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Alexander (31-35)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Dezember 2005 • 2 Wochen • Strand
Urlaub unter Drachen
5,0 / 6

Allgemein

"Riesenanlage!" - Das sagen wohl die meisten, die zum ersten Mal ins Costa Caribe kommen. Dabei ist das Hotel noch viel größer (900) Betten, als man vermuten würde. Die vielen 2-stöckigen Gebäudeeinheiten verlieren sich aber in dem gigantischen Tropengarten. Wer sich am Ankunftstag ohne Führer auf die Suche nach seinem Zimmer begeben muss (weil alle Boys schon mit anderen Gästen unterwegs sind), sieht was vom Land und kann sich fast die Inselrundfahrt sparen ...! Das Hotel ist relativ neu und wird ordentlich gepflegt; wer aufmerksam ist, sieht irgendwo jeden Tag Maler, Gärtner usw. ihre Arbeit tun. Auf dem Gelände laufen 1,20 m lange drachenhafte Echsen herum, die man mit Bananen oder auch mit Burger-Hackfleisch (!) füttern kann. Die Gäste stammen vorwiegend aus Europa (Deutschland, Holland, England, Dänemark). In der Weihnachtszeit wird's rappelvoll, weil viele Venezolaner auf die Isla kommen, um in der Freihandelszone zollfrei Weihnachtseinkäufe zu tätigen. Deutsche Handys ohne3-fach-Breitband funktionieren in Venezuela nicht, Akku-Lader wegen des 110-Volt-Stromnetzes auch nicht (also genügend Batterien für Digi-Cams, Disc-Men, Mp3-Player usw. mitnehmen). Wer nur Bescheid sagen will, dass er gut angekommen ist, kann auch von der Rezeption aus anrufen, ein 3-Minuten-Gespräch kostet nur 1,20 US-$. WICHTIG: Seit September 05 ist in Venezuela nur noch der venezolanische Bolivar als offizielle Währung erlaubt; US-$ nützen nicht mehr als Euros. Umtausch am Flughafen empfiehlt sich nur für kleine Summen, da der Kurs schlecht ist. Besser später zu einer Wechselstube fahren oder beim Reiseleiter wechseln (Hotels dürfen auch keine Devisen mehr tauschen).


Zimmer
  • Eher gut
  • Die Zimmer sind okay, bilden aber nicht das Highlight eines Costa-Caribe-Urlaubs. Die Sauberkeit ist gut, die Einrichtung altbacken und das Doppelbett für normal gewachsene Menschen zu klein. Dafür gibt's einen Kühlschrank, SAT-TV mit deutscher Welle und Dauerstrom für die Klimaanlage (man kann sie also den ganzen Tag laufen lassen). In den oberen Etagen sind die Zimmerdecken höher, dadurch wirken diese Zimmer nicht so katakombenhaft. Tipp: Wenn das Bett allzu sehr quietscht, liegt das an dern Rollen (das Bett steht auf kleinen Kunststoffrädern) - einfach je eine Socke unter die Rollen legen, dann ist Ruhe. Meerblick von Deutschland aus gegen Aufpreis zu buchen, ist Unsinn. Man sitzt ganz sicher nicht mittags im Zimmer, um sich die Brandung anzusehen!


    Restaurant & Bars
  • Sehr gut
  • Das Essen ist wunderbar. 6 Stene gibt's nur deshalb nicht, weil jemand, der kein Zitronat oder Orangeat mag, beim Frühstücks-Hefegebäck wirklich aufgeschmissen ist ... ansonsten gibt es wahrlich nichts zu meckern. All Inclusive heißt hier wirklich "alles inkllusive": Beinahe direkt nach dem (reichhaltigen) Frühstück macht die Strandbar auf, die bis zum frühen Abend frisch gegrillte Burger, Pommes, Fisch, Gemüse und nachmittags Kaffee und Kuchen anbietet. Das Mittagessen wird parallel im Haupthaus serviert. Knapp anderthalb Stunden nach Schließung der Strandbar fängt das Dinner an: Jeden Abend werden Themenabende veranstaltet (Italian Night mit Pasta und Riesen-Käsebuffet, Barbecue Night mit Außengrill etc.), und als Dessert gibt es Weihnachtsplätzchen [zumindest im Dezember]! (Eis gab's aber auch.) Getränke sind jederzeit überall (Strand, Haupthaus, Lobby, Disco) völlig kostenlos erhältlich. Außer dem Hauptrestaurant gibt es ein mexikanisches und ein italienisches (Nobel-)Restaurant mit á-la-carte-Bestellung, beide ebenfalls kostenlos. Ganz furchtbar ist nur die Weihnachts-Deko, die ab November Einzug hält und sich bis zum 24. jeden Tag weiter über das Gelände ausbreitet, wie ein riesiger Kraken. Aber wer kein Problem mit Seepferdchen-Christbaumkugeln und Alien-Weihnachtsmännern hat, kann sich am glitzernden Ambiente freuen!


