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Reinhard (36-40)
ÖsterreichAus Österreich
Verreist als Paar • Oktober 2007 • 1 Woche • Strand
Für den Preis wieder – aber nur für den Preis!
3,8 / 6

Allgemein

Gleich vorweg gesagt: Wäre uns nicht ein verlockend günstiges Angebot ins Haus geflattert, hätten wir wohl keinen Gedanken verschwendet, in der Türkei einen Badeurlaub zu buchen. Wenn man entsprechend Geld in die Hand nimmt, gibt es so viele Destinationen, die uns bei weitem mehr interessieren. So jedoch haben wird uns gedacht, dass nicht viel verloren ist, wenn es uns nicht sonderlich zusagt. Unter diesem Gesichtspunkt war der Urlaub im Asteria Bellis ein voller Erfolg. Nur so ist auch unsere Bewertung zu sehen, bei der wir sehr großzügig waren. Hätten wir dagegen zum Katalog-Normalpreis gebucht, wären die Punkte schnell gepurzelt. Und noch: RUSSENBASHING IST OUT!!! Bei uns waren etwa 70 Prozent RussInnen im Hotel. Da wir bereits von anderen Einträgen wussten, dass sehr viele RussInnen hier ihren Urlaub verbringen, waren wir entsprechend gespannt. Während der gesamten Woche gab es dann nicht einen einzigen (!!!) unangenehmen Vorfall. Weder gab es eine Rempelei beim Büffet, noch hat jemand betrunken randaliert. Es waren allesamt nette Familien mit Kindern, die ruhig ihren Urlaub verbrachten. Und wer jetzt meint im Sommer ist alles viel schlimmer (was ich nicht beurteilen kann), der sollte mal nach Mallorca oder Ibiza schauen, wenn Deutsche und ÖsterreicherInnen so für Trubel sorgen, dass man sich richtig schämt und am besten nicht deutsch spricht, um sich nicht zu outen. Außerdem gibt es bei den RussInnen kein grenzwertiges Vorreservieren der Liegen in der Morgendämmerung. Ja, selbst wenn sie unter Mittag den Strand für nur wenige Stunden verlassen, räumen sie meist ihre Liegen! Des weiteren waren ca. 20 Prozent NiederländerInnen im Hotel, diese jedoch weit weniger friedlich. Besonders an einem Nachmittag, nachdem sie sich mit Rotwein in Laune gebracht hatten, war es mit der Ruhe am Pool vorbei. Außerdem gab es noch Deutsche, ÖsterreicherInnen sowie sehr wenige TürkInnen und Franzosen/FranzösInnen. Das Hotel im Gesamten ist wirklich wunderschön. Das Hauptgebäude ist sehr gut in Schuss und auch die Nebengebäude machen – wir haben sie nur von außen gesehen – einen guten Eindruck. Alles wirkt relativ neu renoviert und wenn man keinen Sauberkeitsfimmel hat gibt es wirklich nichts zu beanstanden. Absolut begeistert hat uns die Außenanlage. Auch beim 5-Stern-Karibikurlaub bekommt man da nicht mehr geboten. Alles ist begrünt und stilvoll bepflanzt, die Wege sind mit marmorähnlichen Steinen ausgelegt und die Pools in Topzustand. Auch am Strand wird für Sauberkeit und Sicherheit (eigener Wachdienst) gesorgt. Schirme und Liegen sind inklusive und waren zu unserer Reisezeit ausreichend vorhanden. Überhaupt war die Gästezahl im Oktober perfekt. Es waren genug um nicht einen verwaisten Eindruck zu erwecken aber auch nicht zu viele, um ein Chaos zu verursachen. Wenn man davon ausgeht, dass das Hotel etwa halb belegt war, kann es zur Hauptsaison am Strand, im Restaurant oder bei den Sporteinrichtungen wohl schon richtig eng werden. ACHTUNG: Es gibt keinen Bankomaten im Hotel oder in der näheren Umgebung. Ein solcher findet sich erst im Ort Kadriye, der zu Fuß kaum erreichbar ist. Es gibt zwar eine Kundenkarte, mit der man im Hotel bezahlen kann, diese gilt jedoch nicht für alle Geschäfte. Also nicht vergessen ausrechend Bargeld mitzunehmen, da auch Kreditkarten nicht überall genommen werden. Auf Türkische Lira muss man dabei nicht umtauschen, da in der gesamten Region beinahe überall mit Euro gezahlt werden kann. Toll ist das Gratis-Internet, wobei 4 Terminals zur Verfügung stehen. Die Shops im Hotel sind allesamt überteuert. Hier sollte man nur im Notfall einkaufen. Am Flughafen Antalya regiert der Nepp. TouristInnen, die sich darüber beschweren, werden – wie beobachtet – mit einem Lächeln oder Schulterzucken abgewimmelt. So kostet etwa – jeweils bei Selbstbedienung - eine vertrocknete Mini-Pizzaschnitte 7 Euro oder ein Fläschchen Quellwasser (0, 5 Liter) 3, 50 Euro. Also wer sich nicht gerne abzocken lässt, besser nicht hungrig oder durstig zum Flug aufbrechen. Je weniger bei diesen Spezialpreisen für TouristInnen mitmachen, desto eher ist es möglich, dass sich hier etwas ändert.


