Das Hotel besteht aus mehreren dreistöckigen Gebäuden; die Zimmer (jedenfalls unseres, es gibt wohl auch kleinere in anderer Ausstattung) sind recht groß, haben ein großes Badezimmer mit Wanne, TV, Kühlschrank, Safe, Couch und Sitzecke. Unseres hatte eine große Terrasse an einem kleineren Pool in einer Art Innenhof. Der Strand fällt flach ab, ist deshalb auch für Kinder wohl gut geeignet, aber man kann auch gut weiter rausschwimmen; der Wellengang war nur an einem Tag unseres 10-tägigen Aufenthalts etwas wilder. Der Speisesaal ist, wie bei einem Hotel dieser Größe zu erwarten, etwas groß und unruhig; da Anfang Oktober das Hotel nur zu einem Viertel belegt war, haben sich die Gäste recht gut verteilt; man kann sowohl drinnen als auch draußen essen. In der Hochsaison, wenn es voll ist, muss es wohl sehr hektisch zugehen. Die Gästen waren überwiegend Deutsche, außerdem eine größere Anzahl Russen; alle Altersgruppen waren vertreten. Die ersten zehn Oktobertage hatten wir sehr schönes, warmes und sonniges Wetter. Man konnte es tagsüber sowohl in der Sonne als auch im Schatten gut aushalten, und nachts konnte man - mit Pullover - auch noch gut draußen sitzen. Die zwei Wochen vorher war es aber, wie wir erfahren haben, eher kühl und regnerisch - kann passieren! Wer einen ruhigen Badeurlaub will, hat es in diesem Hotel gut getroffen. Wer mehr Action braucht, sollte sich vielleicht eher für ein Hotel direkt in einem belebteren Ort entscheiden.
Die Superior-Zimmer sind sehr schön, groß und bequem. Im Fernsehen gibt es zwei deutschsprachige Programme (ARD und RTL). Die Anlage ist recht ruhig; auch wenn man lärmempfindlich ist, gibt es keine Probleme. Es gibt Fön, Bademäntel und -schuhe, Kühlschrank, Safe.
Die Frühstücksbüffets sind ausbaufähig; es gibt immer dasselbe relativ umfangreiche Angebot (Rührei, Spiegelei, Formschinken, recht fette Wurst, Omeletts, Pfannkuchen, Müsli, Joghurt, Obst), das von der Qualität her so durchschnittlich ist für südliche Länder. Problematischer waren die Getränke: Es gibt Kaffee (diverse Sorten) und Tee nur mit Tassen von zwei Automaten; das ist eine unnötige Lauferei, und gegen Ende der Frühstückszeit bilden sich immer kleine Schlangen. Der sogenannte Saft (Orangen, Kirsch-, Apfel-) schmeckt recht süßlich und dünn. Das Mittagessen an der Poolbar ist durchaus empfehlenswert; man kann sich mit einem Salat (6, 50) gut über den Tag retten. Empfehlenswert auch die diversen gegrillten Käse (ca. 4 Euro). Das Abendessen ist nicht begeisternd, aber auch nicht schlecht; man freut sich drauf und wird satt. Es gab immer ein paar recht wohlschmeckende Gerichte, vor allem die Gemüsebeilagen waren nicht schlecht. Und die Pommes- und Pasta-Anhänger kamen wohl voll auf ihre Kosten. Nur die frisch gegrillten Fleisch- und Fisch-Stücke waren manchmal etwas trocken. Zu den Preisen: Im Restaurant kostet eine Literflasche Wasser 3 Euro, ein Bier (0, 3 l.) 4 Euro, und Wein gibt es ab 13 Euro die Flasche aufwärts (der trockene Rosé ist zu empfehlen). Die Preise in der Bar sind dieselben, dort gibt es auch Fassbier für 4 Euro (0, 5 l); Cocktails kosten 9 Euro, was ein bisschen überhöht scheint. Dafür ist die Live-Musik meistens recht gut, und an einem Abend war sie richtig mitreißend.
Das Personal war durchgehend sehr freundlich und hilfsbereit. Die Rezeption hat uns mit Beschreibungen für Wandertouren versorgt. Die meisten sprechen ausreichend englisch; man findet auch immer jemanden, der deutsch kann.
Das Hotel liegt recht ruhig an einer wenig befahrenen Uferstraße, ca. 500 Meter von der großen Ringstraße um Sithonia entfernt, direkt am Meer. Man kann zwar die Uferstraße in beide Richtungen entlang laufen und man kann auch vom Hotel aus eine Wanderung in die Hügel unternehmen. Aber die nächste zu dieser Jahreszeit noch offene Taverne liegt am Lagomandra Beach etwa 20 Gehminuten entfernt; die näher liegenden Kneipen hatten schon zu. Es gibt zwar einen HOtelbus ins etwa 15 km entfernte Nikiti (den wir aber nicht benutzt haben), aber wer etwas vom Land sehen will, wird wohl entweder auf das Ausflugsangebot der Reiseveranstalter zurückgreifen müssen oder sich einen Leihwagen nehmen. Wer gerne Besichtigungen macht, sollte bedenken, dass die Entfernungen von diesem Hotel aus nach Thessaloniki (2 Stunden) oder gar nach Meteora (5 Stunden) mit Bus recht zeitraubend sind. Der Mini-Markt, der zum Hotel gehört, ist relativ teuer; der nächstgelegene und nicht viel billigere befindet sich am Lagomandra Beach. Die Transferzeit zum Flughafen beträgt etwa 2 Stunden; bei der TUI lief das so, dass man mit Taxi abgeholt und bis zu einem Knotenpunkt gebracht wird, wo man in den Bus einsteigt, der von der Kassandra-Halbinsel kommt; das lief problemlos.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Von der Animation haben wir wenig mitbekommen; es gibt Beach-Volleyball und Darts. Der Kinderspielplatz wurde angenommen. Sonnenschirme und Liegen gibt es am Strand ausreichend, gegen Gebühr (4, 50 am Tag). Badetücher kann man für 10 Euro Kaution ausleiehn. Die beiden Pools sind relativ klein und waren, als wir dort waren, etwas kühler als das Meer, also schätzungsweise 18-19 Grad.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Oktober 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Hans |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 2 |


