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  • Navigationsgerät im Flugzeug
    nokiN noki

    Hoffentlich ist beim Gähnen der Kiefer nicht ausgerenkt!
    Wenn jemand hier derartiges vorbringt mit einer Zeitdilatation für ein GPS-Gerät als Uhr in einem Flugzeug, dann kann man doch wohl noch auf diesen Unsinn antworten - oder nicht? Sonst glauben einige Leute wirklich noch daran, weil ihnen der Begriff und dessen Bedeutung fremd sind.
    Hat dich jemand gezwungen es zu lesen? 
    Aber erst nun bemerke ich den Smily unter dem Text! War es also doch nicht so ernst gemeint!-
    Sorry!
    Übrigens dazu brauche ich noch keine Infos abschreiben, denn Demenz habe ich noch nicht, auch wenn du es nicht glaubst!

    Airlines

  • Alles zum WETTER auf Teneriffa !
    nokiN noki

    Am Strand kann man noch gut liegen, wenn kein Wind geht. Aber beachte, es ist teilweise sehr wechselhaft und in kurzer Zeit können auch mal ein paar Wölkchen aufziehen, also es ist nicht verlässlich dass das morgentliche Wetter auch den ganzen Tag über anhält.
    Auf jeden Fall würde ich immer eine leichte Windjacke mitnehmen.
    Heute Morgen strahlte hier die Sonne und nun ziehen von Südwesten ein paar Wolken auf und wiederum nach ein paar Minuten scheint die Sonne wieder. Damit muß man jetzt rechnen!
    Nachts hatten wir 16 °C, nun sind es 22°C, allerdings in einer Höhe von ca. 800-900 Metern an der Teideflanke.
    Die Fernsicht und die Sonnenuntergänge sind nun besonders schön, denn sie verschwindet blutrot hinter La Palma, so dass diese Insel als deutlich Siluette am Horizont erscheint.

    Ich wünsche euch einen schönen Urlaub.

    Gruß Dieter

    Teneriffa

  • Navigationsgerät im Flugzeug
    nokiN noki

    Guten Morgen!

    Dilatation (Dehnung, ausbreiten) in der Physik, hier gemeint Zeitdilatation, kommt aus der allgemeinen Relativitätstheorie und berücksichtigt die Phänomene der Relativbewegungen zweier Objekte. Nach der speziellen Relativitätstheorie gehen für einen mit gleichförmiger Geschwindigkeit bewegten Beobachter alle Uhren außerhalb seines Systemes langsamer. Das gilt für jeden beliebigen zeitlichen Vorgang.
    Allerdings tritt dieser Effekt der Zeit-Relativität erst bei Geschwindigkeiten auf, die nahe der Lichtgeschwindigkeit von 300 000 km/sec liegen! 😆 Im täglichen Leben hat das keinerlei Auswirkungen, weil alle unsere erreichbaren Geschwindigkeiten sehr klein sind und gegen die Lichtgeschwindigkeit vernachlässigt werden können!
    Daraus folgt das bekannte Zwillingsparadoxon. 

    Ich wage ernsthaft zu bezweifeln, dass das zitierte Flugzeug auch nur annähernd in diesem relativistischen Bereich fliegt!
    Es könnte es auch gar nicht, denn dann würde seine bewegte Masse gegen Unendlich gehen! 
    Soweit eine Anmerkung zur Zeitmessung im Flugzeug! [ 😉 ](javascript:SmiliesDialog.insert(7)

    Gruß Dieter

    Airlines

  • Alles zum WETTER auf Teneriffa !
    nokiN noki

    Louboutin,

    aber nachts wird es teilweise empfindlich kühl, besonders bei hoher Luftfeuchte und wenn Wind aufkommt. Das sollte beim Kofferpacken mit bedacht werden.
    Ansonsten: Schöner kann es gar nicht sein, aber auch keine 30 °C mehr und darüber, wie ich irgendwo vorhin las! Und wir leben im Zelt und es ist sehr angenehm!

    Gruß nach Hause
    Dieter

    Teneriffa

  • Alles zum WETTER auf Teneriffa !
    nokiN noki

    Hallo Holiblue und Kai,
    Holiblue, das Wetter in der nächsten Woche vorauszusagen, ist genau so witzig als würde ich aus dem Kaffeesatz lesen wollen.

    ....... ich weiß nicht was oder wer euch solche Schauermärchen über angeblich große Schäden und Zerstörungen bei dem "Unwetter" vermittelt hat? Es waren ein paar heftige Wolkenbrüche, tatsächlich mit sehr viel Niederschlag in kürzester Zeit, aber keineswegs eine Katastrophe. Ein paar Autos standen bis zu den Bodenblechen im Wasser und sind auch durch die heftige Strömung von ihrem Parkplatz versetzt worden, und gerade eine Kamera war dabei. Das wird nur so aufgebauscht, weil es auf Teneriffa bisher sehr ungewöhnlich ist und selten passiert; man kennt das einfach noch nicht, weil alle Welt glaubt dass dort das Wetter einfach nur immer schön ist! Dass das Valle Orotava und jeder kleine Barranco dann Wasser führen, ist völlig normal. Komisch, niemand redet von den wirklich großen Schäden auf den Plantagen. Große Flächen ausgespülter Bananenstauden, verwüstete Tomatenplantagen usw.. Das ist für die Landwirtschaft viel schlimmer. Warum die Ortschaften sofort überfluten, ist auch klar: Es gibt keine Siele oder Kanalisation. Das Wasser kann nicht weg und strömt mit großer Geschwindigkeit durch die Straßen.
    Es war halt heftig aber auch kurz!

    Ich halte mich seit Anfang September nördlich von Icod de los Vinos auf und zwar in Zelten, nicht einmal in festen Häusern an der nordwestlichen Flanke des Teides und ich bin auch oft in Garachico, aber alles ist längst Stroh von gestern und lange vergessen. Ich hab' dort schon viel Schlimmeres erlebt! 
    Ich bleib noch eine Weile hier; das Wetter ist sehr schön, ab und an ein paar harmlose Wolken mit ein paar Tropfen Regen bei durchschnittlich 25 - 27 °C. Reicht das nicht um zufrieden zu sein?

    Gruß Dieter 

    Teneriffa

  • Teneriffa- Insel voller Rätsel, Geheimnisse und Gegensätze?!
    nokiN noki

    Ein dickes Stromkabel, ein Transformator, vierzehn Häuschen
    und was nun?
     
