Die Anlage selbst liegt wirklich schön zwischen dem Bentota-Fluss und dem Meer. Neben zahlreichen Zimmern gibt es Bungalows, die jedoch wie es den Anschein hatte, zur Zeit gar nicht belegt waren, weil gebaut wurde. War etwas störend morgens von der Flex geweckt zu werden.. Die Zimmer wurden scheinbar vor nicht allzulanger Zeit renoviert, Schimmel oder Stockflecken konnten wir jedenfalls keine entdecken, und dass es immer etwas klamm war liegt einfach an der hohen Luftfeuchtigkeit in dem Land. Verpflegungsart All inklusive ist genau das richtige, allein schond deshalb, weil man nicht eben mal schnell in irgendein anderes Restaurant zum Essen gehen kann (siehe unten). Leider fanden wir im Gegensatz zu vielen anderen Eintragenden das Buffet nicht mal ansatzweise landestypisch! Es gab zwar eine Ayurveda Food Corner, aber außer Curry hat die singhalesische Küche ja noch mehr zu bieten. Dazu auch später mehr. Vorwiegend waren deutsche Urlauber in der Anlage, und eine unüberseh- und - hörbare kleinere Anzahl Russen. Ich würde schätzen, der Altersdurchschnitt lag so um die 40. Die Anlage war bei weitem nicht ausgelastet. Familiengerecht? Nein. Ich hätte jedenfalls nicht gewusst, wie ich meine Kinder unterhalten hätte sollen. Von den Animateuren war nicht gerade viel zu sehen. Die haben sich vorwiegend mit sich selbst beschäftigt.. War uns jetzt nicht unrecht.. Vor allem, weil nicht nur die sehr schlecht Englisch und Deutsch (was man ja nicht erwartet hätte) gesprochen haben. Wie übrigens in der Anlage fast alle Angestellten- die an der Bar waren da sehr viel fitter! Vor allem, dass die Leute an der Rezeption so schlecht englisch sprechen und gar kein deutsch war ärgerlich. Ein Erlebnis: beim Duschen ist das Wasser weggeblieben, klassischerweise in dem Moment, in dem ich komplett eingeschäumt war. Als mein Mann versuchte, die Rezeption darüber zu informieren, wurde einfach aufgelegt, weil die Dame am anderen Ende ihn nicht verstehen konnte. Und wir sprechen mit Sicherheit nicht schlecht englisch. Aber an unserem singhalesisch müssen wir noch arbeiten.. die deutsche Mentalität ablegen bei Ankunft im Flughafen. Trinkgeld mit in die Reisekasse einrechnen, genügend Lesestoff mitnehmen. Eher 4 und 5 Sterne Hotels buchen! Der Service ist markant unterschiedlich! Wer es nicht haben kann, lange strecken in engen bussen zu fahren, um etwas von dem land zu sehen ist fehl am platz. genauso derjenige, der außer am Strand zu liegen auch mal radeln oder wandern möchte. Wir hatten ab 14 Uhr täglich heftige Regenfälle, oft die ganze Nacht durch, daher eher November bis Januar empfehlenswert als Reisezeit.
Größe ausreichend. Sauber auch, Zustand angesichts der hohen Luftfeuchtigkeit erstaunlich gut- wir hatten keinen Schimmel, kein Ungeziefer, keine Probleme! Klimaanlage ist zum glück funktionsfähig und vorhanden, TV kann man sich abschminken, es sei denn, man steht auf spielfilme im O-ton (amerikanisch); Die Zimmer sind mäßig hellhörig, die Streifenhörnchen wecken einen trotzdem mit ihrem Geschrei- es sei denn, man wurde von Baustellengeräuschen schon vorher wach. Wir waren in einem Superior Zimmer untergebracht auf der Gartenseite und hatten jede Nacht das Vergnügen, die lauten Bässe der Disko am anderen Flussufer zu hören. Oft bis wirklich spät in die nacht (in den Morgen). Oropax mitnehmen.
