Es ist ein Hotel mit ca. 200 Zimmer, im Hauptgebäude gibt es 3 Stockwerke, jedoch gibt es auch noch zwei Nebengebäude.In der Gegend und auch an dem Hotel wird gerade viel gebaut und verschönert. Wir hatten All Inclusive, was okay war, aber dazu unten mehr. Die meisten Gäste waren Deutsche, ein paar Schweizer und ein paar Russen. Zwei Aufzuge sind zwar hilfreich, jedoch gehört zur Behindertfreundlichkeit ein wenig mehr. z.B. ist jede Schräge zu steil und viele Stellen zu eng um mit einem Rollstuhl durchzukommen. Wir sind als Paar verreist, jedoch schien mir das Hotel sehr familienfreundlich, da viele viele Kinder dort waren. Es ist sauber und ordentlich. Für Ausflüge ist Bababoot auf jeden Fall zu empfehlen, denn sie sind freundlich und günstig. Der Ort Titreyengöl bietet im Grunde nichts an Ausgeh- oder Unterhaltungsmöglichkeiten. Im März/April ging es noch gerade so, aber im Sommer wäre mir das Hotel zu eng und zu hektisch. bzw. ich persönlich werde nicht mehr hinfahren. Wenn man aber bereit ist, das System "Trinkgeld-vor-der-Leistung" anzunehmen und Badeurlaub machen möchte, dann kann es einem im Hotel Venüs schon gefallen, daher trotzdem ein "ja" bei Weiterempfehlung. Das Preis-Leistungsverhältnis ? Hm Schwer zu sagen, das Hotel ist ok, aber ein "Wohlfühlen" kam nicht so richtig auf. Die fehlenden Freizeitmöglichekeiten, der mangelhafte Service und der Baustellenlärm an der jeder Ecke dämpfen die Urlaubsstimmung aber schon sehr.
Wir hatten das Zimmer Nr. 105 im 1.Stock direkt über dem Speisesaal, was ein paar Küchengerüche mitbrachte. Es zeigte direkt zum "Kinderpool", wo es immer recht laut war. Es war kein Economy Zimmer, hatte jedoch trotzdem Schwächen. Zusätzlich war direkt gegenüber eine (der vielen) Baustellen, so dass man quasi täglich Sägen, Hämmern, Klopfen oder sonstigen Baulärm hatte. Mit geschlossener Türe war es zwar ok, aber wer will das schon bei strahlendem Sonnenschein ? Über den Schaltern der Klimaanlage ist ein Plexiglas angebracht, so dass man die Temperatur nicht selbst einstellen kann. Mir persönlich war die eingestellte Temperatur viel zu kalt, so dass wir die Klimaanlage nicht benutzt haben. Der Kleiderschrank ist für 2 Erwachsene zu klein, zusätzlich sind die oberen Ablagefächer so hoch, dass ich als Frau nicht mehr dran kam. Es gibt einen recht kleinen Fernseher mit einigen deutschsprachigen Programmen, jedoch merkt man an der Werbung und den Nachrichten, dass es Pro7 und Sat 1 etc aus der Schweiz ist. Der Balkon ist ok, aber wie schon gesagt,der Baulärm ließ entspanntes Liegen oder Lesen auf dem Balkon nicht zu. Die Matratzen waren wohl neu, aber die Kopfkissen sind hart, es ist empfehlenswert sich ein eigenes weiches Kissen mitzubringen. Die Zimmermädchen haben sauber und gut gearbeitet, auch wenn sie immer aussahen wir 3 Tage Regenwetter. Bettwäsche und Handtücher wurden gewechselt und der Boden jeden Tag gewischt. Es gibt einen kleinen Kühlschrank ( nicht genutzt) und einen Mietsafe, der für 1 Woche 14 Euro +10 Euro Pfand kostet. Das Badezimmmer ist von der Größe in Ordnung, es gibt eine Badewanne, die jedoch keinen Stöpsel hat. Was auch fehlte, war eine Seifenschale, so dass an der Stelle, wo man die nasse Seife hinlegt eine eklige Seifenmatsche entsteht. Der Fön ist an der Wand befestigt, jedoch mit Schlauch, so dass man ihn um den Kopf bewegen kann. Es ist nicht ganz unwichtig, dass das Stromnetz nicht so gut ist, wir hatten im Durchschnitt 4-5x am Tag Stromausfall. Zum Glück nie lang, immer 1-2min, aber auf die Dauer ist es doch nervig. Unser Zimmer war schnon recht hellhörig, sowohl vom Nebenzimmer als auch vom Flur hörte man viele Geräusche und konnte auch ab und an ganze Gespräche verfolgen. Die Sterne für das Zimmer beziehen sich v.a. auf die laute Lage.
