagen wie sie darüber denken.
LG Marion
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Hallo Marion,
es war definitv der Hafen geschlossen wegen der Wetterlage. Ich hab noch auf Marinetraffic gesehen, dass die Favolosa vor der Lagunen-Einfahrt herumdümpelte. Ich hab auch gehört, dass MSC nach Ravenna ist. Es lagen ein paar kleinere Schiffe im Hafen, die nicht auslaufen konnten (ich glaube, die MS Delphin, ein kleineres Princess Schiff...).
Alles andere würde ich mal unter italienische Organisation und mangelnde Kommunikation verbuchen. Man hätte Euch ja zur Piazzale Roma fahren lassen können (mit dem People Mover), damit ihr dort etwas kaufen könnt. Dort gibt es zumindest eine Bar und ein paar Cafés und Restaurants sowie einen kleinen Coop-Supermarkt.
Gruß
Carmen
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Liebe Marion,
das tut mir sehr leid, was Euch geschehen ist!
Unvorstellbar dieses Chaos, unglaublich die fehlende Organisation.
Das Chaos muss entsetzlich,furchtbar gewesen sein!
Da vergeht einem die ganze Freude! das glaube ich Dir sofort!
Ich habe volles Verständnis für den Ärger, über die fehlenden Informationen, die Ungewissheit in dieser schrecklichen Situation, die zermürbende, sehr lange Warterei und für den ganzen Ärger und keinerlei Entschuldigung von der Reederei!Ich wünsche Euch gute Erholung, und trotz allem,
hoffentlich noch gute Erinnerungen!Gruss von ALICE
Sorry, das nützt Dir jetzt nichts mehr,aber für mich persönlich ist Deine Situation,
erneut eine Bestätigung, dass ich nie in den Wintermonaten eine Schiffsreise im Mittelmeer machen werde.Oft habe ich nun schon gelesen, dass Landgänge usw. nicht möglich waren, wegen Sturm, Wellengang! -
nun,da kamen einige unglückliche Umstände zusammen: Hafenschließung ohne das die Behörden irgendwelche Aussagen zu Zeiten machen konnten,Hochwasser in Venedig, ergibige Regenfälle,sodass also ein Ausweichen in die Stadt nicht möglich war.Dazu kommt das das Hafenterminal in Venedig nicht Costa gehört,wenn die Anlegen erfolgt die Versorgung bei der Einschiffung vom Schiff aus.
An einem Sonntag ist es auch in Venedig schwierig mal eben 3000 Leute zu versorgen,zumal es tatsächlich mehrfach an dem Tag so aussah als könnte der Hafen nun endlich geöffnet werden.
Es ist traurig das Euer Sohn verletzt wurde,aber das haben ja wohl rücksichslose Mitreisende zu verantworten,die nämlich den von Dir geforderten Vortritt von Kranken und Familien mit Kindern ja gewähren könnten...ganz von selber.
Da Freunde von mir auch in der Halle waren relativiere ich für mich selber einige der Schilderungen....abgesehen davon: die erste Nacht wart ihr an Bord,also auch Servicegebühr,dazu hattet Ihr in der Nacht alle Getränke frei,soweit nicht ein AI gebucht war( ok ,mit Kind geht man natürlich schlafen aber andere haben dies anscheinend recht kräftig genutzt) und 35 % Geld zurück auf den Kreuzfahrtpreis ist ja auch nicht wenig;)
Schön das Ihr dann wenigsten in den folgenden Tagen schönes Wetter hattet, aber es ist nunmal so: die Natur ist unberechenbar und ich bin mit nicht sicher ob Ihr mit eurem Kind bei dem Sturm lieber auf dem Meer gewesen wärt? -
Hallo Euch allen,
danke für die Rückmeldungen.
