@ Antje
Ich lege noch mal nach: Gibt es Zieldefinitionen? Wer verfolgt die Fortschritte und das Erreichen der Ziele?
Nur mit Reden kommt man bei diesem Problem nicht weiter!
@ Antje
Ich lege noch mal nach: Gibt es Zieldefinitionen? Wer verfolgt die Fortschritte und das Erreichen der Ziele?
Nur mit Reden kommt man bei diesem Problem nicht weiter!
@ Antje
Nehmen auch die Eltern an diesen Besprechungen teil, werden von diesen Gesprächen Protokolle geführt, die an alle Beteiligten verteilt werden?
Wer verfolgt die vereinbarten Schritte? Wer kontrolliert, ob auch wirklich gemacht wird, was gemeinsam vereinbart wurde?
@ Wally
Wie sollen die Perspektiven aussehen, deren Fehlen Du beklagst, und wo soll die Politik sie hernehmen, wenn Politik keinen Einfluß auf die Wirtschaft hat. Eigentlich müßten alle Parteien unisono erklären: Wir können die Arbeitsplätze nicht schaffen, wir können höchstens versuchen, die Grundlagen zu ändern, auf denen Arbeitsplätze entstehen können. Aber selbst das ist infolge der Globalisierung fraglich!
Das wäre ehrlich, aber keiner hat wirklich den Mut zu dieser Aussage, weil er Angst hat, daß von Seiten des politischen Gegners sofort mit Fingern auf ihn gezeigt wird: Schaut her, da ist er, der politische Offenbarungseid zur Unfähigkeit!
Politik ist ein verlogenes Geschäft! Und Gott-sei-Dank kommen immer mehr Menschen dahinter, daß von den politischen Parteien nichts zu erwarten ist. Nur eine anziehende Konjunktur kann uns noch retten! Sollte sie bald kommen, wird die neue Regierung Schwarz-Gelb sie für sich reklamieren, obschon sie an der Entstehung null komma 0 beteiligt war!
Die in Mode gekommenen gegenseitigen Schuldzuweisungen wegen der Defizite bei Kindern und Heranwachsenden lassen sich offenbar auf die Kindergärten erweitern.
Keine Spur von Zusammenarbeitswillen!
Ich stamme noch aus der Zeit, als nach der Überwindung der Phase der autoritären Gestaltung von Schulen und Kindergärten ein intensiver Dialog zwischen Eltern, Lehrern und Kindergartenleitern begann. Diese Dialogfähigkeit ist heute leider vielfach nicht mehr vorhanden. Was spricht eigentlich dagegen, daß man sich zusammensetzt, gemeinsam die Probleme bespricht und Strategien entwickelt, wie zum Wohle der Kinder Defizite aufzuarbeiten sind?
Diese offenbare Unfähigkeit, miteinander zu kommunizieren, ist eine Zeiterscheinung. NICHT ALLE PROBLEME DIESER WELT LASSEN SICH QUA ELEKTRONISCHEN NETZWERKEN LÖSEN!!!
@ Klaus43
In unserer Einschätzung zu "Oskar" stimmen wir nicht überein. Man muß ja auch nicht immer einer Meinung sein, vor allem nicht in politischen Fragen, aber man kann sich trotzdem respektieren. Und das tuen wir!
Ich nehme an, daß ich Deine Aussagen zu dem Beginn des 3. Reiches falsch verstanden habe, denn die Linken waren ja nicht die Steigbügelhalter der Braunen damals. Das in einen Zusammenhang zu bringen, wäre einfach nicht korrekt. Ich schätze Dich als einen intelligenten Zeitgenossen ein, der genau weiß, wer den Nazis den Einstieg in die Verantwortung für Deutschland ermöglicht hat. Und ich stimme Dir zu, daß wir wachsam sein müssen!
@ Docker
Oskar wird sicher kein Messias sein, der durch Handauflegen die Probleme löst. Er ist pragmatisch und auch ehrlich genug, solche Patentlösungen nicht anzubieten, weil er sie nicht hat.
Es geht einfach darum, der abhängig arbeitenden deutschen Bevölkerung wieder eine Persönlichkeit anzubieten, mit dessen Zielen sich die Menschen identifizieren können. Ich sehe weit und breit niemanden, der das besser könnte als Oskar Lafontaine, ich denke, da stimmst Du mir zu.
Gysi wird von vielen bewundert wegen seiner überragenden Rhetorik im speziellen, seiner Intelligenz im allgemeinen und der Art der Selbstdarstellung, ein "Tribun" wie Oskar wird er nie.
Es wäre höchst wünschenswert, daß die "neue Linke" bis zur Wahl im Sept. steht. Sie wird von vielen Menschen sehnlichst erwartet und wird deswegen in hohem Maße eine Existenzberechtigung haben.
