Das Hotel Holiday Park Resort ist eine sehr gepflegte und überschaubare Hotelanlage, die direkt am Meer und ca 85 Kilometer von Antalya (Flughafen) entfernt liegt. Die Gästezimmer befinden sich in den oberen fünf der insgesamt sieben Stockwerke und sind entweder durch einen der drei Lifte oder eine Treppe erreichbar. Unser Zimmer war im Vergleich groß, freundlich eingerichtet und sauber. Zu jedem gab es auch einen größeren Balkon, der entweder nach Osten (mit Aussicht auf das Nachbarhotel und evtl. Gebirgslandschaft), Süden (Mit Aussicht auf den Hotelgarten und entweder teilweisen bzw. kompletten Meerblick) und Westen (mit Aussicht auf die Nachbaranlage und Gebirgsblick) ausgerichtet war. Zum Norden auf die Straßenseite gab es direkt keine Gästezimmer. Auch im übrigen Hotelbereich, wie z. B. in den unteren Etagen wie der Lobby oder dem Restaurant wurde auf Sauberkeit viel Wert gelegt. Obwohl die Anlage in der Gegend schon eine der Älteren ist, war der Zustand wirklich gut. Allem Anschein nach wird das Hotel regelmäßig "renoviert". Allgemein waren wir mit den All-Inclusive-Leistungen ganz zufrieden. Wegen der Aufzüge hätten (Geh-)Behinderte wohl auch weniger Schwierigkeiten gehabt. Allerdings dauerte es oft länger, bis die Aufzüge dann im jeweiligen Stockwerk waren. Nur zum Abstieg zum Strand gab es keine Rampe. In unserer Saison im August waren die meisten Gäste deutschsprachig oder Russen. Ebenfalls waren noch Türken (von welchen viele auch deutsch sprachen, bzw. aus Deutschland kamen), Holländer, Polen und vereinzelt Franzosen zu Gast. Die Poolanlage war auch sehr beliebt und wurde täglich gereinigt. Liegen gab es am Pool (etwas knapp) und am Strand (ausreichend). Im Hotel konnte man sich Badetücher gegen eine Gebühr von pro 2 € und ein Pfand ausleihen. Zwischen halb Acht und Acht Uhr sollte man dann sich auch schon einen Platz reserviert haben, wenn man am Pool liegen wollte. Insgesamt war das Hotel ebenfalls Familienfreundlich ausgerichtet. Für Kinder wäre es sehr ratsam kleine Ohrenstöpsel in einem der entweder im oder am Hotel gelegenden Shops zu kaufen und diese im Pool dann herzunehmen, da viele bestimmt sensibel auf das geklorte Wasser reagieren. Auch Erwachsenen wäre es ans Herz zu legen. Bei uns kam eine der Mittelohrentzündungen allerdings nicht dadurch, dass das Wasser ins Ohr, sondern in den Mund kam. Daraus entstand dann die Ohrenentzündung.
Die Zimmer waren groß, freundlich eingerichtet und wurde jeden Tag sauber gemacht. Wir hatten einen Balkon mit Meerblick. Die Schränke waren sehr geräumig und auch das Bad war in einem gutem Zustand und ausreichend groß. Leider waren die Zimmer ziemlich hellhörig, was ein kleineres Problem gewesen wäre, wenn nicht alle Hotelgäste etwas Rücksicht auf andere nehmen würden. Im Nachbarzimmer ware nämlich eines Nachts um Zwei noch Party. Die polnischen Gästen schrien, lachten, hämmerten gegen die Wände und gaben grunzende Geräusche von sich. Erst nachdem wir zweimal bei der Rezeption darum gebeten haben, für Ruhe zu sorgen und nochmal ca 20 Minuten später, zogen diese ab. Ansonsten war es okay. Manchmal hörte man andere Hotelgäste im Flur sprechen. Die Handtücher am Boden wurden immer gewechselt und ersetzt. Pro Tag bekam jedes Zimmer eine 1,5 l Flasche Wasser auf das Zimmer. Das Leitungswasser war als "kein Trinkwasser" ausgeschildert. Manchmal gab es zwischen 17 Uhr und 19 Uhr kein ganz heißes Wasser, was aber in Ordnung war. Schätzungsweise vier oder fünfmal ist der Strom für ein paar Sekunden ausgefallen. Das war allerdings auch in den Nachbarhotels. Der Safe kostete pro Tag stolzere 2 €. Der Fernseher empfing von den deutschen Programmen ARD, ZDF, SAT1, RTL, RTL II und VOX. Teletext gab es nicht. Da wir ein Familiensparzimmer hatten, gab es neben einem Doppelbett, einem Einzelbett noch ein Bett für ein Kind, was aus einem ausklappbaren Sessel und Kissen mit Tüchern bestand. Die Matrazen waren zwar ziemlich hart, aber es war in Ordnung. Die Möbel waren wohl schon etwas älter unf hatten ein paar Gebrauchsspuren. Das liegt wohl aber an der teilweise nichtachtsamen Behandlung der Gäste. Die Klimaanlage funktionierte und war leicht zu bedienen.
