Mit dem Start der Sommerferien im Juli 2006 war es auch für uns, eine Kleingruppe mit 3 Freunden im Alter von 18-19 Jahren, Zeit für den ersehnten Urlaub. Die Buchung erfolgte nur wenige Wochen zuvor, wobei uns Club Kastalia von Beginn an als überdurchschnittlich günstig und Der Transfer in die Clubanlage verlief problemlos. Obwohl wir uns am Flughafen zunächst zur falschen Reisegesellschaft hinzugesellt hatten, fand uns die FTI-Reiseleitung nach nur wenigen Minuten - die dadurch entstandene Verzögerung war keiner Rede wert, die Begrüßung stattdessen überaus freundlich. Einige Tipps zu Trinkwasser und Co, während wir gemeinsam mit den 7-8 restlichen Passagieren auf den Kleinbus warteten. Innerhalb von 2 Stunden waren wir schließlich im 120km entfernten Konaklia / Alanya angelangt: Club Kastalia, endlich am Ziel. Obwohl wir mitten in der Nacht ankamen und es vorzogen, kurz auf dem Zimmer auszuspannen, konnten bereits erste Eindrücke gesammelt werden. Der Empfang an der Rezeption verlief freundlich und problemlos, die Anlage selbst mit ihren 212 Zimmern (166 Doppel- , 46 Familienzimmer) ist wunderschön begrünt. Kleine Wege führen an den zweistöckigen Bungalows vorbei, die inmittem von Palmen und Rosenbeeten eingebettet sind - optisch eine Art malerischer Vorort. Letztgenannte Rosenbeete wie auch die breiten Rasen-Anlagen werden regelmäßig vom Personal bewässert, sodass auch bei hochsommerlichen Temperaturen um 35-40°C (tagsüber wie nachts) in der heißesten Region der Türkei das blühende Flair erhalten bleibt. Auch insgesamt ist die Anlage sehr gut erhalten, selten nagen die Zeichen der Zeit am Pool oder den Gehwegen. Die Zimmer mit Safe, Telefon und Sat-TV (in unserem Fall ein Familienzimmer) sind frisch renoviert. Die Sauberkeit ließ keine Wünsche offen. Das Publikum der Anlage ist bunt gemischt, überwiegend jedoch aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dicht gefolgt: Franzosen und einige Türken. Der Altersdurchschnitt in unserer Reisewoche lag bei schätzungsweise 30 Jahren. Viele Pärchen und Freundesgruppen zwischen 20 und 30, aber auch ältere Familien und einige wenige Rentner. Der sportliche Aspekt der Anlage steht klar im Vordergrund: Die meisten Besucher nutzten das überraschend vielseitig ausgestattete Fitnessstudio, spielten Volley- oder Wasserball. Für kleinere Kinder bot sich der Miniclub an, der 2-3x täglich stattfand. Alternativ gab es die Möglichkeit, bei den abends stattfindenden Musical-Veranstaltungen mitzuwirken. Ein Kinderbecken sorgte für kühle Abwechslung - ganz im Gegensatz zum Strand. Denn Vorsicht: Das Meer ist dank der Felsplatten unter Wasser teils relativ wild. Perfekt für Jugendliche, für Kleinere evtl. zu gefährlich. Das gesamte Angebot der Anlage ist auf All Inclusive-Urlaub ausgelegt, Halb- oder Vollpension gibt es nicht. Daher entfallen auch die bekannten Bändchen. Tipps: ---------------- Club / Discothek "Summer Garden" in Konakli, ca. 10 Minuten Fußweg. Dolmuschfahrt ins 12km entfernte Alanya: 1,20 EUR. Kleines Fazit: ---------------- Für Urlauber, die ihre Freizeit voll und ganz auf Spaß, Erholung und evtl. Sport ausrichten, ist dieser Club bestens geeignet. Die Atmosphäre ist überaus familiär, nette Mitreisende finden sich bei jeder Gelegenheit. Der Kunde ist König! Keine Floskel, sondern erfreuliche Wahrheit: Auf Wunsch wird ganztägig Animation und Unterhaltung geboten - oder auch nicht. Wie jeder einzelne Urlauber seine freien Tage verbringt, bleibt ganz ihm selbst überlassen. Ein großes, vielfältiges Paradies mit unzähligen Möglichkeiten. Städte-Touristen und Liebhaber von Sehenswürdigkeiten sind hier sicherlich falsch, alle anderen dürfen bedenkenlos zuschlagen. Einzig und allein die Gastronomie trübt zumindest unseren Eindruck leicht - doch angesichts der vielen, überaus positiven Bewertungen ist diese Meinung wohl ein Einzelfall oder schlichte Geschmackssache. In diesem Sinne: Schönen Urlaub!
