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Mathias (31-35)
Verreist als Paarim September 2015für 1 Woche

Kleines Familienhotel für Badeurlaub

4,8/6
Das Hotel Angeliki ist ein kleines Familienhotel. Der Besitzer hat noch einige Cafés in der Region und führt das Hotel zusammen mit seiner Frau und seiner Mutter. Grundsätzlich muss gesagt werden, dass auf Samos keine Hotelkomplexe internationalen Standards stehen. Dadurch darf man sich nicht das Level erwarten, wie man es vielleicht in einem Business Hotel einer großen Stadt gewöhnt ist. Es ist aber für einen Bade-/Wander-/Erholungsurlaub, bei dem man ja meistens sowieso nicht auf dem Zimmer ist, völlig ausreichend. Die Zimmer sind sauber und bieten eine Klimaanlage. Die Dusche ist etwas gewöhnungsbedürftig, überschwemmt man einerseits damit gerne das Bad und andererseits ist die Feinabstimmung der Wassertemperatur manchmal ein Geduldsspiel. Toilettenpapier wird, wie überall auf Samos in den Müll geworfen und nichts ins Klo, da sonst die Leitungen verstopfen können. Die Zimmer blicken entweder in Richtung eines Innenhofs mit Zitronenbäumen oder auf die Straße hinaus. Beide Seiten sind jedoch sehr ruhig, da in Ireon nicht viel los ist. Das Frühstück könnte etwas reichhaltiger sein, da es kein Buffet gibt, sondern eine kleine Auswahl direkt an den Tisch gebracht wird. Die Eier, die man zum Frühstück bekommt, waren hart und nicht weichgekocht, die Wurst ist ein gepresster Toastschinken mit bestimmt hohem Wasseranteil. Auch wenn die Griechen, so wie andere Südländer, das Frühstück nicht als so wichtig erachten, gibt es hierbei noch Potenzial nach oben.

Lage & Umgebung4,0
Zum Strand sind es nur ca. 100 m, welcher hauptsächlich aus großen Steinen und Sand besteht. Die Bezeichnung Sand-Kies-Strand, wie in Reiseprospekten angegeben, kann ich nicht bestätigen, da Kies für mich wesentlich feiner ist. Am Strand kann man sich Liegen und Schirme für ein paar Euro ausborgen, oder mit etwas Glück die wenigen Gratis-Liegen bei der Bar La Luna schnapen. Für diejenigen, die direkt auf dem Sand liegen wollen, empfiehlt es sich zum Schirm, den es ca. um 7 € vor Ort zu kaufen gibt, einen Hammer mitzunehmen und eventuell etwas aus Metall um den Schirm in den Boden zu schlagen, da dieser sehr hart ist.
Es gibt kleine Läden in Ireon und einen sehr kleinen Supermarkt. Zur Selbstversorgung gibt es zu wenig Möglichkeiten im Ort, allerdings ist dies angesichts zahlreicher Tavernen nicht notwendig.
Es gibt Busse auf der Insel, die Fahrpläne sind allerdings nicht sehr urlauberfreundlich und wenn man mehr als nur in die Hauptstadt oder die Nachbarstadt möchte sowie flexibel sein will, kommt man um ein Mietauto nicht herum. Dieses gibt es auch schon ab 25€ am Tag. Ich empfehle, die günstigste Kategorie bei den Autos zu nehmen, da die Straßen teilweise so eng sind, dass man mit einem größeren Auto keine Freude hätte. Ein Navi (Smartphone) oder eine gute Straßenkarte empfiehlt sich, da die Karten von Reiseführern (z.B. Marco Polo) nicht so Detailreich sind und die Beschilderung sehr abenteuerlich ist.

Zimmer4,0
Die Zimmer sind einfach eingerichtet. Nicht überall sind Doppelbetten vorhanden. Unser Doppelbett bestand beispielsweise aus zwei aneinandergeschobenen Einzelbetten. Die Einrichtung ist nicht die neueste, aber sie ist in Ordnung. Die Zimmer haben einen kleinen Balkon, Klimaanlage, einen kleinen Kühlschrank und einen Safe mit Schlüssel. Alles ist sehr sauber. Lediglich das Alter sieht man manchmal den Dingen etwas an. Bei uns löste sich der Kaltwasserhan in der Dusche, was der Funktion allerdings keinen Abbruch tat. Es gibt einen kleinen Röhren-Fernseher, welcher allerdings nur griechisches Fernsehen spielt. Auch ein Telefon ist vorhanden.
Zimmertyp:Doppelzimmer
Zimmerkategorie:Standard
Ausblick:zum Innenhof

Service6,0
Die Gastgeber sind sehr freundlich. Der Hotelmanager hat uns an seinem Freien Tag gratis in die Nachbarstadt gefahren, da wir dort Tauchen gehen wollten. Seine Frau spricht etwas Deutsch und ist auch sehr freundlich. Die Zimmer werden bis auf Sonntag immer ordentlich gereinigt. Zwei Öko-Seifen liegen für die Benutzung im Zimmer. Der Busfahrplan hängt im Stiegenhaus und es gibt im gesamten Hotel gratis W-Lan.

Hotel5,0

Tipps & Empfehlung
Eventuell was gegen Stechmücken mitnehmen, da im September noch einige im Zimmer waren und man dann durchstochen aufgewacht ist.
Ein Mietauto entweder vom Flughafen nehmen oder mit Hol- und Bringservice (Galaxy-Rentals z.B.), da dies sicher günstiger ist als über die lokalen Anbieter vor Ort.
Einen wirklich schönen Sandstrand gibt es bei Psili Ammos, zu dem man nur mit einem Mietwagen/-Moped oder einem Ausflugsboot kommt. Dort gibt es auch Muscheln beim Schnorchen zu finden, wenn man weiter rausschwimmt und sich eher links hält.
Kokkari und Pythagorion sind etwas größere Touristenzentren auf Samos. Ireon ist wirklich sehr klein und unspektakulär, um eine ganze Woche nur dort zu verbringen. Am Pappas Beach bei Ireon kann man nur Liegen und Schirme mieten. Für Handtücher auf dem Boden ist der Untergrund zu hart und der Platz zu wenig.
Im Bergdorf Manolates gibt es nette Mitbringsel aus Handarbeit (Pappmaché).
Es kann an der Küste teilweise sehr windig sein. Für die meisten Strände lohnen sich Badeschlapfen, mit denen man ins Wasser gehen kann, da es mit wenigen Ausnahmen sehr steinig ist.
Die Straßen sind zeitweise extrem eng und der Zustand nicht optimal. Wer ein Auto nimmt, sollte ein geübter Fahrer sein. Die Griechen halten sich nicht an die Helmpflicht, dies nachzumachen wird jedoch nicht empfohlen. Polizei scheint hauptsächlich am Flughafen zu existieren. Aufgefallen wäre sonst keine. Vor Diebstahl und Kriminalität braucht man allerdings auf Samos keine Angst zu haben.

Hotelsterne sind berechtigt
Hotel entspricht der Katalogbeschreibung
Preis-Leistungs-Verhältnis: Angemessen
Infos zur Reise
Verreist als:Paar
Kinder:Keine Kinder
Dauer:1 Woche im September 2015
Reisegrund:Strand
Infos zum Bewerter
Vorname:Mathias
Alter:31-35
Bewertungen:5
NaNHilfreich