Ich möchte gerne nochmals betonen - für Wind und Wetter kann niemand was - wir haben das ja selbst bemerkt...aber wie man damit umgegangen ist...was man gerne hätte und was realisitsch ist kann ich differenzieren...@maxilinde - mir ist wirklich an einer objektiven Meinung gelegen - vielleicht bin ich ja falsch gewickelt oder super empfindlich - ich kann es nicht einschätzen - vlt. war ich nur übermüdet - wir sind am Sa um 22.00 Uhr in den Costa Bus eingestiegen und waren am Montag um 2.30 Uhr am Schiff. Haben deine Freunde das ehrlich als normal empfunden ?
Ist das die normale Vorgehensweise in so einem Fall ? Ich will es einfach nur wissen um es einordnen zu können. Natürlich wollte ich bei Sturm nicht unbedingt auf dem Meer sein - aber das stand ja nicht zur Diskussion - ich hätte mir aber in Mestre ein Hotel nehmen und wiederkommen können - frei waren genug - aber es war keine AUssage zu bekommen - die Mitarbeiter haben ihre Namensschilder weggemacht. Ist es Standard das eine Reederei 35 % Rückerstattung bietet wenn sie gar keine negativen Umstände verursacht hat oder ist das Schweigegeld ? Aber um das geht es doch überhaupt nicht - mir hat diese Situation große Angst bereitet ! Wie wird mit Krisensituationen bei Costa umgegangen ? Ist solch eine Vorgehensweise normal ? Flatrate-Trinken ist übringens nicht unser Ding - auch nicht ohne Kind - wir trinken gar keinen Alkohol - aber wir haben diese Aussage eh nicht gehört - wäre mir auch wurscht gewesen - wir haben Getränke und auch Essen im Bus gekauft das wir was hatten - vor allem das Kind - mir war das egal - hätte auch Wasser aus dem Hahn getrunken. Ist die Vorgehensweise bei den Geschehnissen professionell und normal ? Das Wasser für 3.300 Personen von einer Person an einer Stelle ausgegeben wird ? Kann man den Hafenbetreiber oder wie das auch heißen mag nicht bitten die Toiletten im Ankunftsbereich zugänglich zu machen ?Warum wurde die MSC umgeleitet ? Ich wiederum habe nachgelesen, dass die Wetterbedingungen sich nicht ändern sollten bis Mitternacht - hätte man doch sagen können. Gerne hätte ich auch unseren Sohn aus der Schusslinie gezogen - wenn es denn möglich gewesen wäre. Wir lagen dort auf dem Boden wo dann seitlich und von hinten alles zur Absperrung gedrängt hat - ich kam da nicht mehr raus. Natürlich kann eine Reederei nichts dafür dass sich alle Mitmenschen selbst die nächsten sind - aber weiss man nicht dass Emotionen hochgekocht sind ? Holt man sich dann nicht Hilfe zur Organisation ? Lässt man all diese Menschen einfach unstrukturiert losrennen ?
Ich will einfach nur beurteilen können ob solch eine Situation normalerweise so abgewickelt wird - dann hab ich große Bedenken - oder bin ich zu sensibel - ich würde gerne ehrliche Meinungen von Mitreisenden haben...vielleicht hatte ich bei meinen letzten KFs einfach nur Glück - aber das was da war wünsche ich keinem
Nochmals @maxilinde - wirklich ehrlich gemeinte Frage - deine Freunde fanden das Vorgehen so o.K. und nicht so wie ich es geschildert habe ?
Ansonsten - unsere Kreuzfahrt hat am Dienstag begonnen und war am Sonntag zu Ende - diese Zeit war schön.
Einen schönen ABend euch allen und vielen Dank
LG
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ok,ich versuchs nochmal :Wieso sollte Costa Dir ein Scheigegeld bieten?Worüber? Das der Hafen von Venedig geschlossen war und die Mitarbeiter dort anscheinend nicht in der Lage waren die Menschen zu versorgen?
