Erstmals habe ich ein gebuchtes Hotel storniert und zwar das Roda Beach Village. Grund: Teilweise miserable Urlauberkritiken! Sehr angesprochen haben uns die Eindrücke vom Angela Beach, eine Umbuchung war über Neckermann problemlos möglich und so durften wir auch dieses durchaus besondere Hotel erleben. Jeder sollte eigentlich vor Reiseantritt wissen, was er sucht, braucht und will. Das HAB ist ein Hotel der Landeskatagorie B mit 3 Sonnen. Nach unseren Massstäben demnach ein solides 2Sterne-Haus! In der sehr gelungenen Internetpräsentation erfährt man auch folgendes: Keine Animation, keine Infrastruktur. Also nichts für Leute, die rund um die Uhr ein Programm brauchen und die ohne permanente Musikbeschallung wahnsinnig werden! Wenn man diese Tatsachen berücksichtigt, dann wird jeder, der Urlaub im HAB verbracht hat zu einer sehr positiven Bewertung gelangen - keine überschwänglichen Lobeshymnen (nach oben ist stellenweise noch genug 'Luft'), aber auch nicht so abwertend wie mein Vorgänger. Das irritiert nur und wird dem HAB nicht gerecht. Der Zustand des Hotels ist in allen Bereichen gut. Es macht einen gepflegten, freundlichen Eindruck. Die Anlage ist eher klein und überschaubar: Hauptgebäude mit Anbau (je 2stöckig) und ein separates, ebenfalls 2stöckiges Nebengebäude. Insgesamt stehen 105 Zimmer zur Verfügung (manchmal liest man auch 120), ein Großteil davon mit Blick auf Pool, Garten und Meer. Beide Gebäude verfügen über recht moderne Aufzüge. Architektonisch ist das Hauptgebäude mit seinem Anbau recht hübsch, das Nebengebäude eher nüchtern. Bestechend ist die Sauberkeit in der gesamten Anlage, auf die noch näher eingegangen wird. Man kann im HAB nur All-Inklusiv buchen. Das ist jedoch kein Nachteil. Da es im Umkreis von über 1 km das einzige Hotel ist, entfällt das Tragen des Armbandes. Überhaupt ist die Atmosphäre eher ruhig, leger, ohne Hektik - fast familiär. Die Gästestruktur ist bunt gemischt, vom Single über Paare und Familien mit Kindern, wobei die Senioren in der Überzahl sind und die osteuropäischen Nationen ebenfalls. Während unseres Aufenthaltes ergaben sich daraus keinerlei Störfrequenzen - die übliche Toleranz vorausgesetzt. Da die meisten Wege im HAB eben sind - die beiden Aufzüge wurden bereits erwähnt und da auch der Strand vor der Türe 'liegt', ist das Angela Beach durchaus behinderten Menschen zu empfehlen. Auch ohne bzw. mit nur dosierter Animation kann man es außerdem als absolut familienfreundlich bezeichen, sofern die Kinder etwas mit sich selber anfangen können oder andere Kinder zum Spielen finden bzw. sich die Eltern etwas um Ihre Kinder kümmern. Der Pool ist wirklich schön, sauber und wurde entsprechend genutzt. Auch der Spielplatz (abends bis 22 Uhr beleuchtet) ist nicht so schlecht, wobei einige Spielgeräte jedoch wegen Verletzungsgefahr dringend erneuert gehören. Man kann auch Tischtennis spielen und im Garten ist ein Volleyballnetz gespannt. Gespielt hat jedoch niemand; es war wohl zu heiss! Ein echtes Familienhotel ist das HAB jedoch nicht und so sieht es sich auch nicht. Wir haben in der einen Woche jedoch fast nur fröhliche Kinder gesehen. Wir bewerten den Zustand des Hotels mit 4 Sonnen, allgemeine Sauberkeit mit 5 Sonnen , behindertengerecht mit 4 Sonnen und Familienfreundlichkeit ebenfalls mit 4 Sonnen. Durchschnitt also 4, 25 mit Tendenz zu 4, 5. Ca 1 km entfernt Richtung Roda befindet sich auf einer Anhöhe die Bungalowanlage des Hotels Korfu Mirabell (siehe Meerspaziergang). Bekommt sehr gute Bewertungen und macht auch optisch von außen einen prima Eindruck. Es