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Georg (61-65)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • September 2014 • 2 Wochen • Strand
Vor Renovierung oder Betreiberwechsel
Das "Luxury Bahia Principe Ambar" wurde umfassend renoviert und am 01.11.2018 wiedereröffnet (Quelle: Hotelmanagement, Stand: Dezember 2018).
Nur für Erwachsene - Adults Only
5,2 / 6

Allgemein

Das Hotel Ambar gehört zu einer Bahia-Principe-Anlage in der mehrere Hotels dieser Kette in einer riesigen Gartenanlage liegen. Gebäude und Anlage sind in einem vorbildlichen Zustand. Dafür sorgen die zahlreichen Gärtner. Wenn man einen trifft sollte man ihnen ein freundliches Hallo (oder spanisch: Hola zurufen, die freuen sich wie Schneekönige, weil sie das von den Touristen nicht gewöhnt sind). Die Lobby ist im Kolonialstil errichtet. Sie ist mit bequemen Sitzecken ausgestattet. Abends wird es hier sehr voll, erst recht wegen des gelegentlichen Regens. Dann wird die vorgelagerte Terrasse ja nicht genutzt. Abendliche Unterhaltung besteht aus Livemusik, Karaoke, man kann kostenlos Black Jack ausprobieren. Aus gutem Grund, ein kleines Kasino ist in einem Nebenraum installiert. Hier befindet sich auch die Rezeption. Die Mitarbeiter sind kompetent, mehrsprachig und sehr freundlich. Auf ergänzende Fragen wird geduldig und immer mit einem Lächeln geantwortet. Das All-In ist auf sehr hohem Niveau. Daher besteht die Gästeschaft gefühlt aus 60% US-Amerikanern und Kanadiern, 30% Osteuropäer und 10% aus Resteuropäern und Asiaten. Das hat Folgen: Hat man in manchen anatolischen und nahöstlichen Urlaubsdomizilen den Eindruck, dass der Eiserne Vorhang eine tolle Sache war, so konnte man nur in höherpreisigen Anlagen auf ein gemäßigtes Klientel hoffen. Die Anzahl der Sterne war dabei nicht entscheidend. Der Begriff Landeskategorie bekommt da eine wichtige Bedeutung. Hier dagegen ist es komplett anders: Die "Ostgoten" benehmen sich geradezu vorbildlich, oft besser als die Resteuropäer. Hier übernehmen stattdessen mit großer Kompetenz die "Westgoten" mit ihren Sternen und Streifen oder mit dem Ahornblatt auf den Muskel-Shirts in Tripple-X-Größe diese Rolle. Und die füllen sie besser aus, als die "Ostgoten" an der türkischen Riviera (beides: die Rolle und die T-Shirts). Das Ambar ist den Erwachsenen vorbehalten. Adults only! Nun könnte man frei nach Bob Marley denken: No Children, no cry. Also eine ruhige Anlage. DAS IST EINE FEHLEINSCHÄTZUNG!!! Vielmehr werden hier die Kinder vor den Exzessen der Erwachsenen geschützt. Siehe unten.


Zimmer
  • Gut
  • Wir hatten eine Junior Suite. Großzügige Raumbemessung mit Queen Size-Betten (also Platz für drei Personen) mit sehr guten Matratzen (was bei der teils adipösen Gästeschaft Sinn macht). Flach-TV, Sitzgruppe mit 2 Sesseln und ein Sofa, modern-naive Bilder an der Wand, durchgefliest, exakt einstellbare Klimaanlage. Der Kühlschrank wird täglich mit Softdrinks, Bier und Spirituosen-Minis aufgefüllt. Tägliches Trinkgeld für das Zimmermädchen erhöht das Erinnerungsvermögen daran. Kaffee-Maschine und Tee-Sortiment. Geräumiges, sauberes Bad mit Dusche, Wanne, WC, Föhn, hochwertiges Bad-Sortiment (Seife, Shampoo, Kamm, Haube etc.). Abends gibt´s nochmal frische Handtücher und Betthupferl Pralinen. Auch hier gilt: Grüß´ doch mal das Zimmermädchen auf dem Flur.