    Service
  • Sehr gut
  • Der Service ist vorbildlich. Die Kellner sind beängstigend flott, die Zimmermädchen machen einen guten Job, und der Guest-Service müht sich redlich - auch wenn die Dame zunächst etwas reserviert daherkommt - allen Wünschen zu entsprechen. Wir wollten am ersten Tag das Zimmer tauschen (Zimmer im Erdgeschoss sind nicht zu empfehlen; das viele Grünzeug vor der Tür lockt alle möglichen Viecher an, und wenn die Gäste im 1. Stock Spaß am Sex haben, muss man den Nachtschlaf am Strand nachholen), und dies wurde uns trotz voller Hotelauslastung sehr rasch ermöglicht. Wir bekamen dann ein Zimmer im 2. Stock mit Meerblick (für den man bei Buchung extra hätte zahlen müssen) plus einen netten Obstkorb. Der Guest Service spricht deutsch und sollte für alle Sonderwünsche erste Adresse sein. Nicht von der unlustigen Miene abschrecken lassen - die Frau ist nett!


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Das Hotel ist nur 40 Autominuten vom Airport entfernt, aber weil ausschließlich in die andere Richtung geflogen wird, gibt es keinen Fluglärm. In unmittelbarer Umgebung des Hotels befindet sich - nichts, d. h. nur Kakteen und Hügel. Malerisch anzusehen zwar, aber wer Gummiflossen, Ansichtskarten oder Tinnef außerhalb des Hotels kaufen will, muss sich ein Taxi nehmen. Die nächsten Ortschaften sind jedoch nicht weit entfernt; die ganze Insel ist nicht größer als Hamburg. Der Strand liegt unmittelbar vor dem Hotel, ist ewig breit und lang und wird links und rechts durch natürliche Steinbuchten begrenzt. Er gehört praktisch zum Hotel. Es gibt dort keine nervigen Strandverkäufer, keine Jet-Ski-Fahrer und keine Surfer (außer denen, die sich im Hotel ein Brett leihen) - nur himmlische Ruhe.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    In puncto Sport und Unterhaltung wird einiges geboten: Kajakfahren, Tennis, Mountainbiking, Billard, Tischkicker usw. sind komplett im Preis enthalten. Das Fitness-Center ist für südamerikanische Verhältnisse top - es verfügt über Drückerbänke, Kurzhanteln, einen Kniebeugenständer und insgesamt über 400 kg Gewicht. Hier kann man tatsächlich ambitioniert den "Heberknecht" geben! Die Animation ist, na ja ... anwesend - und leider fast komplett auf spanisch. Aber ob man sich auf englisch, polynesisch oder sonstwas am Pool bei lustigen, lustigen Spielen zum Obst macht, ist eigentlich schnurz. Abends gibt es Shows, die mal mehr mal weniger kurzweilig sind (die Choreographien des blonden, schwulen Tanz-Animateurs aus Caracas sind ganz nett anzusehen, er selbst ist unerträglich). Urlaub im Hotel Costa Caribe ist zweifellos etwas für Pärchen mit oder ohne Kinder. Wer Anschluss sucht oder toll bespaßt werden will, wird eher enttäuscht sein (in der Disco haben wir nie mehr als 5 Leute auf einen Haufen gesehen, und 3 davon waren Animateure ...). Der Strand bietet dafür ganz großes Tennis: Feiner Sand, superwarmes, algenfreies Wasser und echte Männer-Wellen! Zwar liegen ab einer Wassertiefe von ca. 1,50 m große Steine im Sand, was den Wellenspaß etwas schmälert, aber wer 200 m nach links geht, bis auf die Höhe, wo hinter dem Strand der Hügel-Wanderweg beginnt, der findet dort eine steinfreie Zone. Achtung: Die 3 m hohen Wellen haben es hier wirklich in sich - Badehose festhalten, Mund zu, und keine Angst vor dem Hauptwaschgang! Liegen gibt es eigentlich genug; trotzdem sind die besten schon morgens ab 6.30 Uhr mit Handtüchern reserviert. Wer ein bisschen "Staub aufwirbeln" will, wirft alle Handtücher auf einen Haufen und stapelt die Liegen wieder übereinander, denn das Reservieren ist laut Aushang verboten (kümmert sich aber null Schwein drum. Ich hätte das mit dem Stapeln am letzten Tag fast gemacht; leider hat's geregnet und es blieben alle Liegen frei).


    Preis-Leistung
  • Sehr gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im Dezember 2005
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Alexander
    Alter:31-35
    Bewertungen:13