Die Anlage ist weitläufig und ansprechend angelegt, leider aber wegen der vielen Treppen und stufen nur etwas für Menschen, die gut zu Fuß sind. Die Zimmer wirkten ungepflegt. Die Gebäude sind 2- und 3-stöckig. In den Erdgeschossen haben Kakerlaken und Ratten freien Zutritt. Die Terassen- bzw. Balkontüren sind sehr undicht. Man kann zwischen Mauer und Türrahmen hindurchsehen (vielleicht dient das ja der besseren Belüftung???). Eine Generalüberholung in allen Bereichen ist dringend erforderlich. Sonst bleibt nur, die Klassifizierung nach unten korrigieren. Mit der Vergabe von 4Sternen macht sich LTI selbst unglaubwürdig. Der Zusatz "landestypisch" ist von Deutschland aus nicht zu bewerten. Wir haben uns auf "LTI****" verlassen und waren dann auch verlassen. Das Essen sollte etwas abwechslungsreicher sein und, wie ich von vielen europäischen Gästen hörte, auch mal etwas dunkleres Brot im Angebot. Das Preis/Leistungsverhältnis war nicht in Ordnung. Wer im Dezember reist, muss mit Regen rechnen (steht auch in der ITS-Klimatabelle). Uns hat es gleich so erwischt, dass zwei Tage der Verkehr sehr stark behindert war, und dadurch auch Touren ausfielen oder verlegt wurden. Das ehemals gepriesene Preisparadies auf der Isla de Margaritha ist nicht mehr. Die für Touristen interessanten Artikel kosten soviel wie in Deutschland oder sogar mehr. Nur Zigaretten kann man günstig kaufen, aber man muss wissen WO!.Für Marlboro Light haben wir zwischen 85BsF und 170BsF bezahlt. Bei der Ausreise aus Venezuela muss man, wegen des florierenden Drogenschmuggels, mit langen Wartezeiten und intensiver Gepäckkontrolle rechnen. In unserem fall wurden mindestens 80% der Zurückreisenden Passagiere ausgiebig gefilzt. Bei Übergewicht des Reisegepäcks können hohe Gebühren anfallen, je nach Kontrolleur, und dann u. U. auch schwarz in die private Tasche ohne Quittung. Ein Lob muss ich unserer Reiseleiterin "Partricia" aussprechen, die uns in vielen Fragen und Belangen gut geholfen hat.
In unserem ca. 3, 5m x 4m grossen Zimmer standen 1 Doppelbett und ein Einzelbett, ein Schreibtischchen, ein Stuhl und ein Külschrank mit TV obenauf. Dadurch war natürlich die Bewegungsfreiheit mehr als eingeschränkt. Aircondition und Ventilator liefen einwandfrei. Bettdecken waren alt, zerlumpt und dreckig. Die Bettlaken wurden dagegen alle 2-3 Tage gewechselt. Der Föhn im Bad war während der ganzen Zeit nicht zu gebrauchen, trotz Fehlermeldung an der Rezeption. Wollte man duschen so musste man tüchtig von einem Wasserstrahl zum nächsten hüpfen, um überhaupt etwas nass zu werden. Von Schimmelin den Ecken und Fugen garnicht zu reden.
Das Essen war reichlich aber ziemlich eintönig. Auch an Gewürzen scheint ein Magel zu herrschen. Das Fleisch war meistens seeeehr zäh und der Fisch nicht zu geniessen. Ausserdem war das Essen meist nur noch lauwarm. Besteck ist Mangelware und man musste immer wieder suchen. In den beiden Extrarestaurants Mexikaner und Italiener war das Essen gut und schmackhaft (es geht also).
Der erste Eindruck ist der wichtigste, und den hat das Hotel nicht bestanden. Bedingt durch einen Flugzeugdefekt und Umsteigen in Frankfurt kamen wir erst abends nach 23 Uhr im Hotel an. Der Service an der Rezeption war noch OK, aber dann standen wir mit unserem Schlüssel da und mussten uns unser Zimmer in dem weitläufigen Geländer selbst suchn; treppauf, treppab mit unseren Koffern. Obwohl dem Hotel frühzeitig bekannt war, daß die neuen Gäste (ca. 25 Leute) sehr spät eintreffen würden, war an ein Abendessen nicht gedacht. Nach langem Suchen entdeckten wir einige halbtrockene Sanwiches, und noch etwas später hatten wir auch etwas zu Trinken. Das Personal ist in der Regel sehr freundlich und sehr hilfsbereit und vesucht so die Management-Fehler auszugleichen. Allerdings läßt die Sauberkeit in vielen Fällen sehr zu wünschen übrig (Tischdecken, Bettdecken, Strand).
In einer einsamen Bucht direkt am Strand, fast am Ende der Welt. Dieser ist öffentlich und wird daher vom Hotel nur bedingt gepflegt, also halbwegs naturbelassen. Beim Verlassen des Hotelbereichs wird man von bewaffneten Wächtern daruaf hingewiesen, das dies nicht ganz ungefährlich ist wegen der "banditos" hinter den Hügeln. Wir sind weitergegangen und unbeschadet zurückgekommen. Ein anderes Gästepaar kam aber nach Bedrohung mit einer Pistole ohne Fotoapparat und Uhren zurück. Also keine leere Warnung. Nach Juan Griego sind es ein paar Minuten mit dem Taxi für 15 BsF.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Den Pool haben wir nicht benutzt, da wir bereits nach Sichtkontrolle unsere Bedenken hatten. Am Strand fiel sehr positiv auf, dass wirklich mehr als genügend Liegen vorhanden waren, allerdings einige bereits reparaturbedürftig. Das Wasser ist recht trübe durch den von der starken Brandung aufgewühlten Sand. Für Kinder nicht geeignet, da starker Untersog. Die rote Warnflagge weht ständig, und am letzten Tag wurden sogar zwei Rettungsringe an die Flaggenmasten festgebunden, wohl damit sie keiner mitnimmt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Dezember 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Wolfgang |
| Alter: | 61-65 |
| Bewertungen: | 1 |

