Hallo,
also, erstmal hab ich bei der Tour ein wenig geschluckt... Das sind Pi mal Daumen 4000 Kilometer, ja nach der Zahl der Schlenker unterwegs auch noch mehr. Dann hab ich bei nochmaligem lesen gesehen, dass Ihr vier Wochen Zeit habt. Das wären dann im Schnitt ca. 1000 Kilometer pro Woche oder 150 Kilometer pro Tag. Das lässt sich schon machen, auch wenn man ab und zu mal zwei Tage oder drei Tage an einer Stelle bleiben möchte und die dann nicht gefahrene Strecke auf die anderen Tage verteilt - sofern man das nicht all zu oft macht.
Das gute an Eurer Strecke: Ihr könnt jederzeit verkürzen und den Umkehrpunkt vorverlegen, wenn Ihr merkt, dass es zu viel wird. Zwar seid Ihr in der Hauptreisezeit unterwegs, und man sollte eine Vorausbuchung in Betracht ziehen. Wie voll die Campingplätze in Ostkanada um diese Zeit sind, kann ich aber nicht wirklich beurteilen.
Zumindest für PEI dürfte es aber ziemlich knubbelig werden, da das wegen seiner schönen Strände sozusagen die "Badewanne" der Ostkanadier ist. Insofern wäre es vielleicht ein guter Kompromiss, die ersten Tage vorzubuchen und dann mittels Smartphone oder Tablet die Buchungen immer ein paar Tage vorab entsprechend des Reiseverlaufs nachzuschieben.... Falls Ihr Euch damit nicht auskennt - ich bin mir sicher, die beiden Kids können das...
Und am Ende kann man dann auch mal auf dem Rückweg ein wenig "Kilometer fressen" und sich ein paar Stunden auf den Highway setzen....
Zu der Frage, was sehenswert ist und was nicht... Das ist halt immer seeehr subjektiv und schwer zu raten! ICH würde am Nordufer des St. Lorenz (ist zumindest am ersten Teil weitaus schöner und mit tollen Nationalparks im Hinterland!) rausfahren bis Baie Comeau und dann nach Matane auf die Gaspé ans Südufer übersetzen. ICH finde die Gaspé wunderschön und sehenswert, jemand anderes kann das sicher auch ganz anders bewerten. Tja - und PEI zu europäisch??? Nun, GANZ Ostkanada ist irgendwie "europäisch"... Eher französich in Quebec, eher britisch in Ontario, ziemlich gemischt in den sogenannten "Maritimes", also PEI, New Brunswick, Nova Scotia und New Foundland and Labrador. Aber ich finde, gerade das macht, gemischt mit nordamerikanischer Freundlichkeit, den Charme aus. Insofern würd ich mich da nicht schrecken lassen!
Fazit: Geht's einfach mal in Ruhe an und schaut, wie weit Ihr kommt. Und nicht traurig sein, wenn Ihr am Ende Cape Breton nicht schafft: Das ist zwar wirklich wunderschön, aber Ihr habt dann mit sicherheit bereits jede Menge andere herrliche Landschaften an der Strecke entdeckt, die Euch den "Verlust" verschmerzen lasen... In keinem Fall solltet Ihr Euch deswegen unter Stress setzen...