hat einen interessanten eigenen Badestrand mit Schilfbewuchs und einem langen Steg. In unmittelbare Nähe befinden sich interessante Kliffbildungen, die an einer Art Kap bis über 30 Meter hoch werden. Unser Handy war immer aus. Telefonieren vom Hotel aus ist preislich in Ordnung. Der Preis richtet sich stark nach der Tageszeit und dem Land, in das man telefoniert. Das Preis-Leistungsverhältnis ist gut. Die beste Reisezeit wegen der geographischen Abgeschiedenheit sind sicher die Monate Juli und August. Es soll aber auch im Juni und im September überwiegend warm und schön sein. Wir hatten eine Woche wolkenloses trockenheisses Wetter mit 35 bis 40 Grad. Regen soll es im Sommer - wenn überhaupt nur - sporadisch und von kurzer Dauer geben. Badeschuhe sind kein Luxus, eine Prophylaxe gegen Durchfallerkrankungen auch nicht. Ein Mückenschutz ist saisonal trotz Mückennetz unverzichtbar. Selbst bei einem Aufenthalt von nur einer Woche unbedingt einen Mietwagen oder ein Moped nehmen. Korfu ist nicht groß, dennoch unglaublich vielfältig, sanft und wild, ursprünglich und touristisch - jedenfalls herrlich grün. Und da wir alle nicht nur einen erholsamen schönen Urlaub verbringen wollen, sondern auch wieder gesund nach Hause kommen möchten, bitte ich sehr um defensives und vorsichtiges Fahren! Keinesfalls sch von den drängelnden Griechen verrückt machen lassen! Ich wünsche allen Urlaubern auf Korfu im allegemeinen und im HAB speziell eine angenehme Zeit.
Die Sauberkeit der Zimmer brauche ich nicht mehr zu erwähnen. Spitze! Erwähenswert ist die Größe bzw. die Beengtheit. Wir hatten ein Familienzimmer, also eines der größeren. Für 2 Personen reicht es gerade mal so, zumal man sich im Badeurlaub ja fast nur zum Schlafen im Zimmer aufhält. Für drei Personen war es - sagen wir mal so: Wenn man vorher ausmachte, wer wann wo wie steht, konnte man Zusammenstösse vermeiden. Ebenso geräumig präsentierte sich das Badezimmer mit Dusche, Waschbecken und Toilette. Man musste eben einzeln hinein. Die Ausstattung ist karg, aber ausreichend, d. h. fast ausreichend. Das schrankähnliche Gebilde bot immerhin Möglichkeiten, Klamotten aufzuhängen. Fächer waren allerdings keine vorhanden. Dafür hatten wir eine durchaus nette Kommode - ein richtiges Möbelstück - in der man auch noch einiges verstauen konnte und einen richtigen altmodischen Sessel . Das Doppelbett war sagenhafte 1, 20 Meter breit (schmal) und mit einer fest gespannten dünnen Decke versehen. Also wie früher .... Die Tochter hatte ein richtiges Zustellbett. Ansonsten waren die Betten in Ordnung. Praktisch fanden wir die gut dosierbare Klimaanlage sowie das Fliegengitter an der Balkontür. Fernseher war hoch an der Wand befestigt, woanders hätte er auch nicht hingepasst. Bildqualität überraschend gut, 4 deutschsprachige Programme, u. a. ZDF und RTL. Der Balkon war klein, aber nett und nicht einsehbar von den Nachbarn. Die Dusche hatte einen herrlich satten Strahl und war stets sofort heiß. Das hat man in Luxusschuppen oft ganz anders. Sofern man den Duschvorhang nach innen stülpte, konnte man auch jegliche Überschwemmung vermeiden. Waschbecken sehr einfach, Spiegel halbblind, kaum Ablageflächen. Aber es gab einen guten Fön. Besonders erwähnenswert: Strom bekam man nur, wenn man den Zimmerschlüssel in einen Kontaktschlitz steckte. Wir fanden diese Energiesparmassnahme sehr löblich. Die Balkontüre und das Fenster unseres Zimmes waren wohl schallisoliert. Jedenfalls bekamen wir von der ohnehin recht dezenten Musik an der Poolbar nicht viel mit. Wie schon gesagt - die