Die 212 Zimmer (166 Doppel- , 46 Familienzimmer) der Anlage sind allesamt zweckmäßig eingerichtet. Während das Doppelzimmer aus einem Raum mit angrenzendem Bad besteht, besitzt das Familienzimmer ein zusätzliches Doppelbett. Alle Zimmer verfügen über Klimaanlage, Dusche, WC und Fön. Das Familienzimmer enthält darüber hinaus eine Minibar, Sat-TV und Telefon. Die Möblierung ist neu und holzvertäfelt, die Betten bequem und täglich frisch bezogen. Wir haben der Putzfrau gleich am Anreisetag ein kleines Geldgeschenk auf die Kopfkissen gelegt, was sie uns mit gefalteten Bettdecken und penibler Reinigung in allen Ecken dankte. Das Badezimmer besitzt ein großes, marmoriertes Waschbecken, zwei Handtuchhalter und eine Dusche mit Schiebetür. Die Klimaanlage des Zimmers funktioniert prächtig und kühlt den Wohnraum auf bis zu 16°C - wahlweise per Timer oder bei permanentem Betrieb. Da der Strom nur nach Einstecken einer Chipkarte am Schlüsselbund funktioniert, haben wir diese tagsüber entfernt und so dauerhaft kühlen können. Nicht gerade stromsparend, bei 40°C Außentemperatur aber eine echte Wohltat.
So leid es mir tut, doch die zahlreichen Lobeshymnen der anderen User in diesem Bereich kann ich nur bedingt teilen. Die Auswahl der Buffets zu jeder Mahlzeit ist fantastisch, die Vielfalt nahezu grenzenlos. Keine Frage, hier ist für jeden etwas dabei! Auch für den Hunger zwischendurch ist gesorgt: In der Discothek steht ab 11:00 Uhr Pizza bereit, eine türkischer Bäckerin knetet kleine Teighäppchen direkt daneben. Mehrere Wasser- und Fruchtsaftbehälter auf dem Weg zu Pool und Strand stillen den Durst. Dennoch: Salat ist Salat, Hauptgerichte jedoch von Land zu Land verschieden. Soll heißen: Die unzähligen Hauptgerichte, Beilagen und Nachspeisen obliegen teils einer Kochart, die zumindest unserem Freundeskreis nicht unbedingt immer zugesagt hat. So ist das Rind(?)-Fleisch meist frikadellenartig geknetet, feste Häppchen bieten nur Huhn und teilweise Lamm. Auch Beschriftungen fehlen an vielen der Speisen. Welches Brötchen nun nicht mit allerlei Süßkram gefüllt war bzw. welche Nachspeise unter 99% Zucker enthielt (zwinker), wurde oft zum fröhlichen Rätselraten. Gleiches gilt auch für Gemüse wie Brokkoli, Blumen- und Rosenkohl, die deutlich wässriger und leicht versalzen wirkten. Auch die Getränke, Fruchtsäfte vor allem, bestanden überwiegend aus Wasserkonzentrat mit leichtem Nachgeschmack je nach Art. Gewöhnungsbedürftig! Der wirkliche "Aha!"-Effekt beim Essen blieb so nur allzu oft aus. Auch wenn uns die türkischen Gerichte gerade im Bereich der Teigwaren (Fladen- und Maisbrote) vollends überzeugen konnten. Über Geschmack lässt sich nunmal gerne streiten. Dennoch sind Qualität und Hygiene ganz klar top. Bei der Zubereitung der Speisen wurden stets Handschuhe getragen, die Tische waren dank des flinken Personals (wie bereits angesprochen) blitzschnell geräumt und sauber.