Das hatte sich schon bis Mittag rumgesprochen, Internet machts möglich.Es handelt sich hier um höhere Gewalt und da sind 35% schon recht übbig und ein freiweilliges Angebot der Reederei.Es ist Dir unbenommen nach mehr zu klagen( Reisepreis war?444? da sind 35 % nicht soviel...aber der Tagessatz ist nunmal auch nicht recht hoch,oder)
Unsere Freunde waren insofern informiert weil sie nach einem Anruf bei mir die Position des Schiffes wussten und auch über die Wetterlage informiert waren.Dennoch haben sie das natürlich nicht als normal und schön empfunden,aber das ging an diesem Sturmwochenende vielen anderen weltweit auch so...AIDa in New York z.b.
MSC wurde nach Ravenna umgeleitet,damit war Ravenna voll( MSC ist immer in Ravenna,bekommt also dort den Vortritt), Triest war gesperrt und nun?
Zum Thema Organisation glaube ich das bei so manchen Mitreisenden nur die Polizei hilft, ich kenne das in Krisensituationen bei Deutschen Gästen immer als laut und drängelig. Was bitte soll das Personal machen?Drängler verhaften?Titanicmäßig in die Luft schießen?
Nein, normal ist das nicht, dennoch nicht gut zu ändern denn es ist nunmal nicht möglich aus der kalten 3000 Menschen umzuorganisieren, das sieht man jedes Jahr wieder wenn der Flugverkehr mal kurz zusammenbricht.
Natürlich kannst Du einen Anwalt aufsuchen der Costa verklagt, nur wird Dir dasselbe auch bei MSC( hatten meine Eltern schon) AIDa -siehe letztes Wochenende oder HAL passieren können.
Bei schönem Wetter wäre sie ganze Sache weniger schlimm geworden, viele hätten sich Richtung Stadt aufgemacht und hätten den Tag in Venedig genossen und der Rest wäre dann im Terminal auch leichter zu versorgen gewesen.
So aber war es an einem Sonntag der auch noch nach einem Brückentag liegt schwierig überhaupt etwas einzukaufen...3000 Flaschen Wasser ,da geht nicht einfach ein Mitarbeiter zur Tanke um die Ecke;)Und es ist an einem Sonntag für die Hafenbehörde( die haben die Leute vor Ort, Costa nicht, deren Leute sind ja auf dem Schiff) ein Riesenproblem die Mitarbeiter aus dem Wochenende zu holen um zu arbeiten. -
die ganze situation ist höhere gewalt und nachtürlich für alle, auch Costa, höchst unangenehm.
wir hatten ähnliches bei der einschiffung in santos auf die Magica. dort gab es auch, gäste initiierte, tumulte und das personal hatte null kontrolle. wie auch ?
wir haben uns und unser kind dann einfach aus der "schusslinie" genommen, also weg vom trubel und gut wars. drängeln nutzt in solchen situationen nichts, es ist doch egal ob man als 1. oder letzter aufs schiff kommt, hauptsache unverletzt.
35 % nachlass auf den reisepreis finde ich grandios. klar, wenn man für € 444 p.p. fährt ist das nicht viel in absolutem geld, aber wenn man z.b. eine suite hatte und zusammen € 5000,-- bezahlte, ist das schon ein batzen. zumal das völlig freiwillig von Costa war.
dahingehend würde ich den ball flach halten.
ansonsten muss ich sagen, dass solche "notsituationen" immer ärgerlich bis beängstigend sind. nur damit muss man umgehen können und sie im nachhinein als erfahrung ablegen.
ich hätte z b meine familie an einem spot geparkt, mir ein taxi genommen, rein nach Mestre an die tanke und hätte mich mit allem möglichem versorgt. das hätte ca 45 minuten gedauert und alles wäre gut gewesen. ist ja nicht so als wäre man auf einer einsamen insel gestrandet.
ich weiss, ich weiss, alles schlaues gerede.sei froh, dass alles gutgegangen ist und du einen trotzdem schönen und noch preiswerteren urlaub verbringen durftest.
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Marion,
35% sind durchaus ziemlich großzügig.