Für die Gastronomie gibt es ein großes Lob. Wir waren sehr zufrieden. Die Speisen waren stets abwechslungsreich und gut. Es gab große Buffets für Salate und Nachspeisen. Entgegen einigen Meinungen, die wir zuvor auf Holidaycheck gelesen haben, war das Essen eigentlich immer ganz warm. Auch wurde abends odt gegrillt und Fisch oder Fleischgerichte gab es zur Auswahl mit gewissen Beilagen wie Reis oder Kartoffeln, was immer abwechselnd war. Getränke konnte man sich entweder bei der Bar bestellen oder abends beim Kellner. Neben Cola, Fanta, Sprite, Bier, Soda und Wasser gab es noch weitere Sirup-Fruchtsäfte - alle kühl. Auch aus Saftspendern konnte man die Sirup-Säfte und Wasser erhalten. Kaffe und Tee gab es natürlich auch. Die Buffets wurden mit sehr viel Mühe und einem Auge fürs Detail präsentiert. Leider haben das mit vorliebe russische Gäste nicht zu schätzen gewusst und öfters z. B. Torten-Kreationen zerstört oder Dekorationen mitgehen lassen. Auch, dass sich oft meist russische oder polnische Gäste vordrängeln mussten war etwas ärgerlich. Bei Tisch waren sie ab und zu laut geworden. Manche Russen und Polen waren auch öfters angetrunken. Ansonsten war die Atmosphäre angenehm. Das Hotel wurde Abends schön beleuchtet. Auch im freiem, bzw. am Pool wurden Tische aufgestellt. Trinkgelder konnte, aber musste man nicht unbedingt vergeben.
Alles in Allem waren die Angestellten stets bemüht, fleißig und freundlich. An der Rezeption war auch immer mindestens ein deutschsprechender Angestellter. Aber auch die Kellner waren freundlich und verstanden zumindest die Bestellungen; Vereinzelt konnten sie deutsch sprechen. Bei den Animateuren sowie im Kinderclub hatten alle ein paar Sprachkenntnisse, allerdings konnte jeweils nur einer einigermaßen Deutsch sprechen. Hilfeleistungen, sowie Check-In oder Check-Out verliefen problemlos. Die Wäscherei wurde nicht in Anspruch genommen; dagegen der Arzt gleich mehrfach. Dadurch, dass der Pool anscheinend stark geklort wurde, was vermutlich die Ursache für die beiden stärkeren Mittelohrentzündungen war, musste der Arzt, der immer nachmittags anwesend war, diese behandeln. Seine Sprachkenntnisse (deutsch) waren stark begrenzt, aber er konnte sich verständigen. Die Medikamente konnten über die Rezeption von einer Apotheke bestellt und nachher abgeholt werden. Was jedoch fatal war, war, dass einmal ein falsches Antibiotikum geliefert wurde, was zwar das Krankheitsbild nicht verschlechterte, aber auch nicht wirklich verbesserte. Seitdem bestellt das Hotel woanders und lässt die Medikamete extra durch einen Assistenten überprüfen. Pro Person die behandelt wird, verlangte der Arzt 55 €. Wer Nachuntersuchungen hatte, musste nicht mehrfach bezahlen. Die Medikamente wurden auch bar bezahlt und waren nicht gerade billig. Komisch war auch, dass ein Medikament von einem Tag auf den anderen gute 5 € teurer geworden ist. Das Hotel ist in disem Fall allerdings nur ein Vermittler.