anwesenden Urlauber wussten sich zu benehmen. Es wurde gelacht, aber nie gegröhlt und um ca. 24 Uhr kehrte himmlische Ruhe ein. Beinahe! Die südliche Bauweise ist nun mal sehr hellhörig. Es ging aber, da unsere unmittelbaren Nachbarn anständige Menschen waren. Nur an einem Morgen, als um ca. 5 Uhr die russischen Gäste sich für die Abreise rüsteten, meinten wir, das Hotel würde abgebaut. Auch das haben wir überlebt. Wir geben für die Sauberkeit 6 Sonnen, für die Grösse 2 Sonnen, für die Ausstattung 3 Sonnen und für den Bad-und Duschbereich ebenfalls 3 Sonnen. Der Durchschnit für diese letzte Kategorie liegt demnach bei 3, 5 Sonnen
Das HAB verfügt über eine ansprechende Lobby, ein Restaurant mit Buffett, einen überdachten Anbau sowie über einige Tische vor dem Restaurant und genügend Platz in der überdachten gemütlichen Pool-Bar. Essen konnte man, wo man wollte - es gab immer freie Plätze. Der schwächste Punkt ist bzw. war sicher die Vielfalt der Speisen. Zum Frühstück für uns absolut ausreichend (zwei Sorten frisch gebackenes, oft noch warmes und sehr leckeres Brot - 2 Sorten Wurst, eine Sorte Käse sowie Schafskäse, den es immer gab - 2 Sorten Marmelade, u. a. die korfiotische Kumquatmarmelade - Honig - Müsli - Korn-und Schokoflakes - Kaffee zum Selberfüllen - 4 Sorten Tee - diverse Kuchen und Kekse - natürlich auch Würstchen, Speck und Eier - drei Sorten Säfte - Obst aus dem Kühlschrank und auch eine Sorte Kompott). Mittags assen wir nur einmal; die Zusammensetzung des Buffets schien dieselbe zu sein wie am Abend. Salat: Immer Gurken, Tomaten, grüne Paprika und Karotten sowie Tsatsiki und Schafskäse. Das wars. Ab und und zu sichteten wir Krautsalat und Rote Beete und einmal sogar eine Art grünen Salat. Hauptgerichte: zwei Sorten Fleisch (immer in einer Sosse, so dass man oft nicht wusste, um was es sich handelt) - Immer eine Art Nudeln, 2mal Kartoffeln und nur 1mal Reis. Fisch auch nur 1mal und dann noch paniert. Gegrilltes nie! Zum Nachtisch konnte man sich entweder Früchte aus dem Kühlschrank nehmen und oder jeden Tag einen anderen Wackelpudding. Hier wäre eine größere Angebotsvielfalt kein Luxus und zumutbar. Jetzt wird es aber erfreulicher: Eis in schmackhaften 4 Sorten gab es von morgens bis nachts soviel man wollte. Auch die Auswahl an Getränken war absolut in Ordnung. Zwei Sorten Rotwein und ein Weißwein zum Zapfen, ein gutes griechisches Bier und Fürstenberg ebenfalls zum Zapfen, Ouzo, Metaxa, diverse Säfte, Cola und Bitter Lemon. Ganz toll fanden wir die an der Bar und im Hotel aufgestellten Behälter mit köstlichem kühlen Sprudelwasser, das man sich in Platikbecher oder in leere Flaschen füllen konnte. Im Gegensatz zu der eher geringen Angebotsvielfalt der Speisen, schmeckte alles bodenständig gut. Es wurde permanent heiß nachgefüllt. Die Atmosphäre war wie bereits angesprochen locker, leger. Keine Hektik, keine Warteschlangen. Die Sauberkeit im Restaurant und an der Poolbar war - wie könnte es auch anders sein - top. Aschenbecher wurden nahezu unbemerkt geleert, leere Teller zeitnah abgeräumt. Es geht kaum besser und ich wüsste auf Anhieb einige Adressen, die sich im HAB eine große Scheibe diesbezüglich abschneiden könnten. Trinkgelder wurden übrigens nicht erwartet; wir haben jedoch etwas gegeben. Und die Preise? Es war wirklich fast alles all-inklusive. Nur die tollen Cocktails an der Bar kosteten 4 €. Da habe ich auch schon andere Preise erlebt. Für die Angebotsvielfalt geben wir 3 Sonnen, den Geschmack 4, die Atmosphäre 5 und die Sauberkeit 6 Sonnen. Der Durchschnitt beträgt 4, 5 Sonnen.
