Anzahlung für Urlaub 2009
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Hallo,
letzte Woche habe ich für meinen Sohn und einen Freund eine Jugendreise bei RUF zum Frühbucherpreis gebucht. Heute kam die Bestättigung und ich habe mich echt geärgert. Die Verlangen doch tatsächlich eine Anzahlung von 40 %! In meinem Reisebüro sagte man mir das wohl heute viele Veranstalter 40 % Anzahlung verlangten. Ich kenne es von meinen Buchungen bei Th. Cook, Neckermann und TUI in den letzten Jahren nur mit 20 %. Ich fragte dann noch telefonisch bei RUF nach und dort sagte man mir das die Frühbucher ja einen günstigeren Preis bekämen und deshalb 40 % zahlen müßten. Ich finde es einfach unverschämt.
Wer hat bei anderen Veranstaltern die gleiche Erfahrung gemacht. Es würde mich wirklich interessieren wer hier noch so zuschlägt.
Viele Grüße
Patti
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Der trend geht wohl ohne Zweifel in diese Richtung, das also die Anzahlungen erhöht werden. Das ist erstmal formal nicht zu beanstanden, wenn es in den AGB expliziert so genannt wurde, denn niemand zwingt dich, einen solchen RV mit diesen Zahlungsbedingungen zu wählen.
Wie es aussieht wollen wohl alle RV sich hohe Liquidität verschaffen. Meiner Meinung nach wird das früher oder später vor dem EUGH landen, da es dazu in Europa sehr unterschiedliche Auffassungen bzw. Handhabungen gibt.
Es bedarf also einer Klage gegen diese Bestimmung der AGB des RV und den normalen Rechtswegen bei uns in Deutschland, bevor es u.U. zu einer Änderung kommt. Anzahlungen von 20% wurden ja schon für rechtens erklärt, aber höhere Anzahlungen stehen dann erstmal nur in den AGB der RV und sind juristisch offen.
Gruss Gabriela
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.....mich echt geärgert ?
Wieso ?
Auszug aus den AGB´s von RUF:
2. Bezahlung
Mit Erhalt der Buchungsbestätigung und des Reisepreissicherungsscheinssind die Zahlungen der eventuell abgeschlossenen Versicherung und eineAnzahlung in der Regel 20% des Reisepreises fällig, zahlbar binnen zweiWochen. Bei gesondert gekennzeichneten Specials wird eine Anzahlung von40 % des Gesamtreisepreises fällig.Klick hier dort gibt es bereits einen Thread u.a. über höhere Anzahlungen bei versch. RV.
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...wieso bekommst Du jetzt noch einen Frühbucherpreis und mußt nur 40% anzahlen. Üblich sind bei kurzfristigen Buchungen die Zahlung des gesamten Reisepreises.
Im übrigen verlangen sogar für 2010 einige RV Anzahlungen von 40%, da dieses alles andere als unüblich ist, liest Du Dir denn nicht vor der Buchung die AGBs und Zahlungsbedingungen durch?
Auch TUI verlangt inzwischen mehr als 20% Anzahlung und zudem bereits mehr als 4 Wochen vor Reiseantritt die Restzahlung. Auch der Reisemarkt ändert sich halt und was hier "unverschämt" ist sollte eigentlich jeder selber erkennen... 
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im letzten Jahr waren es bei Alltours auch noch 10%

Ich verstehe aber die Aufregung nicht so ganz. Das Geld muss man früher oder später eh loswerden, einen relevanten Zinsvorteil für den Einzelnen vermag ich nicht zu entdecken und einen Reisepreissicherungsschein hat man als Verbraucher ja auch. Von daher ist also alles erdenkliche getan.
VG.
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Es gab und gibt eigentlich auch heute noch ein ehernes Kaufmannsgesetz im Handel:
erst die Ware, dann das Geld.
Was sollte es für Gründe geben, eine solche Vorfinanzierung ohne nicht spezifizierte Gegenleistung zu verlangen ? Die Antwort ist einfach: es ist der profit !! Man wird nicht darüber streiten, das sofort abrufbare Leistungen, die aber auch in die Zukunft reichen, wie z.B. Streifenkarten für öffentliche Verkehrsmittel, oder Monats- oder Dauerkarten, aber zahlen für nothing ist inakzeptabel. Selbst für Strom und Wasser muss man nur Abschlagszahlungen leisten.
Die Branche hat hier in diesem forum noch nicht offen gelegt, warum diese Vorauszahlungen notwendig sind. Und wer rechnen kann, na, der soll sich mal mit dem Volumen von grossen Zahlen beschäftigen. Und die Reisebüros kriegen doch auch nichts davon ab.
Hatten wir das übrigens nicht schon mal in einem anderen thread ?
Gruss Gabriela
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Die "Branche" wird das auch nicht tun. Die RB´s werden es nicht tun, weil das System von Anzahlungen und Restzahlungen eine Sache der Reiseveranstalter ist. Und die Reiseveranstalter haben keine Notwedigkeit sich hier überhaupt mal zu äußern.
Träum weiter! ( ... wie immer also! ) -
Hallo Patwei,
ausgerechnet RUF. Die haben gerade erst "eins auf den Deckel bekommen" vom Landgericht Dortmund. Bis dahin sahen deren AGB's nämlich eine Anzahlung von 15 Prozent des Reisepreises, aber mindestens 175Euro pro Gast vor.