Die Lage war ganz zufriedendstellend : Direkt am Strand, der abwechselnd sandig und kiesig war. Auch ein Steg führte direkt dort ins Meer. Weitere Hotelanlage wie das "Riva Delta" oder das "Stella Beach" gliederten sich dort Reihe an Reihe am Strand. Auf der anderen Straßenseite gab es kleine Läden, bei denen man das Übliche erwerben konnte (Schmuck, Badesachen, Süßigkeiten, Souveniers, etc.). Ebenfalls hatte man auch einen interessanten Blick auf das Taurusgebirge. Wer wollte, konnte mit den Dolmus-Bussen in Städte wie Alanya oder kleinere zum Einkaufen/Unterhaltung fahren. Pro Person kostete die Fahrt 2 € und Kinder waren fei. Von unsrerem Reiseleiter von GTI bekamen wir auch einige Angebote an Ausflugsmöglichkeiten, wie z. B. Rafting oder in den Freizeit- und Wasserpark "Troy" vorgeschlagen, von denen wir dann einen angeblich "familienfreundlichen" Ausflug nach Manavgat mit Flussfahrt und Wasserfallbesuch buchten(39 € pro Person und für kleinere Kinder Rabatt). Allerdings war dieser "Ausflug" ein langweiliger und äußerst anstrengender Horrortrip. Von den versprochenen Tieren gab es kaum etwas zu sehen. Das Wetter war viel zu heiß für den langen Aufenthalt an der Flussmündung. Die hygienischen Verhältnisse auf dem Schiff waren nicht zufriedenstellend, auch Kakalaken waren an Bord. Der Reiseleiter sprach nur gebrochen Deutsch, was durch die kaputte (?) Mikrophonanlage und das Nuscheln kaum zu verstehen war. Die Wasserfallbesichtigung fiel dann ins Wasser, da es einen Waldbrand gab. Der sinnlose Aufenthalt am Basar mit den bereits weinenden Kindern, die sehr enttäuscht und erschöpft waren, wurde dann mit dem Diebstahls des Fotoappatrates gekrönt. Wahrscheinlich geschah dies im Cafe Dönmez, das von unsere Reiseleiter empfohlen worden war. Als Ausflugsmöglichkeit ist die Manavgat-Flussfahrt nicht zu empfehlen. Vorallem nicht für Familien! Vom Hotel bis zum Flughafen dauert der Transfer ungefähr andernhalb Stunden.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Animationsteam bestehend aus dem Hauptmoderator, Aline, Soffie, Rico, Romeo und Deniz war gut besetzt. Sie waren stets motiviert und lustig drauf. Es gab diverse Spotmöglichkeiten wie Tischtennis, Billiard, Dart, Tennis(Gebühr), Wasserball, Beachvolley oder Boccia. Teilweise wurde nur ein Pfand von 5 € z. B. für Schläger usw. erhoben. Auch ein Poolgame gab es mittags. Am Strand wurden andere SAchen wie Parasailing und Bananaboot gegen Geld angeboten. Abends gab es immer ab 9 Uhr die Mini-Disco, bei welcher die Kinder mit ihren Begleiterinnen Soffie, Jola und Silvia tanzen konnten. Danach folgte eine Siegerehrung, bei welcher z. B. Dart oder Boccia-Champions ausgezeichnet wurden. Auch bei den Kindern. Die Abendshows waren meistens gut und unterhaltsam und wurden immer in deutsch, türkisch, englisch, russisch und polnisch abgehalten. Teilweise noch niederländisch. Es wurden Tänze, Sketche oder andere Shows präsentiert. Auch gab es eine Lotto, bzw. Bingo-Show. Der Kinderclub war leider nicht wirklich zufriedenstellend. Die Zeiten waren begrenzt(mit den Rutschzeiten fast identisch, was nicht besonders reizend für die Kinder war, die am Rutschen Spaß haben) und für etwa zwei oder drei Stunden vor und dann nach dem Mittagessen. Leider sprach nur Jola einigermaßen deutsch. Allerdings war sie nicht immer da. Die Polin Silvia und die Russin Soffie, die den Club sehr engagiert und freundlich leitete, sprachen nur wenige Worte deutsch. Polnische oder russische Kinder hatten da einen Vorteil. Die Kinder waren meistens nur mit Malen oder kleineren Kinderspielen beschäftigt (Blinde Kuh). Ab und zu konnten sie dann Minidart oder Minigolf spielen, was aber für 14 Tage allein als Programm nicht wirklich viel ist. Zwar gab es noch mal einen Ausflug an den Strand oder ein Tauchspiel am Pool, allerdings waren das nur Ausnahmen. Pferdereiten und T-Shirt- bemalen wurden auch angeboten - allerdings ziemlich teuer. Wenn die Kinder nicht mehr dort bleiben wollten, konnten sie auch einfach gehen. Bei bisherigen Kinderclubs waren wir es gewohnt, dass die Kinder dort geblieben sind und permanent "überwacht" wurde, dass keines verschwindet. Das war hier (leider) nicht der Fall. An den Rutschen und am Meer war auch Stundenweise der Lifeguard anwesend. Der Pool war stets sauber - auch bei den Liegen wurde immer gewischt und Plastikbecher der Hotelgäste wurde im 10-Minuten Takt eingesammelt. Die Rutschen liefen vormittags und nachmittags zwei Stunden, was eigentlich auch ausreichend war. Die Liegen und Schirme waren im guten Zustand. Nur einige hatten ein paar Spuren von Gebrauch.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Matthias |
| Alter: | 14-18 |
| Bewertungen: | 1 |
Lieber Matthias, vielen Dank, dass Sie uns bewertet haben. Ihre Kommentare sind ein sehr wichtiger Beitrag zur Entwicklung unseres Hotels. Wir würden uns geehrt fühlen, Sie wieder in unserem Hotel begrüßen zu dürfen. Mit freundlichen Grüßen, Holiday Park Resort Management


