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Sabine (26-30)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • August 2008 • 1 Woche • Strand
Solide Qualität im Massentourismus
4,3 / 6

Allgemein

Die riesige Hotelanlage verfügt über einen für dei Anzahl der Zimmer zu kleinen Pool und einen Zugang zum schmalen, aber schönen Sandstrand. Vierstöckige Bauten sind u-förmig um den Pool herum angelegt, durch die karge Bepflanzung, insbesondere die niedrigen, landestypischen Palmen wirkt die Bebauung höher als sie ist. Der Zustand der Anlage ist gepflegt, die Zimmer sehr sauber. All inclusive umfasst Getränke in Selbstversorung (außer Bar und Wasser während Lunch und Dinner) sowie solide Küche. Die Gästestruktur ist international (viele Schweizer, Franzosen, BeNeLux...) und im Alter gemischt. Angenehm: Keine Sauf-Prolls, der Alkoholumsatz hält sich tagsüber sehr in Grenzen. Katastrophal: Die Kleidung der Gäste beim Abendessen. Trotz Hinweis im TUI-Reiseprospekt (Herren lange Hosen) sind hier Cargo-Hosen und Shorts weit verbreitetn, nicht wenige kommen in FlipFlops zum Dinner. Auch gesehen: Basecap, Trikot und Adidas-Trainingshose. Alter und Kleidung korrelieren in der Weise, dass die Ü-60er überwiegend angemessen gekleidet waren (lange Stoffhose und Hemd), die Geschmacksverirrungen der U-30er hingegen mehr als 50 % betrugen (Rosafarbener kurzer Schlafanzug zum Abendessen und Shorts). Ärgerlich, dass das Hotelmanagement dagegen untätig blieb. Ebenso ärgerlich: das elendige Liegenreservieren an Strand und Pool. Um 7h morgens sind nahezu 75 % aller Liegen mit Handtüchern belegt, die Hälfte davon bleibt jedoch bis mittags halb 12 ohne Gäste. So macht Urlaub nur begrenzt Spaß. Das Leitungswasser ist in Ordnung, damit kann man sich bedenkenlos die Zähne putzen. Für einen Badeurlaub im Massentourismus ist das Hotel geeignet, allerdings nicht, wenn man sich eine stilvolle Umgebung insbesondere abends wünscht. Im August ist hier Hochsaison, das Hotel war ausgebucht (Liegen reservieren weil nicht genügend da etc.) Klima angenehm: tagsüber weitgehend warm (um die 30 Grad Celsius), am Strand windig. Abends kühlt es sich merklich ab, insbesondere durch den Wind wären schon aus Witterungsgründen lange Hosen angebracht. Das stillose Publikum trübt schon sehr die Urlaubsfreude, zumal es laut Prospekt anders hätte sein sollen (Prospekt war gerade in diesem Punkt Grundlage unserer Entscheidung) Für den Last-Minute-preis von 614 € p. P. und Woche kann man allerdings nicht meckern.


Zimmer
  • Sehr gut
  • Die Zimmer sind großzügig geschnitten, sauber und geschmackvoll möbliert. Angenehm: Vor dem Bett liegen Teppiche auf den Fliesen, so dass man nicht sofort kalte Füße bekommt. Klo und Bad sind getrennt, im Klo gibt es kein Waschbecken. Klimaanlage und Balkon sind vorhanden, ebenso TV, Minibar (mit Wasser gefüllt), Safe und Telefon. Das Badezimmer hat eine Badewanne mit Duschvorhang, ebenso gibt es einen Föhn.


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Das Hauptrestaurant hat solide internationale Küche in Büffetform. Im Einzelnen: Frühstück gut, aber leider keine frischen individuellen Omeletts. Wurst und Schinken werden von den Gästen meist an die streunenden Katzen verfüttert. Abends gibt es eine Pasta-Station, wo man individuell und frisch bestellen kann, sonst findet sich neben der fleischlastigen landestypischen Küche und französisch geprägten Speisen das übliche: Pommes frites, Pizza etc. Wirklich super und mit 6 Sonnen zu bewerten ist das Desserbuffet, nicht zu süß und abwechslungsreich sind Kuchen, Mousse und Torten. An der Poolbar, wo Langschläfer-Frühstück (Brot und Butter), Mittagssnack (Pommes frites, Pizza, Nudeln, Kartoffel-Gemüse-Gericht) und bereits um 16h Kaffee und Crepes angeboten werden (Crepes gibt es hier zu nahezu jeder Mahlzeit), ist die Qualität der Speisen schlechter. Zudem sitzt hier das Volk in Badehose auf Plastikstühlen. Die Hälfte (maximal) der Gäste macht sich die Mühe, zumindest einen Pareo um die Hüften zu schwingen.


    Service
  • Eher gut
  • Lob für den wirklich fähigen Oberkellner, die Zimmermädchen und sonstigen Angestellten. Der Manager hingegen geht unprofessionel mit Beschwerden um, streitet Reiseprospekt-Inhalte ab und motzt die Gäste an. Das Spezialitätenrestaurant ist auch im Service landestypisch, d. h. hier kann man keine deutsche Professionalität erwarten. Die Tische werden allesamt (15 Stück) gleichzeitig von nur zwei Kellnern bedient, dadurch dauert das Essen viel zu lang.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Das Hotel verfügt über einen direkten Zugang zum öffentlichen Strand. wo die fliegenden Händler 5m Abstand zu den Liegen einhalten müssen. Zudem scheint das System reglementiert, die Händler haben Ausweise. Die Transferzeit zum Flughafen Monastir beträgt eine Stunde, die Sehenswürdigkeiten Tunesiens (Karthago, Tunis) sind weit entfernt. Das Hotel bietet sich in erster Linie für reine Badeurlaube an. Achtung: nur am Strand hat man seine Ruhe (inmitten der Massen), am Pool hingegen ist Animation.


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Der Pool ist viel zu klein für die vielen Zimmer, man liegt in drei Reihen um das Wasser herum und Liege an Liege. Es gibt einen Internetzugang und eine kleine Boutique, in der man Wellness-Produkte, Schmuck und Seidenschals kaufen kann. In einem Shop bekommt man Postkarten und Sonnenschutzmilch, jedoch weder Luftmatratzen noch Strandspiele oder sonstigen Strandzubehör. Die Animation ist nervtötend, der Pool wird den ganzen Tag über mit lauter Musik beschallt. Die Bühne, die sich neben dem Pool befindet, dient abends erst dem Miniclub, dann der sonstigen Belustigung. Die billigen Plastikstühle lassen das Ganze noch primitiver wirken, als die Bühnenshows (wie ja in jedem Urlaubshotel) ohnehin schon sind.


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im August 2008
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Sabine
    Alter:26-30
    Bewertungen:1