    Viele Wochen ist es her dass wir zwei, Lucita meine hübsche Begleiterin, Übersetzerin und ich, die kleine Delia in ihrem Dörfchen besuchen wollten. Voller Vorfreude, einem Eselgespann vor einem zweiachsigen Wägelchen vollbepackt mit vielen Geschenken und nichts ahnend erreichten wir die Siedlung von der Eremita de Bernabe kommend, südlich bei El Amparo von Icod de los Vinos gelegen. Einen ganzen Tag hatten wir gebraucht für die unwegsame Strecke. Es mögen etwa 15 km oder mehr gewesen sein. Unser Einzug gestaltete sich wie der eines Wanderzirkusses. Kinder kamen entgegen und geleiteten uns bis ins Dörfchen, und bald waren wir umringt von ihnen. Die erwachsenen Einwohner sind zu der Zeit, es war mal eben 18 Uhr, noch auf den Feldern. Aber ein Mädchen war darunter, das den anderen strahlenden Gesichtes erklärte dass ich der Amigo aus Alemania sei und von ganz weit herkäme. Es war Delia um die wiederzusehen wir hierher gekommen waren.
    Gottlob, sie erkannte mich wieder. Alles stob auseinander um die Kunde im ganzen Örtchen herumzutragen. Esel und Karren wurden unter einem Baum angebunden und wir mußten mit auf den „Dorfplatz“. Ein nicht einmal 200 Quadratmeter großer Platz rund um einen Brunnen, um den sich die Häuschen im Kreis gruppierten, dicht an dicht eng nebeneinander. Ein typisches Haufendorf, wie ich es ja schon früher an anderer Stelle andeutete.
    Langsam trudelten nun auch die Erwachsenen nach und nach ein, so dass der Platz sehr bald voll war. – Der Señor aus Alemania ist da! Es geschieht nur sehr selten einmal, dass dorthin fremder Besuch kommt, und so ist die allgemeine Aufregung durchaus verständlich. Eigentlich wollten wir beide, Lucita und ich, uns erst am nahe gelegenen Bach etwas frisch machen und abkühlen, aber all das blieb zunächst ein Wunsch. Es gab hier kein Entrinnen, außer …- ja, die Geschenke! Das war die Rettung. Süßigkeiten für die Kinder, 2 Ferkel, kleine Gänse und Küken, warme Decken und Pullis, Kerzen, Laternen samt kanisterweise Petroleum, 20 kg-Säcke mit Grundnahrungsmittel wie Salz, Zucker, Reis, Milchpulver, usw. und noch sooooo vieles Nützliche mehr. Keiner sollte leer ausgehen! All das wird schon als Luxus betrachtet! Am meisten Aufregung gab es über die Gummibärchen, sonstige Harribo-Artikel und Smarties. Das ist keine Werbung, aber das Einzige welches in der Hitze nicht schmilzt. Insgesamt gut 10 Kg davon waren auf dem Wägelchen. Das ganze Dorf war versammelt und buchstäblich vor Freude aus dem Häuschen. Man ahnt nicht was auf solch einen Eselwagen mit zwei Achsen alles draufpasst, wenn er nur richtig gepackt ist! Immerhin kann man bequem mit zwei bis drei Personen darauf schlafen, und abgeplant ist er ringsum auch. Daraus kann auch ein einfaches Zelt gebaut werden. Darum auch zwei ganz folgsame und artige Esel als Zugtiere! - Eine freundliche Leihgabe der Eremita.
    Als das Freudenchaos wohl etwa so seinen Höhepunkt hatte, geschah etwas was mich sehr erschreckte. Delia wurde immer stiller und ihre Freude schien ausgelöscht zu sein. Dann auf einmal kam sie zu mir, streckte ihre Arme um meinen Hals, fing an zu weinen und zog mich abseits hin in die Richtung dieses grausigen Barrancos in das sie seinerzeit gestürzt war. Augenblicklich verstummten alle auf dem Platz für einen kurzen Moment. Wir beide setzten uns abseits auf einen Felsen, stumm, Hand in Hand. Und so saßen wir lange Zeit ohne ein Wort zu reden wie ein ungleiches Liebespaar, sie immer noch weinend in meinem Arm. Das ging mir verdammt nahe; es ging so etwas Hilfloses und Ergreifendes von ihr aus! Ich weiß nicht wie lange wir dort gesessen haben, es muß aber sehr lange gewesen sein. Dann gingen wir wieder zurück zu den anderen, die mittlerweile schon die Esel und den Wagen versorgt hatten. Als unsere Schlafsäcke und das Zelt bemerkt wurden, gab es fast einen Proteststurm. Selbstverständlich mußten wir in einem dieser Häuschen schlafen. Wenn man sich klar macht welchen Umstand und welch großer Verzicht das für die Bewohner bedeutet, dann ist das nicht hoch genug einzuschätzen.
    Recht selten essen alle gemeinsam in großer Runde, heute war es so, dass Männer und Frauen sich alle miteinander aus einem großen Topf bedienten. Es gab so eine Art Gemüsesuppe mit allem was ein Garten hergibt, Hühner- oder Putenfleisch war reichlich enthalten, jedenfalls mit viel Paprika, Bohnen und Hirseklößen aus in einem Mörser selbst gestampftem Hafer- und Hirsegries. Auch das Fladenbrot besteht daraus und erinnert mich immer an das nordafrikanische Kuskus. Ein sehr sättigendes und nahrhaftes Gericht, und es schmeckte ausgezeichnet. Selbstverständlich war dieses gemeinsame Essen kurzfristig großartig improvisiert, niemand wußte ja dass wir kommen würden. Hier in einem unserer heimischen Restaurants hätte dieses Gericht wohl einen wirkungsvollen aber unverständlichen französischen Namen bekommen. Nur mit dem selbstgebrauten „Bier“ stand ich etwas auf Kriegsfuß, denn dessen Wirkung war schon etwas zu spüren. Das ist nichts weiter als angegorener Saft von Sandias (Wassermelonen) und noch einigen anderen saftigen Früchten. Schmerzmittel waren zwar auch auf dem Wagen gewesen, aber die sollten ja nicht für mich sein!
    Meine Delia ging mir nicht mehr von der Hand und es hatte schon den Anschein von Eifersüchtelei gegen Lucita und die anderen Spielkameradinnen.
    Nun wollten wir ja nur zwei oder drei Tage bleiben um dann wieder heimzukehren, aber wie so manches kam es ganz anders.
    Am nächsten Tag wurde nicht gearbeitet, jedenfalls nicht weit entfernt, nur in den Hausgärten. Das Frühstück kam sehr früh, Fladenbrot mit sowas wie Fruchtbrei und allerlei Säfte. Und wer kniete vor meinem Lager und weckte mich? Natürlich Delia wer sonst.
    Da wurde mir klar: Ich hatte ein kleines Herz erobert! Würde ich dessen würdig sein? Das ist immerhin eine große Last, die ich mir wohl selbst aufgebürdet hatte.
    Und dann geschah das was uns und noch andere schon seit vielen Wochen hier ausharren läßt.
    Hinter den Häusern zeigte man uns eine Trafostation. Ich wollte es erst nicht glauben, aber Tatsache dort stand ein fertiger Betonkasten auf einem Sockel mit einem Transformator akzeptabler Leistung. Gedacht um das Dörfchen mit Strom zu versorgen. Vorbereitet mit Trennschalter und Lastsicherung; sogar ein Starkstromtrafo, freigeschaltet und unter Strom! Das darf doch nicht wahr sein, war mein erster Gedanke, und was nun? Wo ist das Material, das Werkzeug, wo sind die Elektriker die alles verkabeln und anschließen? Ich bin alleine damit überfordert! Die Behörden hatten alles hingestellt und von den anderen Arbeiten war nicht mehr die Rede. Na gut, machen wir was draus! Als allererstes eine primitive Anzapfung für unsere Handy-Ladegeräte. Zwei Drähte ließen sich finden und eine Rolle Kabel lag auch in der Box, dank Überlebenswerkzeug gelang es auch. Somit waren wir wenigstens mobil erreichbar.
    Und nun ging’s los das Improvisieren, Planen, Organisieren. Als allererstes erging ein Notruf an meine Gastfamilie Lucitas Eltern mit einem Situationsbericht. Die setzten sich mit den Stromversorgern der Insel in Verbindung, aber keiner wußte etwas und wollte etwas tun. Also wieder mal reine Schreibtischtäter. Auch den Einwohnern hatte man kein Sterbenswörtchen gesagt, außer dass sie nun bald Fernseher und Waschmaschinen hätten, womit sie nichts anfangen konnten. Ich sehe immer noch die flehenden Blicke der Dörfler ihnen zu helfen. Und das will ich tun, so wahr ich der Amigo aus Alemania bin!
    Nun sind ja Lucitas Eltern sehr einflußreiche und bekannte Leute dort; an denen kann auch ein Minister nicht einfach vorbeigehen ohne seinen Posten zu gefährden. Also muß es sein; lassen wir die Puppen mal tanzen, notfalls auch die Köpfe rollen!
    Nur mit einem selbstgefertigten Übersichtsplan, Aufriss eines Hauses (die sind alle gleich) und viel Wut im Bauch versehen machten wir uns hastig auf den Rückweg ins Kloster Bernabe, mit dem Versprechen an die Dorfbewohner uns um alles zu kümmern und dann schnellstens wiederzukommen. Es fehlt einfach alles; wir fangen bei Null an! Delia wollte nicht mit uns gehen; sie war sehr traurig.
    Und so sind wir nunmehr schon 7 Wochen, oder mögen es mehr sein, hier und stehen kurz vor der Vollendung unserer Aufgabe „Ein Dorf zu elektrifizieren“. Fünf Männer und eine Frau. Und das was wir machen soll gut sein, man soll auch noch nach Jahren Gutes über uns reden. Alle erforderlichen Genehmigungen, Geld und große Unterstützung wurden uns buchstäblich nachgeworfen, nachdem die Sache bei den verantwortlichen Ämtern über den Umweg des Ministeriums ins Rollen gekommen war. Jeder fürchtet um seinen Sessel. Man hat dann ungeahnte Möglichkeiten und Freiheiten ohne viel Papier. Selbst von höchster Stelle kümmerte man sich auf einmal um dieses „Projekt“; man war also aufgewacht hoch oben. Ein Geländewagen wurde gestellt und andauernd nachgefragt ob auch alles läuft oder ob man helfen könne. Rührig das ganze nur zu spät, aber vielleicht nützt es den anderen Dörfchen etwas, die wohl in der gleichen Situation stecken.
