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Marco (36-40)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • Juli 2006 • 2 Wochen • Sonstige
Vor Renovierung oder Betreiberwechsel
Eine bereits veröffentlichte Hotelbewertung wurde auf Wunsch des Users offline genommen, nachdem diesem durch den Hotelier rechtliche Schritte angedroht wurden. HolidayCheck 14.05.2009
Die 4 Sterne sind das Prospektpapier nicht wert
2,9 / 6

Allgemein

Vorab: Ich habe für meine Familie dieses Hotel gebucht, nachdem ich die durchaus positiven Kritiken auf einer anderen Bewertungsseite (votello.de) gelesen habe. Fehler! Aber der Reihe nach. Das Hotel besteht aus zwei Teilen, einem älteren Haupthaus mit nicht mehr ganz frischen Doppelzimmern und einem neuen Anbau mit Suiten und Juniorsuiten. Die Verbindungsbrücke zwischen den Gebäuden war auch die Demarkationslinie zwischen arm und reich, zwischen Service und Gleichgültigkeit. Wer mit anderen Urlaubern ins Gespräch kommen will, sollte der osteuropäischen Spachfamilie mächtig sein. Viele Russen, einige Polen und Bulgaren. Deutschsprachige Urlauber in der Unterzahl. Sauberer Pool und hoteleigener Meeresstrand sind auf der Habenseite zu verbuchen, ebenso die unaufdringliche Animation. Bustransfer von Thessaloniki 2 Stunden. Geografische Lage ist ohne Mietauto nur für reine Strandbrater interessant. Der nächste Ort ist Neas Marmaras, ca. 7 km weit weg, total überlaufen, kaum Parkplätze, nur Touristenschund in den Läden. Hier fährt auch der Hotelbus hin. Okay, ich hab in Griechenland schon schlechter gewohnt, aber dann auch für wesentlich weniger Geld.


Zimmer
  • Schlecht
  • Ganz böses Foul! Unser Reiseveranstalter JAHN-Reisen weigerte sich, uns eine Junior-Suite zu buchen, weil wir ein Kind dabeihaben. Totaler Bullshit! Hätte ich über einen russischen Veranstalter gebucht, wäre es wohl gegangen, denn russische Familien mit Kind wohnten sehr zahlreich in den Suiten. So aber durften wir nicht im neuen Gebäude wohnen, sondern im alten: Das Doppelzimmer war einigermaßen geräumig (Glück gehabt, ein Blick auf den Evakuierungsplan zeigte, daß alle anderen Zimmer kleiner waren), und auf den ersten Blick sauber. Doch dann konnte man auf Entdeckungstour gehen: Auf dem Balkon fehlte eine Fußbodenfliese, die Balkontür war verzogen, aus irgendeinem Grund rieselte Deckenputz ins Bett, der Deckenventilator war nur Show, das Bild über dem Doppelbett mit brettharten Matrazen war unterm Glas verschimmelt, das Bad war sauber, nur zeigten alle Armaturen erheblichen Grünspanbelag, während der Duschkopf am Rosten war und seine Aufhängung sich nur noch als labberiges und funktionsfreies Accessoire präsentierte. Das angepriesene Satelliten-TV hatte genau 1 deutsches Programm, nämlich ARD mit total verzerrtem Ton. Achja, und 2x fiel die Trinkwasserversorgung aus. Einmal kurz, und einmal für 9 Stunden. Klingt harmlos, heißt aber auch: nicht waschen und keine Klospülung.