Das Landgericht Dortmund hat daraufhin geurteilt, dass der Urlauber dadurch unangemessen benachteiligt war. Bei Reisepreisen von zum Beispiel 350 Euro pro Person entspreche die Mindestanzahlung damit immerhin 50 Prozent.
Zwar habe der Bundesgerichtshof (BGH) bisher nicht entschieden, bis zu welchem Prozentsatz eine Anzahlung noch zulässig sein kann. Jedoch sei durch den BGH festgelegt worden, dass es keine AGB-Klauseln geben darf, durch die der Reisende**«wesentlicheTeile des Reisepreises» bereits lange Zeit vor dem Beginn der Reise**zahlen muss. Genau dies sei bei diesem Veranstalter jedoch der Fall gewesen.
Also unabhängig von der gesetzwidrigen Festpreisregelung ist auch bei einer 40 % - Regelung für die Anzahlung "**ein wesentlicher Teil" des Reisepreises
- nicht nur aus meiner Sicht, wie die steigenden Beschwerden zeigen -** erreicht und vermutlich auch prozentual sogar deutlich überschritten.
Interessant wird das ganze ja auch durch die Argumentation in bereits geschlossenen Threads, wonach es sich ja durch "Dynamic-Packaging" um erhöhte Vorkosten des Veranstalters handle. Hier geht es aber im Wesentlichen um Bustouren. Da kann ich diese Berechtigung der Anzahlungshöhe von zuvor 15 auf jetzt 40 Prozent schon gar nicht erkennen.
Gruß privacy
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Deine Argumentationen kann ich schon nachvollziehen, jedoch differenziert RUF in den AGB´s die Anzahlungshöhe.
Auszug:
2. Bezahlung
Mit Erhalt der Buchungsbestätigung und des Reisepreissicherungsscheins sind die Zahlungen der eventuell abgeschlossenen Versicherung und eine Anzahlung in der Regel 20% des Reisepreises fällig, zahlbar binnen zwei Wochen. Bei gesondert gekennzeichneten Specials wird eine Anzahlung von 40 % des Gesamtreisepreises fällig.Vllt. wurde ein "gesondert gekennzeichnetes Special" (was immer das auch sein mag
) gebucht, aber dazu müsste sich Patweimal äußern. 
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Schon klar, Fraenni. Aber "schwammige Bedingungen" in Verbindung mit offenbar nicht zulässigen Anzahlungshöhen ergeben unter dem Strich immer noch ein Problem. Es geht ja hier auch nicht um die 20-Prozent-Regel, sondern die Sonderregelungen. Die aber dadurch auch nicht, egal ob bei Ruf oder branchenweit, gesetzeskonformer werden.
Gruß privacy
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privacy wrote:
........ Aber "schwammige Bedingungen" in Verbindung mit offenbar nicht zulässigen Anzahlungshöhen ergeben unter dem Strich immer noch ein Problem. Es geht ja hier auch nicht um die 20-Prozent-Regel, sondern die Sonderregelungen. Die aber dadurch auch nicht, egal ob bei Ruf oder branchenweit, gesetzeskonformer werden.Gruß privacy
Das ist mal wieder typisch privacy! Wenn ich schon : "offenbar nicht zulässige Anzahlungshöhen .." lese....
Don Quichote reitet mal wieder! Ich würds Leuten überlassen über "gesetzeskonform oder nicht" zu reden, die was davon verstehen!
Bei Dynamic-Packaging ist das sogar mehr als begründbar: Die Flugkosten machen meist um die 40 % des Reisepreises aus. Die sichert sichert sich der Veranstalter ab!
Ganz ähnlich liegt die Kiste bei Specials oder kurzfristigen Buchungen: Die Flüge sind da fix gebucht.Mit solchen nebulösen Bemerkungen verunsicherst Du höchstens User, aber keine Veranstalter!
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Wer sonst außer dem BGH wird von der Sache etwas verstehen. Aber es erweckt den Anschein, daß höchstrichterliche Vorgaben der Bundesrepublik Deutschland in manchen Kreisen offenbar nicht sonderlich ernst genommenwerden. Wie sonst ist es zu erklären, dass verbindliche Urteile des deutschen Bundesgerichtshofs, wonach es nicht zulässig ist,****«wesentliche Teile des Reisepreises»
bereits lange Zeit vor dem Beginn der Reise einzufordern, augenscheinlich und vielleicht sogar vorsätzlich zur Gewinnoptimierung missachtet werden ?
Ohne sich festzulegen, wo fängt der "wesentliche Teil" eines Reisepreises an?
**Erst bei 50%, wie schon beanstandet oder doch schon bei 40% oder auch schon bei 21 % ? In der Tat, sehr nebulös ...**Gruß privacy
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Privacy hat wohl nicht ganz den Durchblick...habe nicht gesagt das ich bei Air Berlin direkt gebucht habe, auch im Reisebüro sind die Bedingungen der AB wohl kaum anders.Ich habe mich auch nicht beschwert, sondern wollte nur sagen was bei anderen Usus ist.Wenn bei Ruf ein Special halt gebucht wurde und von dem Veranstalter die Flüge oder sonstiges sofort zu bezahlen sind, dann ist das halt so.Du tust bei nahe so, als wenn das zinslose Kredite für Veranstalter sind.

