Hallo Siegfried!
Ein herrlicher Thread der mir mein permanent schlechtes Gewissen etwas nimmt. Habe das "Reisegen" wahrscheinlich von meiner Mutter geerbt und habe schon von meiner ersten Ausbildungsvergütung einen Teil fürs reisen beiseite gelegt und das ist bis heute so geblieben.
Allerdings verbleibt immer ein kleiner fader Beigeschmack: Mittlerweile mit 45 und durchaus soliden Einkünften könnte die Eigentumswohnung längst abbezahlt und/oder größer sein. Auf der Habenseite stehen einige mehrwöchige Aufenthalte in Australien, Südsee, Afrika, Nordamerika und zahlreiche Tauchziele. Aber ich habe bis heute nicht eine einzige Reise bereut und meiner Bank verhelfe ich mit den weiterhin zu zahlenden Hypothekenzinsen zu respektablen Geschäftsergebnissen.
Nicht zuletzt ist mir die Erfahrung einer Kollegin eine Lehre. Sie wollte nach dem Eintritt in den Ruhestand mit ihrem Mann die ganze Welt bereisen. Kurz nach Beginn der Rente wollten die beiden nach Australien und Neuseeland, Reise war gebucht. Eine Woche vor dem Abflug hatte ihr Mann einen Schlaganfall. Sie hat mir dann erzählt, dass sie sich im Internet nur noch darüber schlau machen welche Kurparks in Deutschland geteerte Wege haben weil ihr Mann auf gekiesten Wegen nicht mehr gehen kann. Sie ermuntert mich bis heute dazu, so lange zu reisen wie es eben geht.
Für den Ruhestand möchten wir dann auch eher Europa und Deutschland erkunden. Vielleicht kaufen wir uns ja dann auch mal ein Wohnmobil und machen uns damit auf den Weg. Wobei wir bislang so gar keinen Bezug zu der ganzen "Campermeschpoke" haben.
Euch einen tollen Urlaub und schönen Dank für das anregende Thema!!