Der Service im Hotel ist in allen Bereichen kaum zu verbessern. Alle Angestellten sind freundlich und auf natürliche Art herzlich (auch ohne Trinkgeld). Bestnoten auch für Hilfsbereitschaft, Kompetenz und Deutschkenntnisse. Niki und Andrea sprechen nahezu fliessend deutsch, die meisten anderen ausreichend. Aber es gibt ja noch Englisch und die weltweit verstandene Sprache der Hände und Füsse. Ohne die anderen Angestellten zurücksetzen zu wollen, empfanden wir den jungen Kellner Andrea als eine wahre Perle - eine lächelnder Dauerarbeiter von moregens bis abends. 6 Sonnen + Selbstredend war auch die Zimmerreinigung fast perfekt. Täglich erhielten wir 3 grosse und 3 kleine richtig flauschige Handtücher und einmal wurden die Betten komplett neu bezogen. Das restliche Zimmer und die Toilette und Dusche fanden wir stets picobello vor. Dabei waren die fleissigen Zimmermädchen so clever, nie zu stören. Sie wussten immer, wann wir weg waren und anscheinend auch, wann wir wieder zurück kamen. Selten habe ich einen Check-In so zügig und reibungslos erlebt. Ankommen, kurzes Willkommen, Pässe und Hotelschein abgeben, einige Informationen in Kurzfassung - das war's! Zwei andere Gäste warteten vergeblich auf den 'Kofferträger'. Das wäre des Guten auch zu viel gewesen! Der Umgang mit Reklamationen war wohl auch absolut in Ordnung. Alles wurde ernst genommen und sofort eine Lösung gesucht. Ausgerechnet meine einzige Reklamation wurde von Niki an der Rezeption fast beleidigt aufgenommen. Der Busfahrer hatte uns in Roda nämlich übersehen bzw. gar nicht - wie vereinbart - an der Haltestelle angehalten. So gönnten wir uns für 7 € ein Taxi. Anscheinend ist so etwas noch nie vorgekommen. Tut mir leid! Schwamm drüber! Wir vergeben für den Service etc. die Bestnote von 6 Sonnen, für Kompetenz, Fremdsprachen und Check-In je 5 Sonnen und nur für den Umgang mit Reklamationen 4 Sonnen. Die Durchschnittsbewertung von 5 Sonnen ist absolut gerechtfertigt. Ich habe in Spitzenhotels schon vieles vermisst, was im HAB selbstverständlich ist.
