Moin zusammen! Wenn man, wie es in einem Beitrag beschrieben wurde, bis zu 600 (!!!) USD in Deutschland tauscht, kann das Mehrkosten von 50 bis 60 EUR bedeuten, so ungünstig wird hier der Wechselkurs ausgelegt. Es ist also völliger unnötig, sich mit einer solchen Menge an Bargeld einzudecken. Ja, für das "Tippen" (Trinkgelder) wird ab und an mal etwas Bares benötigt, jedoch kann man selbst in Restaurants fast immer einen Trinkgeldbetrag seiner Rechnung hinzufügen, also fällt der Bargeldbedarf auch hier weg.
Wer öfter mal Bargeldtausch macht in Deutschland, der braucht doch nur den Abrechnungskurs mit dem aktuellen Wechselkurs zu vergleichen, und siehe da... da gibt es bis zu 10% Unterschied. Die Transaktionsgebühren an den Geldautomaten in den USA liegen üblicherweise bei 3 USD und eventuell berechnet die heimische Bank noch einmal denselben Wert - aber niemals muss man so viel abdrücken wie man bei einem heimischen Bartausch durch Wechselkursnachteile verschenkt. Schon mal beobachtet, dass es bei Wechselstuben einen Unterschied zwischen ANKAUF und VERKAUF gibt? Bei Abhebung am ATM bekommt man den offiziellen Wechselkurs!
Noch einmal: kein Mensch braucht Bargeld direkt nach der Ankunft. Man schnappt sich seinen Mietwagen, fährt zum Hotel, holt sich einen Snack für die Nacht oder absolviert noch einen Restaurantbesuch, und das geht alles ohne Bares. Und an jeder Ecke gibt es ATM in den USA. Es ist schlicht falsch zu behaupten, dass man danach lange suchen müsste. Sie stehen sogar in jeder Brezelbude, Supermarkt, Deli, Drugstore und auch dort habe ich Bargeld ziehen können zu günstigen Konditionen.
Wie beschrieben, ist hier die angebotene EUR-Umrechnung abzulehnen und die Belastung in USD zu wählen. Der für den Kunden ungünstigere Button liegt dabei immer so "ergonomiegünstig" auf dem Bildschirm, dass man den schnell mal unbeabsichtigt drückt, also Vorsicht.
Wer bis zum nächsten Urlaub zu denken in der Lage ist, der holt sich gleich bei der Bargeldabhebung so viel Geld, dass er gleich bei der Folgereise genügend Knete für den ersten Tag parat hat. Wichtig ist, dass man nicht mehrere Transaktionen durchführt, also drei- oder viermal im Urlaub Bargeld holt, sondern die Sache in EINER Abhebung erledigt. USD verderben schließlich nicht.
Kleine Gedankenwanderung: der Deutsche gilt weithin als williges Opfer, das man bequem abzocken kann. Nur bei uns gibt es Kaffeefahrten, die fast immer betrügerische und illegale Verkaufsveranstaltungen sind, bei denen willenlosen Rentnern Lamadecken für 2.000 EUR oder Wunderpillen für ähnliche Beträge angedreht werden. Ein Denken wie "Ich geh da lieber auf Nummer Sicher, wer weiß was passiert, wenn ich da ganz ohne Bargeld dastehe..." ist genau so deutsch und vielleicht sollte man sich das im Zeitalter von Paypal, Giropay und Kreditkarte einmal abgewöhnen. Ansonsten - - wer sich die Hände reibt, sind die Banken. Und denen gönne ich mein schwer verdientes Geld am allerwenigsten.
Wenn es aber für das Wohlbefinden unerlässlich ist: 50 USD reichen völlig für "direkt nach der Ankunft".