Im einzigen Restaurant haben wir nicht viel gemerkt von landestypischer Küche, ich frage mich, wo genau der eine oder andere Hotelbewerter da gegessen hat?! Eine Ayurveda Corner ist ja noch nicht unbedingt landestypisch. Es gab erstaunlich wenig Fischgerichte, wenn dann halt frittiert oder gegrillt, nicht anders als wir es auch "von daheim" kennen! Klar- viel Reis, aber das macht es auch nicht landestypischer! Wir fanden eher, dass die Küche mit aller Gewalt versucht hat, europäisch zu sein! Es gab sogar Kässpatzen! Schade, dass das Fleisch meistens viel zu stark durchgebraten war.. Toll war, dass es immer reichlich Gemüse dazu gab! Das Nachtischbuffet war eher wenig abwechslungsreich, aber mir würde auch nicht einfallen, was man außer Kuchen, verscheidenen Mousses, Früchten und Pudding sonst machen könnte.. Es stand halt jeden Abend alles da, wahrscheinlich kam es - mir persönlich - deshalb so "langweilig" vor. Mit der Ruhe, die die Leute hinter der Bar weg haben, muss man sich erstmal anfreunden. Dass man erstmal 10 Minuten warten muss, bis sich überhaupt jemand um einen kümmert (obwohl nichts los ist und die Herrschaften zu 5 da stehen und wichtige Dinge ausdiskutieren müssen) oder man 15 Minuten auf seine Cola warten muss, damit musste ich erst zurecht kommen. Ist möglicherweise eine persönliche Schwäche von mir. Die Mentalitätsunterschiede sind auch hier mehr als spürbar! Aber sie sind nett, kennen einen schon am zweiten abend beim Namen und soweit es die Fremdsprachenkenntnisse zulassen unterhalten sie sich auch mit ihren Gästen. Können einen aber auch einfach mitten im Satz stehen lassen, wenn sie eh nicht mehr folgen können. Auch hier hatten wir wieder das deutliche Gefühl, dass sie solange nett sind, solange das Trinkgeld stimmt...
Nur einer hat definitiv die Höchstzahl Sonnen verdient: Chandra, der Beach attendant. So nett und flink und einfach nur süß war er eine echte Ausnahmeerscheinung. Ansonsten sind alle sehr freundlich und hilfsbereit solange das Trinkgeld stimmt. Man bekommt es aber schon auch zu spüren, wenn man in deren Augen zu wenig gab! Das war ohnehin so eine Sache für sich- für jeden noch so kleinen Handgriff erwarten die Leute ein Trinkgeld- und beschweren sich wenns sein muss auch beim Reiseleiter darüber, wenns mal zu wenig war (ok, das machen die Hotelangestellten natürlich nicht, das geschah bei einem über den Reiseveranstalter gebuchten Ausflug. Da hat sich der Beifahrer dann beklagt...). Fremdsprachenkenntnisse erschreckend gering! Aber Zimmerreinigung, Bootshuttle hat alles reibungslos funktioniert! Auch wurden Reparaturen umgehend durchgeführt, wenn denn mal einer verstanden hatte, was man möchte.
Super Lage! kilometerlanger Sandstrand (die Sandfliegen haben uns gar nicht mal so sehr gepiesackt), richtig schön anzuschauen zwischen Fluss und Meer. Ausflüge in die direkte Umgebung kann man sich schenken. Obwohl. Sowas muss man schon auch mal gesehen haben. Aber es gibt nicht die klassischen Ortschaften. Man kann nicht mal schnell irgendwo essen gehen oder einfach einen "Stadtbummel" machen! Verkehrsregeln scheint das Land nicht zu kennen, ebensowenig wie Müllentsorgung mit System! Macht man sich allein auf den Weg hängt sich in Nanosekunden ein Einheimischer an die Fersen und zeigt einem "alles". Lotst dieser einen in ein Geschäft und kauft man dann da tatsächlich etwas, ist es aus mit Verhandlungsmöglichkeiten! Man bezahlt einen Zuschlag auf den ausgewiesenen Preis- das ist die Provision für denjenigen, der einen in das Geschäft gebracht hat! Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten direkt in der Nähe eher Fehlanzeige.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Wasserball, Beach Volleyball, Tennis - Hartplatz, Billiard, Dart vorhanden. Die Animatuere, sofern sie sich nicht mit sich selbst beschäftigen, versuchen eher halbherzig die Leute zum mitspielen zu animieren, spielen aber die meiste Zeit selbst miteinander. Ist auch besser so. Die jungen Männer haben schon ein extremes Geltungsbedürfnis :-) Die Shows, die sie hin und wieder dargeboten haben abends waren eher auch nicht sehr ambitioniert. Der Strand, die Liegen - alles super dank Chandra. Und Assa (hieß er Assa, der Pool attendant?!). Die zwei sind echte Goldstücke! Einen Kiosk bietet die Anlage leider nicht, was schade ist, das eine oder andere Mal hätten wir richtig Lust auf was zum Knabbern oder mal ein Eis gehabt. Dafür ist ein Schmuckgeschäft da. Wo nie jemand drin war und auch keiner die Auslagen eines Blickes gewürdigt hat...
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Oktober 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Sandra |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |


