Bevor ich vor 40 Jahren zu den Farben weiß schwarz gewechselt bin, Ihr glaubt es kaum, waren meine Lieblingsfarben gelb schwarz. Das war die Zeit als Hans Tilkowski im Tor stand, Paul letzter Mann spielte, Kurat verteidigte und vorn Siggi Held und Lothar Emmerich für Gefahr sorgten. Damals hieß das Stadion noch "Rote Erde".
Zum Thema Nationaltrainer möchte ich die Frage stellen, was kann ein Nationaltrainer bewirken? Die Spieler, die der Nationaltrainer zur Verfügung hat sind meistens in Ihrem Beruf voll ausgebildet. Sollten eine hervorragende Technik besitzen und in der Lage sein aus 20m das Tor zu treffen. Weiterhin sollten sie von Taktik Ahnung haben.
Also was kann ein Nationaltrainer bewegen, wenn ihm nur drittklassige Spieler (und die Nationalmannschaft ist zur Zeit nur drittklassig) zur Verfügung stehen. Wenn im Spiel Frankfurt-Hamburg in der Commerzbank-Arena auf Hamburger-Seite nur ein Deutscher Spieler in der Anfangsaufstellung stand.
Meiner Meinung nach liegt das ganze Dilemma darin, daß aufgrund der hohen Personalkosten die Vereine gezwungen sind, sich auf internationalem Parkett zu bewegen. Es werden teure ausländische (fertige) Spieler gekauft, die nicht noch die jahrelange Ausbildung in den Jugendmannschaften durchlaufen müssen.
Es kommt somit weniger auf den Nationaltrainer an als vielmehr auf die Spieler, die dem Nationaltrainer zur Verfügung stehen und hier sind die Vereine gefragt. Zu wenige junge deutsche Spieler bekommen bei den Bundesliga Mannschaften eine Chance. Erst wenn sich die Vereine finanziell übernommen haben (siehe Dortmund, Kaiserslautern) greift man auf junge billigere Spieler zurück. Bis diese Spieler internationale Erfahrung in diesen Vereinen sammeln können, bis dahin sind sie entweder verletzt oder schon wieder zu alt.
Mit 30 brasilianischen Fußball-Superstars könnte meine Tante auch Weltmeister werden und die ist immerhin 105 Jahre alt.