    Unsere Fachleute, geschickt von Lucitas Eltern, waren mittlerweile auch in der Eremita angekommen. Sie hatten zwei Tage her gebraucht, dafür waren sie mit allem Werkzeug gut bestückt und ihr Eifer war kaum noch zu bremsen. Nun nahm die Sache richtig Form an. Pläne wurden erarbeitet und Materiallisten großen Stils gefertigt. Wie das nun einmal so ist, wenn ein solches Projekt durchgezogen werden soll. Es machte trotz all dem Stress so richtig Spaß. Alsbald füllten sich ganze Räume mit angeliefertem Material, so dass ein Trupp sich schon vorab auf den Weg machen konnte. Von den Mönchen und Ordensfrauen erhielten wir großartige Unterstützungen und Fürsorge in allen Belangen. Nun hatten die treuen Esel erst einmal Pause und wurden gut und klösterlich versorgt. Es ist schwer vorstellbar welche Mengen an Material benötigt werden, - natürlich mit reichlich Reserven, denn Geld war bereit und auch freigegeben. Es konnte aus dem Vollen geschöpft werden, wenn bloß vor Ort nicht alles so unsagbar schwierig gewesen wäre. Nach fünf Tagen rückten auch wir ab, mit noch einer ebensolchen Ladung, aber auch nun schon in Anbetracht der Möglichkeit mit einigen umdeklarierten Küchen- und Luxus-Gebrauchsgeräten. Schließlich sollten die Bewohner auch etwas von ihrem neuen „Luxus“ zu spüren bekommen und sich nicht nur über eine Beleuchtung freuen können. Kontrollen gab es nicht, und diejenigen die einmal von Amtes wegen vorbeischauten hatten sowieso keine Ahnung.
    Das ganze Dörfchen schien umgekrempelt zu sein. Wir wurden behandelt wie Fürsten und mußten schon mitunter bremsen, sonst hätten die Dorfbewohner noch ihr letztes Hemd hergegeben. Und das hält bis heute noch so an! Jeden Tag wird ein Haus fertig und kann wieder bezogen werden, denn während der Arbeiten wurde jeweils ausquartiert. Ich sehe immer die strahlenden Gesichter der Hausbewohner vor mir, wenn sie den Schalter betätigen und es hell wird in den vorher düsteren Räumen! Ganz wie Kinder, die mit strahlenden Augen den Lichterglanz des Weihnachtsbaumes betrachten. Unsere kleine Zeltstadt, in der wir hausten, war zum geweihten Ort geworden und die Handwerker zu Zauberern. Fiestas wurden veranstaltet, und bald kannten wir alle Bewohner des Örtchens. Nur die Kinder müssen wir uns etwas fern halten, sonst wuseln sie uns überall dazwischen, was nicht ganz ungefährlich ist. Delia mußte ich leider etwas vernachlässigen obgleich sie uns ständig und überall genauestens beobachtete. Bald kommt die Zeit wo ich mich ganz ihr widmen kann.
    Wochenlang hatte das Wetter unserem Tun freundlich zugeschaut, teils zwar etwas wolkig aber warm. Leider änderte sich das in der letzten Woche, oder war es vorletzte? Drei Tage nichts wie starken Regen, so dass Außenarbeiten nicht möglich waren und keine Oberleitungen mehr fertig wurden. Das Wasser rauschte nur so durch die Schlucht und auch der Dorfplatz war ein See geworden. Im Radio vernahmen wir von den Überflutungen in Garachico, in Puerto de la Cruz und im Orotava-Tal. Die ganze Nordwestküste war betroffen. Scheinbar ähnlich wie das Unwetter welches ich vorher schon beschrieb. Nun herrscht wieder eitel Sonnenschein bei ca. 25 Grad.
    Zwischendurch bekamen wir Besuch von den Teide-Rangern in einem Hubschrauber. Delia war fällig zur Krankenhauskontrolle und sollte abgeholt werden. Nun ging mein Wunsch in Erfüllung sie begleiten zu können. Auf ihre ganzen lieben „Männer“ in der Klinik in St. Cruz war ich sehr gespannt. Trotz Hubschrauber, der uns nur bis zur Rangerkaserne am Teide brachte, von wo aus in einen Krankenwagen umgestiegen wurde, dauerte es einen halben Tag bis in das Hospital. Der nächste Tag war aufregend, nicht nur für Delia, sondern überall versuchten sie mich vorzustellen und rum zu zeigen, weil Delia wie wild darauf bestand dass ich alle kennenlernen sollte. Ich war nicht wenig überrascht dort einigen deutschen Fachärzten zu begegnen wie auch überhaupt von der ganzen Ausstattung der Klinik. Das war modernster Stand der klinischen Technik. Delia durchlief einen kompletten Check in vielen Stationen. Auch hier konnte ich es bemerken: Sie war doch etwas Besonderes! Zurück heimwärts ging es dann über Santiago del Teide und dann weiter mit einem Geländewagen quer durch die Wildnis. Eigentlich waren wir beide doch recht erschöpft, aber das Wiedersehen in ihrem Dörfchen mußten wir doch noch erdulden.
    Hier hatte sich viel getan, der Endspurt deutete sich schon an. Insgeheim hatten wir angestrebt bis zum Namenstag Delias unsere Arbeiten beendet zu haben um dann mit einer großen Fiesta beides feiern zu können. Auch dieses Vorhaben gelang uns. Und so konnten wir getrost und in aller Ruhe noch eine Generalprüfung machen bevor wir am 24. diesen Monates das nunmehr elektrifizierte Dörfchen an seine Bewohner übergaben. Nicht nur für die Besitzer war es ein etwas erhebender Augenblick.
    Still und unbemerkt hatte Lucita Geschenke für Delia herbeigeschafft und das Fest organisiert nun durfte die Fiesta beginnen. Es wurde ein „rauschendes Fest“, ganz den mehrfachen Anlässen angemessen. Wir alle, die an den Arbeiten beteiligt waren hatten nun ein ganzes Dorf als Freunde, und das hat längst nicht jeder. Das Leben der Bewohner wird sich nicht grundlegend ändern, das soll es auch nicht, aber es wird für alle leichter werden. Das war der tiefe Sinn dieser Aktion. Und die Dankbarkeit und Freude in den Gesichtern der von der High-Tech-Zivilisation Übergangenen ist mehr als nur ein Lohn. Viele Tränen der Freude sind vergossen worden.
    Ein größerer Gemeinschafts- bzw. Allzweckraum ist dabei auch noch nebenbei entstanden, ganz unter der Regie der Dorfbewohner. Es ist einfach die räumliche Verbindung zwischen zwei Häusern. Die Bewohner sind sehr geschickte Handwerker in Sachen Holzbau! Drei sehr große gestiftete Kühlschränke sollen auch noch kommen, so ist es angekündigt. Für deren allgemeine Nutzung wird es wohl eine etwas straffe Regelung und Aufklärung geben müssen, sonst landet alles andere nur kein wichtiges Kühlgut darin! Es ist doch alles neu und weitgehenst unbekannt. Täglich inspiziere ich noch die Elektrik der Häuser und versuche den Bewohnern den Umgang damit zu erklären. Vor allem die Hausanschlüsse haben es ihnen angetan, weil da so viele Sicherungsschalter drin sind. Und genau da sollen sie nicht rangehen, deswegen entsprechen sie auch nicht der Norm und sind sehr hoch unter dem Dachüberstand angebracht. Die Ordensschwester, gleichzeitig Hebamme, Krankenschwester und Lehrerin ist dabei sehr behilflich und von großem Nutzen. 
    Alles was wir hergeschleppt hatten, Zelte, Schlafsäcke, Material, einfach alles, die gesamte Ausrüstung, ohne Werkzeuge, Luftmatratzen auch die Arbeitskleidung bleibt als Andenken zurück. Eine sehr komfortable, komplette und moderne Campingausrüstung.
    Nun kann ich mich Delia voll und ganz widmen. Und das tue ich mit ganzem Herzen und der größten Freude.
    Morgen werden alle Mitstreiter wieder abrücken, nicht ganz ohne Wehmut, und sie werden berichten was es auf Teneriffa in den abgelegenen Ecken und Winkeln noch alles zu tun gibt. Es ist dort schon allen bekannt, dass es noch mehr solche Einsiedeleien gibt, vorwiegend im Teno- und im Anagargebiet. Ich bin überzeugt wir werden nicht die Einzigen bleiben, die diesen Außenseitern der Gesellschaft helfen werden. Dort sind noch die alten Traditionen und das Erbe Teneriffas verborgen und nicht in den Zentren des Tourismus. Ich habe ein bisschen davon kennenlernen dürfen und das macht mich reich und fähig dazu sagen zu können: Ich weiß nun etwa wie und was die Insel Teneriffa und seine Bewohner sind; ich habe sie etwas kennengelernt! Keine Minute möchte ich davon vermissen.
    Und alles das wegen meiner Neugier und wegen einem kleinen Mädchen namens DELIA! Aber es gibt viele Delias auf der Welt! 
    Ich werde noch sehr oft zurückdenken, denn ein ganz kleines Stückchen meines Herzens wird dort bleiben und verwurzeln. Für viele gewiss unverständlich und Gefühlsduselei. Sei es wie es ist: Neid muß man sich hart erarbeiten!
    Ich bleibe noch ein paar Tage (?) hier, gewissermaßen als Nachbleibsel, dann werde auch ich mich wieder von dannen schleichen. Der Abschied wird mir gewiss nicht leicht fallen.
    Wir werden auf den kümmerlichen Feldern und im Dorf mitarbeiten, wandern oder tun was uns gerade in den Sinn kommt – Delia, Lucita, eine wundervolle junge Frau, und ich! Manchmal werde ich Kaninchen für das Abendbrot jagen gehen, wie auch vorher schon, die es dort in großen Mengen gibt, denn die Fallenjagd der Dörfler ist nicht sehr effektiv. Gegrillt schmecken sie mit einer Wein- oder Knoblauchsouce ausgezeichnet. Staunen muß ich auch darüber was man alles aus Kürbis, Melonen und Wildfrüchten zaubern kann und wie Zucker gewonnen wird. An Vitaminen und Mineralien mangelt es wahrlich nicht, in Verbindung mit dem was das Vieh noch hergibt.
    Rückblickend kann ich behaupten, dass all das meinen Horizont ganz wesentlich und nachhaltig erweitert hat.