Zimmer
  • Eher schlecht
  • Das Zimmer, das uns bei unserer Anreise zugewiesen wurde, war eine Zumutung. Obwohl im Hauptgebäude gelegen und in optisch gutem Zustand, roch es wirklich extrem nach Schimmel. Wahrscheinlich war die unsachgemäß montierte Badewanne (Wasser lief beim Duschen beinahe ungehindert hinter diese) oder die Lage an der Außenmauer (unser Zimmer befand sich am Ende des Ganges) dafür verantwortlich. Da wir spät am Abend angereist und ziemlich müde waren, versuchten wir die erste Nacht bei weit geöffnetem Fenster zu „überleben“. Besser hätten wir jedoch gleich reklamiert, denn am nächsten Morgen waren die Augen meiner Frau aufgrund einer allergischen Reaktion bereits ziemlich verschwollen und sie bekam kaum mehr Luft. Mit Hilfe unseres Reiseleiters bekamen wir dann innerhalb von nur 1 Stunde ab Reklamation ein neues Zimmer zugewiesen, das zwar auch etwas muffig roch (so wie auch jene der anderen Gäste mit denen wir sprachen) aber scheinbar nicht mehr gesundheitsgefährdend war. Was wir gemacht hätten, wenn sie an der Rezeption auf stur geschaltet hätten bzw. in der Hauptsaison tatsächlich ausgebucht gewesen wären, wissen wir nicht. Wahrscheinlich hätten wir in der Lobby unsere „Zelte aufschlagen“ müssen, denn Zimmer Nr. 1 war definitiv nicht bewohnbar. Deswegen können wir auch das Hotel, trotz aller Pluspunkte nicht weiterempfehlen, denn bei der Gesundheit hört sich der Spaß auf. Ein Zimmerroulette mit ungewissem Ausgang wünscht sich wohl niemand im Urlaub. Es ist uns wirklich ein Rätsel, warum die Hotelleitung dieses Problem (siehe auch andere Einträge bezüglich Schimmel in den Nebengebäuden) in einem an sich gepflegten Hotel nicht in den Griff kriegt?


