- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Das kleine und familiär geführte Hotel verfügt insgesamt über ca. 30 Gästezimmer, welche in die Kategorien Standard, Superior und Deluxe aufgeteilt sind. Die Standard- und Superior-Zimmer befinden sich in einem doppelstöckigen, V-förmigen Gebäudetrakt, sind mit einem Balkon bzw. einer Terrasse ausgestattet und zum Meer hin ausgerichtet. Die Deluxe-Zimmer befinden sich in zwei separaten Gebäuden, welche näher am Strand gelegen sind. Der Großteil der Hotelgebäude wurde im Mahagoni-Holzbaustil errichtet. Dadurch und wegen der üppigen, subtropischen Gartenvegetation wirkt die Hotelanlage sehr naturbelassen, aber dennoch stilvoll. Verpflegungstechnisch wird Frühstück sowie Halbpension angeboten. Halbpension ist aus unserer Sicht nicht empfehlenswert (siehe Bewertungspunkt "Gastronomie"). Die Gäste (hauptsächlich Paare verschiedenen Alters) kamen vorzugsweise aus Europa. Französisch war hier am öftesten zu hören, gefolgt von italienisch und deutsch. Wichtig: Ausflüge nicht über den Reiseveranstalter, sondern übers Hotel buchen, da die gleichen Leistungen dort generell günstiger angeboten werden. Pflichtbestandteile eines jeden Praslin-Urlaubs sind natürlich der Nationalpark Val de Mei mit den riesigen Coco-de-Mer-Palmen und der im Norden gelegene Traumstand Anse Lazio, der im Gegensatz zur Anse Volbert während unserer Anwesenheit erfreulicherweise seegras- und sandflohfrei war. Wer sich’s trotz schmaler Straßen und Linksverkehr zutraut, erkundet die Insel am besten per Mietauto, welches in unserem Fall, über den Reiseveranstalter gebucht, 55 EUR am Tag kostete. Wesentlich günstiger und noch abenteuerlicher (wegen der rasanten Fahrweise und des unzuverlässigen Fahrplans) fährt man dagegen mit dem öffentlichen Bus, welcher direkt vor dem Acajou hält und fast die ganze Insel abfährt. Wanderfreunde aufgepasst: Bei dem in vielen Karten eingezeichnet „Wanderweg“ Salazie-Track handelt es sich tatsächlich um einen komplett unbeschilderten und in mehreren Teilen vollkommen zugewucherten Trampelpfad. Obwohl der von Anse Volbert nach Grand Anse verlaufende Weg nicht wirklich lang ist (einfach ca. 5 km), gestaltet sich dessen Begehung auf Grund des relativ steilen Anstieges, der beschriebenen mangelhaften Wegequalität und natürlich wegen der Hitze als durchaus schweißtreibend (also für genügend Flüssigkeitsnachschub sorgen!). Empfehlenswerte Tagesauflugsziele sind außerdem noch die Nachbarinseln Curieuse Island mit den freilaufenden Reisenschildkröten und –eh klar- La Digue mit dem weltberühmten Postkartenmotivstrand Source d'Argent. Und wenn’s interessiert: Hier die Wetterbilanz während unseres 11-tägigen Aufenthalts Anfang April auf Praslin: 2 Sonnen-Regen-Tage, 9 Sonnentage und geschätzte 10 Regennächte.
Wir waren in einem Standardzimmer im Obergeschoss untergebracht. Sowohl der Wohnbereich als auch der Balkon waren für ein 3-Sterne-Hotel ausgesprochen geräumig. Ein Beistellbett hätte problemlos Platz gehabt. Im Zimmer befanden sich neben Doppelbett, Tisch und Schränken ein kostenloser Safe, ein Kühlschrank sowie ein Fernseher (ohne deutschen Sender). Das Zimmer wurde täglich gereinigt und war stets sauber. Die Klimaanlage war angenehm leise und deren Einsatz dringend erforderlich, da ein nächtliches Durchlüften auf Grund des fehlenden Insektengitter nicht ratsam war.