Maxilinde,
na ja, Kommunikation ist halt nun mal alles! Und wenn seitens Costa keine Infos rüberkommen und die wartenden Passagiere völlig im Unklaren bleiben, kann man durchaus was verbessern. Klar ist es schwierig unter solchen Umständen, Getränke und Essen für über 3000 Menschen kurzfristig zu organisieren. Aber auch das kann man kommunizieren. Das Verhalten von Costa ist sicherlich optimierungsfähig. Und es ist schlicht nun mal so, dass man es als Betroffener leichter nimmt, wenn man regelmäßig Infos erhält, egal wie belanglos der Inhalt sein mag. Die Betroffenen fühlen sich dann zumindest betreut und umsorgt, auch wenn tatsächlich nix passiert.
Gruß
Carmen
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Danke nochmals an alle Antworter,
...vielleicht drücke ich mich unglücklich aus - ums Geld geht es hier überhaupt nicht - das ist nun mal so. Außerdem haben wir im deutlich 4-stelligen Bereich bezahlt - aber das steht hier nicht zur Debatte - deswegen bin ich ja gar nicht darauf näher eingegangen.
Die ganzen Infos die ihr habt mit Hafen hier voll und dort voll - die hatten wir nicht. Auch niemanden den wir anrufen konnten bzw. der nachsehen konnte. Meine Eltern und meine Freundin haben kein Internet - und andere waren nicht zu Hause- sorry - es gibt auch Anfänger oder Unwissende. Ich will weder fordern noch habe ich gefordert - ich mit gar nix gerechnet und es war mir auch egal - ich wollte den Urlaub so gut es geht genießen und das habe ich ab Dienstag getan.
Mir macht nur das Krisenmanagement oder höhere Gewalt Management oder was auch immer Angst - und ich will nur wissen ob das normal ist und das der Standard in solchen Situationen ist. Ich denke an meine Eltern die nun mal älter sind und morgen losfahren...und ich kann guten Gewissens sagen ich gehöre nicht zu den Dränglern.Mir kommt es vor ich werde so hingestellt als ob ich das Haar in der Suppe suche um klagen zu können - das war nicht meine Absicht - ich wollte nur von erfahrenen KFlern wissen wie in solchen wiederkehrenden Situation umgegangen wird - von Geld zurück oder sonstwas war keine Rede...schade eigentlich das man gleich so hingestellt wird
Trotzdem danke und lg
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Marion,
hier wollte dir sicherlich keiner zu nahe treten, ich bestimmt nicht.
du hast völlig recht - Costa hätte sich keinen zacken aus der krone gebrochen, wenn sie regelmässig durchsagen gemacht hätten. das hält - wie Carmen es schon sagte - die leute bei der stange und gibt einem das gefühl nicht ganz allein gelassen zu sein.
daran MUSS Costa oder auch andere dringend arbeiten.
wenn du es noch nicht getan hast, schreibe denen eine mail und lass es sie wissen. ob es hilft, weiss natürlich keiner. aber einen versuch ist es wert.
die hoffnung stirbt zuletzt. -
Das mag jetzt vielleicht unverschämt klingen - ist aber leider so: Aber man bekommt, was man bezahlt.
Und gerade wenn mal etwas nicht so läuft, wie es sollte, trennt sich auch bei den Reedereien die Spreu vom Weizen. Bei den preiswerten Reedereien muss man dann halt auch Abstriche beim Service machen.
Ich würde mir aber jetzt im Nachhinein nicht den - ansonsten wohl schönen - Urlaub wegen des misslungenen Starts madigmachen.
Viele Grüße
vom Konsti -
Konsti,
klar, auch das spielt eine Rolle. Aber sagen wir mal so, auch teurere Reedereien haben gelegentlich ein massives Kommunikationsproblem. Wenn ich da mal an das Disaster mit der Serenade of the Seas ab San Juan denke und wie Carnival dasselbe Problem geregelt hat (die Schiffe mussten wegen eines aufziehenden Sturms und der bevorstehenden Hafenschließung vorzeitig ablegen und ließen zahlreiche Gäste an Land zurück). Das sind immerhin zwei Reedereien, die sich insoweit auf Augenhöhe begegnen.