Subjektiver Eindruck: Aller "Einstieg" ist schwer. Wie wir selbst von einem der Kastalia-Inhaber erfahren haben, besteht der Club zu 80% aus Stammgästen. Man kennt sich, man kämpft um seine Kunden. Stattdessen war unsere Erfahrung als Neulinge, dass die Freundlichkeit des Personals erst mit der Länge unseres Aufenthalts merklich anstieg. Einige wenige begrüßten uns bereits am ersten Abend mit einem freundlichen "Guten Appetit, Jungs!" Man grüßte sich stellenweise, sagte hallo. Dennoch war das Kaufen einer Telefonkarte am gleichen Tag eines der negativen Beispiele. An der Rezeption sagte man uns mit einer stummen Handbewegung, dass man bloß mal keine Hektik machen sollte (wir fragten nach 2 Minuten Schweigen höflicherweise nach, warum auf der Telefonkarte nur eine PIN-Nummer ist), beim Frühstück wurden die Eier zwar frisch und nach eigener Zusammenstellung zubereitet, jedoch merklich unmotiviert. Dann einige Tage Pause, erste Bekanntschaften und einkehrende Gewohnheit - auch für das Personal. Plötzlich entwickelte sich sogar beim Grillen eine nette Unterhaltung, wir wurden freundlich begrüßt und bemuttert. Na, also! Einzig und allein am Abend des Mamma Mia-Musicals wurde die Neptun Bar an den Pool verlegt, wo später ein wunderschönes Feuerwerk mit "Cocktail-Floß" zum Feiern einlud. Der Übergang erfolgte hier nicht ganz reibungslos: Das Aushilfspersonal wirkte doch merklich geschlaucht und nahm Bestellungen nur widerwillig entgegen. Schade! Nichtsdestotrotz wurden wir schnell in die "Kastalia-Familie" eingenommen, die nach wie vor um seine Kundschaft buhlt. Stammgäste, die bereits zum 18. bzw. 19. mal angereist sind, existieren tatsächlich - mehr noch: sie sind gar keine Seltenheit. Hierfür spricht nicht nur die Vielfalt der Animation, sondern auch das Eingehen auf die Wünsche des Publikums. So wurde die Beachparty wiederbelebt und fand in unserer Reisewoche zum 2. mal statt: Ein Abendessen am Meer, dazu entspannte Musik von Eros Ramazotti, Gitarrenklänge und mehrere Lagerfeuer. Gegessen wurde teils am Strand, teils auf den Beachvolleyballfeldern. Anschließend standen Spaß und Discofeeling auf dem Programm. "Wir machen Party, solange ihr Lust habt!" Ansonsten wurde abends gegrillt, der klimatisierte Speisesaal (alternativ auch Dach- und Sonnenterasse möglich) lud mit seinen 8er-Tischen zu neuen Bekanntschaften ein. Die Geschwindigkeit, mit der die Kellner die Tische abräumten und neue Getränke brachten, war ein Hochgenuss. Nicht aufdringlich, dennoch zügig und äußerst höflich. In der gesamten Anlage wird überwiegend (fließendes) Deutsch, aber auch Türkisch gesprochen. Was den sonstigen Service anbelangt, so wurde 2x wöchentlich die Minibar der Zimmer aufgefüllt, alternativ konnten zwischen 22:00 und 0:00 Uhr an der Neptun-Bar kleine 0,3l-Wasserflaschen mitgenommen werden. Auch technisch ist man auf alles vorbereitet: Als bei unseren Nachbarn eine Lampe ausfiel, wurde diese sofort ausgewechselt. Und auch bei Problemen mit unserem Safe, der die Tastenkombination plötzlich verweigerte, war das Personal sofort zur Stelle - absolut problemlos. Toll!