    Versteht ihr nun warum ich Teneriffa und seine Menschen so sehr liebe?
     
    Mit allseits herzlichen Grüßen von
    Dieter
     
    P. S. Nicht unerwähnt möchte ich die großzügigen Unterstützungen und Spenden von Material und Know-how sowohl technischer Art als auch anwendungsorientierter Gebrauchsgeräte im Elektrobereich, seitens einiger Firmen lassen. Der Materialtransfer und der Zulieferservice wurden freundlicherweise von einer Fachfirma übernommen und war organisatorisch hervorragend und sehr flexibel. Durch freundliches Entgegenkommen konnten auch die anfallenden Energieverbrauchskosten auf viele Jahre hinaus im Rahmen der staatlichen Versorgungspflicht gesichert und übernommen werden. Ein kostenfreier Servicevertrag seitens der Inselregierung steht unmittelbar vor dem Abschluss.

    Teneriffa

  • Cap de ses Salines
    nokiN noki

    guten Morgen el loco,

    wundere dich ruhig weiter, aber über Türmchen von diesen Ausmaßen von 30 bis 40 cm Höhe habe ich mir bislang noch nie Gedanken gemacht! Auf dem Foto scheinen sie sehr viel höher zu sein, zumindestens einige von der Gruppe.
    Diese kleinen Häufchen sieht man überall an den Feldrändern der maschinenbearbeiteten Äcker, z. B. in dem Anbaugebiet rund um Muro - Sa Pobla.

    Gruß Dieter 

    Mallorca

  • Cap de ses Salines
    nokiN noki

    Hallo, und viele Grüße vom schönen Teneriffa!
     
    @ caballito
    Ich bin der gleichen Meinung, wie die Vorredner, diese Steinpyramiden sind Wegweiser für Wanderer. Man nennt sie dort auch Iconas. Schaut man einmal genauer hin, dann sollte sich auf einem Stein im unteren Bereich eine aufgebrachte Markierung aus farbigem Lack mit mindestens einem Buchstaben gefolgt von einer Zahl, oftmals als römische Ziffer, befinden. Sie weisen auf den weiteren Verlauf der Strecke hin. Die Seite an der sich diese Markierung befindet zeigt die Richtung. Sie sind sogar in guten Wander- oder Flurkarten eingetragen. Das Verändern, Entfernen, Umschichten, usw. ist verboten und meistens auch meldepflichtig bei den zuständigen Katasterämtern. Im Gebirge sind diese Markierungen meistens unten an den Felswänden, wie bei uns oftmals in den Alpen auch. Sie sind deswegen unten angebracht, weil doch meistens im unwegsamen Gelände der Blick nach unten auf den Pfad gerichtet ist.
    Diese Routen werden alljährlich von autorisierten Personen abgegangen und kontrolliert.
    Es sind sehr wichtige und nützliche Einrichtungen.

    @el loco
    in der Tat, diese Türmchen sehen nicht aus wie die Pyramiden, die ich meinte. Allerdings sieht man da auch aufgetürmte Brocken, die eine oder auch zwei Personen nicht wuppen können. Also ich glaube da nicht so ganz an einen Jux! Auch wenn sie keine tiefsinnige Bedeutung haben sollten, für einen bloßen Spaß wäre das ganze wohl doch zu mühsam.

    Grüße Dieter  

    Mallorca

  • Teneriffa- Insel voller Rätsel, Geheimnisse und Gegensätze?!
    nokiN noki

    Immer dieses leidige Thema Wetter!? ……………… Warum?
    Aber Teneriffa, so "klein" wie es auch ist, erfordert es einfach darüber zu reden, weil es eben so unterschiedlich sein kann!    
     