Eines der besten Beispiele für gute Kommunikation war sicherlich auch der Brand auf der Carnival Splendor, die natürlich mit John Heald als CD damals einen Meister auf diesem Gebiet an Bord hatten.
Gruß
Carmen
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@cruisefan
Das mag jetzt vielleicht unverschämt klingen - ist aber leider so: Aber man bekommt, was man bezahlt.Ich finde deine Aussage nicht gerade passend,

sicher gibt es viele, die für wenig Geld an Bord waren.
Jedoch sicher mehr als genug , die einiges mehr bezahlt haben..
Fakt ist auch,wie Carmen schon schrieb, dass es schon einiges zu verbessern gibt..
Vielleicht wär auch mal seitens der Reedereien zu überdenken, ob immer noch mehr grössere, und noch grösssere Pötte sein müssen,
wenn das Krisenmanagement oft überfordert ist.
L.G.
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In dem Fall geht es doch nicht darum wer jetzt was bezahlt hat , sondern dass man 3000 Leute, darunter ältere Menschen und Kinder ohne Trinken und Essen bis in in die tiefe Nacht draussen ausharren lässt, keine Informationen, keine ausreichenden Toiletten bzw. 7 (!). etc.
Höhere Gewalt hin oder her, wir reden hier über eine längere Schiffsverspätung, eine Reederei muss auch sowas berücksichtigen und dann humanitär was organisieren, Wasserflaschen bevorraten, mal warme Getränke / Essen herstellen , das ganze Zeugs fürs Schiff war doch bestimmt geliefert, da hätte man doch zumindest Obst und Wasser verteilen können. Die Einschiffung in Venedig ist schon ohne so einen Vorfall chaotisch unter den og. Bedingungen war das bestimmt unerträglich. Ob andere Gesellschaften wie RCI ,MSC etc. da ein besseres Krisenmanagement gehabt hätten weiss ich nicht.
Ich kann nur hoffen, dass bei uns eine KF so nicht anfängt. Ich habe das Ganze mit Grausen gelesen. -
Marion/Nanon01 schrieb doch, dass Wasser und Brötchen ausgegeben wurden und davon, dass die Leute draußen, sprich unter freiem Himmel, warten müssen war ja nun auch nie die Rede.
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wie Dinotoll:
habe ich das Ganze auch mit Grausen gelesen.Dazu die Müdigkeit! entsetzlich!muss das gewesen sein!
Zitat von Marion
Fürs Wetter und Hafensperrung mache ich der Reederei ja keinen Vorwurf - da können die ja nix dafür. Aber die MSC Musica wurde umgeleitet nach Raven na- bereits am Mittag.Costa hat das doch alles gewusst - aber nix kommuniziert- uns lediglich über 15 Stunden hingehalten. Es gab keinerlei Entschuldigung - einfach gar nix.
Unmöglich im Terminal an Wasser oder Essen zu kommen -
außer man hat sich 3 Stunden (ca. 800 Personen in der Schlange) angestellt -
das konnte ich nicht mit Kind. -
Ich glaube Carmen hat in ihrem ersten Posting ganz recht, das dieses ganze Fehlverhalten seitens Costa etwas mit italienischer Auffassung von Organisation und Verantwortung gegenüber den Gästen zu tun hat. Ich weiss natürlich nicht, ob andere Reedereien so eine Horrorsituation besser im Griff gehabt hätten, ab für mich war das schon immer ein k.o. Kriterium für italienische Reedereien, Preis hin Preis her.
Die Einschiffungen in Venedig sind ohnehin schon ziemlich nervend und die winzig kleinen Kioske in den Terminals sind natürlich nie und nimmer in der Lage 3000 Leute zu versorgen. Und weit und breit gibt es auch keine Möglichkeiten sich etwas zu beschaffen, okay nach Mestre fahren, aber die ganze Situation war ja chaotisch.
Aber trotzdem, hakt es unter Lebenserfahrung ab, erinnert euch an das Schöne, das ihr dann doch noch erleben durftet, nehmt die Entschädigung als Ausgleich und bleibt dem kreuzfahren treu, eventuell mit einer anderen Reederei
lg ruth -
Meine Meinung:
Costa hat wieder mal bewiesen, dass sie mit Krisensituationen nicht umgehen können.