Die Lage des Hotels ist absolut Geschmackssache. Es ist liegt in der Tat völlig allein am Naturstand von Agnos. Daneben gibt es eine Bar, auch 'Art-Cafe' genannt (völlig leer) sowie ein altes Haus mit einem Laden, in dem man hauptsächlich Bade-und Strandsachen kaufen kann. Es gibt nur eine holprige Zufahrtsstraße, die beim Hotel endet. Im Umkreis befinden sich locker verstreut einige mehr oder minder nette Häuser, einige verfallene und einige im Rohbau. Dazwischen echte Pampa oder freundlicher ausgedrückt Ödland. Ansprechend ist die Bergkulisse im Hintergrund. Der nächste Ort ist Roda, knapp 3 km. Man kann zu Fuß auf einer wenig befahrenen Landstraße dorthin gelangen oder auch bei ruhigem Meer im seichten Wasser an interessanten Kliffbildungen und am Hotel Korfu Mirabell vorbei. Täglich außer Sonntag fährt der hoteleigene Shuttlebus natürlich kostenlos stündlich ab 16 Uhr nach Roda und holt einen dort an der Brücke vor der Einkaufsmeile bis 24 Uhr auch wieder ab. 2mal pro Tag kann man abends auch weiter ins größere Archavari fahren, in dem sich mit dem 'Lemon Garden' u. a. eines der besten Lokalitäten Korfus befindet. Außer dem Shuttlebus gibt es keinerlei Verkehrsanbindung. Ohnehin wird ein Mietwagen oder ein Moped (beides kann vor Ort gemietet werden) empfohlen. Zwei Tage sollte man bei einer Woche Aufenthalt sich mindestens einen Mietwagen gönnen. Die Fahrt nach Korfu-Stadt (knapp 40 km) ist dann Pflicht. Einmalige Atmosphäre mit einem teilweise leicht morbiden venezianischem Charme. Der Genuß wird allerdings im Hochsommer durch die vielen Touristen, die chaotischen Verkehrsverhältnisse und die Hitze getrübt. Die Rückfahrt sollte über die Panoramastraße an der Ostküste entlang erfolgen mit stetigem Blick aufs griechische Festland und nach Albanien sowie hoch über teilweise traumhaften Buchen (Kaloura, Kalami, Kassiopi usw.) Bitte zum Schauen den Wagen abstellen! Die Straßenführung ist teilweise verwegen und es geht allenthalben ordentlich abwärts. Eine Tour sollte in den Westen erfolgen. Hier ist Korfu besonders wild und usprünglich. Highlights sind: Canal d'Amour bei Sidari, das Cap Drastis und noch mehr der Sunset Beach unterhalb von Peruolades (eine absolute Traumbucht unter senkrechten Felswänden), das sehr ursprüngliche Dorf Afionas, Lakones, Paläokastritsa mit seinen Felsbuchten, Grotten und dem Kloster (hoffnungslos überfüllt bis ca. 17 Uhr) und natürlich Pelekas. Wer die Zeit hat, sollte auch dem Achilleon, der Sommerresidenz von Kaiserin Sissi einen Besuch abstatten. Niki an der Rezeption steht einem gerne mit Rat und Tat zur Verfügung. ÜberSie kann man auch Bootstouren direkt von Agnos aus buchen, z. B. zu den Othonischen Inseln oder nach Korfu-Stadt - jeweils mit einem Fischessen. Unterhaltungsmöglichkeiten in der Nähe: 0 - im Hotel gibt es immerhin regelmässig einen griechischen Abend, der wirklich empfehlenswert ist und bei dem die Gäste auch eifrig mitmachen (müssen). Ansonsten bietet Roda die üblichen Kneipen eines Badeortes und wohl auch zwei Diskotheken. Mehr davon soll es in Archavari geben. Wir waren lediglich einmal in Roda, um Reiseandenken zu kaufen. Die 'Flaniermeile' im alten Fischerdorf am Meer ist recht nett. Im hoteleigenen Laden, der von 8 bis 18 Uhr geöffnet ist, bekommt man übrigens (fast)alles, was man im Urlaub zu zu benötigen glaubt. Zwei bis drei deutschsprachige Zeitungen werden täglich bis mittag geliefert, natürlich auch des Urlaubers liebstes 'Blatt'. Des weiteren findet man etliche Illustrierte, Romane, Groschenhefte, Rätsel, Kalender, Ansichtskarten usw. Auf der einzigen Straße gibt es nach 5 Geminuten einen Minimarkt, den man aber nicht braucht. Restaurants und Bars in unmittelbarer Hotelnähe gibt es nur zwei - das bereits erwähnte indiskutable 'Art-Cafe' und ca. 10 Geminuten entfernt Richtung kleiner Hafen die Taverne 'Three Brothers'. Dort saßen immer Leute - überwiegend Einheimische - und es roch lecker nach Gegrilltem. Auch die Möglichkeiten zu Freizeitgestaltung sind sehr eingeschränkt. Man kann mehr oder minder beglückende Spaziergänge auf den wenigen Wegen durch Agnos machen oder den von mir empfohlenen Meerspaziergang nach Roda. Sonst findet man außer dem Schwimmen im allerdings sehr warmen und sauberen Meer rein gar nichts. Apropos warmes und sauberes Meer: Man ist mit wenigen Schritten dort, ob vom Pool oder vom Garten aus. Und wer seinen Liegestuhl am extrem schmalen Strand gewählt hat, spürt es bei Flut sogar an den Beinen. Wir bewerten die Einkaufsmöglichkeiten mit 3 Sonnen, Verkehrsanbindung und Ausflugsmöglichkeiten mit 4 Sonnen (sofern motorisiert), Restaurants und Bars in der Nähe mit einer Sonne, sonstige Freizeitmöglichkeiten mit 2 Sonnen und die Entfernung zum Strand natürlich mit 6 Sonnen - Durchschnitt demnach 'nur' 3 Sonnen
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Sport- und Unterhaltungsmöglichkeiten sind extrem beschränkt. Der erwähnte griechische Abend ist schön und lohnend. Der hoteleigene Laden wurde genannt. Der Strand ist ein Naturstand, dazu überwiegend extrem schmal und bei Flut fast nicht mehr vorhanden. Die ersten Meter sind sehr steinig, daher empfehlen wir Kindern und Erwachsenen mit empfindlichen Füssen Badeschuhe. Das Wasser ist aber sehr klar und sauber und nach ca. 5 Metern kommt Sandboden. Man kann sehr weit ins Meer gehen, was vielen Kindern und auch Erwachsenen gefallen hat. Die Wassertemperatur betrug während unseres Urlaubs tagsüber gute 26 Grad bei über 35 Grad Lufttemperatur. Morgens war das Schwimmen im Meer alledings sehr erfrischend. Der ab und zu angeschwemmte Seetang sieht sicher nicht schön aus, tut aber dem Genuß kaum Abbruch. Abends fuhr stets ein Lkw vor, der die Tanghaufen einsammelt zuzüglich der Plastikbecher und Chipstüten (die wurden nicht vom Meer angespült!!!!). Mit einem Rechen wurd dann sogar der Sand wieder in Fasson gebracht und die Liegestühle in Reih und Glied aufgestellt. Es gibt wahrlich schönere Strände, aber romantisch ist der Strand von Agnos allemal und viel sauberer wie viele italienische Strände mit 46 Liegestuhlreihen zum Preis von 15 € pro Tag. Der Pool war während unseres Urlaubs überwiegend von russischen und anderen osteuropäischen Kindern bevölkert. Hier ging es auch am lautesten zu. Der Pool ist aber sehr schön, ausreichend groß, sehr sauber (auch das Drumherum) und durchausauch für kleinere Kinder mit Schwimmhilfen geeignet. Man könnte vielleicht den Bereich Schwimmer und Nichtschwimmer mit einem Band trennen. Ein spezielles Becken für Kleinkinder gibt es nicht. Im Garten steht ein rundes Steinbecken, das jedoch kein Wasser enthält. Kinderbetreuung gibt es keine oder nur sehr eingeschränkt. Das weiß man aber vorher. 2 Sonnen für die mangelnden Freizeitangebote, 3 Sonnen für den Strand, 5 Sonnen für den Pool und auch nur 2 Sonnen für die Kinderbetreuung. Durchschnitt demnach nur 3 Sonnen. Es handelt sich aber wohlgemerkt weder um ein Sport- noch um ein Familienhotel.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im August 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Wolfgang |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 6 |