    Eigentlich habe ich ein ganz schlechtes Gewissen, wenn ich nun vielleicht manch einem Liebhaber des Nordens der Insel, also der Gegend um Puerto de la Cruz und des La Orotava Tales herum, nicht ganz nach seinem Geschmack schreiben kann. Aber es muss sein! Weil ich denke mit meiner leidlichen Teneriffa-Erfahrung manch einem starren Verfechter des Nordens als einzig schöne Gegend seiner Klinge doch einmal etwas die Spitze zu nehmen!
    Auch wenn das, was ich nun zu beschreiben versuchen werde, nur äußerst selten und nur in den Wintermonaten vorkommen k a n n , vorwiegend ab Anfang Januar bis zum Ende des Februars, so kommt es eben doch vor, und leider in den letzten Jahren mit zunehmender Tendenz! Jedoch immer noch selten genug um solche Ereignisse als Sonderfälle abtun zu können.
    Den Ferienreisenden wird das nicht besonders interessieren, aber er sollte es ruhig wissen, dass nicht nur der Teide ein unruhiger Geist ist, sondern auch das Wetter es sein kann! Gewiss ist das nicht normal – noch nicht! Es „kratzt“ aber schon leicht an der pauschalen Meinung, dass es dort immer nur – bis auf …….-schön ist. Zwar etwas feuchter und kühler als im Süden, aber dafür grüner und von der Hitze her erträglicher. Sonst überwiegend wolkenlos und heiter!
    Deswegen bitte ich jeden Leser darum für sich selbst bei Bedarf vor allen Adjektiven, die ich nun Unbequemes über das Wetter im Norden schreibe, doch bitte die Präposition „kann“- (geschehen) etc., zu setzen!
     
    Jedoch Eines bleibt davon unberührt, gleichgültig wie die Vorlieben auch sind: Ob Nord oder Süd, Teneriffa ist überall nur schön! 

    In einem vorgehenden Beitrag schrieb ich über den Schneemann am Teide. Das nun folgende ging dem Ereignis voran.
    An einem recht schönen Tag im Januar startete ich also von Erjos im Nordwesten nach P.d.l. Cruz wie üblich über die Nordstrecke längs der Küste bis San Vicente, um dann querfeldein auf die nördliche Flanke des Orotavatals zu gelangen. Eine besonders schöne Strecke durch ganz kleine Dörfchen, immer am Hang oberhalb der Küstenstrasse entlang. Dort oben, außerhalb der Wohnzentren, wollte ich Freunde besuchen. Man hat von dort oben eine herrliche Aussicht über das ganze Tal und P.d.l. Cruz bis zum Meer hin. Dorthin wo auch der Pfeifenschnitzer wohnt. Ringsum Terrassen mit Orangenplantagen, Landarbeiter kommen vorbei um ein Tässchen Kaffee zu trinken, der immer frisch auf der Terrasse bereit steht, andauernd wird man von irgend welchem Viehzeugs gestört etwa zahme Dohlen, neugierige Amazonen und allerlei Kleinvögel. Bei einer Biologenfamilie ist das aber normal!
    Eigentlich wollte ich nur eine Nacht dort bleiben; daraus wurden dann aber 1 + 6 Nächte! Und das kam so:
    Der Abend der Ankunft wurde sehr lang und der neue, nächste Tag immer später. Es war doch so wunderschön draußen zu sitzen. Mir fiel auf, dass der Hausherr und seine Kinder immer wieder besorgt zum Meer und dem beleuchteten P.d.l. Cruz hinunterblickten; dabei gab es gar nichts zu sehen für mich – oder doch? Die Brandung hatte zugenommen. Ob das was zu bedeuten hatte konnte ich natürlich nicht sagen; jedenfalls solle das Wetteramt der Stadt eine Unwetterwarnung herausgegeben haben, sagte man mir. Na ja, wenn man in Deutschland lebt geht man schon sorgloser mit Bezeichnungen wie Sturmflut oder Orkan um!
    Am nächsten Morgen lag das Tal in tiefem Nebel und der Wind hatte sich auf Nord- bis Nordnordwest gedreht und blies direkt in das Tal hinein und an den Hängen hoch. In allen Richtungen nur dicke weiße Suppe. Aha, so sieht also schlechtes Wetter im Norden aus, dachte ich mir! Nur muss man doch nicht gleich alles was nicht befestigt ist sichern und als Landarbeiter seine Arbeit auf den Plantagen verlassen und nach Hause eilen, auch wenn man auf der anderen Seite wohnt und einen weiten Weg hat! Schließlich wird doch immer nur beschrieben, dass der Norden zwar feuchter ist und es auch schon mal ein Schauerchen geben könnte, aber von Unwetter war doch nie und nirgendwo die Rede. Ganz plötzlich waren die Wolken unter uns weg und die Stadt war zu sehen. Eigentlich dominierte dort ein sehr breiter weißer Streifen – die Brandung. Das musste vor Ort gewaltig sein. Knapp über uns nur dicke dunkelgraue Wolken. Als das sichtbar wurde krachte es auch schon; also ein Gewitter! Kurze Zeit später öffneten sich die Schleusentore der Wolken und entließen fast kirschgroße Tropfen und gleich so viele! Ein Wolkenbruch – einer? In halbstündlicher Wiederholung ein neuer! Dazu ein Sturm das Tal hinauf, dass man dachte das Dach hebt ab. Die Terrassen waren längst überflutet und liefen über; aber das soll ja auch so sein. Die Straßen hinunter stadteinwärts waren reißende Bäche. Wie wird es da wohl auf den vielen langen Treppen in P.d.l. Cruz ausgesehen haben? Zeitweise war nur Rotlicht der Rettungs- und Hilfsfahrzeuge zu sehen, und die krochen alle auf der gegenüberliegenden Straße zum Teide hoch dahin. Ganze Hänge rutschten ab und die Sturzfluten brachten schon am zweiten Tag Bäume und tote Tiere mit sich. Also musste es oberhalb von uns ebenso schlimm sein, denn dort befanden sich überwiegend die Viehställe. Außerdem wohnte noch eine Familie mit einer behinderten jungen Frau und drei Kindern dort in einem kleinen Häuschen, das schon sehr alt war. Der Mann arbeitete auf den Plantagen und hatte das Häuschen geerbt. Alles war gut bis ein Unfall seine Frau in den Rollstuhl zwang. Wir holten sie alle bis auf den Mann und den ältesten 12-jährigen Sohn runter zu uns. Die kleineren Kinder waren ohnehin schon meistens hier bei meinen Freunden.
    Das durfte natürlich kein Tourist sehen; also bereinigte man alles was möglich war schon vor den Nobelvierteln des Tales. In den ersten drei Tagen war es am schlimmsten, danach wurden die Pausen zwischen den immer noch sehr ergiebigen Schauern und den Gewittern schon länger. Hatte Petrus sein Pulver verschossen, oder war es nochmals die Ruhe vor dem Sturm, der nach wie vor heftig blies? Ab und an war Feuerschein vom Hafen her zu sehen. Da hatten sich wohl Boote losgerissen und waren wild umher geschleudert worden.
    Irgendwann an einem Nachmittag zwischen zwei Schauern gingen wir dann auch mal runter in Richtung P.d.l. Cruz. Nun sahen wir was von oben, gewissermaßen aus dem zweiten Stock, nicht wahr zu nehmen war. Überall Aufräumarbeiten an beschädigten Häusern und Straßen. Die schönen Parks mit den gepflegten Rasenflächen lagen voller Müll und Verpackungsmaterialien. Überall dieses verdammte Plastik der Flaschen und Tüten. Zwischendurch mußte immer mal wieder Schutz vor den „himmlischen Wasserfluten“ gesucht werden, weil wir ja doch keine U-Boote sind! Dann kamen die engen Gassen mit den langen Treppen runter zum „Hafen“, jedenfalls zu der etwas geschützten Bucht, der bis auf den letzten Platz vollgestopft mit Booten aller Klassen war. In diesem Stadtgebiet gibt es schon viele ganz breite Straßen, bequem für das Wasser, aber es nahm lieber den Weg über die Treppen, die ja doch ein stärkeres Gefälle hatten. Dumm war nur, dass die Sperrmauern dort zum Norden hin völlig offen sind, so dass das Meer freien Zugang hat. Dementsprechend sah auch der Strand Martianez aus. Weiter zu den Meerwasserbädern sind wir nicht gekommen; dort war alles abgesperrt. Wie mag es da wohl in den Anlagen der Touristen einzigsten und allerliebsten Kindes dem Loro-Parque ausgesehen haben? Und den ganzen Bananenplantagen rings um die Stadt. Allerdings war es hier unten eigentlich gar nicht solch ein Sturm wie bei uns oben, denn sonst hätte sich hier doch wohl einiges mehr in seine Primfaktoren zerlegt. Der heftige Sturm scheint den Weg ins Tal und die Hänge aufwärts genommen zu haben. Als auch unsere Bootsbekleidung so langsam durchlässig wurde, es sind immer diese verdammten Nahtstellen, machten wir auch kehrt. Wir hatten genug gesehen um sagen zu können, dass es manchmal im Norden nicht nur kühler und feuchter sondern auch ganz anders sein kann. Und schon wurden wir Heimgänger wieder durch ein Gewitter gestraft.
    Zu Hause bemerkten wir dann bei einem Rundgang ums Haus, dass sich ein hölzerner Unterstand aufgelöst hatte; er stand ehemals hinten im Windschatten des Hauses. Das hätten wir uns aber auch denken können, zumindestens ich aus den Erfahrungen mit Sylt, den Deichbrüchen usw.. Die größten Schäden geschehen immer auf der dem Wind abgewandten Seite. Dort gibt es nämlich einen enormen Unterdruck- Wirbel, der alles zerstört und einebnet. Deshalb wird unsere Insel Sylt auch niemals zu retten sein, egal wie viel Wellenbrecher und Sand man jährlich wieder herbeischafft. Aber das ist allen Fachleuten alles längst bekannt.  Mein Onkel, seinerzeit ein Deichbau-Ing. in Aurich, pflegte zu sagen: Solange der verfluchte Damm vom Festland undurchlässig bleibt, ist Sylt verloren. Es kann keinen hydrodynamischen Druckausgleich an der Südspitze geben. Und so bildet sich der alles zerstörende Wirbel aus.
    So langsam beruhigte sich das Wetter wieder, nach ganzen 5 oder 6 Tagen. Und als die Forstleute die Straße hoch zum Teide wieder geräumt hatten und frei gaben hieß es Abschied nehmen.
    Es war ein Ausnahmefall und ein Ausnahmezustand gewesen!
    Die Fortsetzung ist nun auf der Heimfahrt der Schneemann am Teide! Ein Nachzügler des Wetters?
     