Die SPD hat ihre Chancen gehabt und ihre Talente verschleudert!
Danke, Docker, für Deinen sehr gut formulierten Beitrag, besser kann man die rot-grüne Misere nicht beschreiben. Ich stimme Dir 100%ig zu!
Daß das so oder ähnlich kommen würde, war spätestens nach Inkrafttreten von AlG II absehbar. Man hatte gedacht, das Gesetz sei bei den Bürgern endgültig angekommen, nachdem die Teilnehmerzahlen der Montagskundgebungen gegen Sozialabbau zurückgingen. In Wirklichkeit war die Protesthaltung der Menschen nicht weg, sondern mündete in innere Kündigung, Resignation und Wut. Immer mehr Menschen wurde im Laufe der kommenden Monate dann klar, daß der Anschlag nicht nur den Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern galt, sondern allen abhängig Beschäftigten der Republik. Angesichts immer weiter fallender Beschäftigtenzahlen breitete sich in den kommenden Monaten verstärkt lähmende Angst aus. Vor allem ältere Arbeitnehmer, und dazu gehören heute schon 40jährige, sind durch die Gesetze in der Tat in einer geradezu katastrophalen Weise benachteiligt. Sie können wegen ihres fortgeschrittenen Alters keinen neuen Job mehr bekommen und fallen, wenn sie arbeitslos geworden sind, nach 12 Monaten AlG1 ins Uferlose, sprich ins AlgII. Das bekommen sie aber nur dann, wenn sie keinen berufstätigen Ehepartner haben und nachdem sie ihre fürs Alter gedachten Ersparnisse aufgebraucht haben, dazu zählen auch Eigentumswohnungen und andere "nicht angemessene" Besitztümer. Die Menschen fragen sich, warum sie meinetwegen 30 oder 40 Jahre einbezahlt haben, wenn man sie beim Eintreten des Bedarfsfalles dem "Armenrecht" unterstellt.
Dieses Gesetz m u ß geändert werden, es hat ein gefährlich explosives Gemisch erzeugt. Die ab Herbst fungierende neue schwarz-gelbe Regierung hat nur einen Schuß frei, das schnell zu ändern. Wenn sie's nicht ändern, sind bald nicht ein paar Tausend, sonder Hunderttausende auf der Straße!
Docker, diese Themen sollen vorläufig bei "Fun" geparkt werden. Günter bemüht sich um einen angemessenen Platz im FORUM NEU, dazu sind noch einige Gespräche zwischen ihm und Hakan erforderlich.
Also bitte etwas Geduld!
Im übrigen, auch Politik kann durchaus "Fun" sein, nur nicht die, die wir zur Zeit erleben!
@ Gisela
Gratulation! Auf das näherliegende kommt man oft nicht.
Ich kann die allgemeine Empörung, vor allem über Wiederholungstäter, gut verstehen, und ich bin auch der Meinung, daß die entsprechenden Gesetze ganz dringend überarbeitet werden müssen. Mich stört auch, daß man sich meist mehr um die Täter als um die Opfer kümmert. Da wird aufwendig untersucht, wie es zu der Tat kommen konnte, ob und welche traumatischen Erlebnisse in der Kindheit, welche Fehlentwicklungen in der Persönlichkeitsbildung des Angeklagten stattgefunden haben. Über die Opfer und ihre Angehörigen sowie die sich aus der Tat ergebenden Probleme wird weit weniger gesprochen. Ich denke, da haben sich die Gewichte unakzeptabel verschoben.
Und trotzdem: NEIN ZUR TODESSTRAFE!!!
Ein Unrecht ist nicht mit einem weiteren Unrecht aus der Welt zu schaffen. Die Todesstrafe ist mit den Menschenrechten nicht vereinbar und kommt deshalb in unserer Gesetzgebung richtigerweise nicht vor!
Bis auf Dirk stimmen alle Berichte in die allgemeinen Jubel-Arien über All-Inclusive ein. Ich kann mich diesen Einschätzungen nicht anschließen.
Hinsichtlich der WIRTSCHAFTLICHEN SEITE gebe ich zu bedenken, daß AI über den Reisepreis schon im voraus an den Reiseveranstalter bezahlt werden muß, weil dieser Kostenblock zwingend in der Gesamtkalkulation der Reise berücksichtigt wird. Bei der Kalkulation der Preise und der Preisgestaltung werden durchschnittliche Erfa-Werte darüber zugrunde gelegt, in welchem Umfang die Gäste im Rahmen von AI verzehren und dadurch die Kostenseite belasten. Ob ich als Reisegast dem Veranstalter das nun vorher über AI bezahle oder bei geringerem Reisepreis meine Verpflegung selber bezahle, ist gehüpft wie gesprungen. Wenn ich über AI wirklich was verdienen will, muß ich ein AI-Angebot mit einem reinen Übernachtungsangebot plus Eigenversorgungsanteil vergleichen und danach meine Entscheidung treffen. Alles andere ist reine Augenwischerei! Wie heißt es so treffend: PAY NOW OR PAY LATER!