Club Kastalia liegt am Rande von Konakli, einem Vorort von Alanya, der ca. 120km vom Flughafen Antalya (Transferzeit wie beschrieben: ca. 2 Stunden) und 12km von Alanya selbst entfernt liegt. Mit dem Dolmusch (1,20 EUR) ist letztere Stadt in nur 10-15 Minuten erreicht. Kleiner Tipp für Unwissende: Haltestellen existieren in der Türkei nicht. Auf die (Licht-)Hupe der Kleinbusse achten und dem Fahrer daraufhin entgegenwinken. Taxi fahren einmal anders! Es empfiehlt sich, Alanya zur Hochsaison erst nachts aufzusuchen. Tagsüber macht die unerträgliche Hitze in den Straßen jede Kauflust zunichte. In Konakli selbst existiert eine äußerst beliebte Disco, das "Summer Garden", welche in 10 Minuten Fußmarsch erreicht ist. Wir selbst erfuhren hiervon (leider) erst am letzten Tag. Die Empfehlung überschlagen sich allerdings: Überwiegend Techno, aber auch Black Music und House in toller Atmosphäre. Kein Eintritt, dafür etwas teurere Getränke. Ein echter Geheimtipp, den auch das Personal der Clubanlage regelmäßig aufsucht! Wie in anderen Bewertungen bereits angesprochen, wird zur Zeit ein neuer Hotelkomplex neben Club Kastalia errichtet. Die Sorgen um die Zukunft der Anlage sind durchaus berechtigt: Das Hotel wirkt nach außen hin protzig-edel mit mehreren Stockwerken. Nach momentanem Standpunkt ein krasser Gegensatz zum Low Budget-Spaßangebot von Kastalia. Auch wir sind gespannt, inwiefern die neue Konkurrenz den Club beeinträchtigen wird bzw. überhaupt kann. Von Baulärm war nichts zu hören. Nur ein einzelner Kran zeugte noch von den fast abgeschlossenen Bauarbeiten.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Im Bereich Unterhaltung setzt Club Kastalia voll auf die eigene Bandbreite an Angeboten: 14 Volleyballfelder, Wasserball, Fußballtennis, Boccia, Bogenschießen mit eigener Anlage, Wasser- und Meergymnastik, Nudelgymnastik, hauseigene Disco (Musik: breiter Durchschnitt bzw. Mainstream, von allem ein wenig), Musical-Playbacks (Cats, Mamma Mia) und viele weitere Animationen und Veranstaltungen stehen rund um die Uhr bereit - freundlich wie kompetent betreut. Sie haben noch nie Volleyball gespielt? Gar kein Problem! Sie möchten lieber ihre Ruhe? Auch kein Thema! Lediglich um 10:00 Uhr dröhnt ein fröhliches "Good Morning" aus den Lautsprechern, ebenso wie die Ansage zur Mittags- und Abendessenzeit. Alles andere wird von den Animateuren selbst organisiert, die laut rufend ihren Weg von der Rezeption zum Strand beschreiten - wer Lust auf Animation XY hat, macht mit. Wer lieber baden und sich ausruhen möchte, der wird auch kein einziges mal angesprochen werden. Vorbildlich! Ein Animationspool (der von selbiger nur selten benutzt wird) und ein Badepool sind mit einer Tiefe von 1,40 bis 2,40m zum Schwimmen bestens geeignet. Sonnenschirme und butterweiche Auflagen für die Liegen stehen in großer Stückzahl bereit. Ein Plätzchen gab es für uns drei auch in der Hochsaison fast immer. Wenn sich das Süßwasser tagsüber erwärmte, begab man sich an den sauber gepflegten Strand der Anlage, dessen Wasser angenehm erfrischen konnte. Im Sand selbst sind zwei Doppelreihen mit Sonnenliegen installiert, die von einem geflochtenen Zelt überdacht werden. Angenehm! Wer möchte, kann sich die Auflage der Liegen auch auf den langen, ins Wasser ragenden Holzsteg mitnehmen und dort den sanften Meereswind genießen. Gar kein Problem. Am Abend findet man sich in der Regel in der "Neptun-Bar" des Clubs ein, um alkoholische und nicht-alkoholische Cocktails, Fruchtsäfte und jegliche andere Getränke zu schlürfen. Sitzmöglichkeiten existieren in allen Variationen. Alternativ steht auch eine Teebar inmitten der Wohnanlage zur Verfügung, die mit einer wunderschönen Teichanlage, über die eine schmucke Holzbrücke im Japano-Stil führt, zu einer Tasse Tee oder einem Glas Wein einlädt. Abgesehen von den clubeigenen Angeboten existiert auch die Möglichkeit, am Strand Paragliding-Flüge, Jet Ski- und Wasser-Ritte auf Banane und Co zu buchen. Die Preise bewegen sich zwischen 15 und 40 EUR. Hier sind keine Wünsche offen!
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 1 Woche im August 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Sascha |
| Alter: | 14-18 |
| Bewertungen: | 2 |