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Mehr als Durchschnitt wird hier nicht geboten – kein Vergleich mit Strandhotels auf offiziell gleichem Niveau in Spanien, Griechenland oder der Karibik. Auf den ersten Blick beeindruckt das Büffet durch seine Größe, spätestens beim zweiten Blick macht sich jedoch Ernüchterung breit. Es gibt ein System, dass sich durch alle Mahlzeiten zieht. Beispielsweise wird eine enorme Menge Melanzani zubereitet, welche am ersten Tag auch hervorragend schmecken. Was an diesem ersten Tag nicht verzehrt wird, kommt am zweiten Tag nochmals auf die Tische. Am dritten Tag werden die nun bereits etwas angefaulten Überreste mit Neuem ergänzt bzw. mit anderen Überresten und einer Sauce zu einem Salat verarbeitet. Wenn man an manchen Salaten schnuppert und die Augen schließt, hat man das Gefühl, man beugt sich über eine Biotonne. Am besten greift man als nur zu jenen Produkten, die es die letzen Tage nicht gab. Aber keine Angst, nach ein paar Mahlzeiten hat man dabei schon etwas Routine entwickelt. Gleiches gilt etwa auch für Gebäck. Hier schmiegt sich in einem Korb das steinharte und muffige Seniorweckerl an den frisch gebackenen Junior. Also immer vorher mal kurz mit der Vorlegezange daraufklopfen, um das Alter zu ermitteln. Da Gebäck und Gemüse/Salate gut zwei Drittel des gesamten Büffets ausmachen, bleibt für Interessantes und Raffiniertes nicht mehr viel Platz. Ein bis zwei Fleischsorten, dreimal pro Woche Fisch (die angebotenen Forellen haben dabei jedoch schimmelig-muffig geschmeckt), wild durcheinander gewürfelte/r Wurst, Käse und Schinken (teilweise noch mit Folie abgedeckt), ein paar Eier, Reis und Nudeln sowie sehr, sehr wenig Obst (Obstsäfte können um 3, 5 Euro!!! extra gekauft werden) und drei verschiedene – aber recht schmackhafte – Suppen. Außerdem positiv: Honig mit Wabe, Müsli, Kräutertees, Frühstückskaffee, verschiedenstes Baklava bis zum Abwinken, viele Gewürze in netten Tontöpfen, viele Kräuter (Petersilie, Basilikum, Dille, Minze,…). Man muss also nicht verhungern, toll ist jedoch anders. Wir sind eigentlich Vielesser und kommen üblicherweise bei jedem Badeurlaub, trotz viel Sport, mit 2 bis 3 Kilo mehr nach Hause. Diesmal dagegen, oh Wunder, habe ich sogar ein halbes Kilogramm abgenommen, da ich einfach nichts Leckeres gefunden habe. Dafür vielen Dank an das Asteria Bellis!


    Service
  • Eher schlecht
  • Dieser Punkt lässt sich sehr schwer bewerten. Den Angestellten im Hotel scheint es grundsätzlich schwer zu fallen, jemanden zu „bedienen“. Das gilt sowohl für die Rezeption, als auch für den Restaurantbereich. Getan wird nur, was getan werden muss, und das mit meist finsterer Mine. Eine angenehme, lockere Urlaubsatmosphäre kommt dabei freilich nicht auf. Dazu zwei Beispiele von einigen: Wir wollten drei Fragen bezüglich Restaurantnutzung und Late-check-out an einen Mitarbeiter der Rezeption stellen. Alles in allem hätte das nicht länger als ein oder zwei Minuten gedauert. Wir wählten dazu den Abend, da sich um diese Zeit kaum Gäste in der Lobby aufhielten. Und tatsächlich waren wir mit dem Mitarbeiter, der im Übrigen gerade etwas gelangweilt umherblickte, völlig alleine. Die erste Frage beantwortete er noch korrekt-neutral, die zweite Antwort wurde bereits mit einem Augenverdrehen und einem Stoßseufzer begleitet und vor der dritten Frage klärte er uns – mittels als Scherz verpackter Aufforderung - darüber auf, dass er nur für das Beantworten von zwei Fragen bezahlt werden würde. Erst nach langem hin und her war er bereit uns auch unsere letzte Frage ohne Trinkgeld zu beantworten. Im Restaurant wollten wir Wein trinken und baten deshalb um die Getränkekarte. Dieser mussten wir jedoch entnehmen, dass es für Weine eine eigene Karte geben würde. Wir baten deshalb nochmals – diesmal um die Weinkarte. Daraufhin schimpfte der Kellner, dass wir aber Getränkekarte gesagt hatten und anscheinend nicht wüssten was wir wollten. Wie auch immer, die Weinkarte kam und wir bestellten. Da der Wein extra zu bezahlen war, musste der Kellner eine Rechnung ausfüllen. Er legte einfach seinen Rechnungsblock auf unseren Tisch und ging. Nach fünf Minuten kam er wieder und beschwerte sich, dass WIR die Rechnung nicht ausgefüllt hatten, da er auch andere Dinge zu tun hätte?!