    So  k a n n  es auch aussehen dort im Norden, weil der Wind ausgerechnet direkt aus Norden kam. Das ist absolut selten der Fall. Nun erschreckt aber nicht gleich und zieht daraus falsche Schlüsse. Das Einzige was nicht gut war, war doch nur die lange Dauer des Geschehens!
     
    Gruß Dieter (z. Zt. Eremita de Bernabe, El Amparo Teneriffa)  

    P. S. Warum treibe ich mich z. Zt. in einem Kloster herum?
    Eigentlich bin ich nur mit meiner Begleiterin Lucita und einem Eselgespann samt Wagen voller notwendiger Gebrauchsgüter und Geschenke für ein paar Tage hierher gekommen um Delia und ihr Dorf zu besuchen, und dann standen wir staunend vor dem angeschlossenen kleinen Endtrafo draußen in seinem eigenen Stahlschutzhäuschen. Nicht zu glauben, aber er war angeschlossen und in Betrieb, ganz alleine für sich ohne irgendeinen Verbraucher nur ein Lastschalter war vorhanden. Erstens ist das nicht sehr gesund für den Trafo selbst und zweitens doch völliger Schwachsinn! Als erstes haben wir beide eine "Tankstelle" für unsere Ladegeräte gebastelt. Niemandem ist gesagt worden, dass da noch jemand kommt, der ihre Häuschen verkabelt, anschließt und versorgt. Und alleine würde ich Monate brauchen, denn Lucita ist zwar ganz lieb, aber als Juristin hierfür kaum brauchbar. Also erging ein Hilferuf an ihre Eltern, die meine Gastgeber sind. Mit dem Erfolg, dass sich sofort zwei Elektriker mit Werkzeug und ein Helfer zu uns auf den Weg machen. Sie werden dazu etwa zwei Tage benötigen bis sie mit allen Sachen hier sind. Und nun holen wir beiden hier massenweise vorbestelltes Elektromaterial um im Dörfchen die Wohneinheiten an die gelegte Stromversorgung bzw. den kleinen Trafo anzuschließen und nach besten Möglichkeiten so sicher wie vorgeschrieben zu verteilen. Es fehlt einfach alles an Material vom Nagel, Kabel, Aderklemmen, Schellen, Verteiler usw. usf., also eine totale Neuinstallation. Bohren, dübeln, nageln, usw. geht alles nicht wegen der Wände aus Felssteinen. Also bleibt nichts anderes als immer hübsch längs der Balken zu verkabeln. Für all das stellte man dem Dörfchen einen festen Betrag bereit. Der kann halbwegs reichen, aber was und woher sollten die Bewohner all das Material bekommen, die Elektiker, die dorthin mit in die abgelegene Einsamkeit kommen? Typisch Behörden! Nun ist auch das geklärt! Da kamen wir gerade richtig. Man hat die Leute völlig alleine gelassen! Und das versuchen wir nun hier aus dem Kloster zu organisieren. Nur mit selbstgemachten Handskizzen und daraus gefertigten Materiallisten. Dazu kann man die Installation eines jeden Häuschens in etwa standardisieren. Wenn das üppich ist, bleibt immer noch etwas individueller Spielraum. Hier kann man nicht einfach mal in den nächsten Elektroladen fahren, wenn etwas fehlt! Am schnellsten geht es per Internet mit den Bestellungen hierher ins Kloster. Trotzdem dauert es ein paar Tage. 
    Zurück geht es dann vollbepackt mit einem Geländewagen; die Esel haben Pause. 
    Delia hing mir dort im Dorf zwar immer an der Hand oder war in meiner unmittelbaren Nähe, aber nach hierher zur Eremita wollte sie nicht mit uns kommen. Leider hatte ich wegen dieser Elektrogeschichte noch gar keine rechte Zeit mich ausgiebigst mit ihr zu beschäftigen. Lucita muß ja immer dabei sein, denn ich verstehe den Dialekt nur mit großer Mühe und viel Phantasie. 
    Aber alles rollt jetzt und es wird bald Formen annehmen.

    Allen daheimgebliebenen schöne Grüße aus dem sonnigen Teneriffa bei 27 °C. 
         
          
          
          
          
     

    Teneriffa

  • Gibt es in Playa San Juan ein Hotel ?
    nokiN noki

    Hallo Kai!

    Genaues weiß ich auch nicht! Am Wochenende war ich nur dort am Hafen und sah das Schild an einem Haus in der Nähe Hotel y Apartamentos Gestion De Isora S. I. oder S. L.? Das zweite ist an der Hauptstrasse Av. del Emigration. Das S. I. bzw. S. L. deuten stark auf einen Wirtschaftsbetrieb hin. Soweit von mir, mehr weiß ich auch nicht.

    Morgen starten wir von Montaneta aus um Delia in der Einsamkeit zu besuchen. Ein Eselgespann,  vollgepackt mit allerlei nützlichen Gebrauchsgütern, wird uns von El Amparo aus begleiten. Es soll seit neuestem sogar schon eine schwache Stromleitung dorthin verlegt worden sein (als fliegende Oberleitung provisorisch).
    Ich freue mich schon sehr auf ihr Dorf und das Wiedersehen!

