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Paul(31-35)Deutschland
1 Bewertungen
Vor 1 Tag • Alleinreisend im April 2026
Erfahrung 1 Woche Concordia Celes
1 / 6

Hallo, normalerweise warte ich, bis der Urlaub zu Ende ist, bevor ich eine Review abgebe. Für mich ist der Urlaub aber bereits jetzt, am zweiten Tag, eigentlich gelaufen. Dieses Review habe ich am 2. Tag angefangen zu schreiben und immer wieder ergänzt. 1. Tag / Ankunft Der Flug ist um 18:30 pünktlich gelandet. Das Auffinden des Shuttle-Transfers war kein Problem. Mit Wartezeit auf andere Passagiere habe ich ungefähr 2,5 Stunden gebraucht, um im Hotel anzukommen. Leider kann ich nicht bewerten, ob der Shuttle gezielt auf spätere Flüge gewartet hat, um das Auto vollzukriegen, oder ob es einfach eine Verspätung war. Reine Fahrzeit beträgt 50 Min vom Flughafen. Das 5-Euro-Bier war auf jeden Fall nötig – die Geschichte, dass das Bier überall anders teurer ist, hingegen nicht. Angekommen im Hotel, 10 Minuten vor 21 Uhr, war die Dame am Tresen so freundlich, mich darauf hinzuweisen, dass das Abendbuffet noch 10 Minuten offen hat. Ich durfte meine Sachen hier abstellen und erstmal essen gehen, alles andere wird während meiner Mahlzeit erledigt. Super, das nenne ich guten Service – ich war bereits seit 15 Stunden unterwegs. Nach dem Essen habe ich meine Schlüsselkarte erhalten und durfte auf das Zimmer. Wegen technischer Probleme (Schlüsselkarte funktionierte nicht) musste ich vorab zweimal zur Rezeption laufen – leider kann ich nicht beurteilen, ob der Herr am Tresen mir überhaupt geglaubt hat. Der Techniker hat das Problem gelöst, indem er 20 willkürliche Karten an die Tür gehalten hat, bis diese aufging. Anschließend hat meine richtige auch funktioniert. Ich hoffe bis dato, dass nicht jede vierte Karte im Hotel für meine Tür funktioniert. Das Prozedere hat ca. 30 Minuten gedauert – kann passieren, finde ich auch nicht tragisch. Es wurde sich sofort darum gekümmert. Jetzt fängt es an, weshalb ich diesem Hotel nur zwei Sterne gebe (Bilder im Anhang). Der Techniker ist gegangen, ich trete ins Zimmer und das Erste, was zu meinen Füßen liegt, ist Bauschutt. Gegen 22 Uhr hatte ich definitiv keine Lust mehr, nochmal zur Rezeption zu laufen. Habe alles in die Ecke geschoben und meine Urlaubssachen angezogen. Zum Glück hatte ich noch ein paar Socken dabei – barfuß kann man in diesem Zimmer nicht laufen. Im Badezimmer angekommen, entfernte ich diese sogenannten „geputzt“-Papierfetzen von der Toilette. Schon beim Öffnen war klar, dass ich da nochmal drüber wischen muss – das Toilettenpapier war definitiv nicht mehr weiß danach. Ich erspare mir die Schilderung. Auf dem Thron angekommen blickte ich durch das WC. Seitlich neben mir mysteriöse Flecken und Abdrücke, die an Erbrochenes erinnern. In der Dusche lag der Deckel vom Abfluss in der Ecke, im Waschbecken und am Spiegel blonde Haare – meterlang. Sogar neben der Toilette an der Wand klebten Haare. Da das scheinbar vom Hotel als sauber bezeichnet wird, habe ich mir ein Schild für die Tür gebastelt mit „NO!!!“. Nachdem ich das Schlimmste beseitigt habe, möchte ich nicht, dass die Putzhilfe es noch verschlimmert. Auf dem Boden war zumindest erkennbar, dass der Putzlappen Wasser gesehen hat, bevor er den Dreck verschmiert hat. Tag 2 Frühstück: Nichts Aufregendes, aber als Anti-Kater-Frühstück definitiv ausreichend. Leider keine Omeletts oder Rührei. Gekochte Eier, Salatbar und Aufschnitt vorhanden. Die Spiegeleier (die drei, die ich erblickte) waren frisch. Leider war das Eiweiß nicht mal ansatzweise durch – da ich ungern den Thron besuchen wollte, habe ich darauf verzichtet. Mittagessen: Ich persönlich esse kein Mittag, deshalb bin ich nur eine kleine Runde schauen gewesen. Nichts Besonderes oder Interessantes konnte ich entdecken – eher langweilig. Strandbuffet Am zweiten Tag habe ich das Strandbuffet entdeckt: Nuggets, Pommes, Burger, Dönerfleisch. Dreimal bin ich hingegangen (innerhalb von 60 Minuten). Dönerfleisch war leer und wurde nicht aufgefüllt. Habe mich dann halt am Salat bedient und geschaut, ob ich eine Burger-Bulette erwische. Die Dame, die die Buletten austeilt, war damit beschäftigt, tellerweise Dönerfleisch auf der anderen Seite