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Was das Baden anbelangt, liegt das Hotel perfekt. Vom Hauptgebäude aus gelangt man durch den Gartenbereich in maximal fünf Minuten zum langen, mittelbreiten Sandstrand (mit Schotter im Uferbereich). Besser geht es nicht. Die nächste Umgebung des Hotels ist eher nichtssagend, also keine Blickfänge wie Inselchen, Buchten oder Berge. Von unserem Zimmer aus hatten wir jedoch einen genialen Blick über Antalya hinweg auf das beeindruckende, kahle Gebirge. Will man etwas auf eigene Faust unternehmen, kann es sehr schnell teuer werden. In den nächstgelegenen Ort Kadriye, der lediglich ca. 3 Kilometer entfernt ist, kostet das Taxi (es gibt einen Stand vor der Einfahrt auf das Hotelgelände) 7 Euro einfach sowie 12 Euro für Hin- und Rückfahrt. Wirklich scheint dieser Ort einen Besuch jedoch nicht zu sein, zumindest soweit wir das bei unserem Flughafentransfer beobachten konnten.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Eindeutig der Topbereich des Hotels, wiewohl es auch hier Positives und Negatives gibt. Für alle, die Angst vor fremden Sprachen und deren SprecherInnen haben, kann es dabei jedoch etwas schwierig werden. Selbst Englisch reicht bei den russischen und türkischen AnimateurInnen manchmal nicht aus. Also einfach mal mit Händen und Füßen probieren. Tut nicht weh und erweitert den Horizont! „Wier schprechen och deutch!“ muss ja nicht überall sein. Positiv waren die in ausgezeichnetem Zustand befindlichen Tennisplätze, der kleine aber völlig ausreichende Fitnessraum (nicht für Schicki-Micki-Ansprüche aber perfekt für Leute die die sich auch im Urlaub fit halten wollen) mit Lang- und Kurzhanteln, Maschinen und Laufbändern sowie Stepper, der Wellnessbereich, Tischtennis und Billard und die Aerobiceinheiten von Natalie (nicht Ausdauer sondern Muskelaufbau). Etwas gemischter waren unsere Gefühle beim Betrachten der Abendunterhaltungen. Auf der einen Seite standen die wirklich professionell durchgeführten Tanzaufführungen der russischen Tänzerinnen (tolle Profis) und türkischen Tänzer (bemühte Amateure auf gutem Niveau). Auf der anderen Seite, wirklich jenseits von Gut und Böse, befanden sich Moderation und Kommentare des Chefs der Gruppe, der durch die Abende führte. Etwas Primitiveres und Frauenfeindlicheres haben wir selten erlebt. In Spanien oder Griechenland wäre so etwas nicht möglich! Wir sind wirklich nicht prüde oder fad, aber wenn sich unter den ZuschauerInnen 50 Prozent Kinder befinden, nimmt sich ein Männerstrip des Chefanimateurs (bis auf die Kleinmädchenunterhose mit Rüschen). Den Typen sollte man – unserer Meinung nach – schleunigst aus dem Verkehr ziehen.


    Preis-Leistung
  • Sehr gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im Oktober 2007
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Reinhard
    Alter:36-40
    Bewertungen:3