Beginnt man mit dem ersten Eindruck, war dieser quasi Programm für den ganzen Urlaub: Enttäuschend, vom Leben abgeschieden und wenig einladend. Das Hotel liegt -wie oben erwähnt- sehr ausserhalb von Stadt und Menschen, in einem 'Ort', der aus ein paar Anliegerhäusern, einer Tankstelle und 2 oder 3 halbherzigen, unbesuchten Bars besteht. Dafür aber sehr ruhig, denn die Zufahrtsstraße für den Bus wurde nur für Zulieferungen genutzt und nicht für Verkehr. Die zwei Hotelgebäude, von denen ich nur das Hauptgebäude kenne, haben klassischen Hotelstandard in punkto Einheitsbalkon und äussere Erscheinung. Das Hauptgebäude ist 3stöckig, besitzt eine kleine Eingangshalle mit Rezeption und Hotelshop, ausserdem einen Aufenthaltsraum, der wegen seiner Größe aber eigentlich nur für Reiseleitervorträge genutzt wird (alleine kommt man sich dort sehr verloren vor) und eine kleine TV Ecke (griechisch). Im Ganzen ist es sehr sauber, durchschnittlich eingerichtet und macht einen persönlichen Eindruck: Vorteil des kleinen Hotels und kein Tragen von All inklusive Armbändchen. In punkto Gäste nehmen den Größtteil eindeutig Neckermann/Bucher Last Minute bzw. Thomas Cook Gäste ein -daraufhin auch ausgerichtet. Keine Griechen. Kein Kontakt mit griechischer Kultur. Aufdringliche Reiseleiter an jeder Ecke (Um künstlichen Smalltalk zu umgehen, den äusseren Weg um das Hotel nutzen oder Kleidung an den eines Maskenballes anlehnen.) Abschliessend ist zu sagen, dass ich/wir das Hotel nicht weiterempfehlen würden bzw. nur für Urlauber, die sich Deutschland nur wärmer wünschen würden und ein Faible für Hackfleisch besitzen. Den drei Sternen wird es kaum gerecht und vor allem in punkto Preisleistung ist es nicht gerechtfertigt. All Inklusive lohnt sich nicht, da anderes nicht angeboten wird, anderes Hotel suchen. Ich habe für weniger Geld schon mehr bekommen. Ersatzhotels sind schwierig, Nissaki Beach soll laut anderen Fluggästen gut sein, ansonsten werden an jeder Ecke in jedem Ort Zimmer preiswert zu vermieten angeboten. Ich persönlich werde nächstes Mal das Hotelgeld in einen Mietwagen investieren und dort einmieten, es gab auch preiswerte Zimmer in Villen und Studios oder anderen guten Hotels, auch in der Hauptsaison massig Auswahl. Mietauto ausserdem nicht über den Reiseleiter buchen, total überteuert, lieber in der Stadt nach örtlichen Anbietern erkundigen. Besonders zu empfehlen sind hier AI (Ansa International) welche ihr Büro in Acharavi haben, sehr gut deutsch sprechen und uns beim Preis noch entgegen gekommen sind. Bei Ausflügen statt an die Reiseleitung lieber an die Rezeption wenden: Diese hat andere Angebote, preiswertere und schönere wie z.b. Glasbootfahren o.ä. Auch hier lohnt es nach einem Mietwagen zu fragen.
Ausreichend und in Ordnung. Zimmer (Standard Doppelzimmer) zwar sehr klein, aber auch sehr sauber. Vom Boden essen würde ich zwar nicht, aber unsere Sagrotanflasche konnte beruhigt im Koffer bleiben und wie man Wasser effektiv benutzt wussten die freundlichen Reinungskräfte auch. Bad, Toilette absolut sauber, Betten werden gemacht und keinerlei Probleme mit Ungeziefer, obwohl es draussen mehr als genug davon gab. Gut funktionierende Klimaanlage. Die Größe liess, wie gesagt, etwas zu wünschen übrig, besonders das Bad war nur für eine Person geschaffen und wer nicht sehr schlank ist, könnte Probleme mit der Dusche bekommen (beim duschen zog sich der Vorhang immer mehr nach Innen), aber ausreichend. da wir nicht vorhatten den Urlaub auf dem Zimmer zu verbringen und dort nur zum schlafen waren, störte es kaum. Zustellbetten allerdings unmöglich. Einrichtung sehr schlicht und nicht ganz neu, besonders der Spiegel im Badezimmer hatte sehr gelitten, aber dank Taschenspiegel schminken dennoch möglich. Schrank ausreichend groß, Betten getrennt, Größe ausreichend, genügend Lampen. Nur ein deutscher Sender (RTL), was uns aber kaum gestört hat. Handtücher alle 2 Tage gewechselt, Bettwäsche wöchentlich.
