Bei Buchung wurde mir im Reisebüro gesagt, dass der Club Bentota vor seiner Zeit als Robinson-Club als Gästehaus der Regierung diente. Ich weiss nicht, ob das stimmt, denn ich habe hierüber nichts weiter gehört. Verwunderlich wäre es allerdings nicht: Das Hotel liegt wunderschön und weit ab von jeglichem Verkehrslärm. Der feinsandige, kilometerlange Strand ist sehr gepflegt, ebenso die Poollandschaft. Überall findet man Schatten unter Palmen und Bäumen, so dass keine Sonnenschirme vonnöten sind, die diese Idylle verschandeln. Dieser Club hätte in unseren Augen mehr als 3 bzw. 3 1/2 Sterne verdient. Die Anlage ist im landestypischen Stil erbaut, das höchste Gebäude ist zweistöckig. Alle Zimmer bzw. Bungalows sind über in rotem Backstein gepflasterte und überdachte Gänge zu erreichen, was einerseits eine sehr gemütliche Atmosphäre schafft und andererseits sehr zweckmässig ist, wenn man an die teils sehr plötzlich einsetzenden Regenfälle denkt. Trotz Regenzeit hatten wir in 2 Wochen Aufenthalt vielleicht fünf Schauer, die jeweils 10 Minuten gedauert haben. Also weder von der Regenzeit noch von der Luftfeuchtigkeit (haben wir nicht als unangenehm empfunden) noch den vier Stunden Transfer abschrecken lassen! Die Beachboys waren überhaupt nicht aufdringlich, in keinster Weise zu vergleichen mit irgendwelchen dubiosen Schmuckverkäufern , die Spaniens Strände unsicher machen! Das Hotel hat einen eingezäunten Strandabschnitt, an diesem kann man völlig ungestört liegen. Wenn man eine so weite Reise macht, muss man dort vor Ort Ausflüge machen. Das Land hat so viel mehr zu bieten als einen schönen Strand! Wir haben eine Bootsfahrt und einen 2-Tages Ausflug nach Kandy mit RANI (sehr netter Kerl!) vom Strand gemacht. Für die Bootsfahrt haben wir 30 Euro für das ganze Boot, für die Kandy-Tour 80 Euro pro Person im klimatisierten Minibus mit Übernachtung im Luxus-Hotel mit HP bezahlt. Da kann das Programm der Reiseveranstalter nicht mithalten! Wir haben Krokodile, Warane, Elefanten, Reisfelder mit Wasserbüffeln und weißen Reihern, Affen, Schlangen, Schildkröten, Skorpione, Fliegende Hunde, Chamäleons... gesehen! Wir haben eine Tanzvorführung besucht, den Zahntempel (überlaufen, laut, stickig und für uns alle echt enttäuschend) besichtigt, haben Früchte probiert, die man in Deutschland überhaupt nicht kennt, eine Teefabrik besichtigt, das wunderschöne Hochland angeschaut, frisch vom Feld geerntete Ananas gegessen, sind in einem Wasserfall schwimmen gewesen und über eine riesige Hängebrücke gelaufen und und und... Alle Früchte, Eintrittsgelder etc. waren mit in den 80 Euro enthalten. wir brauchten keinen Pfennig mehr zu bezahlen (abgesehen von Trinkgeldern - aber die gibt man ja freiwillig!). Einen kleinen Hinweis habe ich noch: Ein dreiminütiges Telefonat nach Deutschland vom Zimmer im Hotel aus kostet ca. 7 Euro. In irgendeiner Bewertung habe ich gelesen, dass eine Minute 60 ct. kostet... stimmt nicht! Zuletzt noch liebe Grüsse Richtung Osnabrück, Elke und Martin haben immer mit uns die Ausflüge gemacht!
Wir haben in einem Deluxe-Zimmer (3 ½ *) gewohnt, welches im hinteren Teil der Anlage in einem kleinen Bungalow lag. Es ist frisch renoviert, verfügt über eine Klimaanlage und einen Ventialtor, ist sehr sauber und mit eleganten dunklen Holzmöbeln eingerichtet. Klein aber oho! Sehr schön! Jeden Tag hatten wir frische Hibiscusblüten oder/und Tempelblumen auf dem Bett liegen und die Handtücher wurden täglich gewechselt. Das alles funktionierte die ersten Tage hervorragend ohne Trinkgeld, aber wenn man eine Kleinigkeit liegen lässt, freut sich das Personal sehr! Kleinigkeiten, die mir ausserdem besonders positiv aufgefallen sind, waren ausreichend Handtuchhalter und Kleiderbügel. Daran mangelt es in Hotelzimmern sonst immer! Jedes Zimmer bekommt einen kostenlosen Safe zur Verfügung gestellt (zum Vergleich: im letzten Urlaub in der Dominikanischen Republik haben wir für zwei Wochen 32 US$ bezahlt). Die Minibar ist ALL INCLUSIVE!
