@Salvamor
Als Aussenstehender hier mal eine "Vermutung" zum Dilemma:
Jahrzehntelang wurden sowohl Reisebüros als auch Reiseveranstalter durch einen mächtigen Verband repräsentiert. Man zog ja schließlich
an einem Strang und gut war es. Jetzt muß genau dieser Verband
einen Spagath zwischen den Interessen beider und unter Beachtung der durch die neuen Medien entstandenen Konfliktsituation machen.
Denn Reiseveranstalter können jetzt unter Ausschaltung von vertraglich vereinbarten - und dazu in den letzten Jahren stark geschrumpften - Provisionen die Geschäfte letztlich auch ohne
die langjährigen Partner vor Ort machen. Die bringen zwar immer
noch ihre Leistung voll ein, gebucht wird aber mit steigender Tendenz
auch an anderer Stelle.
Man betont zwar Einigkeit und Zusammenarbeit, aber in der Praxis driftet das mehr und mehr auseinander.
Noch ist die Gruppe der Reisebüros umsatzmässig stark genug,
Forderungen zu stellen und diesen auch Nachdruck zu verleihen.
Aber das wird nur gehen, wenn man sich - was ja auch vereinzelt
schon passiert - neu aufstellt und eine Neuverteilung des
"gesamten Kuchens" in Erwägung zieht.
Eine der wesentlichen Forderungen hierbei müßte sein, vom
Veranstalter-Direktumsatz einen gewissen Prozentsatz in einen
Pool / Topf zu geben und diesen dann ( ähnlich wie bei den Krankenkassen
) unter den Beteiligten am Ende des Geschäftsjahres aufzuteilen. Dies würde eine entsprechende
Motivation und Sicherheit auch für die Partner darstellen.
Wenn man wirklich die Zusammenarbeit ernst meint, wird das
so oder ähnlich der einzige Weg sein.