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Stephan (26-30)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Oktober 2008 • 2 Wochen • Strand
Sagrotan und Werkzeug mitnehmen
2,3 / 6

Allgemein

Wow, der erste Eindruck vom Hotel überzeugt: Gepflegte Außenanlage vor dem Hotel, riesige Eingangshalle aus Marmor, freundliche Rezeption und schicke Sitzgelegenheiten sowie 28 Grad im Oktober. Auch das erste Mittagessen wird nach langer Anreise mit Freude eingenommen. Man denkt sich: Na ja, ist halt ein großes Hotel (für bis zu 2. 000 Gäste), dann braucht´s halt auch die entsprechende Kantine. Nach dem ersten Mittagessen geht es dann in das geräumige Doppelzimmer (Finger weg von den Bungalows!!!!), die Koffer werden gebracht - freilich nicht ohne den ersten "Trinkgeldblick". Die erste Inspektion ergibt: Zimmer ist mäßig sauber, die Einrichtung und die Geräte würden sich über eine Reparatur und vor allem einen Wischlappen mal freuen. Das Bad ist schimmelig und glänzt mit Resten von Bröckchen von vorherigen (oder vorvorvorvorherigen) Gästen an den Wänden. Obwohl in den Zimmern aufgrund der undichten Tür immerzu Durchzug herrscht, hat man doch permanent einen muffigen Geruch in der Nase. Insgesamt ist das Zimmer sicher nicht Gesundheitsschädlich, aber kurz vor der absoluten Schmerzgrenze, wozu noch die kleinen niedlichen Panzertierchen auf dem Zimmer gefehlt hätten, aber dazu später mehr. Da man ja einen Badeurlaub gebucht hat, wird als nächstes der Strand und das Meer inspiziert. Liegen gibt es (zumindest in der Nebensaison) reichlich, die guten Plätze werden von den Bademeistern gerne gegen Trinkgeld freigegeben. Leider gab es am Strand keine Reinigungskraft, die man sicherlich gerne bestochen hätte, um den Müll wegzuräumen: Überall am Strand findet sich das, was so den Tag über anfällt: Zigarettenkippen, Plastik, Getränkebecher. Wer auf die zahlreichen Wassersportgeräte von Jetski bis Banane aufspringen will, wird hier glücklich, da diese Dinge zu moderaten Preisen (Banane ca. 3 Euro, Jetski ca. 15 Euro) zu haben sind. Darüber hinaus sind auch noch andere Dinge zu haben, die einem im 5-Minuten-Takt unter die Nase gehalten werden (Zigaretten, Zeitungen, Piratenfahrten, Obst, Schmuck, usw.). Essen und Getränke des Hotels leider wieder an der absoluten Schmerzgrenze, dazu unten mehr. Dies war unser erster Urlaub in Tunesien und eines konnten wir schon nach drei Tagen zweifelsfrei sagen: Dieses Land sieht uns nie wieder! Finger weg von diesem Hotel, Finger weg von Tunesien! Wen es doch hierhin zieht: Nehmen Sie unbedingt Durchfallmittel, Sagrotan und einen Werkzeugkoffer mit. Mit deutschen, österreichischen oder auch italienischen Hotels verglichen, kann ich mir nicht vorstellen, woher dieser Laden auch nur einen einzigen Stern bekommen könnte..


Zimmer
  • Schlecht
  • Zimmer wie oben beschrieben kurz vor der Schmerzgrenze. Die "Allgemeinen" WCs zeichneten sich leider auch daduruch aus, dass einen öfter einmal eine wohlgenährte Kakalake auf den Toiletten begrüßte...


    Restaurant & Bars
  • Schlecht
  • Jeden Tag das gleiche. Das bedeutet: 4 verschiedene Arten von Goulasch (Rind, Truthahn, Kaninchen, Schwein), 3 Pastasorten, 1 Pizza, 6 immergleiche Salate, 3 variierende Suppen und etwas frisch gegrilltes. Das hört sich sicher erst einmal gut an, aber: Es ist wirklich jeden Tag das gleiche, ungewürzte Fleisch. Die "guten" Stücke fanden sich leider auch nie im Angebot, wie auch ein heimischer Urlauber-Fleischer bestätigte. Der Chefkoch selbst weiß um die Qualität. Er habe zwar selbst angeblich in Deutschland gelernt, aber der kostendruck zwinge ihn dazu, nie gute Qualität anbieten zu können und diese entsprechend mit (teuren?) Gewürzen zu versehen.


    Service
  • Sehr schlecht
  • Der absolute Wahnsinn: Freundlichkeit und Bedienung gibt es nur gegen hohes und regelmäßiges Trinkgeld, andernfalls schauen einen die in überzahl vorhandenen Kellner "nur mit dem Hinterteil" an. Als Gast stört man und kommt sich permanent lästig vor. Rühmliche Ausnahme war der persönliche Kellner im Hauptspeisesaal, der überaus freundlich, charmant und bemüht war und sechs Sterne verdient hätte - da vergibt man gerne das Trinkgeld. Ansonsten wollte das Personal teilweise Geld für All-Inclusive-Leistungen abkassieren: "Eine Flasche Wasser? Gerne! 2 Dinar bitte!"


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • 45 Minuten Transfer vom Flughafen, direkt am Strand, günstige Taxis (unbedingt verhandeln!) vor der Tür. Bis zur nächsten größeren Stadt (Sousse) sind es ca. 15 Minuten (und 8 Dinar) mit dem Taxi, große Einkaufszentren sind in 4-5 Minuten zu Fuß zu erreichen.


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Sehr bemühte Animateure, die leider mangels Ausstattung nicht ihr Potential entfalten konnten. Die allabendlichen Veranstaltungen boten alles zwischen grausig und unterhaltsam (wenn die Urlauber eingebunden wurden). Die gegen Pfand zu leihenden Sportgeräte waren leider allesamt von derart miserabler Qualität, dass der Sport kaum durchführbar war.


    Preis-Leistung
  • Sehr schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im Oktober 2008
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Stephan
    Alter:26-30
    Bewertungen:59