Das Luxury Bahia Principe Ambar ist eines von vier Hotels der Kette Bahia Principe und befindet sich ganz vorne am Strand. Das Hotel an sich macht einen sehr schönen und gepflegten Eindruck. Die Zimmer sind groß und sauber. Das Hotel hat mehrere sogenannte Villen, insgesamt ist der ganze Hotelkomplex mit allen vier Hotels riesig, wobei man nichts verpasst hat, wenn man sich nur im Ambar aufhält. Man kann nur All-inclusive buchen und eigentlich waren wir damit sehr zufrieden, allerdings zieht das leider immer auch Sauftouristen an (hier ganz besonders aus Amerika und Kanada). Es handelt sich beim Ambar um ein "Adults only" Hotel, wobei kleine Kinder nichts gegen die trinkwütigen Touristen hier sind und nur halb so viel Lärm verursachen wie letztere. Die Gästestruktur ist durchmischt, hauptsächlich allerdings Amerikaner und Kanadier, einige Russen und noch etwas weniger Deutsche. Der Altersdurchschnitt war auch ziemlich durchmischt, nur eben keine Kinder und auch eher wenige Rentner. Wer seine Ruhe sucht, sollte das Ambar in jedem Fall meiden. Laute Animation am Pool, hellhörigere Zimmer haben wir noch nirgendwo anders erlebt und viele viele Sauftouristen aus den Staaten und Kanada. Leider ohne jegliches Benehmen, trotz fortgeschrittenem Alter. An die Dresscodes in den Restaurants wurde sich auch eher nicht gehalten, dabei müssen außer in einem Restaurant nicht mal lange Hosen getragen werden. Die Handy-Erreichbarkeit ist je nach Anbieter katastrophal bis mittelmäßig. Die Telefonkosten nach Deutschland sind enorm. Das Preis-Leistungsverhältnis des Hotels würden wir als in Ordnung empfinden. Wenn man allerdings seine Ruhe sucht - dann Finger weg von diesem Hotel. Hier ist der amerikanische Ballermann. Und auch wenn es ein Adults-only Hotel ist, wären uns Kinder tausendmal lieber gewesen, als wettsaufende Amerikaner und Kanadier, die sich teilweise unmöglich benehmen und keinerlei Rücksicht nehmen. Weiterempfehlen können wir dieses Hotel nur wegen dem erstklassigen Service in den Restaurants und der wirklich schönen Anlage.
Leider sind die Zimmer unglaublich hellhörig. Man hört alle Geräusche der Nachbarn, auch die die man wirklich nicht hören möchte und wir wurden fast jede Nacht um 2-4 Uhr von lautstarken, betrunkenen Gästen geweckt, die den Weg auf ihr Zimmer suchten. Sonst sind die Zimmer sehr geräumig und geschmackvoll eingerichtet. Das Bett war erstaunlich bequem, die Matratze muss von sehr guter Qualität gewesen sein. Ausgestattet war das Zimmer mit einem TV, Safe, Klimaanlage, Ventilator, Minibar, Kaffeemaschine, Telefon, Wannenbad mit Whirlpool-Funktion, Regenwald-Dusche, Sitzmöglichkeiten im Zimmer und auf dem Balkon/der Terrasse. Das Bad war sehr geräumig. Zu bemängeln wären hier die teilweise verkalkten Duschen. Sonst war es stets sehr sauber. Minibar und Safe konnten kostenfrei genutzt werden. WLAN bekam man pro Woche für 50 Dollar, wohl eine Nebeneinnahme-Quelle des Hotels. Kostenfreies WLAN gab es einmal stündlich pro Tag in der Lobby. PCs konnte man 24h täglich benutzen, musste sich hier jedoch öfter anstellen. Die Zimmer liegen alle nah an Strand, Restaurants und Pool.
Es gibt ein Buffet-Restaurant, zwei Strandbars und viele verschiedene Spezialitäten-Restaurants (verteilt auf alle vier Hotelanlagen). Als Gast des Ambars konnte man in allen Restaurants der Hotels essen. Besonders toll ist das Gourmet-Restaurant (hier darf man nur einmal pro Aufenthalt essen). Das Essen schmeckte in allen Restaurants (außer beim Mexikaner), die wir ausprobiert haben, hervorragend. Sowohl die Auswahl, als auch der Geschmack waren fantastisch. Der Service, mit winzig kleinen Ausnahmen, überall super! Die Getränke schmeckten leider manchmal nach Chlor. Wir konnten uns das aber nicht erklären. Möglicherweise waren die Eiswürfel doch nicht immer aus Mineralwasser gemacht, sondern hin und wieder aus Trinkwasser. Das würde auch die gelegentlichen Magenprobleme erklären, die wir während unseres Aufenthalts hatten, und von denen uns auch andere Gäste erzählten. Könnte aber auch am säurehaltigeren Obst liegen. Ansonsten kann man am Essen und am Service in den Restaurants nichts bemängeln. Wir konnten kein einziges Haar in der Suppe finden ;).
