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Eva (56-60)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Juni 2010 • 2 Wochen • Strand
Hotel Venüs/Venus
4,5 / 6

Allgemein

Wir waren in der Türkei! Wir waren in einem Land, in dem noch vor wenigen Jahren fast überall große Armut herrschte, man improvisierte und half sich mit dem, was da war. Das hat sich zwar geändert, aber die Maßstäbe des reichen Mitteleuropa kann man immer noch nicht überall anlegen. Das Haus ist recht alt und soll in den kommenden Monaten gründlich renoviert werden. Das Alter gibt ihm auch Atmosphäre! Die purpurroten Blumen, die fast das ganze Mauerwerk beranken, die riesigen Palmen im Hof, das sucht Seinesgleichen. Werden Sie nicht krank! Und wenn, dann haben Sie hoffentlich eine Auslandsversicherung abgeschlossen UND sich einen Gesundheitshilfeschein von Ihrer Versicherung mitgeben lassen. Der Arzt, der im Hotel arbeitet, ist zwar kompetent und freundlich, aber man wird Ihnen klar ins Gesicht lügen, dass die Versicherung für die Konsultation aufkommt, wird auch Ihre Versicherungskarte kopieren, aber nach dem Urlaub kommt die Rechnung. Interessanterweise aus Griechenland. Also: Gehen Sie nicht in die blitzsaubere, schicke weiße Mausefalle, die sich Arztpraxis nennt und die Sie nur in Anspruch nehmen sollten, wenn Sie bereit sind, 150 Eur selbst zu berappen.


Zimmer
  • Eher gut
  • Sauber war es, groß genug, ein ordentliches Bad war da, und das ist bei der Hitze auch sehr wichtig. Es gab Sessel und TV, Balkonstühle und eine Klimaanlage, die allerdings zu kalt eingestellt war. In den Familienzimmern ist die Fernbedienung der Klimaanlage so in einem Kästchen an der Wand angeschraubt, dass man den Monteur kommen lassen muss, um die Temperatur ändern zu lassen. Mit offenen Fenstern war Schlaf wegen Hitze und Discolärm nicht möglich. Auch war ein Teil des Apartements nicht mit Fenstern versehen, die man öffnen könnte, darum war die Klimaanlage schon unverzichtbar. Die Reinmachefrauen kamen täglich, waren sehr rücksichtsvoll, wenn man das Zimmer nicht verlassen konnte (wegen Grippe) und machten ihren Job sehr gut.


    Restaurant & Bars
  • Sehr gut
  • Die üppigen Angebote an Speisen bei den drei Mahlzeiten, die Qualität der Küche, das war überwältigend. Das bedeutet auch, dass man sich dem Klima anpassen kann in der Speisenwahl. Wenn uns bei großer Hitze nur leichte Speisen schmecken, kann man sich an die herrlichen Salate und Kräuter halten; die Freunde kräftiger Kost werden ebenfalls bestens bedient. Wie in der Türkei üblich, sind die warmen Speisen sehr gut gesalzen, mir meistens zu gut. Wiederum gab es warme Gerichte mit zartem Lammfleisch, Braten oder Fisch, die umwerfend gut waren. Vieles war auch ganz typisch türkisch und unverfälscht. Anders passt sich dem westlichen Geschmack an.


    Service
  • Gut
  • Viele bemängeln, dass die Servicekräfte sich erst nach Einwerfen einer Münze in Bewegung setzen. Versetzen Sie sich aber einmal in die Gedankewelt der Kellner und anderer Mitarbeiter. Woher sollen die denn wissen, dass sie für ihre Mühe am Ende auch ein Trinkgeld bekommen? Damit der Gast sich als guter Gast ausweist und nicht als so ein Schweinehund, der die Leute springen lässt und ihnen hinterher nichts gibt, muss man schon seine Bereitschaft signalisieren, die Dienste auch zu entgelten. Und was ist denn schon eine 2-Eur-Münze für uns? Für Menschen, die im Monat 181 Eur verdienen (gesetzlicher Mindestlohn), ist das sehr viel. Wenn man schon am Anfang ein Trinkgeld gibt, kann man sich der guten Betreuung durch den entsprechenden Kellner sicher sein. Das Trinkgeld sollte also in die Hand, nicht in den Kasten gehen, wer weiß, wo es sonst ankommt. Wie in allen muslimischen Ländern wurde viel geputzt, wir hatten in dieser Hinsicht überhaupt nichts auszusetzen. Und die Blumendeko auf dem Bett spricht ja für sich.


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Außer dem Strand, den man mit einem kurzen Fußweg von ca. 10-15 Min erreichen kann (je nach Lufttemperatur) und den Läden auf dem Weg dorthin gibt es am Ort wenig Interessantes. Der See Titreyengöl sieht zwar ganz schön aus, meiner Ansicht nach sollte er aber zugeschüttet werden, denn er ist eine erstklassige Brutstätte für Kriebelmücken, deren Stiche dramatisch anschwellen können. Mückenmittel nicht vergessen! Nehmen Sie ein Taxi, handeln Sie einen Pauschalpreis aus und lassen Sie sich den Staudamm und vor allem den Wasserfall zeigen! Vor allem von Letzterem werden Sie entzückt sein. Die angebotenen Touren haben wir nicht in Anspruch genommen, weil die uns zu krawallig waren. Hingegen nahm uns der Taxifahrer auf Bitte zu seinen Verwandten mit, die uns für wenig Geld original türkisch bekochten und wo man auf einer stillen Veranda sitzen und in den Garten gucken konnte. Sides Altertümer sind sensationell. Machen Sie, wenn Sie Sinn dafür haben, eine kleine Busfahrt für 1 Eur pro Fahrt und schlendern Sie durch die Nebengassen, dort, wo wenig Läden liegen. Sehen Sie die Tempelruinen nah dem Hafen und essen Sie fern vom Hafen.


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Wir sind ein älteres Paar und ohne Kinder dort gewesen. Wenn Sie Ruhe suchen, meiden Sie die Gegend weiträumig. Die wummernden Bässe der umliegenden Discos begleiten sonst Ihren Schlaf bis in die frühen Morgenstunden. Und die ebensolaute Animation am Pool wird Ihnen den letzten Nerv rauben. Die Animateure waren lustig und nett, und ich ließ mich einmal auch zum Boccia hinreißen. Unser Animateur ging sehr nett auf die Leute ein.


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im Juni 2010
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Eva
    Alter:56-60
    Bewertungen:1