Das Alisios ist ein kleines Mittelklasse-Hotel mit über 100 Zimmern, gut beheiztem Hallenbad im vorderen Gebäude (5 Stockwerke) und Sonnenterasse auf dem hinteren Gebäude zum Meer hin (3 Stockwerke), beide durch eine Brücke miteinander verbunden. Das Hotel macht von außen und innen einen eher älteren Eindruck und wird sicher keinen Design-Preis gewinnen, ist aber ausgesprochen sauber, gepflegt und gut in Schuß. Wir würden es zwischen 3 und 4 Sternen sehen. In unserer Reisezeit (Vorsaison) waren 90% deutsche Hotelgäste, überwiegend Rentner, ansonsten auch Franzosen und Portugiesen. Der Bustransfer vom Flughafen Faro hat mit vier Hotel-Zwischenstops ca. 40 Minuten gedauert. Immer lohnenswert in der Vorsaison ist ein Strandspaziergang, bei Ebbe vor dem Hotel und ansonsten (auch bei Flut) z. B. vom Praia da Falesia (Taxi s. o.) bis nach Vilamoura (ca. 1, 5 Std.). Der Wind war allerdings recht heftig. Die Steilküste bei Falesia besonders farbig und bunt und geht langsam von der Fels-Algarve in die flache Sand-Algarve über. Man kann auch oben auf der Steilküste entlang laufen, es gibt zwischendurch aber nur 3 Zugänge / Treppen zum Strand. In Vilamoura ist ein sehr großer Yachthafen mit Hotelanlagen/Appartments und (eher teuren) Boutiquen und Restaurants. Hinter dem Yachthafen beginnt der lange und breite Strand von Quarteira mit etlichen großen Hotelanlagen. Direkt am Strand neben der Einfahrt in den Yachthafen gibt es ein kleines empfehlenswertes Strandrestaurant (aus Holz und in blau-weiß gehalten). An einem Tag haben wir uns ein Auto gemietet (Europcar bequem über TUI: Peugeot 107 für 63 Euro) und eine Rundfahrt (130 km) über die Landstraßen gemacht: Albufeira-Guia-Algoz-Silves (sehenswerte Burganlage in gemütlichem Städtchen)-Alvor-Praia do Vau (schöne Steilküste)-Praia da Rocha-Portimão (Shoppingmöglichkeiten in den Fußgängerzonen, schöner Yachthafen und Hafenpromenade)-Lagoa-Carvoeiro (sehr leckeres Restaurant s. u. )-Nossa Senhora da Roche (idyllische Kirche auf Felsvorsprung)-Pera-Albufeira Essenstips für Albufeira: Fernando (u. a. sehr gemütlicher halb überdachter Innenhof mit freundlicher Bedienung), La Ruina (stilvoll-rustikal innen auf zwei Etagen oder auf Dachterrasse mit Blick über die Stadt und den Strand) oder auch direkt unten am Strand (neben der alten Markt-/Fischhalle), z. B. das „Cais Velho Restaurante“ (hier gab es eine wirklich sehr gute Paella für 13 Euro, die auch für 2 gereicht hätte!). Das Essen wird ansonsten immer portugiesisch-schnörkelos zubereitet, der Fisch kostet eigentlich überall das gleiche (30 € pro Pfund, was für 2 Personen i. d.R. reicht). Als Essenstip für außerhalb ist das „Boneca Bar Restaurante“ in Carvoeira sehr zu empfehlen, der gegrillte Fisch war sehr lecker, die Vorspeisen liebevoll selbst zubereitet und die Preise moderat: Parken nahe der Strandbucht, links am Strand zu Fuß die etwas steilere Straße (Einbahnstraße nach unten) hoch, oben an der Steilküste 200 m entlang der Villen und dann über eine Treppe die Felsen hinunter (Hinweisschild nach „Algar Seco“). Neben dem Restaurant gibt es kleine Grotten und eine Höhle, durch die man auf die Brandung sehen kann. Als ein (von außen) empfehlenswertes Hotel mit gepflegter Poolanlage erschien uns das „Beachhotel Monica Isabel“**** in São João in der Nachbarbucht vom Alisios. Keramische Mitbringsel außerhalb der gängigen Touri-Massenware sind sehr empfehlenswert in der Rua dos Arcors (P&P, Nr. 66 über dem Ladeneingang). Zum Schluß noch allgemeine Hinweise: 1) Albufeira und anscheinend die restliche Algarve waren in der Vorsaison komplett in der Hand der Engländer (ca. 80% Engländer aller Alters- und Familienklassen, 10% deutsche Rentner und 10% Sonstige). Das heißt es gab wirklich überall Bierkneipen und ohne Ende Fußball – viele Bars hatten sogar mit 4 (!) großen Flachbildschirmen in nur einem (!) Raum für ununterbrochene Fußballübertragungen „aufgerüstet“ gegen die Konkurrenz! Für den „Strip“ galt das noch wesentlich stärker als für die Altstadt von Albufeira – und das Essen dort besteht fast ausschließlich aus Steak, Pizza & Pasta. 2) Die Algarve ist an der Küste eigentlich völlig zersiedelt, alle 500 m gibt es Appartementanlagen und Ferienvillenviertel, nach mehreren Kilometern immer wieder unterbrochen von großen 20-stöckigen Hotelkomplexen nebeneinander auf engstem Raum. Selbst auf abgelegensten Dörfern entstehen Appartementanlagen. Überall wird gebaut für hunderttausende von Touristen (auch portugiesischen) und in manchen Orten kommt einem El Arenal auf Mallorca wie ein idyllisches Fischerdörfchen vor. Was hier in der Hochsaison in einigen Orten los ist, mochten wir uns als „Erstbesucher“ der Algarve gar nicht vorstellen.