Das Essen war immer qualitativ sowie quantitativ (auch als das Hotel nicht voll war) sehr gut. Es gab ein mehr als ausreichendes Frühstück, sogar mit Salat-Buffet, warmen Speisen und jeder Menge frischer Früchte. Mittags und Abends wurde ein riesiges Buffet aufgetischt; es gab Salat, Brot, immer eine Pasta-Corner mit frisch zubereiteten Nudeln in schmackhafter Soße, ein Themen-Buffet (z.B. Italian Corner, Chinese Corner, German Corner, Asian Corner...), weitere warme Speisen und ein riesiges Nachtischbuffet. Dieses beinhaltete glücklicherweisee nicht die in Hotels üblichen Gelantinesahneklitschkuchen, sondern verschiedene Cremes, jede Menge frisches Obst, Kuchen......... (Tip: Papaya probieren!) Für die, die beim Mittagessen nicht satt geworden sind, gab es Nachmittags noch Kaffee und Kuchen. An der Bar, die für Pool und Strand zuständig ist, erhält man ausschliesslich Glas-Gläser. Keine Plastik-Becher! Alle Softdrinks werden mit einer frischen Limetten-Scheibe serviert. Man bekommt Cola, Mineralwasser, Fanta, Sprite und Stilles Wasser. Ausserdem wird jeder Cocktail nach Wunsch gemixt (falls man auf der Cocktailkarte mit ca. 8 leckeren Cocktails nicht fündig wird). Es gibt frisch Fruchtshakes, besonders gut sind die Banana-Shakes! An einigen Abenden wurden frische Pina Colada in ausgehölten Ananas verkauft. Traumhaft lecker und gegen einen Preis in Höhe von 250 Rupies, also ca. 2,5 US$ ist auch nichts einzuwenden.
Schade, dass keine sieben Sterne zu vergeben sind! Oder acht! Wir sind uns einig, dass wir noch nie einen so schnellen, freundlichen und zuvorkommenden Service hatten, wie in diesem Urlaub! Man bekommt mit Deutsch und Englisch alles, was man haben will und wenn man mal nicht weiter weiß: einfach lachen. Klappt schon! Besonders gegrüßt seien Jarrad, der uns schon am ersten Abend an der Bar mit Namen begrüßt hat, Maggi, die uns gegen die Mückenstiche von sich zu Hause spezielles Kokosöl mit Limone mitgebracht und geschenkt hat und Chandra, der Strand-Chef, der uns immer sofort die Auflagen für die Liegen gebracht und zwischendurch mal eiskalte Tücher oder Kekse verteilt hat (Handtücher und Liegen waren immer ohne lange Wartezeit zu bekommen)! Auch alle anderen Angestellten haben uns immer mit einem Lächeln begrüßt und waren super-freundlich. Sogar die Dachdecker haben uns auf unserem Weg zum Strand durch die wunderschöne Anlage vom Dach aus gewunken!
Das Hotel liegt auf einer Landzunge zwischen dem Bentota Fluss und der Küste des Indischen Ozeans. Die imposanten Luftaufnahmen aus den Reisekatalogen versprechen nicht zu viel; ganz im Gegenteil! Den Anblick beim ersten Übersetzen über den Fluss kann man nicht beschreiben, man muss es selbst erlebt haben. Das Örtchen Aluthgama liegt ganz in der Nähe (laut Reiseprospekt 1,5 km). Man kann mit dem kostenfreien und immer sofort zur Verfügung stehenden Boot übersetzen und entweder mit einem dort wartenden Tuk Tuk oder auch zu Fuss weiterfahren/-gehen. (Die Palette der erhältlichen Souveniers ist allerdings nicht besonders groß: Schmuck, Holzschnitzereien, Gewürze, typische Touristen T-Shirts und Strandtücher und natürlich Tee.)
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Hotel wird nicht, wie vielleicht früher als Robinson-Club, als Ganz-Tages-Animationsclub geführt. Es gibt durchaus die Möglichkeit, Sport zu treiben und sich zu beschäftigen, allerdings drängen die Animateure einen nur sehr sanft zum Mitmachen. Man muss sich schon selber aufraffen. Wir fanden das sehr positiv, wer einen Actionurlaub machen möchte, muss ganz einfach ein anderes Hotel buchen! Auch für Kinder ist das Hotel nicht optimal geeignet, es bietet nicht besonders viele Spielmöglichkeiten. Es stehen zwei Tennissplätze zur Verfügung, Tischtennisplatten, Darts, Billard gegen Gebühr, 2x die Woche bietet eine Tauchschule kostenloses Probetauchen im Pool an, es gibt Wassergymnastik, Wasserball, zwei Beachvolleyballplätze und am Fluss gegen Gebühr Surfen, Jet-Ski und Wasserski. Wer möchte kann natürlich auch einen schönen Strandspaziergang machen. Das Ayurveda-Zentrum bietet Massagen und klassische ayurvedische Anwendungen an, u.A. Akupunktur, Dampfbad etc. Eine halbstündige Massage incl. ca. 20 Minuten Dampfbad kostet 20 Euro. Will man eine 6-oder 12-Tageskur machen, sollte man von zu Hause aus buchen, bei Jahn Reisen wurde die günstigste Kur für 90 Euro, vor Ort für 119 Euro angeboten. Das Programm wechselt aber mit jeder Saison. Die Abendanimation war nicht so besonders... Die Shows der Animateure wirkten teils sehr amateurhaft, eingeladene Tanzgruppen und Live-Bands waren wiederum recht unterhaltsam. Seinen Urlaubtag kann man aber auch ganz einfach mit einem Drink von der Bar und einem Blick auf den angestrahlten Strand oder den sternenklaren Nachthimmel beenden.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2004 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Sascha & Michaela |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |


