Insgesamt war es für uns ein absolut unbefriedigender Urlaub mit dem schlechtesten Standard, den wir je in einem 4-Sterne-Haus erlebten. Dies kam umso überraschender, da wir zwei Jahre zuvor in einem Grecotel auf Kos den Service ausgesprochen positiv erlebten. Meiden!
Wir bewohnten zu viert ein Familienzimmer im Haupthaus, das ausreichend ausgestattet war und über einen hübschen Blick verfügte. Die Klimaanlage war zwar ausreichend, über Nacht wärmte das Zimmer (im August) aber trotzdem 5 bis 6 Grad auf. Absolut ungenügend war hingegen die Instandhaltung. So funktionierte der Türknopf nur unzureichend: Einmal wurden wir im Zimmer eingeschlossen, nach der Reparatur öffnete sich zweimal in der Nacht die Tür von selbst. Während eines Gewitterregens tropfte das Wasser von der Zimmerdecke und die Terrasse stand überhaupt unter Wasser. Ebenso überschwemmt wurden auch beide Lifts, in denen wir während drei Wochen Aufenthalts ausserdem insgesamt dreimal eingeschlossen wurden. Ungenügend war auch die Lärmdämmung – Trittschall war ebenso wie Abwassergeräusche sehr deutlich präsent.
Unbefriedigend war die Küche: Kartoffel und Gemüse wurden teilweise nicht fertig gegart angeboten, das gegrillte Fleisch war meist innen noch blutig und die Fertiggerichte oft abgestanden und am Rand ausgetrocknet. Über Geschmack lässt sich streiten: Unseren traf die Küchenbrigade jedenfalls ganz und gar nicht. Ich nahm jedenfalls in drei Wochen fast 3 kg ob, obwohl es ein All-inclusive-Arrangement war und ich nicht unter Übergewicht leide. Schmutziges Geschirr, dreckige Sitzpolster und Vogelkot von über den Tischen befindlichen Schwalbennestern vervollständigten das Bild für uns. Ein wenig Trost spendete die Hausbar, die vergleichsweise gute Spirituosen verwendet, wenngleich sie relativ wenig aus diesen Zutaten machen.
Die Rezeption ist vielsprachig und freundlich, der rest des personals ist sprachlich eher auf die Mehrzahl der französischen Gäste ausgerichtet. Englisch wird unterschiedlich gut verstanden. Beschwerden wurden freundlich entgegengenommen, aber teilweise nur mangelhaft behoben.
Das Lakopetra Beach liegt sehr schön direkt am Meer in der Bucht von Patras mit freier Sicht auf das griechische Festland und bei gutem Wetter auch auf die neue Hängebrücke. Es ist aber auch 12 km vom nächsten Ort entfernt, womit man ausschliesslich auf die Infrastruktur des Hotels angewiesen ist. Auch nicht weiter entfernt ist der Flugplatz, was einerseits kurze Transferzeiten, anderseits aber auch starken Fluglärm bedeutet. Allerdings ist die Flugfrequenz noch relativ gering. Die Anlage selbst ist architektonisch gelungen, hübsch bepflanzt und macht auch einen gepflegten Eindruck.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Nicht ganz so sauber ist der öffentlich zugängliche Strand, der aber mit ausreichender Verfügbarkeit von Liegen und Schirmen punktet. Es handelt sich um einen Sandstrand mit relativ vielen Steinen dazwischen, der kleinkinderfreundlich sehr flach abfällt. Negativ fiel auch die Qualität des Poolwassers auf, das schäumte und solch unangenehmen Geschmack hinterliess, dass sich sogar beide Kinder weigerten, die Pools nochmals zu benützen. Einige der anderen Kinder litten auch unter Ohrinfektionen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 3 Wochen im Juli 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Rene |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 6 |