Zusammengefasst: Eintönig, geschmacksneutral und eindeutig der Punkt, wo gespart wurde. Wöchentliche Wiederholung, so dass man in der 2. Urlaubswoche schon einplanen kann, was erträglich war und was nicht und wann man besser in der Stadt isst. Sehr kreative Restweiterverwertung. Auf den ersten Blick wirkte es meist noch recht erträglich, Frühstück bestehend aus Brot (hart; man versucht es zu schneiden und gibt dann irgendwann auf), verschiedenen Gebäcksorten meist 3 oder 4 und ggf. Sesamstangen. Aufschnitt unappetitlich und immer eine Wurst und ein dünner Schnittkäse, Marmelade sehr süss. Die Problematik war einfach der Geschmack des Gebäcks, staubtrocken und obwohl es regelnmäßig neu geliefert wurde (in großen Fabrikplastiktüten) schmeckte es ohne es beleidigen zu wollen, wie Weihnachtsplätzchen im Sommer, die längst hätten entsorgt werden wollen. Allerhöchstens mit viel Kaffee essbar. Mittag/Abendessen bestand aus dem täglichen gleichen kleinen Salatbüfett, das wirklich etwas war, wo man sich 120% drauf verlassen konnte. Überraschungen ausgeschlossen und nach ein paar Tagen Schafskäse wo man kein Dedektiv sein musste um zu erkennen, dass er frisch aus dem Paket war oder Salat wo, wie ein Gast so nett ausdrückte "Eine Dose Thunfisch dran' vorbei spaziert" seie. Ansonsten wurde schon am ersten Tag offensichtlich, dass entweder der Koch ein unglaubliches Faible für Hackfleisch besitzt, oder das Budget so klein war, dass nichts anderes übrig blieb. Es gab täglich Hackfleisch -auch in Gerichten, wo der normale Mensch Schnitzelfleisch o.ä. erwartet. Gerichte dank Neckermann durchweg an die deutsche Küche angelehnt bzw. täglich Nudeln mit -na, was sollte es auch anderes sein? Richtig, Hackfleischsauce. Dann Hackfleischgulasch, Hackfleischauflauf, Hackbraten der aber hauptsächlich aus aufgeweichtem Zwieback bestand (Hackfleisch sparen), Frikadellen wo man bequem Vortagsreste a la Nudeln, Salat und Gemüse unterbringen konnte und ähnliches. Hier waren wir auch nicht die einzigen, denen es so ging und die unter Gewichtsverlust litten, sondern befanden uns eindeutig in der Mehrheit. Schon bei unserer Ankunft hatte man uns teils davon unterrichtet, a la "Finger weg vom Vanillepudding das ist gelbes Wasser". Ich gebe ihnen hier einen viel besseren Tipp: Essen sie gar nichts davon und wählen sie ein anderes Hotel! Getränke waren Billig Produkte mit viel Zucker und noch mehr Farbstoff, der sehnsüchtig Wunsch "Lieber Gott schenk uns eine echte Cola" wurde erst auf dem Rückflug in der Flugzeugkantine erfüllt. Das Wasser war so geschwefelt, dass Hautausschlag folgte und man auf das geschmackneutralste Wasser umstieg, dass ich je getrunken habe. Oder auf Kaffee, Ouzo, Metaxa und Bier, was umso besser schmeckte. An Snacks o.ä. gab es nichts ausser extrem Farbstoffhaltiges Eis (neongrün, sonnengelb), was auch nicht besser schmeckte als das Wasser, nur eine Stunde lang Kuchen. Wie allgemein mit den Essenszeiten nahmen sie es sehr eng, Punkt 5 Uhr verschwand der Zucker in Kuchenform wieder, um ihm am nächsten Tag mit Schokostreuseln statt Cocos neu servieren zu können. Interessant ist auch die Tatsache, dass man trotz All inklusive um 10 Minuten nach 9 Uhr abends nichts mehr zu essen bekommt. Wir waren mit einem Ausflug später heimgekehrt und statt wie in anderen Hotels üblichen Snacks war nichts mehr zu bekommen, ausser wie der Kellner freundlich vorschlug. Bier, Ouzo und Metaxa, auf Wunsch auch Vodka. Auch die nähere Umgebung gab keine Möglichkeit etwas essbares zu erhalten, das Fazit war ein Abendessen aus Chips, Schokolade und Bier und einen Abstecher in den Supermarkt am nächsten Tag, was man ohnehin tun sollte.