Viel wichtiger ist die ETHISCH-MORALISCHE SEITE von AI. Für mich ist AI ein Frevel an der einheimischen Bevölkerung, vor allem in der 3. Welt! Die Einheimischen sind dringend auf Einnahmen aus der Touristik angewiesen. Deshalb ist es für mich unvorstellbar, wie man profitgierigen Hotelmanagern das Geld in den Rachen werfen kann, anstatt den einheimischen Restaurants und Bars etwas zu verdienen zu geben. Die überwiegend mulitinationalen Hotelkonzerne kümmern sich in der Regel einen Dreck um die Probleme der einheimischen Bevölkerung. In den seltensten Fällen stammen die örtlichen Manager aus der jeweiligen Gegend und kennen deshalb die Probleme der Einheimischen gar nicht. Aus reinem Profitstreben schließen diese Manager dann AI-Vereinbarungen mit Reiseveranstaltern ab. Korrupte Regierungsmitglieder in den betreffenden Ländern kassieren wohl auch noch mit ab und sehen deshalb keine Veranlassung, diesen Frevel an ihren Landsleuten zu unterbinden.
@ ungeschminkt
Frage und Antwort? Du stellst nur die Frage...
Ich denke, es ist das GELBE MEER, eine von Korea und China umgebene Einbuchtung des südwestlichen Pazifiks. Die gelbe Färbung entsteht durch große Mengen an Partikelfracht aus dem Fluß Huang He infolge Bodenerosion.
Stimmt's? Hauptsache man weiß, wo's steht!
Ich denke schon, daß man dieses Thema politisch-gesetzgeberich anfassen sollte. Man hat wirklich oft den Eindruck, daß man sich mehr den Tätern zuwendet als den Opfern. Da wird sorgfältig hinterfragt, wie es kommt, daß da jemand straffällig geworden ist, oft wird, gerade bei Sittentätern, eine verkorkste Kindheit angeführt mit entsprechenden Traumata etc. und es werden psychologische Hilfestellungen angeboten. Alles schön und gut, wenn dabei nicht für mich zu wenig danach gefragt wird, wie es den Opfern und ggf. ihren Angehörigen geht.
@ Reisefan
Schaden kann es nix, darüber Bescheid zu wissen, zumindest grob! Detailkenntnisse gehören m.E. nicht zum Allgemeinwissen, das ist Spezialwissen.
@ richymuc
Man sollte das in den Lehrplan aller VHS aufnehmen! Werde entsprechende Vorschläge machen. Wenn da albanisch und afghanisch gelehrt wird, warum nicht auch bayrisch, dann kann man sich doch wenigstens in München angemessen verständlich machen.;)
@ Barbara
Du schreibst: Ich glaube ohnehin, daß es nur um den reinen Machterhalt geht.
Richtig erkannt! Und ab Herbst geht es mit neuer Etikettierung genau so weiter wie heute! Die "kleinen Leute" müssen sich noch wärmer anziehen, die Reformen zu ihren Lasten werden Tempo aufnehmen.
Ich stimme Heiner Geissler zu: Dieses brandgefährliche Gemisch aus Politikverdrossenheit, Frust undAngst wird noch explosiver werden! Nicht zuletzt, weil die Menschen die wahren Absichten der Politiker erkannt habe: ihren Machtbehalt und
-zugewinn bei gleichzeitiger Unfähigkeit, die riesigen Probleme des Landes anzupacken und sie zu lösen.
@ Dirk
Wahrscheinlich wird die Zeit zu knapp, eine neue Links-Partei zu gründen. Leider! Und ob Lafontaine unter dem Label PDS antritt, ist eher unwahrscheinlich. Ich selber bedauere das, gibt es doch, und das kann nun wirklich niemand bestreiten, Bedarf an einer linksorientierten Partei, die nachdrücklich die Interessen der sog. kleinen Leute vertritt. Daß dieser Bedarf besteht, muß jeder, ob links oder rechts eingestellt, anerkennen!
Die SPD hat schmählich versagt, ihr linker Flügel muckt zwar hin und wieder mal auf, eine richtige Chance haben sie bei den betonköpfigen Oberen ihrer Partei nicht. Mainstream in der SPD ist und bleibt die arbeitgeberfreundliche Politik, obschon Schröder aus kleinen Verhältnissen stammt, kann er inzwischen nicht wirklich etwas mit den Anliegen der kleinen Leute anfangen. Ich habe den Eindruck, daß er froh ist, wenn es bald vorbei ist, dann kann er einen AR-Posten bei VW antreten oder bei seinem Freund, dem Chef von citibank, in den USA unterschlüpfen.