Im Hauptgebäude befinden sich -jeweils zum Garten hin geöffnet- die Rezeption, eine kleine Bar und das Haupt-Restaurant für Frühstück und Abendessen. Jeweils in Nebengebäuden befinden sich ein kleines Lunch-Restaurant sowie ein Fitnessraum, ein Massageraum und ein Mini-Souvenirshop. Das Frühstück wird in Buffetform angeboten. Qualität und Menge waren hier okay und die Auswahl –nun ja-übersichtlich. Alles Notwendige war aber vorhanden - jeweils eine Sorte Wurst und Käse, Eier in verschiedenen Variationen, Obst, Müsli, Kaffe, Semmeln, Toast, Kaffe, Tee usw.. Mittags/nachmittags gab's leichte á-la-carte-Gerichte. Das Abendessen wird in der Regel ebenfalls à-la-Carte angeboten. Ein- bis zweimal die Woche gibt’s zusätzlich ein Buffet. Nachdem wir an den ersten Tagen unseres Aufenthalts beide Varianten testeten, beschlossen wir, nur noch an den Buffet-Abenden im Hotel zu Essen. Grund: Beim Buffet stimmten Qualität und Menge, bei à-la-Carte leider nur die Qualität, weshalb wir an dem betreffenden Abend trotz dreier Gänge ernsthaft mit dem Gedanken spielten, zwecks Sattessen noch schnell ein auswärtiges Lokal aufzusuchen. Nicht zu mäkeln gab’s dagegen hinsichtlich Service und Sauberkeit im Restaurant. Und Entwarnung an alle Männer: Entgegen anders lautenden Aussagen in diesem Forum müssen beim Abendessen keine lange Hosen getragen werden. Unser Tipp: Nur Übernachtung mit Frühstück buchen und zumindest an den buffetfreien Tagen abends auswärts essen, da dort in der Regel ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis geboten wird.
Der Service war vorbildlich. Das Personal sprach französisch und englisch.
Das Acajou befindet sich direkt am kilometerlangen Sandstrand Anse Volbert. Die Entfernung zum Hafen beträgt ca. 10 Fahrminuten und zum Flughafen ca. 20 Fahrminuten. Ca. 10 Gehminuten vom Hotel entfernt befindet sich das Dorf „Anse Volbert Village“. Im Dorf gibt es mehrere Geldautomaten für Visa- und Master-Card, 2 Mini-Supermärkte mit flexiblen (sprich ungeregelten) Öffnungszeiten, einige Souvenir- bzw. Bekleidungsläden sowie mehrere Restaurants. Getestet haben wir dabei das La Goulet (das erste Lokal wenn man vom Acajou kommt; Service, Qualität und Preis okay), das Les Laurent (etwas versteckt gegenüber dem Village du Pecheur gelegen; kreolische Küche in Buffetform; Qualität sehr gut, Service und Preis okay) und die Pizzeria im Berjaya (Qualität okay, relativ günstig, Service seychellisch, also langsam). Insgesamt entspricht das Preisniveau in den Restaurants und den Supermärkten ungefähr jenem in Deutschland. Wer im Übrigen auf der Suche nach Nightlife-Action ist, der dürfte weder im besagten Dorf noch im Rest von Praslin fündig werden. Wichtig: Bei nächtlichen Ausflügen in’s Dorf unbedingt eine Taschenlampe mitnehmen, da die Straße dorthin kaum beleuchtet ist.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Unterhaltung der Gäste beschränke sich auf gelegentliche, dezente Live-Musik abends in der Bar. Abendshows, Animationen und dergleichen wurden nicht aufgeboten und (was uns betrifft) auch nicht vermisst. Sportfreunden steht ein kleiner klimatisierter Fitnessraum mit Laufband, Ergometer und Kraftstation zur Verfügung. Hinsichtlich Stand und Meer gibt’s positives und negatives zu berichten. Positiv: Der Strand von Cote d'Or und speziell der Abschnitt vor dem Acajou zählen sicherlich zu den urlauberfreundlichsten auf den ganzen Seychellen. Die Stand ist zum einen kilometerlang und nahezu menschenleer. Zum anderen ist speziell der Abschnitt vor dem Acajou bestens zum Baden geeignet, da sich dort weder Steine und Korallen noch sonstige badefeindliche Hindernisse befinden. Und der Strand steigt weder zu steil, noch zu flach ins Meer ab, so dass auch bei Ebbe Baden problemlos möglich ist. Negativ: Seegras und Sandflöhe. Das Seegrasmenge wechselte von Tag zu Tag und variierte von teppichflächig bis nicht vorhanden. An den negativen Tagen boten natürlich weder Meer noch Strand einen sehr fotogenen Eindruck, vom getrübten Badespaß ganz zu schweigen. Allerdings wurde das vor dem Hotel angeschwemmte Seegras täglich vom Hotelpersonal entfernt. Plage Nr. 2 , die beißfreudigen Sandflöhe, war dagegen ständig am Stand präsent, verfolgte uns sogar bis zum Hotelpool und hinterließ die obligatorischen Urlaubsandenken (zahlreiche rote Pickel und Juckreiz). Das Seegras-Phänomen war übrigens fast an der kompletten Nordostküste Praslins zu beobachten, was verwunderte, da laut mehrerer Reisführer dieser Küstenabschnitt eigentlich von April bis September von Seegras verschont bleiben sollte.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im April 2011 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Martina & Markus |
Alter: | 36-40 |
Bewertungen: | 3 |