Zum Hotel ist bereits alles gesagt worden, das soll an dieser Stelle nicht noch einmal wiederholt werden. Es ist klein, überschaubar und familiär geführt- Rezeption, Restaurant, Mini- Shop und Spielplatz sind in wenigen Schritten zu erreichen. Geld: Kleine Beträge an der Rezeption tauschen; aktueller Kurs 2400 VEB für 1€. Finger weg von Straßenhändlern, die auf Margarita auf ahnungslose Touristen warten. Auch wenn deren Kurs noch so verlockend scheint, sie haben Euch schneller um Euer Geld betrogen als Euch lieb ist. Bester Kurs in einem Souvenir- Shop im Nationalpark Canaima (3000 VEB für 1 €). In Venezuela werden meist Dollar akzeptiert, der Euro ist wenig bekannt. Wetter: Regenzeit von Nov.-Jan. Wir mussten aber fast jeden Tag mit einem kurzen Schauer rechnen. Ganz fies ist bewölkter Himmel, wenn man meint, man könnte mit dem Eincremen etwas nachsichtiger sein. Cubagua: Netter Ausflug zur Nachbarinsel mit Gelegenheit zum Schnorcheln. Aber: Die Riffe längst nicht so bunt, die Fische nicht sehr vielfältig. Witzig war das Schlammbad im Schlick. Organisierte Ausflüge starten immer von Margarita aus. Das heißt, man muss erst mit dem Boot nach Margarita, von dort aus geht's nach Cubagua. Zurück ebenso umständlich. Schön, wenn sich einige Anbieter auf Coche niederlassen würden, damit man die Ausflüge direkt von dort aus starten kann. Spart Nerven und wertvolle Urlaubszeit. Jeepsafari Margarita: Zunächst trifft man sich in einem botanischen Garten, in der alle Teilnehmer "gesammelt" werden. Dann geht's rein in den Jeep, ab und zu hat man die Gelegenheit, ein paar Fotos zu machen. Nettes Highlight ist die Bootstour durch den Mangrovenwald, eine halbe Stunde empfanden wir jedoch als zu kurz. Taxifahrt mit Rolf: Rolf ist ehemaliger Reiseleiter und lebt seit 13 Jahren auf Margarita. Seriöser, zuverlässiger Mann mit blitzsauberem weißem Hemd, gepflegtem Auto und einer Menge Wissen. Einfach an der Rezeption nach seiner Nummer fragen. Treffpunkt mit ihm ist La Isleta- dort stellt er Euer individuelles Ausflugsprogramm zusammen. Sehr interessant war die Plantage, in der alle in der Gegend vorkommenden Tiere und Pflanzen gezeigt werden. Man erfährt, wie man Zuckerrohr presst und Kokosnüsse ohne Bohrmaschine geöffnet werden. Plant den ganzen Tag ein, es lohnt sich auf jeden Fall, da man sich nicht so "abgefertigt" fühlt wie bei den organisierten Ausflügen mit 30 Touris und mehr. So kann man auch mal Fragen stellen, für die sonst weniger Zeit bleibt. Rolf nimmt 10$ die Stunde, ihn also am besten zu viert mieten und Spaß haben. Hier an dieser Stelle liebe Grüße an Dich! Orinico- Delta und Canaima: DAS Highlight unseres Urlaubs. Der 2- Tages- Ausflug startet mit der Cessna in Herrgottsfrühe. Nach einer Stunde Flug landet man im Delta, nach weiteren 1, 5 Stunden Fahrt mit dem Speed- Boot (etwas Langes überziehen- es wird kalt!) ist man endlich im Dschungelcamp. Dort begrüßten uns schon unzählige Tiere: Aras, Papageien, Tukane, Affen uvm. Tipp: Niemals seinen Cubalibre unbeaufsichtigt stehen lassen, die Tukane und Affen sind alle Alkoholiker ;-) Zu Fuß erkundet man dann den Dschungel- lange Kleidung und viel Mückenspray bieten sich hier an. Beeindruckend auch die Fahrt über den Orinoco: Man besucht die Warao- Indianer, angelt Piranhas und beobachtet bei Sonnenuntergang die Tier- und Pflanzenwelt. Einfach phantastisch, wenn die Tukane durch die Wälder kreischen oder die Brüllaffen ihr Geheule starten. Ein Schmankerl war die Bootstour bei Dunkelheit (muss extra bezahlt werden). Mit Taschenlampen bewaffnet, spürten wir drei Kaimane auf. Unvergessliches Erlebnis. Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Flieger zum Nationalpark Canaima. Schon der Flug über den größten Wasserfall der Welt, dem Salto Angel, ist beeindruckend, und weiter ging es so dicht durch den Canyon, dass man fast die Tafelberge links und rechts berühren konnte. Hier auch ein dickes Kompliment an Peter, unseren Reiseleiter, es war super! Los Roques, die „kleinen Malediven von Venezuela“: Erwiesen sich für uns leider schnell als Reinfall. Die venezolanischen 10 Minuten, auf die man uns auf dem kalten klimatisierten Flughafen vertröstete, entpuppten sich bald zu drei Stunden. Von kompetenter Reiseleitung konnte keine Rede sein. Unser Reiseleiter fühlte sich mit seinen zwei Gruppen hoffnungslos überfordert. Der Schnorchelausflug war eine einzige Katastrophe. Unser Reiseleiter führte uns zu einem Strandabschnitt, der von abgestorbenen Korallen nur so übersät war. Die Unterwasserströmung war zeitweise stark, dass es drei Leute unserer Gruppe regelrecht an die Riffe geschleudert hat. Endlose Wartezeiten, eine miserable Organisation und schlechtes Wetter trugen nicht gerade für eine tolle Stimmung bei. Dennoch: Das Wasser herrlich blau und klar, der Strand, wie man sich ihn aus dem Barcardi- Spot vorstellt. Das entschädigte wenigstens zum Teil. Fazit: Offensichtlich hat der Tsunami seine Wellen im bildlichen Sinne auch nach Venezuela geschlagen. Ausflüge, die man anfliegen muss, sind schnell ausgebucht: Deswegen gleich am Urlaubsbeginn buchen. Bleibt nur zu hoffen, dass, wenn schon die Preise extrem angezogen wurden, nicht auch die Qualität darunter leidet, wie wir es auf den Los Roques erleben mussten.
Geräumig und eher spartanisch eingerichtete Bungalows. Vielen Gästen stand nur ein schmaler Schrank zur Verfügung, wir hatten wohl das große Glück, einen breiteren zu erwischen (Zimmer 13- direkt hinter der Poolbar). Dafür gab's in unserem Zimmer keinen Fernseher. Auf Anfrage brachte man uns zwar einen Mini- TV, aber wir hatten nur einen spanischen Sender. So blieb er die gesamten 2 Wochen ausgesschaltet. Über übermäßigen Lärm seitens der Poolbar konnten wir uns nie beschweren- wir haben jede Nacht geschlafen wie ein Stein ;-) Das Bad war ebenfalls recht groß, und wenn alles mit der Stromversorgung klappte, hatten wir sogar warmes Wasser. In der ersten Woche hatten wir fast jeden Abend mit Stromausfall zu rechnen, aber das erledigte sich meist innerhalb weniger Minuten dank des Notstrom- Aggregats. Sonnenabzug gibt es von uns vor allem wegen der mangelnden Sauberkeit (siehe Service).
Das Angebot war ausreichend, leider aber wenig abwechslungsreich. Geschmeckt hat es trotzdem, und wer meint, nicht satt geworden zu sein, der lügt ;-) Zum Frühstück gab es jeden Morgen gefüllte Maistaschen, Eier, eine Sorte Schinken, eine Sorte Käse, Marmelade und anderes. Hervorzuheben war der Kaffee, wirklich hervorragend. Mittags gab es zumeist Fisch, an den ich mich aufgrund der Tatsache, dass er mit Kopf und Schwanz auf den Tellern lag, nicht herantraute. Abends gab es meist Rindfleisch, verschiedene Gemüsesorten, Reis oder Nudeln. An Obst wurden meist Melonen. Orangen und Ananas angeboten. Das Restaurant war nie überfüllt, obwohl es nur eine Stunde (mittags und abends, zum Frühstück sind es zwei Stunden) geöffnet hat. Für eine Familie mit Kleinkindern öffnet das Restaurant auch schon mal eine Stunde eher. Auch war es kein Problem, uns Kaffee zu servieren, wenn wir einen zeitigen Ausflug gebucht hatten und das Restaurant nicht offiziell geöffnet hatte. Sauberkeit war in Ordnung, ein Kellner räumte zügig die Teller nach dem Essen ab. Dass es ab und an Fliegen gab, lässt sich in einem halboffenen Restaurant wohl nicht vermeiden, aber es war auch nicht so, dass uns Fliegenschwärme um die Ohren flogen.
