Kurz vor dem Urlaub erfuhren wir, dass das ursprünglich von uns ausgewählte Hotel überbucht sei und wir auf das Louis Zante umgebucht werden würden. Wir ließen uns auf das Abenteuer ein und wurden nicht enttäuscht: Das Hotel ist zwar wohl schon älter, wurde aber top-renoviert. Es besteht aus einem Haupthaus und mehreren kleineren Gebäuden, die über den wunderschön angelegten Garten verteilt sind. Wir wohnten in einem der kleineren Gebäude (immer ca. 10 Zimmer) mit Meerblick. Ok, der Meerblick war relativ knapp bemessen, was aber nur daran lag, dass alle Gebäude nicht höher als 1 Stockwerk waren. Dafür wohnt man aber nicht in einem hohen Betonklotz. Die Mahlzeiten konnte man entweder im klimatisierten Speiseraum (laut und kalt!) oder auf der wunderschönen Terrasse mit Gartenblick einnehmen. Das Personal war sehr aufmerksam und unheimlich nett. Das All-inclusive-Angebot ist quantitativ überzeugend. Die Gäste kommen zum größten Teil aus England und Österreich, einige aus der Schweiz und wenige aus Deutschland oder Osteuropa. Sehr viele Familien mit kleinen Kindern. Auffällig war die Unfreundlichkeit der Gäste untereinander. Vielleicht haben alle Angst, dass sie die Sprache des anderen nicht verstehen, aber kaum jemand grüßt, jeder ist nur mit sich und seinen Kindern beschäftigt. Vielleicht hatten wir aber auch nur Pech. Unserer Meinung nach ist Mitte bis Ende Juni die beste Reisezeit. Als wir abreisten, wurde es langsam voll und wirklich heiß. Unbedingt mitnehmen sollte man Augentropfen gegen Bindehautreizungen durch Sonne, Klimaanlage, Meer-/Poolwasser und eine Kopfbedeckung! Luftmatratzen kann man für 4 Euro bereits aufgeblasen hier im Supermarkt kaufen.
Zimmer waren ok, nicht sehr groß, aber sauber. Die Klimaanlage funktioniert prächtig. Die Minibar war immer aufgefüllt. Wir hatten Bademäntel (wozu braucht man die wohl?), einen Föhn etc. Die Zimmer sind relativ hellhörig, aber falls es wirklich nachts mal lauter sein sollte, weil die englischen Mädels in Laganas Party gemacht haben, dann ruht man sich ja tagsüber genug aus.
Das Essen war qualitativ gut, es war für jeden etwas dabei. Natürlich bestimmt die Nachfrage das Angebot. Wenn nun mal viele Leute gerne Pommes frites essen.... Griechische Spezialitäten gab es immer. Manche Urlauber scheinen aber die griechische Küche nur in Form von Gyros zu kennen und wissen nicht, dass sie auch viele Eintöpfe und sehr rustikale Gerichte beinhaltet. Wir waren auf jeden Fall immer begeistert, auch wenn man die Kalkflecken der Spülmaschine an den Gläsern sieht. Aber schmutziges Geschirr mussten wir nie benutzen. Und selbst das kann auch mal vorkommen, ein Wort hätte hier gereicht.
Wie schon oben erwähnt, ist das Personal sehr darum bemüht, die Urlauber zufriedenzustellen. Alle sprechen Englisch, einige ein bisschen Deutsch (Andreas von der Bar, oder Leonidas im Service). Wir haben niemals unfreundliche Angestellte erlebt, wohl aber sehr viele unfreundliche Urlauber, deren Wortschatz "bitte" und "danke" leider nicht enthält!! Übrigens gab es immer richtig viel Spaß, wenn man diese zwei Wörtchen auf griechisch benutzt. Aber im Ernst: Wie man in den Wald hereinruft, so schallt es heraus. Entspannt und freundlich sein! Unser Zimmer war immer piccobello, die Minibar immer aufgefüllt. Der Einsatz von Trinkgeld ist übrigens auch bei all-inclusice sinnvoll!
Die Lage ist unbeschreiblich! Perfekter kilometerlanger Sandstrand der piccobello gepflegt ist, ein Meer wie in der Karibik: Nach 200 m wird es langsam etwas tiefer. Somit ist der Strand auch perfekt für Familien mit kleinen Kindern (von denen es auch eine Menge gab). Man kann kilometerweit rausschwimmen und immer noch bis auf den Grund gucken. Das Highlight unseres Urlaubs: In 4 m Tiefe konnten wir unter uns eine der berühmten Caretta-Schildkröten sehen! De Pflege des Strands übernimmt eine Umweltorganisation, die sich um die Schildkröten kümmert, die hier ihre Eier ablegen. Dadurch darf man zwar nachts nicht an den Strand, aber das zahlt sich durch die Sauberkeit echt aus. Die Liegen und Schirme am Strand werden von dieser Umweltorga vermietet (3,-), aber man tut damit ja noch etwas Gutes! Dringend abzuraten ist von dem nächsten Ort: Laganas. Außer man ist unter 25 und auf Partnersuche!!! Busverbindungen sind ein bisschen problematisch, manchmal kommt er eben einfach nicht. Mit dem Taxi nach Zakynthos kostet grundsätzlich 10,- €, man ist nach max. 10 Minuten da. Es lohnt sich auf jeden Fall! Wunderschöne Stadt! Was sich nicht lohnt sind die Ausflugsangebote des Reiseveranstalters!! Bootsfahrt zum Schmugglerwrack: Zusammengepfercht mit 100 Personen auf einem kleinen Schiff, wenig Schattenplätze, zwei Badestops, leider aber nicht beim Wrack, weil dort von einem anderen Schiff Öl verklappt worden war. Der Gewinn dieser Reise lag eindeutig beim Veranstalter!!! Lieber Mietwagen nehmen und Insel selber erkunden, es lohnt sich wirklich!!!
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Wegen der perfekten Strand-/Meerverhältnisse waren wir nie am Pool. Zu bemerken ist hier nur, dass er relativ klein ist. Direkt daneben liegt das große Piratenboot für die Kinder. Wegen der wenigen Liegen ging noch vor 8 Uhr der Reservierungsmarathon los. Peinlich: Wenn am Strand (wo es genug davon gibt) morgens Liegen reserviert werden und die Benutzer erst am Nachmittag auftauchen. Die Animation war -sorry- grottenschlecht!! Die Mädels waren wirklich bemüht, versuchten die Gäste zum Mitmachen zu animieren. Aber der Animationsleiter war supernervig. Die Shows waren qualitativ und quantitativ wirklich eine Zumutung! Besser ganz abschaffen oder komplett überarbeiten!
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juni 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Stefanie |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 1 |