    Restaurant & Bars
  • Sehr gut
  • Man kann ja über alles maulen in dieser Anlagen, aber nicht übers Essen. Es wird in Büffetform gereicht, besser: in mehreren Büffets: Eins für herzhaftes Frühstück, eins für Süßfrühstücker, eins für die Vogelfutterfraktion, eins für die Konditoreiexperten, eins mit Salat... Dazu Obst, Melone, frische Eierkuchen, auch gefüllte... Zu trinken gab es verschiedenen Saft, Milch (heiß und Kalt), Heißwasser und viele Teebeutel und natürlich Mineralwasser. Kaffee gabs auch. Aber nur aus'm Automaten - Bäääh! Der Kaffee ist aber auch der einzige Mangelpunkt. Abends gab es wiederum etliche Büffets zum Selbstbedienen, dazu waren stets zwei Köche mit Lifekochen (und effektvollen Flambierkunststücken) beschäftigt. Die Küche war durchaus griechisch mit Spezialitäten wie Dicken Bohnen, gegrilltem Paprika, gefüllten Tomaten usw. Wer nur Steak mit Pommes mag, wurde ebenfalls glücklich. Und Eis gabs auch, soviel man mochte. Und immer alles frisch! Volle Punktzahl für die Küche. Abzug gibts für die Getränkepreise am Abend und die muffigen Gesichter einiger Bedienungen der Frühschicht... Ab und zu standen Mitarbeiter vorm Speisesaal und reichten Sekt, Wein oder Ouzo (für lau). Das gibt Extrapunkte. Unter Mittag fungierte der Speisesaal als normale Taverne mit vergleichsweise hohen Preisen. Poolbar: Die Qualität der Drinks variierte, zum Teil auch die Zusammensetzung. Aber lecker wars immer.


    Service
  • Sehr schlecht
  • Der Service war unter aller Beschreibung. Damit meine ich nicht die Bedienung - die haben ihren Job gemacht - unter Service verstehe ich das individuelle Betreuen des Gastes. Und genau das hat nicht funktikoniert. Schon als wir ankamen. Wir waren die letzten im Bus und selbiger hielt 1 Uhr nachts 50 Meter vom Hotel entfernt. Also Koffer gebuckelt bis zur Rezeption. Keiner da. Nach einigem Warten kam ein Mitarbeiter, ließ uns wortlos den Meldebogen ausfüllen und schaute gelangweilt zu, wie wir versuchten, unser Gepäck und uns selbst im Aufzug zu verstauen. Meine Frage nach etwas zu trinken nach der langen Reise wurde kurzerhand verneint, die Bar hätte schon zu. Punkt. Wohlgemerkt, das Haus rühmt sich mit 4 Sternen! Auf dem Zimmer fanden wir dann 3 Teller mit Abendessen (ohne Getränke) vor. Leider mitten in der Wärme und nicht im 1 Meter entfernten Kühlschrank. Also bis auf das Brot lieber nicht essen. Die Klima funktionierte nicht, sodaß wir hungrig, sehr durstig, schwitzend und wuterfüllt unsere erste Nacht verbringen durften. Die korrekte (nicht einfache) Bedienung der Klimaanlage wurde uns am nächsten Morgen vom Reiseleiter erklärt... 2 Tage später fiel die Klima tatsächlich aus, die Dame der Rezeption versprach, den Hausmeister zu schicken - der kam aber nie. Eine verschwitze Nacht später fand ich den Fehler allein (ein labberiger Kontakt) und setzte die Kühlung selber in Gang. Vom Hausmeister haben wir auch den Rest des Urlaubes nichts gesehen. Noch mehr Service? OK, wir planten einen Ausflug nach Thessaloniki. Mit dem Bus, welcher 7:20 300m vom Hotel entfernt abfuhr. Da es zu dieser Zeit noch kein Frühstück gab, bestellten wir am Tag vorher 3 Lunchpakete zu 7:00 Uhr. Dies wurde auch säuberlich notiert. Allein - Sie ahnen es - es waren am nächsten Morgen keine Lunchpakete vorhanden. Man speiste uns mit einem Kanten Brot ab und wir fuhren hungrig die 2 Stunden bis Thessalnoniki. Ach so - entschuldigt hat sich natürlich niemand. Nein, Service war nicht vorhanden. Jedenfalls nicht für uns, die keine Suite bewohnen *durften* (s. unter 'Zimmer...'). Ins Nebengebäude mit den Suiten flitzte regelmäßig der Hotelboy mit Serviertablett oder Kleiderwagen. Ich bin sicher, denen ging es in vielen Punkten besser, es gab sogar einen eigenen Pool. Das Abendanimationsprogramm am "Armenpool" ging life mit mehr oder minder guten Künstlern bis in die Nacht hinein. Volle Pulle. Nicht jederkinds Sache, aber auszuhalten. Mitunter war es richtig gut. Das Personal war stets freundlich, da kann man nicht meckern, allerdings war so manche Restaurantbedienung (was heißt Bedienung, war ja SB, die haben nur abgeräumt) dabei, die zum Lächeln offenbar in den Keller geht. Schade um die schönen Gesichter - denn das gesamte Servicepersonal war offenbar nach optischen Kriterien handverlesen. Das war natürlich sehr ansprechend. Alle sprechen englisch, viele etwas deutsch. Der Cheffe ist jedoch ein Griesgram und setzt stets ein "Sprichmichjanichtan-Gesicht" auf. Poolbar: Ganz praktische Einrichtung, um bei der abendlichen Beschallung einen Drink zu genießen. Hier arbeitet übrigens die einzige Bedienung, die nicht aus einem Modelkatalog zu stammem schien, dafür aber ihr Handwerk auch richtig beherrschte. Wieselflink und ohne Quasselpausen, immer freundlich zog sie ihre Bahn um den Poolbereich, während man dem einen oder anderen Kollegen durchaus beim Laufen die Schuhe besohlen konnte. Einmal mußten wir uns nach 30 ignoranten Minuten komplett umsetzen, um in den Einflußbereich einer aufmerksameren Bedienung zu gelangen... Also nochmal kurz - die machen dort ihren Job ganz passabel, aber Service leisten sie nicht.