zu verteilen. Kein Wunder, wenn es einen geheimen Umweg gibt, dass die Buffet-Schale leer bleibt. Eine Bulette gab es halt auch nicht – ich wollte nicht über den Tresen klettern und mich selbst bedienen. Salat und Brot als Snack ist auch okay. Das Einzige, was es in Massen gibt, sind irgendwelche frittierten Sachen – meistens schon kalt. Leider musste ich öfter feststellen, dass viele Speisen kalt sind. Bier, Hochprozentiges, Wein und Softdrinks gibt es an verschiedenen Bars ausreichend. Biermarke scheint „Tuborg“ zu sein. Nach zwei Tagen und sehr, sehr vielen Biergläsern glaube ich, dass es alkoholfrei ist. Hochprozentiges habe ich nicht probiert – ich trinke das Bier wie Wasser. Alle Mitarbeiter sprechen entweder Deutsch, Russisch oder Englisch – Kommunikation ist sehr einfach. In den anderen Bewertungen wurde viel an den Russen kritisiert, besonders die Lautstärke. Kann ich nur indirekt bestätigen – laut ja, aber nicht lauter als üblich irgendwo anders. Russen klingen halt von Natur aus laut und aggressiv, wenn gefeiert wird. Ansonsten waren sehr viele asiatische Gäste anwesend, ich glaube größtenteils Vietnamesen. Viele davon auch deutschsprachig. Abendessen Da ich mittags nicht esse, war ich kurz nach 19 Uhr bei der Buffet-Eröffnung. Das Buffet war nicht zugänglich. Ich habe mich zu den Russen in die hinterste Ecke gesellt und die Show angeschaut. Das Buffet wurde gestürmt wie in einem Meme. Bewaffnet mit teilweise drei Tellern pro Person wurde das Buffet verlagert – dass der Koch nicht gleich mitgenommen wurde, ist ein Wunder. Das Personal war sichtlich überfordert beim Auffüllen und dabei, überhaupt aus der Menge rauszukommen. Sobald etwas aufgefüllt wurde, war die Reihenfolge egal. Die asiatischen Kollegen haben die Teller ihrer Begleiter mit aufgefüllt, obwohl diese nicht in der Schlange standen. Das sah wirklich strategisch professionell aus. Die Dame mit dem Rollator ist nicht weiter als bis zur Besteckausgabe gekommen. Egal wo man steht – irgendwo quetscht sich immer jemand hindurch. Gut, dass ich 1,80 m bin. Also war somit auch das Entertainment gegeben. Die Auswahl beim Abendessen finde ich hingegen gut. Einige Leute mussten am Pool auf den Sonnenliegen essen, da es nicht ausreichend Sitzplätze gab. Das Personal hat schnellstmöglich die Tische abgeräumt, sobald jemand fertig war, um entgegenzuwirken. Tag 3 Abendessen Selbiges wie Tag 2. Heute bin ich später zum Buffet gegangen. Nach circa 1 Stunde Buffet-Eröffnung konnte ich einen Platz finden und musste nicht auf den Sonnenliegen am Pool essen. Zwar gab es an diesem Ort kein Licht, aber wir wollen ja nicht nur meckern. Es gab frisch gebratenen Fisch. Man musste nur ca. 15–20 Min darauf warten und hoffen, dass die Begleitung noch da ist, sobald man an den Tisch zurückkehrt. Während sich die lange Schlange vor dem Fisch sammelt und gleichzeitig einen Teil des Buffets blockiert, konnte man erblicken, wie mehr und mehr Leute sich aufregen und laut werden. Das hat hier schon mehr den Anschein einer Futterausgabe für Tiere als eines Buffets. Tag 4 Alles beim Alten, auf Frühstück verzichte ich mittlerweile auch. Mittags in der Strandbar gönne ich mir Zwiebeln, Brot und Reste Chicken-Dönerfleisch. Abendessen lockt mich auch nicht mehr, ab jetzt kann ich die anderen Kommentare bezüglich schlechter Auswahl verstehen. Einige Gerichte sind so dermaßen verkocht, dass ich bis dato nicht mal wusste, dass das geht. Sogar die Onion Rings sind so lange frittiert, dass nur noch die harte Panade übrig ist. Und seit wann kann man in der Fritteuse etwas anbrennen?! Tag 5 Genug zum Thema Essen. Kein heißes Wasser im Zimmer mehr. Ich weiß nicht wie lange die Reparatur gedauert hat. Tag 6 Schlüsselkarte ging wieder nicht. Ein Gang zur Rezeption und das Problem wurde am Schalter behoben. Tag 7 Abholung war ca. 5h vor Abflug. Scheint Standard zu sein, dafür ist aber auch der Reiseveranstalter verantwortlich nicht das Hotel. Das Hotel ist auch knapp 45-60min vom Flughafen entfernt. Fazit zum Hotel Wieso – einfach nur wieso – kommt dort niemand auf die Idee, das Buffet zu entlasten? Es gibt genug Plätze, wo man sauberes Besteck hinstellen kann, damit die Leute sich nicht alle durch dieselben Stellflächen kämpfen