Der Service war ok. Nicht mehr und nicht weniger. Die 5 Sonnen, die von unseren Vorgängern vergeben wurden, konnten wir beim besten Willen nicht nachvollziehen. Aber wenn man ein Problem hatte, wurde bemüht, uns zu helfen. Claudio, der Hotelchef, konnte neben Freddy englisch, ansonsten verstand niemand der Angestellten englisch oder gar deutsch. Dass die Bar zeitweise nicht besetzt war, lag wohl eher daran, dass sich eben gerade keine Gäste aufhielten oder Alex eine Kiste Eiswürfel anschleppte. Abends war jedoch immer jemand da, meist Alex. Großes Kompliment an ihn, er war sehr freundlich und hilfsbereit, die Cocktails köstlich. Während man in Deutschland oftmals den Alkohol im Glas suchen muss, reichte meist ein Cocktail von Alex, um anschließend russische Lieder zu singen ;-) Bei Sonnenbrand zückte er sofort das Messer und schälte eine Aloe Vera, die man auf die betroffenen Hautpartien reiben konnte. Besser als jeder After- Sun- Lotion *g* Sonnen- Abzug gibt es von mir für die Sauberkeit der Zimmer, mit der es die venezolanische Reinigungskraft wohl nicht so genau nahm. Manchmal wurden die Zimmer erst gegen Abend saubergemacht, und das dann auch recht zügig und wenig gründlich. In die Ecken durfte man nicht schauen. Als wir von unserem 2- Tages- Ausflug wiederkamen und einen immer noch vollen Mülleimer im Bad vorfanden, waren wir wenig begeistert. Ein bisschen mehr Elan und Sauberkeit hätten wir aufgrund der Tatsache, dass man in Venezuela das Toilettenpapier in den Mülleimer werfen muss, dann doch erwartet.
In wenigen Gehminuten erreicht man den feinen Sand- Strand. Nur das Nachbarhotel befindet sich in unmittelbarer Umgebung. Sonst ist auf Coche wohl eher der Hund begraben. Aber, wer Spaß und Aktion möchte, nehme sich das erste Speedboot am frühen Morgen und erkunde die Isla Margarita. Wir haben unseren Kapitän, ganz im Gegensatz zu unserer Vorrednerin, kein einziges Mal "besoffen" erlebt. Und die "recht eigentümliche Fahrweise" lässt sich auch recht einfach mit dem Wellengang, der mal mehr und mal weniger ist, erklären. Man muss sich eben bewusst sein, dass man im Urlaub ist und die Mentalität der Venezolaner eine andere als der der Deutschen ist. Wir jedenfalls brauchten nie länger als eine halbe Stunde auf unser Boot zu warten. Und es gibt nun mal nur ein hoteleigenes Boot, was ein wenig die Flexibilität und Geduld der Gäste voraussetzt. Ein Strandspaziergang in Richtung San Pedro lohnt sich. Es gibt unzählige wunderschöne Muscheln, die bedenkenlos nach Deutschland eingeführt werden dürfen. Die Isla Coche war für uns Liebe auf den 2. Blick. Karg und trocken- aber dennoch mit sprödem Charme. Hat uns gefallen. Aber: Wer so weit reist, ohne diese Insel zu verlassen, der hat Venezuela nicht gesehen (siehe Tipps).
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die einzige sportliche Aktivität bestand darin, uns nach dem Abendessen zur Bar zu trollen und einen oder zwei der wirklich leckeren Cocktails zu bestellen. Abends fanden sich dann auch ein paar Hotelgäste an der Bar ein, einmal in der Woche wurde eine "Disco- Kugel" aufgebaut- ansonsten war es das mit Abend- Unterhaltung. Der Pool war für unseren Geschmack etwas zu klein, zu flach und zu warm, aber schön ruhig. Liegestühle waren immer ausreichend vorhanden. In den ersten Tagen hatten wir recht viele Algen am Strand und im Wasser. Aber die Beach-Boys geben sich viel Mühe und säubern in aller Hergottsfrühe den Strand, so gut es geht. Probleme mit Quallen hatten wir nicht. Liegestühle auch hier mehr vorhanden als Urlaubsgäste. Schöner ruhiger Strand; ideal zum Relaxen. Nur am Wochenende kommen ein paar Boote mit Einheimischen oder Urlaubsgästen von Margarita. Kite- Surfer finden hier ideale Bedingungen, denn es weht zumeist eine recht starke Brise. Mehrere Sportangebote finden sich ganz in der Nähe, wie Jetski, Bananabot und Volleyball. Wir legten wenig Wert auf Animation und Aktion an Strand und Pool, da wir recht häufig auf Achse waren. Deshalb gibt es für uns hier 4 Sonnen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Februar 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Peggy |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 9 |