    Lage & Umgebung
  • Eher schlecht
  • Wie schon geschrieben - am Hinterteil der Welt, wenn man kein Auto hat. Wir haben aber in Griechenland stets über die gesamte Urlaubszeit einen Mietwagen, da Sehenswürdigkeiten uns mehr anziehen, als Sonnenliegen. Und *mit* PKW ist die Lage, zentral auf dem Mittelfinger, als sehr praktisch einzuschätzen, denn die gesamte Chalkidiki ist in moderater Zeit zu *erfahren*. Die Reiseleitung hatte einen Deal mit Europcar, deren Autos dann auch preisgünstiger waren, als die der (auch im Hotel vertretenen) Klitsche vor Ort.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Sonstiges

    Gut: Poolliegen kostenlos. Wenig Deutsche - ergo keine Handtücher zum Liegereservieren. Am Pool ist ein riesiges Planschbecken für die Kleinen dran. Rettungsschwimmer ist den ganzen Tag da. Der Pool ist sauber, aber nur bis 19:00 Uhr freigegeben. (Bezieht sich auf den Arme-Leute-Pool, der auch von den meisten Suite-Bewohnern genutzt wurde, denn das Meer war gerade mal 15 Meter entfernt.) Schlecht: Liege am Strand kostet 5 Euro am Tag. Nur früh zu mieten. Da wir keine Strandbrater sind, verschmerzen wir's. Der Strand und auch das Wasser sind sehr sauber. Es geht 100m flach rein, also auch für kleinere Kinder ein Traum. Es gibt einen kleinen Fitnessraum, einen Billardtisch mit kaputten Queues, Tischtennis, und einen Minimarkt mit deutschen Zeitungen *ohne* Zeitverzug. Nachmittags gibt es stets die aktuelle Süddeutsche, Frankfurter oder Bild. Dazu Frauenperiodika, Rätselhefte und Autozeitungen. Praktisch, aber nicht billig. Der 'Internetzugang' entpuppte sich als einzelner ISDN-PC im Foyer, hart umkämpft ;-)))


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im Juli 2006
    Reisegrund:Sonstige
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Marco
    Alter:36-40
    Bewertungen:9