    Restaurant & Bars
  • Sehr gut
  • Im Hauptrestaurant werden täglich wechselnde länderspezifische Themen aufgegriffen. Aber nicht konsequent. Man bekommt auch frische Pizza und Pasta, auch wenn nicht gerade Italien dran ist. Die „Grillstation" ist besonders am „Galaabend“ zu empfehlen: Dann gibt es unter anderem Langusten satt. Es steht immer ein überreichliches Angebot an frischen Früchten, Salaten, Desserts, Eis, warmen und kalten Speisen zur Wahl. Das Brotsortiment ist allerdings überschaubar. Morgens gibt es an zwei Stellen frische Omeletts und Eier, für die Hardcore-Fans stehen auch schon Bloody Mary, Hamburger, gebratener Fisch und Chickenwings bereit. Die Tische haben einen ausreichenden Abstand voneinander. Die Kellner räumen einzeln ab, und fahren nicht wie mancherorts mit Plastikwannen auf Rädern durch die Reihen und schütteln lautstark die Tischdecke mit dem benutzten Geschirr darin aus. Es gibt Themenrestaurants. Chinesisch, asiatisch, französisch, Steaks usw. Das Personal hier ist in seinem Verhalten etwas abgehoben, fühlt man sich doch als „etwas Besseres“ als die Kollegen in der „Volksfütterung“. Aber schaut man genau hin, sieht man, dass die distinguiert scheinenden Kellner ihrem eigenen Anspruch nicht gerecht werden. Macht nichts, die Speisen sind jeweils super.


    Service
  • Sehr gut
  • Die Mitarbeiter sind überwiegend freundlich bis herzlich. Sie sind aufmerksam und reagieren meist schon bei Blickkontakt. Es schadet nicht auch das Zimmermädchen auf dem Flur oder den Gärtner in der gepflegten Anlage zu grüßen Ein Lächeln ist Dir gewiss. Die Kellner sind eifrig, manche übereifrig, gerade wenn mal der Manager vorbeischaut. Dann sollte man mit einer Hand immer den Teller festhalten, damit er nicht unter der zum Mund geführten Gabel abgeräumt wird.


    Lage & Umgebung
  • Sehr gut
  • Das Ambar liegt im Gegensatz zu den anderen direkt am Strand. Jedes Hotel der Anlage hat seinen eigenen Strandabschnitt. Es fahren in kurzen Abständen "Bimmelbahnen" durch die Anlage, die die Gäste von den Zimmergebäuden (Villas genannt) zu anderen Hotels, zur Hauptlobby und zum Strand bringen. Kleine, völlig überteuerte Geschäfte schmiegen sich an die Lobbys.


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Die Pools sind riesig, traumhaft angelegt und beschaulich still, wenn man morgens um 5:30Uhr an ihnen vorübergeht um am Strand seine Reservierungshandtücher auszulegen. Trotz des Verbots ist das hier weiterhin ein Volkssport (überwiegend durch die Sportler der „Ostgoten“ und der Resteuropäer). Den „Westgoten“ ist es gleichgültig wo sie ihre Bierdosen leeren, die sie aus der Minibar mitgebracht haben und die bis 10:00Uhr herhalten müssen, denn dann erst öffnen die Bars. Sie haben ihre Isoliergefäße (passenderweise in Bierfassform) dabei, in die locker eine halbe Galone Gerstensaft passt. Mir denen steigen sie dann in den Pool, im Mundwinkel eine Marlboro. Gegen Mittag sind alle Liegen am Pool belegt. Sonnenschirme gibt es zu wenige, Verbrennungen zweiten Grades umso mehr. Das Animationsprogramm beginnt pünktlich um 11:00Uhr. Volleyball, Boccia, das Übliche eben. Dann verwandelt sich der Pool in eine Disco. Wassergymnastik, Stretching, Formationsgehüpfe. Die Poolgespräche versinken im Stakkato von 180 Beats/min. Am Nachmittag gehört auch schon mal Wettsaufen zum Animationsprogramm, vorzugsweise durchgeführt von den „Westgoten“ des 50Sternelandes gegen die Ahornblatt-Träger. Die Poolbar mit ihren Hockern im Wasser bewirkt, dass der Wasseranteil des Pools in dem Maße abnimmt, wie der Anteil des verschütteten Alkohols steigt. Da sich viele Leute im viel zu warmen Wasser aufhalten, darf man vermuten, dass es auch zur Anreicherung anderer Flüssigkeiten kommt. Dekorativ stehen die leeren und halbvollen Plastikbecher für die Cocktails am Rand des Whirlpool- Beckens.


    Preis-Leistung
  • Gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im September 2014
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Georg
    Alter:61-65
    Bewertungen:3