    Adios Dieter

     

    Teneriffa

  • Gibt es in Playa San Juan ein Hotel ?
    nokiN noki

    @alika,

    Entschuldige bitte die Korrektur: Playa de San Juan gehört zum Distrikt Guia de Isora als Provinzhauptstadt und nicht umgekehrt! Es ist ca. 15 bis 18 km von San Juan entfernt weiter im Innenland und der größte Verkehrsknotenpunkt für den Busverkehr des südwestlichen Teiles der Insel. Man sagt dort auch: Ohne Guia geht und fährt nichts auf der Insel!
    Ein Hotel kenne ich in San Juan auch nicht, aber es gibt mittlerweile viele Ferienwohnungen und zwei Appartamentos Hotels Gestion De Isora S. I. San Juan ist eine typische Wandergegend und hat noch einen sehr schönen und interessanten Fischerhafen. Ein zwar aufstrebender Ort, aber man versucht den Massentourismus dort weitgehenst rauszuhalten. Deswegen auch die schnellen Fertigstellungen der heimischen Bauvorhaben, um den großen Hotels keinen Platz zu bieten.
    Ob das gelingt? Wir hier zweifeln daran! Auch wenn der sehr gewichtige Ort Guia dahinter steht.

    Gruß Dieter

    Teneriffa

  • Hotelknigge - hättet ihr es gewusst ?
    nokiN noki

    @alle

    Bezüglich der Mitnahme von Obst und Speisen aus den Speiseräumen/Bars der Hotels ist noch Folgendes zu erwähnen, wie mir einige persönlich bekannte Hotelmanager/direktoren erklärten:
    Gerade Speisen sind in wärmeren Ländern ungekühlt sehr leicht und schnell verderblich, selbst wenn man ihnen das nicht ansieht/riecht. Wird nun jemand krank, dann nimmt er doch sicherlich Proben direkt aus dem Restaurant mit, obgleich die Ursache eigentlich diejenigen waren, die eben dort zwecks Tourenverpflegung für unterwegs mitgenommen wurden.
    Dass sich das Hotel dagegen bestmöglichst absichert, dürfte wohl jedem verständlich sein! Außerdem wird ein solcher Hinweis von den Kontrollbehörden verlangt, zumindestens in Spanien.

    Außerdem finde ich es ungehörig, und hinterläßt einen sehr schlechten Eindruck! Aber das ist wohl ein anderes Problem, dass es immer Leute gibt, die sich über alle gesellschaftlich geltenden Regeln und Vorschriften hinwegsetzen müssen. Das hat nichts mit der "persönlichen Note" zu tun.

    Gruß Dieter

    Allgemeine Fragen

  • TUI VisaCard/Preiserhöhung
    nokiN noki

     Bin auch betroffen!

    Von 49,00 Euro auf 69,90 Euro! Das sind stolze 42,6 % auf einen Schlag!
    Bei der angeblichen Leistungserhöhung wird nur mit dem üblichen, undurchschaubaren Versicherungsgewusel argumentiert. Oder könnt ihr was entdecken, was die 42 % wirklich rechtfertigt, außer dass alle, überwiegend die Commerzbank, daran verdienen? Hans weiter oben vielleicht auch noch, weil er das so im Stil von Vertretern vehement darlegt?  😉     Meine Karte nutze ich ausschließlich für Buchungen und sonst nicht.
    Ich denke dass hier die indirekte "moralische Hemmschwelle" von empfohlenen 20 bis 25 % für Preis(angleichungen)-erhöhungen deutlich überschritten wurde.

    Gruß Dieter 

    Allgemeine Fragen

  • Mietwagen auf Mallorca
    nokiN noki

    *Marinas Rat würde ich auch befolgen! Eigentlich sollten ja die Sätze innerhalb der EU einheitlich gesetzlich festgelegt sein, aber das wären dann wohl nur nicht ausreichende Mindestpauschalen.
    Und lass dich bei der Nachfrage nicht drängen, von wegen: Wenn sie nicht wollen, es warten noch andere Kunden auf den Wagen! Bist du erstmal auf den "Block gesprungen" (hast du unterschrieben), bekommst du von niemanden mehr eine Auskunft!

    Viel Spass und gute Erholung auf Mallorca!

    Gruß Dieter   

    Mallorca

  • Mietwagen auf Mallorca
    nokiN noki

    Hallo Maribel,

    wenn der Wagen techn. einwandfrei ist, kann ich keinen Haken daran finden! Aber ich würde mir noch mal genau diese Haftungsredu./ Vollkasko/ Diebstahlschutz unter der Pos. 1 ansehen. Wenn man hinter der Zeile auf diese Marke klickt, zeigt sich zwar eine kurze Erklärung, aber das würde ich schon genauer wissen wollen.
    Insgesamt wundert mich das, denn Sixt ist ja sonst nicht gerade mit den Preisen sehr zimperlich!
    Aber nun ist dort flaue Zeit.

    Viele Grüße von Teneriffa, bis gestern noch auf Mallorca!

    Dieter

    Mallorca

  • Wetterthread - Mallorca
    nokiN noki

    Hallo,

    langsam erobern sich die Regenwolken nun doch auch die Bucht von Alcudia. Wir haben seit gestern Mittag ganz leicht böigen Westwind bei 18 bis 20 °C mit gelegendlichen leichten Schauern. Nachts gab es sehr heftige Wetterleuchten, das sind Entladungsüberschläge ohne Donner von Wolke zu Wolke. Die Temperatur scheint aber nur kurzzeitig in die Knie gegangen zu sein als der Wind aufkam. Nun um kurz vor 13 Uhr habe ich schon wieder 20,3 °C bei St. Margalida gemessen. Tendenz schnell steigend. Auch die gestern und heute Vormittag noch geschlossene Wolkendecke ist weitgehenst wieder aufgerissen bei sehr schwachen horizontalen Bewegungen. Das kann eine Verschlechterung bedeuten, muß aber nicht! Auf jeden Fall gibt es eine recht große vertikale Thermik. Die pechschwarzen Klumpenwolken, die wie drohende Gewitter aussahen, haben sich zu dunklen Haufenwolken ausgedehnt. Das deutet auf Regen und nicht auf Gewitter hin. Auch der Flugverkehr über der Bucht ist normal. Daran erkennt man am ehesten wenn ein Gewitter aufzieht, weil dann der Einflug über der Bucht sofort gestoppt und umgeleitet wird. Gestern war es zeitweise noch so, und die roten Fahnen waren auch aufgezogen trotz Windstille. Denn wer sich bei Gewitter im Wasser befindet, ist in jedem Fall ein potentieller Selbstmörder, selbst wenn er nur im Flachwasser vornean ist! Man sieht das immer wieder, dass, wenn es auch noch entfernt donnert und blitzt, Papa und die lieben Kleinen unbedingt noch mal kurz vornean bis zum Bauch im Wasser ein wenig plantschen wollen! Die komische Beleuchtung ist doch auch so schön und das Wasser so glatt. Und dann knallt es mit einmal ganz plötzlich. Wenn alle Glück haben, können sie anschließend noch ganz blass aus dem Wasser laufen, ansonsten erstarren sie kurz zu einer Säule und fallen steif um! Das war's dann; Herzlungen-Wiederbelebung ist angesagt, möglichst schnell mit Defibrillation!
    Nein, sie wurden nicht vom Blitz getroffen, der schlug 30 bis 50 Meter und weiter, je nach Leitwert des Wassers, entfernt ins Wasser ein. Es war doch "nur" die Ausbreitungswelle seiner Spannung!
    Selbst die Tiere wissen das und streben schon früh in die Unterstände und möglichst ganz schnell vom Wasser weg und sind mit keinem Mittel wieder in die Nähe von Wasser zu locken!

