Hatten einige Bedenken, da doch etliche schlechte Kritiken im Web zu finden waren, wurden aber positiv überrascht. Grosse Anlage. Publikum: viele Deutsche, Italiener, Franzosen/ Belgier, kaum Russen. Der Speisesaal riesig, aber bei uns zu 60% abgesperrt, da das Hotel nur mässig belegt war; Bungalows kaum belegt. Bei voller Belegung möchten wir die Anlage nicht besuchen, da es dann sicher Mord & Todschlag an den Buffets, Thresen und am rel. kleinen Strand geben wird. Leider hat man den Bereich zw. Haupthaus und Strand mit zu vielen Bungalows zugepflastert, was dem Gesamteindruck der Anlage eher schadet. Der Poolbereich ist dagegen ganz hübsch. Geldwechseln im Hotel möglich. Die Kautionsdinare kann man gut im Flughafen ausgeben; selbst nach der "Fummel"-Kontrolle gibt es noch Shops und ein Cafe. Anmerkung zu den älteren, deutschen Urlaubern: Wir waren entsetzt, wie schlecht sich die Herrschaften jenseits der 60 Jahre benahmen; die gute Kinderstube schien völlig vergessen worden zu sein (Füsse auf den Tisch im Restaurantbereich, rülpsen, Grossspurigkeit gegenüber Personal und generelles Duzen des selbigen, Fäkalsprache, nachlässige Kleidung im Restaurant, Frisuren, wie frisch aus dem Bett entstiegen, Zuschaustellung nackten, welken Fleisches am Strand / Hotelbereich - nackte Hängebusen sind einfach kein Hingucker mehr). Entgegen meiner Reise vor 12 Jahren hat sich in Sousse Einiges zum Schlechten verändert. Die Handwerker in den Souks gibt es nicht mehr, nur sehr aggressive und aufdringliche Händler (kein Vergleich z. B. zu Ägypten, Marokko oder Türkei). Wer einmal ein Geschäft betreten hat, hat verloren und kaum noch eine Chance ohne Kauf oder ernsthaften Ärger wieder rauszukommen. Grenzte an Nötigung. Dies aber nur der Eindruck in Sousse; in Nabeul z. B. waren die Händler auch offensiv, aber freundlich und nicht zu aufdringlich. Wochenmarkt in Sousse (So) - sehr voll, lohnt nicht. In Nabeul (Fr) sehr sehenswert. Port el Kantaoui unbedingt besuchen - ist zwar ein Kunstprodukt, aber hübsch und bietet viele Möglichkeiten.
Die Zimmer waren - entgegen anderer Kritiken - immer sauber und ohne jegliches Ungeziefer. Der muffige Geruch war teilweise auch zu spüren, war aber nicht zu lokalisieren. Unser Zimmer war sehr gross, mit grossem Balkon und Bad. Die Ausstattung war normal und einfach gehalten, aber völlig okay. Safefächer im Bereich Rezeption anmietbar (2D./ Tag + 20 D. Kaution) und zu empfehlen. TV-Fernbedienung = 15 D. Kaution.
Das Buffet (3x am Tag) war völlig okay. Im Land der Gewürze werden diese leider bei Gemüse und Salaten sehr sparsam verwendet. Die Auswahl ist gross; in unserer 1 Woche hatten wir genug Abwechslung. Der Kaffee taugt nichts; Instant-Kaffee mitbringen. Die Limonaden und Säfte sind ungeniessbar süss; besser mal einen frisch gepressten O-Saft in einem Restaurant ausserhalb probieren. Der Tischwein dagegen ist sehr gut und stand nebst Mineralwasserflasche täglich auf unserem Tisch (durch den Lieblingskellner so arrangiert). Ein paar Dinare, wohl dosiert bei Kellner, Barkeeper und Zimmermädchen, und unser Lieblingstisch war uns sicher, nett gedeckt. Das maurische Cafe wurde wenig genutzt, obwohl ganz nett und ein Rückzugsraum. Auch die Pizzeria ist, wie das Cafe, in AI eingeschlossen. Man bekommt immer etwas zu essen, fast rund um die Uhr. Leider war abends im Aussenbereich keine Bedienung/ Barbetrieb mehr (Nachsaison). Die einzigste, geöffnete Bar ist im Lobbybereich, in dem sich dadurch der gesamte Abendbetrieb abspielte. Die Lobby hat den Charme einer Wartehalle und war für uns DER dicke Minuspunkt im Bereich Gastronomie.
Wir haben die Freundlichkeit des Personals, vom Management über den Service bis hinunter zum einfachen Putzmann/frau als gut und gleichbleibend erfahren, auch ohne Trinkgeld-"Bestechungen". Etwas Trinkgeld führte aber zu netten Zusatzleistungen wie Tischreservierung, gestreute Blütenblätter auf dem Tisch im Restaurant oder einem kleinen Blumenbukett im Zimmer.
Die Anlage liegt am Strand, an dem es in der Hochsaison sicher eng wird. Der Abstand zur Strasse ist aussreichend, keinerlei Strassenlärm; insgesamt recht ruhig - nur, wenn ein paar Nachtschwärmer singend durch den Gartenbereich aufs Zimmer gehen, wird es laut. Die Abreisenden, die mitternachts ihre Koffer übers Pflaster ziehen, sorgen auch dafür, dass es mal kurz lauter wird. Bis zum schönen Port el Kantaoui sind es zu Fuss 20 Minuten am Strand entlang oder per Strasse. Taxi kostet ca. 4 Dinare, Kutsche ca. 7 Dinare. Taxi bis Sousse 7-8 Dinare. Festpreis vorab ausmachen. Unbedingt die Shopping Centre vis-avis des Hotelsw (z. B. Hawaii) besuchen. Man kann IN RUHE alles anschauen, ein Gefühl für Preise entwickeln und hat das ganze Repertoire des Kunsthandwerks über Kleidung, Keramik, Food etc. als Festpreise vor sich, was beim Handeln , später in kleinen Geschäften und bei Händlern, hilfreich ist.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Vermutlich durch die Nachsaison war nicht viel los. Wir haben auch nicht weiter danach geschaut. Es wurde Kamelreiten, Tanzkurse, Aerobic, Kitesurfen, Piratenfahrten angeboten. Auch die Ausflüge nach Monastir, Hammamet, EL Djem, Wüste etc. von halbtags bis 2-tägig sind zu empfehlen. Wellness & Massagen sind günstig zu bekommen und ganz gut. Ein Schwimmbad gibt es. Friseur ist da, der auch epiliert und die Haare verlängert (ein grausiges Ergebnis lief dann - sich super schön findend - duch die Empfangshalle).
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im November 2008 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Steffen Moni |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 128 |


