Bungalowanlage in einem Palmengarten. In der gesamten, schön bepflanzten Anlage befinden sich 58 Zimmer, aufgeteilt auf Zweierbungalows. Die Anlage wird sehr gepflegt, täglich sind mehrere Gärtner von früh bis spät unterwegs und werkeln an den Grünanlagen herum. Der Aufenthalt im „Blue Ocean“ umfasst Übernachtung mit Frühstück. Die Gästestruktur war in unserer Reisezeit international – überwiegend deutschsprachige Touristen, Engländer, Russen und zeitweise (meist an den Wochenenden) auch etliche Asiaten. Die Anlage ist eher etwas für Leute, die Ruhe und Erholung suchen. Auch die Umgebung von Mui Ne hat ein paar kleinere Ausflugsziele zu bieten. Günstig buchen kann man diese bei einem der vielen kleinen vietnamesischen Anbietern an der Hauptstrasse. Man bekommt dann einen Jeep mit Fahrer gestellt. Tag und Uhrzeit, zu der man zu seinem Ausflug starten will, kann man selbst bestimmen. Z. Bsp. kostet ein Ausflug zum Taku-Mountain (riesiger liegender Buddha) mit Besuch des Marktes von Phan Thiet und Besichtigung der Cham-Türme 15 $ pro Person, man kann sich für die einzelnen Besichtigungen so viel Zeit lassen wie man will. Für einen zweiten Ausflug haben wir 11 $ pro Person gezahlt – hier wird man zu den weissen Sanddünen, zum Fischerhafen von Mui Ne, zu den roten Sanddünen, zum Red Canyon und zum Fairy Stream gebracht. Bei diesem Ausflug sollte man immer ein paar Bonbons dabei haben, man wird an den roten und weissen Sanddünen innerhalb von wenigen Sekunden von unzähligen Kindern umringt, die einem Gerätschaften anbieten, mit denen man die Dünen herabrutschen oder von ihnen hinuntergezogen werden kann. Wenn man seine Ruhe will, hilft nur ignorieren und auf keine der von ihnen gestellten Fragen antworten – so schwer wie einem das manchmal fällt. Wenn man das aber nicht macht, hat man bei jedem Schritt ein Dutzend Kinder an der Ferse. Genauso ist es auch am Fischerhafen von Mui Ne und am Fairy Stream – dort haben wir dann aber bis zum Schluss das hartnäckigste, aber unaufdringlichste der Kinder dabei gehabt – war aber auch gut so, denn allein hätten wir zum Schluss den Weg nicht gefunden, da man, um an die kleinen Wasserfälle zu kommen, den Bach nochmals verlassen muss. Essen kann man ausserhalb des Hotels in zahllosen kleinen Restaurants, gut und auch preisgüngstig sind unter anderem das Bamboo Bamboo und Phuc`s Hawaii Bar. Insgesamt gibt es zwischen den einzelnen Restaurants schon erhebliche Preisunterschiede. Unser Lieblingsrestaurant befindet sich am Strand neben dem „Coco Beach“ (ist auch von der Hauptstrasse aus erreichbar). Es heisst Trung Duong und wird von einer sehr netten Familie betrieben. Als „Special“ gibt es BBQ, man bekommt dann einen „Grillmeister“ an den Tisch, der auf einem kleinen Grill das Bestellte frisch zubereitet. Auch haben wir von den von uns aufgesuchten Restaurants hier am preisgünstigsten gegessen, ein 1,2 kg schwerer „Red Snapper“ hat z. Bsp. 120.000 VND gekostet, das sind ca. 6 EUR. Dieser wurde dann lecker zubereitet und mit Knoblauchreis serviert. Die meisten Restaurants haben abends Schalen mit Frischfisch und Garnelen aufgebaut, aus diesem Angebot kann man sich dann u.a. sein Abendessen aussuchen. Am Strand von Mui Ne kann man endlose Strandspaziergänge unternehmen, der Strand ist für Muschelsammler