Der einzige Punkt, wo das Hotel wirklich zu loben ist: Sehr freundliche, gut deutsch und englisch-sprachige Rezeption, die für alles und jeden ein offenes Ohr hat, stets höfliche Angestellte, die sich bei ihrer Arbeit viel Mühe geben. Sei es das Reinigungspersonal, dass auch ohne Trinkgeld sehr sauber und gründlich arbeitet oder die Kellner mit Restaurant. Hier ist zwar auch anzumerken, dass Unterschiede gemacht wurden, aber das Sprichwort "Wie es in den Wald hineinschallt, wo schallt es auch heraus" stimmt schon. Aber auch die unfreundlichen Gäste wurden angemessen und höflich behandelt. Beschwerden wurden sofort behandelt und mit Entschuldigungen beseitigt.
Wie oben angesprochen, liegt das Hotel alleine, vereinsamt und ohne direkten Kontakt mit lebendiger Umwelt. Zwar bietet das Hotel laut Katalog Shuttlebusse nach Roda und Acharavi an, wo sich aber die Frage stellt, ob man dem Busfahrer bzw. diesem Gerät auf Rädern, dass die besten Jahre auch schon gesehen hat, vertraut. Wir standen am ersten Abend um 24 Uhr in Acharavi und wurden nicht abgeholt, obwohl noch ein Bus fahren sollte und auch in Roda wurde man um 1 Uhr nicht abgeholt, so dass wir in der Stadt ein Hotel suchen mussten, dass uns ein Taxi ruft. Die Begeisterung am ersten Abend mitten in der Nacht durch die Pampa zu laufen, hielt sich in Grenzen. Danach haben wir vom Busservice dankend Abstand genommen. Zum Flughafen beträgt die Transferzeit etwa eine 3/4 Stunde, nach Roda/Acharavi etwa 10-12 Minuten mit dem Auto. Zu Fuß außer eine wenig einladene Strandbar nichts zu erreichen, an Linienbusnetz nicht angeschlossen. Taxi nach Roda liegt um die 10 €. Um Städte o.ä. zu erreichen ist ein Mietwagen nötig, der auf Korfu recht teuer ist.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Vorhanden wäre wohl das richtige Wort. Ein Pool liegt im Zentrum des Gartens, bequem vom Hauptgebäude zu erreichen, verfügt über kostenlose Liegen, ist nicht sonderlich groß und beinhaltet warmes Wasser. Einmal die Woche Reinigung, im Allgemeinen sauber, nicht sehr gechlort. Wegen kleineren Kindern aber für alles über 12 kaum nutzbar, stattdessen wird man durch eifrige Bauchplantscher natürlich per Fontäne nass (Freundliches Bitten es zu unterlassen wird ignoriert). D.h. Wenn man es denn geschafft hat, Punkt 6 Uhr früh aufzustehen und sich eine der Liegen im klassischen Handtuch Stil zu reservieren, was sowohl beim Pool als auch beim Strand notwendig ist. Der Strand, spontan in "Sandkasten" umgetauft, glich einem vergrößerten Aschenbecher. Sand war da, dafür aber auch massig Algen, Unrat, Müll, Schmutz und Ameisen. Die Breite reichte gerade -wider den Katalogfotos- für eine Liegenlänge und in der Länge... nun drücken wir es so aus, der Strandspaziergang war in Minutenschnelle erledigt. Zuerst als Neuankömmlinge glaubten wir noch an eine Reinigung des Sandplatzes, doch als wir an der Seite eine Hartplastikschaufel fanden, die sich in ihre Bestandteile zersetzt hatte, wurde schnell klar, dass wir damit nicht mehr rechnen brauchten. Ich wusste nicht mal, dass sich soetwas zersetzen kann und das wird sie sicher nicht in einer Woche geschafft haben... Das Meer oder auch braune Brühe genannt, war mit einem Kanal verbunden, der es bestimmt nicht sauberer machte und lud daher nicht unbedingt zum baden ein. Steine waren kaum vorhanden, aber wer nicht vorhatte über Zigarettenkippen und Mülltüten zu laufen, zog lieber Badeschuhe an. Wer hier vorgibt Erholung zu finden (siehe andere Bewertungen) scheint Dinge ignorieren zu können, die ich nicht ignorieren kann... Keine Animationen, dafür alle 2 Wochen einen Abend mit einer griechischen Folklore Tanzaufführung in traditioneller Kleidung mit fröhlichen Tänzern, es lohnt sich sie zu besuchen. Wöchentliche Live Musik, nicht schlecht, aber leider recht laut.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Sara |
| Alter: | 19-25 |
| Bewertungen: | 3 |