Unser Zimmer (Hauptgebäude/Landseite) war einfach, sauber und ruhig und mit Klimaanlage, das Badezimmer auch groß genug und mit leistungsstarkem Fön ausgerüstet. Etwas Mangelware sind Steckdosen (nur an der Minibar bzw. am Flachbildfernseher) nutzbar. Die Betten waren nicht durchgelegen; im Abstellraum lagen Zusatzkissen und Wolldecken. Die Handtücher waren frisch und neuwertig. Fast alle Zimmer haben einen kleinen Balkon, auf dem man zu zweit gut sitzen kann. Nicht empfehlenswert sind sicher die Zimmer im hinteren Gebäude mit Blick auf den neuen Wintergarten, am Besten scheinen die Zimmer mit unverbautem Meerblick im hinteren Gebäude oder im 5. Stock im vorderen Hauptgebäude zu sein.
Das Hotel hat ein (überdachtes) Grill-Restaurant auf der Sonnenterasse (leider mit Plastikstühlen und -tischen), einen „Hibiskus“-Saal im Hauptgebäude (mit Bar, Clubsesseln, kleiner Bühne) und einen Frühstücksbereich. Der Frühstücksbereich ist durch einen neuen Wintergarten flächenmäßig verdoppelt worden; dieser liegt nun jedoch zwischen den beiden Gebäuden, sodaß im hinteren Gebäude im ersten und zweiten Stock die Balkons der Zimmer (Landseite) nur noch 5 Meter von der Glasscheibe entfernt sind. Das Restaurant / die Bar haben wir nicht genutzt; für unseren Abreisetag war ein Abendbüffet (22, 50 Euro p. P.) vorgesehen. Das Frühstück war gut und reichhaltig mit mehreren wechselnden Wurst- & Käsesorten, Eiern, unterschiedlichen kleinen Brötchen (auch Vollkorn), Croissants, selbstgemachter Marmelade, Obst, Müsli, Joghurts. Der vielfach kritisierte Kaffee war für uns in Ordnung (Zanussi-Kaffeemaschine) – zur Not halt einen doppelten Espresso nehmen – dafür ist die Frucht an den Obstsäften leider nur „vorbeigelaufen“.
Alle Mitarbeiter an der Rezeption sprechen fast perfekt deutsch und sind in allen Dingen hilfsbereit und überaus freundlich, die Bedienung im Frühstücksbereich und die Zimmermädchen sind schnell und gründlich. Die Zimmer wurden täglich feucht gewischt. Ein Mitarbeiter der Rezeption hat die abreisenden Gäste im/am TUI-Bus sehr herzlich verabschiedet – so etwas haben wir bisher noch nicht erlebt.
Das Hotel liegt absolut zentral in Albufeira oberhalb des kleinen Strandes Praia do Inatel, zu dem eine Beton-Holz-Treppe hinunterführt. Die Fußentfernung zur Altstadt am Praia dos Pescadores beträgt 10-15 Minuten (Mitte April 2008 konnte man wegen Straßenarbeiten leider nicht den direkten Weg an der Steilküste entlang nehmen) und zum „Strip“ (englische Amüsiermeile: Avenida Sá Cameiro) ca. 20 Minuten, beides ohne allzu große Steigungen. Vor einem größeren Nachbargebäude befindet sich eine öff. Bushaltestelle. Die Straße vor dem Hotel verbindet die Altstadt von Albufeira mit dem Strip bis hin zum Praia da Falésia; außergewöhnlichen Straßenlärm haben wir nicht gehört, obwohl wir ein Zimmer zur Straße hatten. Die eigentliche Hauptstraße zwischen Quarteira - Albufeira - Portimão verläuft weiter landeinwärts. Man kann auch guten Gewissens ein Taxi nehmen, pro Kilometer muß man nur mit ca. einem Euro rechnen (Anfangsgebühr 3, 90 Euro, Fahrt z. B. zum Praia da Falésia = insgesamt 8, 00 Euro). Bei Ebbe kann man vom Hotel gut am Strand an der Küste entlang laufen, westlich bis zur Praia da Oura und östlich bis in die Altstadt, bei Flut kann das Wasser schon mal direkt an die Felsen reichen – gut zu sehen an den großen Sandabtragungen und Steilküstenabbrüchen im April. Bei Flut ist die Bucht vor dem Hotel daher kaum zu nutzen. Ein aktueller Tidenkalender liegt z. B. in der TUI-Mappe im Hotel oder auch in Heften beim Touristenoffice.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
An einem Abend war ein Alleinunterhalter am Keyboard „zugange“. Das Hallenbad (Badekappenpflicht! Erhältlich auch für 5 Euro an der Rezeption.) mit großer Fensterfront sah ordentlich und sauber aus und das Wasser war gut beheizt – wir haben es aber nicht benutzt. Ein Badehandtuch gibt es gegen Pfand (10 Euro) an der Rezeption, kann auch täglich gewechselt werden. Auf der Sonnenterasse stehen Sonnenliegen; am Strand gibt es in der Hauptsaison ebenfalls Strandliegen (wohl gegen Gebühr). An der Strandtreppe oben war eine Dusche. Eine Internet-Ecke gab es auch.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3-5 Tage im April 2008 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Michael |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 27 |