ein wahres Paradies. Interessant ist es, am frühen Morgen rechts neben dem „Blue Ocean“ die Fischer beim Einholen ihres Fanges zu beobachten. Täglich kommt am Strand eine Obsthändlerin vorbei – hier kann man zu geringen Preisen leckere Mangos, Wassermelonen und Ananans bekommen. Diese werden dann auch gleich mundgerecht vorbereitet ( z. Bsp. eine kleine Wassermelone oder 2 Mangos jeweils 10.000 VND (= 50 Cent), ½ geschälte Ananas 5.000 VND (= 25 Cent). Auch an der Hauptstrasse kann man sich bei den Obstständen eine Ananas aussuchen und schälen lassen – kostet zwischen 7.000 – 10.000 VND. Direkt gegenüber dem „Blue Ocean“ gibt es Body- und Footmassage, diese kosten für 1 Stunde jeweils 5 $. Viele Vietnamesen freuen sich auch darüber, wenn man versucht, ein paar Worte der Sprache zu lernen – auch wenn das nicht so einfach ist, aber Guten Tag und Danke kann man hinbekommen. Wir haben uns weiterhin die meisten der in den Reisekatalogen genannten Hotelanlagen in Mui Ne angesehen und können sagen, dass alle einen guten Eindruck machen, lediglich die Breite/Qualität des Strandes ist je nach Lage mehr oder weniger gut. Im Hotel haben wir in der der Mappe des Reiseveranstalters einen schönen Satz gefunden, mit dem wir unsere Bewertung abschliessen wollen: „Wenn Sie es auf Reisen wie zu Hause haben wollen, dann verschwenden Sie nicht Ihr Geld fürs Reisen, sondern bleiben Sie zu Hause“.
Die Größe der Bungalows ist ausreichend. Es gibt Bungalows, die mit einem Doppelbett ausgestattet sind, ein Teil ist aber auch mit zwei einzelstehenden Betten eingerichtet. Jeder Bungalow hat eine Klimaanlage, eine Minibar, einen Fernseher (u. a. Deutsche Welle), einen Schreibtisch sowie einen Korbsessel und einen kleinen Tisch. Insgesamt sind die Bungalows einfach, aber unserer Meinung nach ausreichend eingerichtet. Es gibt einen grossen Schrank – einziger Nachteil hier, dass es nicht sehr viele Ablagemöglichkeiten gibt. Jede Bungalowhälfte hat eine überdachte Terrasse, auf der ein kleiner Tisch und zwei Liegen mit Auflagen stehen. Das Bad ist ebenfalls einfach, aber zweckmäßig eingerichtet mit Waschbecken und abgesenktem Duschbereich. Ein Adapter für die elektrischen Geräte ist nicht notwendig. Die besten Bungalows sind Nr. 1, 3, 5, 7, 9, 11 und 15. Diese Bungalows sind nur 10 Meter vom Strand entfernt und haben alle Meerblick. Alle anderen Bungalows liegen zum Garten- oder Poolbereich. Aufgrund einer Empfehlung bei Holiday Check haben wir bereits bei der Buchung in Deutschland um Unterbringung in Nr. 11 oder 15 gebeten – das hat hervorragend geklappt. Wir haben Nr. 15 bekommen und waren damit sehr zufrieden, es ist auch unserer Meinung nach der am günstigsten gelegene Bungalow. Unseren Aufenthalt im „Blue Ocean“ haben wir aufgrund einer 1-wöchigen Südvietnam-Rundreise unterbrochen, unser auf der Rundreise nicht benötigtes Gepäck konnten wir in der Rezeption unterstellen – dieses war dann bereits bei unserer Rückkehr wieder in unserem Bungalow. Einen Safe bekommt man kostenlos an der Rezeption, zum öffnen des Safes benötigt man zwei Schlüssel, wobei man einen erhält, der zweite verbleibt an der Rezeption. Wenn man in seinen Safe will, muss man sich an der Rezeption den zweiten Schlüssel aushändigen lassen und dies mit einer Unterschrift bestätigen.