müssen. Auch grundsätzlich gibt es seitens des Hotels zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten, um diesen Kampf am Buffet deutlich zu entschärfen – genutzt wird davon leider nichts. Es ist deutlich zu sehen, dass die Probleme hierbei vom Management kommen, nicht vom Personal. Und bitte bringt der Dame bei, wie man gottverdammte Spiegeleier macht. Entgegen der anderen Bewertungen habe ich nur positive Erfahrungen beim (männlichen) Personal gemacht. Definitiv fleißig und mit einem offenen Auge unterwegs. Die weiblichen Angestellten schauen einen nur grimmig an und verlieren kein Wort. Selbiges beim Frühstück: Angeblich gibt es Rührei/Omeletts – habe ich nicht gesehen. Die Masse steht bei den Spiegeleiern Schlange. Warum wird nicht einfach an mehreren Stationen Rührei ins Buffet gelegt? Es ist nun mal Standard, dass Urlauber warme Eierspeisen wollen. Nebensache WLAN in der Lobby ist umsonst. Im Zimmer kostet es 3 €/Tag. Wusste nicht, dass dafür heutzutage noch Gebühren genommen werden. Da man im Zimmer kaum Handynetz hat, betrachte ich das als Geschäftsmodell. WLAN habe ich nicht ausprobiert. Einigen Gesprächen konnte ich entnehmen, dass das WLAN nicht zu gebrauchen sei. Kuchen und Süßspeisen sind super. Salatauswahl ebenfalls. Klimaanlage ist 1,5 m über dem Bett angebracht. Die Luftstromrichtung kann man nicht einstellen, sie bläst direkt ins Gesicht. Strand ist steinig, Schwimmschuhe sind ein Muss. Basar ist 1000 Meter entfernt. Auswahl mehr als genug. Der nächste Basar kommt nach weiteren 1000 m. Verkäufer sind nicht aufdringlich (definitiv akzeptabel). Polo-Shirts: 2 Stk. = 15 Euro Shorts: 3 Stk. = 55 Euro Hemden: 2 Stk. = 35 Euro Preise ohne aggressives Handeln. Ein anderer, größerer Basar ist ca. 30 Min Fußweg entfernt. Deutlich bessere Auswahl und günstiger. (Aus dem Hotel rechts und immer geradeaus, auf der linken Straßenseite. Ignoriert die Basare auf der rechten Seite.) Außerhalb konnte ich in der Nähe keine richtigen Restaurants finden. Man muss schon den Bus in eine andere Region nehmen. Ich bin pro Plastikstrohhalme, aber definitiv gegen diese 100-ml-eingeschweißten Wasserbecher. Diese werden hier tonnenweise verteilt. Die Menge an Plastikbechern hier im Hotel ist gigantisch. Die Arbeiter sind permanent am Rumlaufen und Einsammeln. Naja, falls euer Ziel Party, ordentliches Saufen und Strand ist, dann seid ihr hier genau richtig. Den Leuten konnte man entnehmen, dass der Vodka im Gegensatz zum Bier echt ist. Gegen Partys bis in die Nacht habe ich nichts – aber ich würde gern zivilisiert etwas zu essen bekommen. Empfehlen tue ich dieses Hotel definitiv nicht. Ich habe andere 3- und 4-Sterne-Hotels in der Türkei kennengelernt, die diese 5 Sterne definitiv mehr verdient hätten.


Kommentar des Hoteliers

Sehr geehrter Herr Paul, vielen Dank für Ihr detailliertes Feedback. Wir bedauern sehr, dass Ihr Aufenthalt bereits am zweiten Tag so negativ verlaufen ist. Ihre Schilderungen zu Sauberkeit im Zimmer und Badezimmer sind für uns besonders ernst zu nehmen. Unser Reinigungsteam arbeitet nach definierten Qualitätsstandards; wir werden Ihre konkreten Hinweise (z. B. WC-/Duschenzustand, Haare, Schutt, Handtücher) intern mit den entsprechenden Schichten und Checklisten überprüfen und gegebenenfalls Prozesse nachschärfen. Auch die Punkte zu Buffet-Organisation, Temperatur der Speisen und Sitzplatzkapazität sind wichtig. Wir haben in 2015 umfassend renoviert und investieren kontinuierlich in Service- und Gastronomieabläufe. Ihre Rückmeldung wird genutzt, um Engpässe (z. B. Fischstation, Auffüllzeiten, warme Speisen) zu analysieren und zu optimieren. Zur Schlüsselkarte und Warmwasser: Diese Themen sind technisch lösbar; wir bedauern die Unannehmlichkeiten und werden die Wartung und Schulung entsprechend verstärken. Wenn Sie uns Ihre Zimmernummer und das genaue Ankunftsdatum mitteilen, können wir den Ablauf noch genauer nachvollziehen und ggf. direkt auf Ihre Erfahrung reagieren. Wir würden uns über die Möglichkeit eines persönlichen Gesprächs sehr freuen. Mit freundlichen Grüßen/Herzlichen Grüßen/Mit besten Grüßen/Mit freundlichen Grüßen REMZİ BAYRAMBEY Leiter des Gästeservices

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