    Mal sehen was der Nachmittag bringt!

    Gruß Dieter

    Mallorca

  • Wetterthread - Mallorca
    nokiN noki

    @Düren,

    ist schon viel Pech dabei, wenn man auf die Pauke hauen will und es ist keine da! 😆
    Erst versuchst du es mit Bernart und nun mit mir! 😛
    Mach weiter!

    Mallorca

  • Wetterthread - Mallorca
    nokiN noki

    Nun fängst du gewaltig an zurückzustecken! --- Vorwärts Leute es geht zurück! ----- Wurde auch mal Zeit, denn es gibt außer dir noch viel mehr Besucher, die auch zwischen nur wechselhaftem Wetter und wahrhaftigen Katastrophen unterscheiden können. Nur scheinst du letzteres dort noch nie erlebt zu haben!
    Aber in deinem Profil steht ja auch zu lesen dass du die Macht der Worte liebst! 😉 Nur sollte man dann auch diese nicht überstrapazieren, sowohl die Macht als auch die Worte, und bei der Wahrheit bleiben! Für Politiker sind ja solche "machtvollen Worte" ohne Sinn und Wahrheitsgehalt normal, aber hier .............?
    Es ist auch in dem nunmehr stark eigeengten Zeitraum laut Auskunft dort nicht so gewesen wie du es nun korrigiert hinstellst!
    Nächstes mal zieh' bitte die Handbremse bei Berichten an!

    Dieter 

    Mallorca

  • Wetterthread - Mallorca
    nokiN noki

    Mahlzeit, liebe user!

    Jetzt habe ich auch Lust an den maßlosen Übertreibungen teilzunehmen! Bin seit Dienstag oben im Norden und muß auch sehr betonen:

    REISEALARM! FINGER WEG!

    Bitte bleibt lieber zu hause am warmen Ofen! 😆  Denn es gibt hier nur noch WOLKENBRÜCHE und WAHNSINNIGE GEWITTER, sowie es ja schon ganz richtig beschrieben wurde!  ❓ --- Blos wo?
    Also bleibt zu hause; es ist so schön ruhig mit viel weniger Gästen.
    Als ich den oben zitierten Beitrag entdeckte, war ich erstmal geschockt! Hab' ich die falsche Brille auf, oder was mit den Ohren, dass ich den Regen und das Gewitter nicht mehr sehen und hören kann?
    => Das momentane Wetter ringsum ist ganz herrlich wechselhaft mit dem Spiel der teils bedrohlich schwarzen Wolken, aus denen dann manchmal auch tatsächlich 5 Minuten lang drei Tropfen pro Quadratmeter fallen! Bei Windstille und Temperaturen von tagsüber 23 bis 28 Grad und mehr. Das Wasser in der Bucht von Alcudia ist angenehm warm bei 24 bis 26 Grad.
    Faszinierend sind die pechschwarzen Wolken, mal im Osten, dann im Süden und Westen, schon, aber es ist kein Grund nicht wandern zu gehen, wenn es in nicht allzu weiter Entfernung eine Schutzmöglichkeit gibt. Nur so zur Vorsicht! 
    Wie diese optische Täuschung einer Weltuntergangsstimmung zustande kommt, habe ich ja hier schon geschildert  ----- perspektivische Stauchung durch den Blickwinkel!
    Für Fotofans ist das geradezu ideal: Polfilter drauf und die ständig wechselnden Beleutungsstimmungen einfangen! Ist viel interessanter als ewig nur Sonnenauf und -Untergänge.
    Laßt euch also nicht verdrießen und kommt her; es ist herrlich hier!
    Wenn morgens die Möbel und Fliesen alle pitschnass sind, dann ist das jetzt normal und selten von nächtlichem Regen, sondern kondensierte Luftfeuchtigkeit durch die Kühle in der Nacht und besonders morgens früh.
    Nächste Woche geht's weiter von hier aus nach Teneriffa! Dort wartet Einiges auf mich!

    Schöne Grüße

    Dieter

    Mallorca

  • 4 Tage auf Mallorca
    nokiN noki

    4 Tage Mallorca mit einem Leihwagen und guter Autokarte:
    Das ist doch viiiiel zu wenig!
    Nur ein paar Vorschläge!

    Ostküste: Richtung Manacor fahren, bei Algaida abbiegen Richtung Randa. Hoch zum Puig de Randa mit seinen 3 berühmten Monasterias. Von dort oben hat man einen wundervollen Blick über die ganze südliche Insel bis Palma und Santanyi mit einem Großteil der Ostküste. Wieder zurück bis Randa aber jetzt nach Montuiri und weiter nach Manacor. Von Manacor nach Felanitx und weiter nach Santanyi und Cala Figuera. Dann die Küstenstrasse entlang gen Norden. Ein bekannter Ort reiht sich an den anderen: C D'or, Pt. Colom, Porto Cristo, hoch bis Cala Millor. Zurück über Son Servera Richtung Manacor - Palma. Auf der Strecke den Ort Vilafranca de Bonany durchfahren, weil es der Obst und Früchte - Ort auf Mallorca ist, insbesondere alle Sorten von Melonen, und die Dekorationen sind wundervoll.
    Alle Strassen sind ausgezeichnet ausgebaut.

    Inselinnere und Nordküste: Über die Autobahn bis hin nach Inca. Abbiegen nach Sineu, weiter über Santa Margalida, Muro hoch zur Küste nach Picafort. von dort Richtung Osten nach Arta zur Festung und zur Kathedrale Sant Salvador. Nun Zurück wieder über Manacor - Palma, oder zurück nach Puerto Alcudia und Alcudia mit seinen römischen Ausgrabungen und der Altstadt. Von dort zurück über Inca - Palma.

    Fahrt mit dem Roten Blitz nach Soller. Dann von dort per Schiff nach Sa Calobra. Zurück mit dem Bus! Das ist eine komplette Kombifahrt, die man überall buchen kann. Man muß aber an Serpentinen einiges verkraften können! :?

    Nordwestküste: Palma - Calvia - Andratx. Bleibt immer auf dieser Küstenstrasse, ihr durchfahrt alle sehenswerten Orte wie Deia, Valldemosa, Lluc bis hoch nach Pollenca. Von dort zurück über Inca nach Palma.
    Cap Formentor könnt ihr euch sparen! Es ist sowieso nur ein Leuchtturm mit schönem Rundumblick. Dafür würde ich das Risiko der teilweise gefährlichen Serpentinenstrasse nicht eingehen. Leuchttürme gibt es an allen Ecken dort. Felsenküste und Gebirge habt ihr dann mehr als genug gesehen! Von den Formentor- fans wird es immer wieder abgestritten, aber leider passieren die meisten schweren Unfälle ohne Fremdeinwirkung noch immer auf den Gebirgsstrecken Porto Pollenca - Formentor und Lluc - Selva - Inca! Mehr noch als runter nach Sa Calobra; und das will schon was heißen! Nur weil es einmal gut gegangen ist, sollte man diese Strecken nicht unterschätzen und als harmlos abtun, was ja immer von den "Formentorianern" so hingestellt wird. Wann ich zuletzt dort war wollen die Formentor-fans sicherlich noch wissen? Mai-Juni-Juli in jedem Jahr, und dann noch von Mitte September bis Ende Oktober-Mitte November, wenn ich nicht auf Teneriffa bin! Also an mangelnder Kenntnis liegt es nicht, wenn ich manchmal warne.

    Alle Strecken sind sehr gut und schnell. Pro Tour reicht ein Tag ganz locker. Es sind doch alles keine großen Entfernungen! Unterwegs könnt ihr euch ja anseheen was ihr wollt und wofür ihr Lust habt Eintritt zu bezahlen! 😉 😄

    Gruß Dieter

    Mallorca
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