Die Strandbar war geschlossen, da es im März einfach noch zu kalt zum Baden ist, daher verständlich. Essen zu den Hauptmahlzeiten: Das Buffet war wirklich gut, lecker und abwechslungsreich, eher landestypisch, viel Salat und Antipasti-artiges, aber auch Nudeln oder Pommes, also etwas, was jeder mag. Es gibt kein Schweinefleisch, aber mit Huhn, Fisch oder Kalbfleisch haben wir immer etwas Leckeres gefunden. Themenabende gab es bei uns nicht. Schade war, dass das Essen nie heiß war, bestenfalls lauwarm. Leider war die Auswahl an leckerem Obst sehr gering, was für ein Land am Mittelmeer doch eher ungewöhnlich ist. Es gab jeden Tag Orangen, Grapefruit und Äpfel, die zwar ok waren, wir jedoch am Mittelmeer schon deutlich besser gegessen haben. Poolbar und Lobbybar: Beide waren okay, je nach Andrang hat man schon recht lang gewartet. Es gibt keine ausgefallenen Getränke, aber das war uns persönlich jetzt nicht so wichtig, Hauptsache es gab den ganzen Tag etwas zu trinken. Zwischen den Hauptmahlzeiten konnte man sich auch jederzeit am Saftautomat sowie am Kaffeeautomat bedienen, bekam Gebäck und Pizzateilchen oder Kuchen. Die Mitternachtssuppe haben wir nie probiert, weil wir da immer schon geschlafen haben. Dass Trinkgeld fast schon aufdringlich eingefordert wird, habe ich ja oben schon erwähnt.
Tja der Service ist leider der größte Schwachpunkt !!!! Die Leute an der Rezeption sind sowas unfreundlich, dass man es fast nicht glauben kann. Wie gesagt, die Putzfrauen haben immer mürrisch ausgesehen. Es gab nur einen Kellner, der immer freundlich und hilfsbereit war, aber wenn der gerade nicht da war, haben wir im Normalfall lange gewartet bis wir etwas bestellen konnten und dann von ein grimmig guckenden Kellner bedient wurden. Wie auch schon andere geschrieben haben, hatten auch wir den Eindruck, dass die Kellner auf türkisch über die Gäste lästern. Offenbar verbessert sich der Service sowohl der Kellner als auch der Putzfrauen durch tägliches und persönliches Trinkgeld. (Dann fragt man sich jedoch, warum in jedem öffentlichen Raum an jeder Ecke eine Holzkiste mit " tipbox" also "Trinkgeld" drauf steht, wenn sie eh möchten, dass man es ihnen in die Hand drückt.) Wir sind eigentlich der Meinung, dass es Trinkgeld am Ende gibt, wenn man mit der Leistung zufrieden war und nicht am Anfang, damit man eine gute Leistung bekommt. Man sollte zu den Hauptmahlzeiten nicht direkt zu Anfang kommen, da es dann laut und hektisch ist und man auch Schwierigkeiten hat einen Sitzplatz zu bekommen. Wenn das Wetter es nicht zulässt, dann wird es im Speisesaal sehr sehr eng. Die Tische werden zwar eingedeckt, jedoch wird nur mäßig schnell nachgedeckt, wenn der erste Schwung gegangen ist. Wir haben uns das Besteck dann einfach selbst geholt. Es gibt zwar eine Tischdecke, die ist jedoch je nach Zeit schon ziemlich verdreckt und wird für einen neuen Gast nicht zwingend erneuert. ( keine Ahnung, ob das am Trinkgeld lag). Die Sauberkeit am Tisch wurde jetzt nicht so groß geschrieben, am Buffet war es aber immer wirklich sauber ! Nach etwas Dekoration wie einer Kerze oder einer Blume suchte man vergebens. Abend ist die Hektik besonders schlimm, daher waren wir abends immer erst gegen 20 Uhr essen, mussten jedoch feststellen, dass der Nachtisch zu der Zeit meist schon (fast) aufgegessen ist und nicht mehr nachgelegt wird. Auch fahren abends die Kellner mit Wagen und einem Mülleimer durch die Tische, um Geschirr und Müll einzusammeln, was nicht gerade zur guten Atmosphäre beiträgt. Die meisten Servicekräfte verstehen gut deutsch, können es allerdings nicht sehr gut sprechen. Wir haben uns ein wenig gewundert, wieviele Fehler in den öffentlichen Schriftzügen, Schildern oder dem Willkommensbrief des Hotels sind. Bei so vielen deutschen Gästen wäre es sicherlich ein Einfaches, all dies einmal auf Fehler prüfen zu lassen. Die Mühe wollte man sich wohl nicht machen. Die Zimmerreinigung war immer gut. Direkte Beschwerden hatten wir keine, daher können wir dazu nichts sagen. Vom Hotel direkt gibt es keine Ausflugsangebote, dafür aber ein hauseigenes Hamam, einen Frisör, einen Juwelier und einen Arzt.