Hervorzuheben ist definitiv die Freundlichkeit sämtlicher Mitarbeiter der Restaurants (besonders im Ambar-Bereich, aber auch in vielen anderen Restaurants der weiteren Hotels). Das Personal spricht spanisch und je nach Position auch englisch (Grundkenntnisse bis fließend). Einige Mitarbeiter sprechen sogar ein paar Brocken deutsch. Wenn man im Hotel keine Beschwerde einzureichen hat, ist alles wunderbar - und wenn man fleißig Trinkgeld verteilt. Das Beschwerdemanagement ist allerdings katastrophal. Wir hatten während unseres Aufenthalts einmal das Zimmer wechseln wollen. Das gelang uns erst mit Hilfe unseres deutschen Reiseleiters. Von alleine war man an der Rezeption nicht bereit uns vernünftige Informationen über noch frei verfügbare Zimmer zu erteilen. Das zweite Problem, das wir während unseres Aufenthalts hatten, war allerdings noch viel schwerwiegender. Ein Amerikaner, der fleißig Trinkgeld verteilte, hatte zur Missgunst aller anderen Hotel-Bewohner am sonst eher ruhigen Strand seine Juke-Box dabei. Auf unsere Bitte hin das Gerät aus, oder leiser zu schalten wurde er sehr unfreundlich und verneinte. Wir beschwerten uns dann an der Rezeption. Dort wurde uns gesagt es wird jemand geschickt. Auch nach längerer Wartezeit kam niemand. Wir sprachen dann am Strand eine Dame des Guest-Service an, die uns auf englisch erklärte, das swir ja jung wären und woanders hingehen könnten. Sie sagte uns wir könnten zur Security gehen, aber gemäß ihrer Erfahrung, machen die auch nichts. Wir beobachteten die Dame dann weiter und sahen wie sie auch die anderen Gäste am Strand ansprachen und auf den ungebetenen Gast aufmerksam machten. Die Dame hörte sich die Beschwerden zwar an, ging dann aber kommentarlos am störenden Gast vorbei. Die weiteren Tage mussten wir uns dann an den Pool mit lauter Animation "zurückziehen". Auch die Zimmerreinigung ließ zu wünschen übrig. Die Minibar wird grundsätzlich nur aufgefüllt, wenn man Trinkgeld gibt, dabei gehört das zum Service dazu und wird vom Gast so schon mitgezahlt. Ansonsten wurde aber alles relativ gründlich gereinigt. Neue Handtücher waren ab und zu fleckig. Der Service im Restaurant ist wie schon oben geschrieben erstklassig. Hier muss man um nichts bitten und wird sofort bedient. Meistens versuchen einem die Mitarbeiter die Wünsche von den Augen abzulesen und deren Freundlichkeit wirkt nicht, wie leider oft, gestellt oder vorgespielt. Hier gibt man gerne Trinkgeld! Und nur dafür hätten wir 6 Sonnen und gerne mehr verteilt.
Das Hotel befindet sich direkt am Strand, wobei die Zimmer bis auf einige wenige alle keinen Meerblick haben. Ansonsten ist alles (Restaurants, Pool, Strand) sehr schnell zu erreichen. Man läuft überall hin nur wenige Minuten. Wenn man in den Restaurants der anderen Hotels essen möchte, oder dort die Unterhaltungsmöglichkeiten oder die Pools nutzen möchte, kann man auch mit einer Bimmelbahn fahren (fährt ca. im 5 Minuten-Takt), laufen, oder sich an der Rezeption von einem Pagen auf Nachfrage gegen ein kleines Trinkgeld fahren lassen. Punta Cana befindet sich auf der Südseite der Insel am Atlantik. Mit etwa einstündiger Busfahrt lassen sich tolle Ziele, wie beispielsweise die Insel Saona (Karibik-Seite) besichtigen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animation im Ambar hätte für unseren Geschmack noch etwas dezenter verlaufen können. Wettsaufen am Pool gehört nicht zu dem Angebot, das wir uns von der Animation eines 5-Sterne-Hotels erhofften. Die Animation war komplett auf alle nordamerikanischen Touristen zugeschnitten. Sonst wurde das übliche angeboten: Boggia, Volleyball, Dart, Karaoke und Aqua-Fitness. Der Strand war sauber und es gab reichlich Liegen. Wollte man in erster Reihe liegen, musste man jedoch weit vor 7 aufstehen und reservieren gehen... Der Zustand der Liegestühle war eine Katastrophe, man konnte sich darauf nicht richtig hinlegen (auf dem Bauch liegen war komplett unmöglich). Der Pool besteht tatsächlich hauptsächlich aus Alkohol und wenn man nach der Temperatur des Wassers geht, wohl auch, ausgelöst durch den Alkohol, aus anderen Flüssigkeiten. Die Liegestühle am Pool waren deutlich besser, aber auch deutlich von der Anzahl limitierter. Hier sollte man sich allerdings nicht hinlegen, wenn man seine Ruhe haben möchte. Wem das Animations-Programm im Ambar noch zu wenig war, konnte in den anderen Hotels der Anlage voll auf seine Kosten kommen. Die abendlichen Shows im Bavaro-Hotel sind allerdings tatsächlich sehenswert und unterhaltsam gestaltet.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2014 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Florence |
| Alter: | 19-25 |
| Bewertungen: | 8 |