Das Hotel hat ein Restaurant, in dem es morgens auch das Frühstück gibt. Das Restaurant befindet sich direkt am Strand und ist nach allen Seiten offen. Weiterhin gibt es eine direkt in den Pool integrierte Poolbar. Für das Frühstück bekommt man bei der Anreise für jeden Tag einen Frühstücksgutschein. Zum Frühstück wird ein Büffett aufgebaut. Dieses war ausreichend und gut, es gab verschiedene Säfte, Milch, Tee, Kaffee, aufgeschnittenes Obst sowie Obstsalat, Müsli, Cornflakes, Joghurt, Baguette und Toast, Kuchen, Marmelade, Schinken und Käse, die vietnamesische Morgensuppe, das typisch englische Frühstücksangebot sowie einen Koch, der nach Wunsch Rühr- und Spiegeleier oder Omelett zubereitete. Zum Abendessen waren wir nur zum Einlösen unseres Gutscheines im Hotel, ansonsten haben wir in den kleinen Restaurants ausserhalb gegessen. Das Abendessen im Hotel war aber auch sehr schmackhaft zubereitet.
Das gesamte Hotelpersonal ist freundlich, die meisten sprechen ein ausreichendes und relativ gut verständliches Englisch. An der Zimmerreinigung gibt es nichts auszusetzen, täglich werden sämtliche Tücher im Bad und die gesamte Bettwäsche gewechselt. Ebenso die kostenlos zur Vergfügung gestellten Strandtücher. Als Extraservice gingen gegen Abend ein(e) Angestellte(r) täglich von Tür zu Tür und fragten an, ob im Bungalow ein Insekten-/Moskitospray gesprüht werden soll. Den Check in hat für uns ein Mitarbeiter des Reiseveranstalters übernommen – eine Besonderheit gibt es in Vietnam: die Reisepässe verbleiben bis zur Abreise an der Rezeption. Mängel – in unserem Fall der im Bad fehlende Duschvorhang – wurden umgehend beseitigt. Als wir nach 15 Minuten wieder in unser Zimmer kamen, war der Duschvorhang schon angebracht. Weiterhin bekommt man täglich kostenlos 2 kleine Flaschen mit Trinkwasser zur Vergfügung gestellt. Das Hotel bietet einen besonderen Service: wenn man länger als 7 Tage am Stück im „Blue Ocean“ ist, bekommt man seitens der Hotelleitung einen Gutschein für ein kostenloses Abendessen im „Moonlight Restaurant“ (= Hotelrestaurant). Man kann hier zwischen 5 verschiedenen Menüs auswählen, die jeweils ein Getränk, eine Suppe und ein Hauptgericht umfassen.
Das „Blue Ocean“ befindet sich im Zentrum der auf ca. 1 km Länge verteilten Hotels. Ausserhalb dieses touristischen Zentrums liegen entlang der Hauptstrasse verstreut noch einige weitere Hotelanlagen. Das „Blue Ocean“ hat unserer Meinung nach mit die beste Lage, denn wenn man das Hotel in Richtung Hauptstrasse verlässt, ist man direkt im Zentrum der Restaurants und Bars, hat eine relativ grosse Anzahl von Einkaufsmöglichkeiten, es gibt viele Anbieter von Ausflügen und man ist nur ca. 400 Meter von der Bank (welche von Montag bis Freitag geöffnet ist und wirklich zu einem sehr guten Kurs tauscht) und der Post entfernt. Die touristische Zone von Mui Ne ist zum Glück noch ohne viel Trubel – wer in seinem Urlaub unbedingt eine Disco braucht, sollte sich ein anderes Reiseziel suchen. Hier verläuft noch alles ruhig und beschaulich. Das Einzige, was wir als anstrengend empfunden haben, ist die lange Transferzeit vom Flughafen in HCMC nach Mui Ne. Für die rund 200 km waren wir ca. 4,5 Stunden unterwegs. Das liegt unter anderem daran, dass der Verkehr streckenweise der absolute Wahnsinn ist. So viele Mopeds und Fahrräder wie hier haben wir noch nirgendwo auf den Strassen gesehen - und jeder fährt wie er will, Ampeln und Verkehrszeichen werden meistens „übersehen“. Weiterhin dürfen Busse in Vietnam innerhalb der Ortschaften nicht schneller als 30 km/h und ausserhalb der Ortschaften nicht schneller als 60 km/h fahren. Das „Blue Ocean“ und die beiden Nachbarhotels, das „Saigon Mui Ne Resort“ und das „Coco Beach“ haben den breitesten Strand (ca. 50 Meter breit) - hier muss man nicht wie beim „Seahorse“ oder „The Beach“ auf einem hochgeschaufelten und mit Plastiksäcken befestigten Sandwall liegen und einen Hang herabrutschen, wenn man ans Meer will. Vor dem Hotel wird man von Taxi- und Mopedfahrern angesprochen, die hoffen, dass man mit ihnen eine Fahrt nach Phan Thiet oder zu den Ausflugszielen der Umgebung unternimmt.