Keine Infos, das kommt einem doch bekannt vor. Und Venedig liegt doch nicht am Ende der Welt wo es nirgends was zu trinken oder essbares zu besorgen gibt.
Außerdem kann ich nicht verstehen, warum man sich (mit Kind) so eine nächtliche Anreise im Bus antut, nur um mal eine Woche im MM zu schippern.aber wie schon gesagt, das ist meine persönliche Meinung.
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Also ich war zu diesem Zeitpunkt auf dem Schiff und musste 12.5h damit leben, dass gerademal alle 2h auf Italienisch die Durchsage kam, dass der Hafen geschlossen ist (Die deutsche durchsage war nicht mehr verständlich, da die italienisch sprechenden Gäste nicht mehr ruhig waren).
Die Situation auf dem Schiff war nicht wirklich angenehmer. Wir mussten bei dem starken Wind auf dem Schiff ausharren. Im Verlaufe des Nachmittages, ging es zunehmend den Passagieren Schlechter. Viele wurden Seekrank!! Um 11:00 Uhr wurde uns erlaubt wieder die Zimmer zu beziehen. Dort mussten wir dann warten. Klar man konnte sich auf dem Schiff frei bewegen, jedoch hatten alle Geschäfte geschlossen (Es durfte nichts verkauft werden, da wir ja bereits im Hafen Gebiet waren). Ja wir bekamen ein Mittagessen Gratis, juhu ansonsten musste alles zu den vollen Preisen konsumiert werden. Gäste die ein Depo auf der Karte hatten und kein Bargeld mehr konnten nicht mehr viel machen.
Ich kann die Sicht von Nanon01 nur allzu gut nachvollziehen. Die Situation ansich wäre nicht so schlimm gewesen, die unprofessionalität der Costa, machte die Situation so schlimm. Fehlende Informationen (Ich musste nach Hause telefonieren um zu erfahren warum wir fest sitzen), fehlende Gastfreundschaft und mangelnde Kontrolle. Auch das Animationsteam machte keine Anstalten etwas zu organisieren. Wir haben uns gefragt wie das wohl ist, wenn etwas schlimmeres passieren würde. Die Passagiere wären nicht mehr unter Kontrolle.
Wirklichen Einsatz hat aus meiner Sicht die Küche geleistet, der Küchenchef und sein Team war echt super und der Käpten, der es immer wieder schaffte das Schiff einigermassen ruhig zu halten.Um 20:40 Uhr kam dann die Meldung, dass wir in den Hafen dürfen. Alle mussten sich an den Ausschiffungspunkten besammeln. Das Theater war inklusive Boden voll. Zu unserem Leidwesen wurde dann ein Klassisches Konzert gegeben. Ich musste mir das anhören, da ich ja dort warten musste. Die Stimmung unter den Gästen wurde zunehmend aggressiver. Als Informant wurde nicht die Reiseleitung geschickt, sondern einer der Animateure, welcher nur Italienisch konnte und die anderen sprachen von Teenies übersetzen lies. Die Informationen waren daher falsch übersetzt und nicht zu gebrauchen. Die Ausschiffung verlief dann ziemlich unruhig, aber schnell (ok ich war in der ersten Gruppe die raus konnte, ich weiss nicht wie lange die anderen noch gebraucht haben).
Alles in allem ein echter Horror. A ja und wegen Mitarbeiter die die Namensschilder weg nehmen, auf dem Schiff war einfach der Informationstresen geschlossen! So geht’s auch.Ich finde nicht, dass du Nanon01 zu sensibel bist. Und keiner der das nicht erlebt hat kann sich vorstellen wie es ist wenn 3000 Menschen zunehmend die Kontrolle über sich verlieren.
Ich werde mit Costa keine Kreuzfahrt mehr machen. Ich traue Ihnen nicht mehr zu im Ernstfall richtig Handel zu können.