Was er hinterlassen wird, ist verbrannte Erde!
Eine sozialpolitische Katastrophe!
Ich habe den Eindruck, daß sich das Blatt gewendet hat, jetzt werden hier nicht mehr nur die Wissensdefizite der jungen Leute thematisiert, sondern auch, wie sie zustande kommen. Und das ist richtig so! Da schneidet die Elterngeneration nicht gut ab! (natürlich ist das tendenziell, und nicht absolut gemeint, das muß immer wieder mal betont werden!).
Ein Thema, das hier allerdings auch anklang, ist die bei natürlicherweise nachlassenden physischen Kräfte geistige Trägheit vieler Pensionisten. Das fängt oft schon direkt nach der Pensionierung an, und da inzwischen das durchschnittliche Pensionsalter, glaube ich, bei ca. 60 Jahren liegt, fangen viele schon in diesem Alter langsam an, geistig zu
"verblöden", weil sie nicht mehr gefordert werden und sich auch selber nicht mehr fordern. Kreuzworträtsel sind sicher eine feine Sache, aber das alleine kann es auch nicht sein! Es gibt so vieles, was man unternehmen kann: Sprachkenntnisse auffrischen, in Parteien/Vereinen etc. mitarbeiten, Kunstausstellungen und Sportveranstaltungen besuchen und, last but not least, R E I S E N. Ich kenne viele Rentner, die finanziell durchaus frisch sind, naturgemäß viel Zeit haben und trotzdem ihren Hintern nicht hochkriegen, um das zu tuen, was sie aus vorgeschobenen Zeitgründen angeblich nie konnten:
R E I S E N! Reisen bildet, beschwingt die Sinne, gibt neue Anregungen, hilft, Lebensvorgänge relativieren zu können.
Aber wenn man den Dingen etwas näher auf den Grund geht, stellt man fest, daß die immer wieder getroffene Aussage: "Dazu sind wir jetzt zu alt" nur wieder vorgeschoben wird. Im Grunde waren sie immer, auch als sie jünger waren, eher behäbig und träge, und das vor allem geistig.
Ja, Blues, da hast Du Recht! Es gibt auch dumme Alte und gescheite Junge, aber wenn wir das Thema hier diskutieren, ist natürlich die Tendenz gemeint, und auch die Beiträge hier im Forum bestätigen die Behauptung, daß der Bildungsstand der heutigen Jugend tendenziell schlechter ist als der der Generation davor.
Es ist manchmal zum Verzweifeln, manchmal zum Wundern, mitunter auch ganz lustig, was man da so hört und liest, auch hier im Forum. Bei Bekannten blätterte ich unlängst in einem Lifestyle-Magazin und fand dort eine vordergründig eher lustige Geschichte. Das Magazin hatte in der Fußgängerzone einer deutschen Großstadt eine Umfrage zu dem Thema "Wer oder was ist Schopenhauer?" gemacht und sich als Zielgruppe bewußt auffallend hübsche junge Damen ausgesucht. Folgende Antworten hatte man ihnen zur Auswahl gegeben: 1) amerik. Politiker,
2) australische Biermarke, 3) deutscher Geisteswissenschaftler, 4) neue Girlie-Band.
Die weit überwiegende Mehrzahl der jungen Damen entschied sich für "australische Biermarke", der "deutsche Geisteswissenschaftler" rangierte an letzter Stelle, offenbar wußte man schon mit dem Begriff Geisteswissenschaftler nichts anzufangen, aber auch bei "Philosoph" wäre das Ergebnis wahrscheinlich genau so ausgefallen.
Bevor mir jetzt die jungen Damen im Forum verbal an die Gurgel springen: Es hätte umgekehrt natürlich auch die toughen jungen Männer treffen können!
Der Kommentar des Verfassers: "Was nützt mir die hübscheste Blondine in meinem Arm, wenn sie nicht weiß, wer Schopenhauer ist!"
Es ist ja zur Mode geworden, daß sich Eltern und Schule genseitig für den geringen Bildungsstand der jungen Leute verantwortlich machen. Zumindest Allgemeinbildung kann nicht nur von den Lehrern vermittelt werden, hier sind auch die Eltern in der Pflicht. Aber nach meinem Eindruck haben in diesen wirtschaftlich so unsicheren Zeiten die Eltern oft so viel mit sich selber zu tuen, daß sie ihre Kinder vernachlässigen, und das nicht nur hinsichtlich der Vermittlung von Allgemeinbildung. Da entsteht dann so eine verhängnisvolle Melange aus Frust, Verzweiflung, Resignation, Angst, die sich auch bei den Kindern niederschlägt.