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gibt zum Glück keinerlei Animationsprogramm. Das Hotel hat einen relativ grossen Pool, an der tiefsten Stelle ist dieser 1,50 Meter tief. Eine Erfrischung bot der Pool aber auch nur am Morgen, da sich dieser im Laufe des Tages auf Badewannentemperatur aufgeheizt hat. Liegen mit Auflagen sind am Pool ausreichend vorhanden. Weiterhin gibt es einen Kinderspielplatz, am Strand kann Beachvolleyball gespielt werden. Man kann in einem überdachten Bereich neben der Rezeption Tischtennis, Billiard oder Tischfußball spielen. Weiterhin gibt es einen Wellnessbereich, der z. Bsp. Thai-Massagen anbietet. An der Rezeption gibt es einen offenen Schrank mit einem ziemlich grossen und umfassenden Angebot an Büchern und Zeitschriften (alles Sachen, die Urlauber zurückgelassen oder dem Hotel zur Verfügung gestellt haben). Am Strand stehen ebenfalls Liegen mit Auflagen und Sonnenschirme in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Den oftmals praktizierten Handtuchkrieg gab es nur zweimal. Einmal, als ein russischer Reisebus für 2 Tage im „Blue Ocean“ Station machte. Die russische Reisegruppe reservierte bereits morgens 6.00 Uhr alle Strandliegen und nahm diese dann über den Tag hinweg für maximal 3 Stunden in Anspruch. Das zweite Mal war es die Mayers-Weltreisen-Gruppe, die nach typisch deutscher Manier am frühen Morgen eine einzelne Dame zum Belegen sämlicher Strandliegen vorschickte. Die vietnamesischen Strände sind öffentlich, das hat zur Folge, dass sich am Stand täglich auch eine Menge Unrat ansammelt. Weiterhin spült es – abhängig von Ebbe und Flut – kleine Teerkugeln an den Strand. Die Angestellten des Hotels reinigen aber täglich den Bereich direkt am Meer, so dass man weitestgehend von schwarzen Füßen verschont bleibt. Wenn man einen Strandspazierung unternimmt, muss man schon ein wenig aufpassen, wo man hintritt. Leider hat es die Hotelleitung aber noch nicht geschafft, täglich auch den Bereich um die Strandliegen zu reinigen. Der hier von einigen Urlaubern zurückgelassene Unrat, wie Zigarettenschachteln etc., wurde während unseres gesamten Aufenthaltes nicht entfernt. Die Wasserqualität im Meer ist ebenfalls von Ebbe und Flut abhängig. Je nach Auftreffen dieser Gezeiten kann es zur Verschmutzung des Wassers kommen. Am Strandabschnitt des Nachbarhotels gibt es ein Kite-Surf-Center. Es waren aber täglich nur eine geringe Anzahl an Kitesurfern unterwegs.Wirklich unangenehm sind die zahlreich auftretenden Sandfliegen. Obwohl wir uns das vielgepriesene SOFFEL gekauft haben, können wir nicht sagen, dass dieses Mittel gut geholfen hat. Man müsste in dem Zeug wahrscheinlich baden, um die Tierchen abschrecken zu können. Zum Strand und Pool kann noch gesagt werden, dass hier überall Duschen zur Verfügung stehen, weiterhin sind in der gesamten Anlage mehrere Wasserkübel mit Schöpfkellen aufgestellt, damit man sich den Sand von den Füßen spülen kann.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3 Wochen im Mai 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Andreas |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 16 |