Das Hotel liegt schon so ca. 800m vom Strand entfernt, auf dem Weg befinden sich einige kleinere Läden, die jedoch nur beim ersten Mal interessant sind. Eine Bar oder ein Restaurant gab es keines. Man war also sehr auf die Essens- und Trinkangebote des Hotels angewiesen. An den Gebäuden an der Straße zum Strand wird unheimlich viel gebaut, vielleicht sind im Sommer dann mehr Ausgehmöglichkeiten. Wie gesagt, die Einkaufsmöglichkeiten in Hotelnähe sind mager, dazu muss man in die näheren Ortschaften fahren. Die nächsten Ortschaften Side und Manavgat sind mit dem Dolmus schnell und günstig (1 Euro nach Side) innerhalb von 10- 15 Minuten zu erreichen, beides ist ganz nett. In Manavgat ist Montag und Donnerstag Markt, jedoch will einen jeder Verkäufer übers Ohr hauen, daher sollte man gut verhandeln. In Manavgat befindet sich noch ein Wasserfall, der ganz nett ist, aber 1.80 Euro Eintritt kostet. Die "Innenstadt" von Side ist ziemlich touristisch, jedoch ist das antike Side interessant, vorausgesetzt, man schaut sich gerne Ruinen an. Ein sehr großes Areal von Säulen, Kapitellen und Resten von Gebäuden oder Verzierungen sind frei zugänglich und mit Hinweistafeln versehen (auf Englisch). Das Theater kostet Eintritt, aber man kann den Aufbau und die Sitzreihen auch gut von außen sehen. Wir haben zwei Ausflüge mit vem Veranstalter "Bababoot" gemacht, weil er nah und viel günstiger als der deutsche Anbieter ist. Die Leute von Bababoot sind sehr nett und können richtig gut deutsch. Es gibt viel schöne Landschaft, wenn man jedoch mehr Kultur möchte als die Säulen im antiken Side muss längere Fahrten in die " kulturellen" Zentren wie Antalya, Myra (Abfahrt 5.30 Uhr) oder Instanbul (Flug) in Kauf nehmen. Aber auch das kann man bei Bababoot mieten. Wir haben auch den Besuch des Hamam bei Bababoot gebucht, da es dort 10 Euro billiger war als im Hotel. Es kommt drauf an, was man möchte. Wenn man den ganzen Tag am Strand liegt, ist Titreyengöl okay, wenn man jedoch Dinge unternehmen will, kann man mit den Möglichkeiten in der Nähe kaum eine Woche füllen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gab relativ viel Animation, was ich am Pool schon als nervig empfunden habe, weil ständig einer fragte, ob man nicht Dart, Bogenschießen,Boules oder Wasserball spielen will. Wenn das Hotel ausgebucht gewesen wäre, wäre es am Pool sehr eng geworden, trotz des " Kinderpools" hinter dem Haus. Der Pool war aber immer sauber und ordentlich. Die Abendunterhaltung hat mir nicht so zugesagt, aber das ist ja Geschmackssache. Für Kinder gab es jeden Abend eine Minidisco. Das hauseigene Hamam habe ich ja schon oben erwähnt. Sportmöglichkeiten haben wir nicht genutzt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im April 2012 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Maria |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 1 |


